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leben / 13.03.2017
Richtfest in der landeseigenen Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Buch, Wolfgang-Heinz-Straße

 Aller guten Dinge sind drei: Am 9. März wurde Richtfest für drei neue modulare Flüchtlingsunterkünfte (MUFs) gefeiert. Diese entstehen derzeit in Pankow (Wolfgang-Heinz-Straße) und Marzahn-Hellersdorf (Albert-Kuntz-Straße sowie Rudolf-Leonhard-Straße) und sollen ab Sommer 2017 bezugsfertig sein.

Zur Reduzierung der Bauzeit wurden modulare Strukturen vorgegeben, die den Einsatz von Fertigelementen erlauben. Senatsbaudirektorin Lüscher ist von dem Konzept überzeugt: "Die Vorfabrikation im Werk sichert eine hohe Präzision und Qualität in der Ausführung, die modulare Bauweise spart Zeit und ermöglicht eine flexible Anpassung an die Gegebenheiten des jeweiligen Grundstücks trotz engem Kostenrahmen. So entstehen unterschiedliche Ensemble von hoher gestalterischer und räumlicher Qualität."

Das Richtfest würdigt die Fertigstellung des Rohbaus dieser drei Bauvorhaben, die vertragsgemäß komplett bis Sommer 2017 fertiggestellt werden sollen. Nach Übergabe der Einrichtungen an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten bieten die Unterkünfte jeweils rund 450 Geflüchteten ein temporäres Zuhause.

Menschenwürdig leben
Die große Zahl der Asylbegehrenden erfordert zusätzliche Gemeinschaftsunterkünfte. In kürzester Planungszeit wurde ein Typenentwurf für eine dauerhafte und nachnutzbare Flüchtlingsunterkunft entwickelt, der sich an künftigen landeseigenen Standorten einsetzen lässt. Insgesamt entstehen in Berlin in dieser modularen Bauweise zehn Flüchtlingsunterkünfte mit circa 4.500 Plätzen.

Die Fassade der modularen Unterkünfte besteht aus Sichtbetonfertigteilelementen, die mit linienförmigen Strukturen gestaltet sind. Auf den zur Verfügung stehenden Grundstücken wird ein Grundmodul angeordnet, sodass Gemeinschaftsunterkünfte für 450 Bewohner errichtet werden können. In einem quadratischen Regelgeschoss lassen sich je zwei Doppelzimmer in den äußeren Ecken anordnen (in einer Ecke ein Doppelzimmer und ein Einzelzimmer). Sie werden durch den Gemeinschaftsbereich (Küche und Aufenthaltsraum), den Erschließungskern (Treppenraum und Aufzug) sowie den gemeinschaftlich genutzten Sanitärbereichen für 15 Bewohnerinnen und Bewohner getrennt. Das gleich große Erdgeschoss verfügt über vier wohnungsähnliche Einheiten mit jeweils zwei Doppelzimmern, Küche und Bad, wobei eine Einheit barrierefrei ist.


Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen baut derzeit für das Land Berlin auf insgesamt zehn Grundstücken Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge.
 
Weitere Informationen:
www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/hochbau/de/modulare_unterkuenfte.shtml

Details zu den Bucher MUF-Standorten Wolfgang-Heinz-Straße und Lindengerger Weg finden Sie hier:
www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/beauftragte/integration/themen/artikel.495771.php


Foto:
Fassade mit den Fertigelementen der modularen Bauweise (Foto: Hans Martin Fleischer)

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

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