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/ 06.05.2019
Paneuropäische LifeTime-Initiative startet in Berlin

Über 500 Forschende, Kliniker und Klinikerinnen, Patienten und Patientinnen sowie Interessenvertreter aus 20 Ländern Europas und darüber hinaus treffen sich in Berlin zur LifeTime-Eröffnungskonferenz. Die gesamteuropäische Initiative zielt darauf ab, das Gesundheitswesen zu revolutionieren, indem sie bahnbrechende Technologien auf den Verlauf menschlicher Krankheiten anwendet und neue Methoden personalisierter Vorbeugung, Frühdiagnostik und Behandlung findet und umsetzt.

Während der zweitägigen Konferenz diskutieren führende Mitglieder renommierter europäischer Forschungseinrichtungen, wie die Mission von LifeTime am besten umgesetzt und erfüllt werden kann – nämlich Medizinern zu ermöglichen, den molekularen Zustand von Patientengewebe in Echtzeit zu untersuchen, was zu frühzeitiger Diagnose und wirksamer Bekämpfung von Krankheiten führt.

Bevor sie in die Zukunft blickt, wirft die LifeTime-Eröffnungskonferenz ein Schlaglicht auf den aktuellen Stand der Technologien im Zentrum der Initiative – Einzelzell-Multi-Omics, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, experimentelle Krankheitsmodelle wie Organoide. Sie werden unser Verständnis vom Leben und die medizinische Praxis grundlegend verändern. LifeTime ist wichtig, um Europa an der Spitze weltweiter Forschung und Innovation zu halten.

Die Präzisionsmedizin der Zukunft

Zu den versammelten Sprecherinnen und Sprechern zählen weltweit renommierte Expertinnen und Experten. Die Keynotes kommen von Alfonso Valencia vom Barcelona Supercomputing Center und Angelika Eggert von der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Valencia wird die Werkzeuge und die Computerinfrastruktur in der Präzisionsmedizin präsentieren, während Eggert für den Bereich Krebs einen Überblick möglicher medizinischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Auswirkungen von LifeTime auf einzelne Krebspatientinnen und -patienten sowie auf das Gesundheitswesen gibt.

Gruppendiskussionen sollen sämtlichen Teilnehmenden Gelegenheit geben, sich über die Zukunft von LifeTime und die Umsetzung der Pläne auszutauschen. Eine wesentliche Komponente von LifeTime sind Transparenz und Offenheit für neue Ideen und Mitglieder.

Professor Nikolaus Rajewsky, Leiter des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und Co-Koordinator der LifeTime-Initiative, sagt: „LifeTime möchte Mechanismen verstehen und neue Interventionsmöglichkeiten finden. Wir wollen menschliche Krankheiten auf eine Weise diagnostizieren und behandeln, wie es zuvor nicht möglich war. Diese gegenseitige Befruchtung der Disziplinen wird Innovationen bewirken, die wesentlich dafür sein werden, europäische Biowissenschaften und Biotechnologie sowie das Gesundheitswesen Europas in eine erheblich bessere Zukunft zu führen.“

„Großes Potenzial der europäischen Forschung“

Neben der transdisziplinären wissenschaftlichen Herangehensweise bietet LifeTime auch eine neue Perspektive für die Zusammenarbeit zwischen Forschenden zahlreicher unterschiedlicher Bereiche, Industrie, Entscheidungsträgerinnen und -trägern, Bürgerinnen und Bürgern sowie Patientinnen und Patienten.

„Diese Konferenz ebnet den Weg für eine Arbeitsweise, die wir anstreben. Sie bietet uns nicht nur die Möglichkeit, hervorragende Forschende, Klinikerinnen und Kliniker, Unternehmen, Gründerinnen und Gründer sowie andere wichtige Interessenvertreter zu treffen und sie in unser Netzwerk zu integrieren. Sie gibt auch allen Teilnehmenden die Gelegenheit, Einfluss auf die Zukunft von LifeTime zu nehmen, an Entscheidungen mitzuwirken und kritische Rückmeldungen zu geben“, sagt die Co-Koordinatorin der LifeTime-Initiative, Dr. Geneviève Almouzni vom Institut Curie in Paris.

Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin sagt: „Die LifeTime-Initiative unterstreicht das große Potenzial der europäischen Forschung. Wir freuen uns, die Mitglieder des LifeTime-Netzwerks in unserer Stadt begrüßen zu dürfen und sind stolz darauf, dass das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin eine führende Rolle in diesem innovativen europäischen Projekt spielt. Berlin als Stadt der Wissenschaft und Innovation legt großen Wert auf medizinische Forschung und unterstützt die internationale Zusammenarbeit.“

Hintergrundinformation
LifeTime ist ein wachsendes Konsortium von mehr als 60 führenden europäischen Forschungseinrichtungen, internationalen Beratern und über 70 Firmen. Koordiniert wird es gemeinsam vom Max-Delbrück-Centrum in Berlin und dem Institut Curie in Paris. Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und das französische Centre national de la recherche scientifique (CNRS) leisten einen bedeutsamen Beitrag.

LifeTime hat gemeinsam mit fünf anderen Bewerbern einen EU-weiten Wettbewerb für Forschungsprojekte mit weitgesteckten zukunftsträchtigen Zielen gewonnen. Die Europäische Kommission unterstützt LifeTime zunächst mit einer Million Euro darin. In diesem Jahr wird die Initiative einen Plan erstellen, wie menschliche Zellen während einer Krankheit abgebildet, ihr Zustand verstanden und sie gezielt behandelt werden können.

Die LifeTime Eröffnungskonferenz findet am 6./7. Mai 2019 im bcc Berlin Congress Center (Alexanderstraße 11, 10178 Berlin) statt. Hauptsponsor ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). 

Für Interviewanfragen, Akkreditierungen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das LifeTime-Presseteam.

Weiterführende Information
Programm der Konferenz
Live Stream
Sprecher
Webseite der LifeTime-Initiative
Bisherige Pressemitteilungen

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Hashtag: #LifeTimeOpening
Twitter: @LifeTimeFET

Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC)

www.mdc-berlin.de

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