News

Ihre Auswahl

leben,investieren / 08.01.2019
Änderungen des Berliner Flächennutzungsplans

Aus der Sitzung des Senats am 8. Januar 2019:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, fünf Änderungen des Berliner Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen. Der FNP gibt einen Überblick über die wichtigsten Planungsziele der Stadt und wird durch Änderungsverfahren ständig aktuell gehalten.

Senatorin Lompscher: „Die heute beschlossenen Änderungen dienen vor allem der Erschließung neuer Wohnungsbaupotenziale. Insgesamt können durch die Änderungen rund 13.000 neue Wohnungen entstehen. Nach Zustimmung des Abgeordnetenhauses sind damit die Voraussetzungen geschaffen, um die Planungsziele zur Stärkung des Wohnungsneubaus und des Vorrangs der Innenentwicklung in Berlin weiter umzusetzen.“

Kurt-Schumacher-Quartier im Bezirk Reinickendorf
Mit der FNP-Änderung werden durch die Darstellung von Wohn- und gemischten Bauflächen für rund 4.000 Wohnungen die planerischen Grundlagen für einen der größten Wohnungsneubaustandorte der Stadt mit insgesamt etwa 5.000 Wohnungen und dessen Entwicklung zu einem neuen, integrierten und urbanen Stadtquartier mit allen notwendigen Einrichtungen der Infrastruktur geschaffen.

Insel Gartenfeld/Saatwinkler Damm im Bezirk Spandau
Mit der FNP-Änderung wird die Entwicklung der Gartenfelder Insel zu einem der neuen Stadtquartiere vorbereitet. In der Verbindung von Wohnen und Arbeiten soll am Berlin Spandauer Schifffahrtskanal im direkten Zusammenhang mit der Wasserstadt Oberhavel und in Ergänzung zum Ortsteil Haselhorst ein urbanes Stadtquartier mit insgesamt über 4.000 Wohnungen entstehen.

Buch V/Am Sandhaus/ehemalige Krankenhäuser im Bezirk Pankow
Mit der FNP-Änderung wird eine weitere der großen Neubauflächen Berlins für die Entwicklung zu einem der neuen Stadtquartiere vorbereitet. Im Einzugsbereich des S-Bahnhofs Buch sind die Verdichtung bestehender Siedlungsstrukturen und Nachnutzung bereits bebauter Flächen vorgesehen und es können hier bis zu rund 3.300 Wohnungen neu entstehen. Gleichzeitig sollen Wald- und Offenlandflächen im Zusammenhang mit dem Naturpark Barnim erhalten und aufgewertet werden.

Landsberger Allee/Friedenstraße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Im Bereich der Landsberger Allee wird der FNP an aktuelle Planungsziele angepasst. Hier erfolgt durch Umnutzung und Verdichtung bestehender Baustrukturen die Aktivierung innerstädtischer, gut erschlossener Potenzialflächen für den Wohnungsbau mit bis zu 1.400 Wohnungen. Zudem werden die übergeordneten Freiraumzusammenhänge verdeutlicht.

Alter Bernauer Heerweg im Bezirk Reinickendorf
Für im Zusammenhang mit dem Siedlungsgebiet Lübars stehende ehemalige Gartenbau- und Produktionsflächen ist unter Beachtung der landschaftlichen und siedlungsstrukturellen Rahmenbedingungen eine angepasste Nachnutzung für Wohnungsbau entsprechend dem derzeitigen Bebauungskonzept mit etwa 115 Wohnungen vorgesehen.

Durch den Senatsbeschluss wird ein intensives Abstimmungsverfahren abgeschlossen, in dem neben öffentlichen Planungsträgern wie Bezirksämtern, Senatsverwaltungen, Nachbargemeinden, Planungsstellen Brandenburgs und des Bundes auch die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen in den Planungsprozess eingebracht haben. Aufgabe der Planung war es, einen gerechten Ausgleich unterschiedlicher Interessen vor dem Hintergrund stadtentwicklungsplanerischer Anforderungen an die gesamte Stadt zu finden.

Die Änderungen werden mit der Zustimmung durch das Abgeordnetenhaus und der anschließenden Veröffentlichung im Amtsblatt wirksam.

Nach Abschluss der Verfahren steht der aktualisierte Flächennutzungsplan im Internet zur Verfügung unter: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/fnp

 

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

www.stadtentwicklung.berlin.de

Alle News im Überblick