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heilen / 05.05.2017
Zum Welttag der Handhygiene: HyHelp – Die richtige „Nase“ im Kampf gegen Keime

Evangelische Lungenklinik setzt als erstes Berliner Krankenhaus auf technisches Management-System für Händehygiene

Das Gerät ist klein, einfach in der Handhabung und hocheffektiv: HyHelp unterstützt Ärzte und Pflegepersonal dabei, auch im stressigen Stationsalltag auf regelmäßige Händehygiene zu achten. In der Evangelischen Lungenklinik in Berlin-Buch wurden jetzt für eine Testphase zunächst zwei Stationen damit ausgestattet. Geschäftsführer Bert Zeckser: „Einfache Händehygiene kann die Übertragung multiresistenter Keime um bis zu 40 Prozent reduzieren. Mit dieser technischen Innovation bleibt das regelmäßige Desinfizieren der Hände dauerhaft präsent – zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter.“
 
Bei HyHelp, entwickelt von einem Frankfurter Startup-Unternehmen, tragen die Mitarbeiter ein mobiles Gerät an der Brusttasche des Kittels, ähnlich einem Piepser. Über einen Sensor werden bei jeder Händedesinfektion die nach oben steigenden Alkoholdämpfe gemessen und registriert. Nach 30 Sekunden gibt es für den Träger des Gerätes über ein LED-Signal „grünes Licht“. Jeweils rund 30 Geräte werden in einer Docking-Station gelagert, bei Dienstbeginn nimmt jeder Mitarbeiter ein beliebiges an sich. Die Daten werden stationsweise anonym erhoben und so zählen Erfolg und Einsatz der gesamten Abteilung. Ein Kontroll-System, das sich auch im Team bewährt hat, sagt Krankenschwester Madlen Lippeck, inzwischen hauptsächlich für die Interne Prozessbegleitung verantwortlich: „Die Resonanz unserer Patienten ist durchweg positiv. Wertschätzung, Sicherheit und Interesse der Klinikmitarbeiter an den Nöten der Patienten stehen dabei im Mittelpunkt. Und auch der kleine interne Wettbewerb mit der zweiten Station macht Spaß. Wir können ja täglich sehen, wie viel Desinfektionsmittel jede Abteilung wann verbraucht hat.“

Die ersten Auswertungen nach knapp sechs Wochen sind durchweg positiv, bestätigt Geschäftsführer Bert Zeckser: „Natürlich steht Händehygiene ohnehin im strengen Fokus der Krankenhaushygiene und wird intensiv betrieben. Aber durch HyHelp ist es gelungen, den Rhythmus zu verdoppeln!“ Ein zusätzlicher Service: Das Gerät verfügt über einen Schrittmesser und eine Uhr. Einen Gang von einem zum nächsten Patienten registriert der Schrittmesser und schaltet die LED auf rot, sofern nicht erneut die vorgeschriebene Desinfektion erfolgt. Beim Patienten leuchtet die LED stets grün, denn vor Patientenkontakt werden immer die Hände desinfiziert.

Bert Zeckser: „Im Rahmen unserer Qualitätsstrategie ist uns die Händehygiene besonders wichtig, so dass wir alle Möglichkeiten zur Unterstützung und Motivation unserer Mitarbeiter nutzen. Zu überlegen ist sogar, ob wir für die Station mit den eifrigsten Benutzern einen kleinen Preis ausloben. Und für Patienten gibt es eine zusätzliche Sicherheit, da das ‚grüne Licht‘ zeigt, dass sich die Mitarbeiter wirklich die Hände desinfiziert haben.“

Sollte sich HyHelp weiterhin bewähren, wird das System zeitnah auf alle Stationen der Evangelischen Lungenklinik ausgeweitet. \n


Foto:
HyHelp im Einsatz (Foto: Manuel Tennert/ELK)



Über die Evangelische Lungenklinik Berlin:

Die Evangelische Lungenklinik Berlin, ein Unternehmen der Paul Gerhardt Diakonie, ist seit ihrer Gründung im Jahr 1952 eine weithin anerkannte Spezialklinik für akute und chronische Erkrankungen der Lunge sowie des Brustkorbs. Die Evangelische Lungenklinik in Berlin-Buch behandelt rund 6.400 stationäre und etwa 12.200 ambulante Patienten jährlich und ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Über die Paul Gerhardt Diakonie:
Zur Paul Gerhardt Diakonie gehören acht Krankenhäuser, sieben Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen für betreutes Wohnen, ein Hospiz und mehrere ambulante Rehabilitationszentren sowie medizinische Versorgungszentren in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus werden Einrichtungen anderer Träger im Management geführt.
Jährlich werden in den etwa 1.800 Betten der Krankenhäuser rund 83.000 Patienten stationär und 145.000 Patienten ambulant versorgt. Außerdem werden etwa 700 Pflegeplätze angeboten. Die Paul Gerhardt Diakonie ist damit eines der größten konfessionellen Gesundheitsunternehmen in der Region. Mit mehr als 5.000 Mitarbeitern werden rund 384 Mio. EUR pro Jahr erwirtschaftet.


Weitere Informationen siehe Webseite:

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