Entwicklungsvorhaben

Städtebaulicher Wettbewerb

In den letzten Jahren sind etliche neue Forschungsbauten auf dem Wissenschafts- und Biotech-Campus errichtet worden, zuletzt das Käthe-Beutler-Haus des Berlin Institute of Health und das Gebäude für Kryo-Elektronenmikroskopie. Im Oktober 2023 eröffnete das Life-Science-Gründerzentrum BerlinBioCube, das Labor- und Büroflächen für Start-ups im BiotechPark bietet. Aktuell werden ein Gebäude für modernste NMR und das Imaging Innovation Center gebaut.
Diese Entwicklungen folgen einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmenkonzept mit dem zukunftsweisenden Leitbild „Green Health Campus“. Nachhaltigkeit ist eine entscheidende Komponente, um dem Anspruch eines führenden Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gerecht zu werden.

Abb.: Entwurf der sinai - Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH

BerlinBioCube - Gründerzentrum

BerlinBioCube - Gründerzentrum

Die Campus Berlin-Buch GmbH (CBB) hat von 2020 bis 2023 das neue Life-Science-Gründerzentrum BerlinBioCube auf dem Campus Berlin-Buch errichtet. Die CBB betreibt und entwickelt den Forschungs- und Biotech-Campus in Berlin-Buch, dessen Fokus auf Biomedizin liegt. Das Spektrum des BiotechPark Berlin-Buch umfasst Medizinische Biotechnologie, Medizintechnik und angrenzende Bereiche. Im BerlinBioCube können nun weitere Arbeitsplätze in innovativen Bereichen der Gesundheitswirtschaft entstehen.

Der BerlinBioCube bietet Start-ups auf fünf Geschossen insgesamt 8.000 Quadratmeter für moderne Labore, Büros, Gemeinschaftsflächen für tägliche Begegnung und Austausch sowie Konferenzräume. Jungen Unternehmen stehen somit geförderte Flächen im BiotechPark zur Verfügung. Sie profitieren von den sehr guten Bedingungen, die der Campus bietet. Das Gebäude wurde vom Architekturbüro doranth post architekten, München, entworfen. Der Neubau des BerlinBioCube ist mit einer Investition von rund 49 Millionen Euro verbunden, davon fließen etwa 40 Prozent in die technische Ausrüstung. Die Finanzierung wird durch Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ermöglicht.

Der BiotechPark Berlin-Buch gehört mit 75 Unternehmen, 850 Beschäftigten und rund 45.000 Quadratmetern Büro- und Laborfläche zu den führenden Technologieparks in Deutschland. Ausgründungen im Bereich der Life Sciences finden hier ideale Bedingungen, vom Technologietransfer bis hin zu branchenspezifischen Labor- und Büroflächen. Die Life Science Community vor Ort ermöglicht einen direkten Austausch und gemeinsame Projekte. Der BiotechPark trägt maßgeblich zur dynamischen Entwicklung der Biotechnologie-Region Berlin-Brandenburg bei und stärkt in besonderem Maße die industrielle Gesundheitswirtschaft.

Abb.: doranth post architekten

www.berlinbiocube.de

Gebäude für NMR-III

Gebäude für NMR-III

Am östlichen Rand des Campus ist mit dem NMR-III ein weiteres Gebäude für die Kernresonanz- (NMR-)Spektroskopie des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) entstanden. Das Gebäude beherbergt das neue 1.2GHz-NMR-Spektrometer, das den stärksten Magneten (mit einem Magnetfeld von 28.2 Tesla) mitbringt, der zur Zeit für NMR verwendet werden kann. Aufgrund seiner höheren Empfindlichkeit und seiner besseren Auflösung verbessert das Gerät die Möglichkeiten der Anwendung der NMR auf die Bestimmung von Struktur und Dynamik von Biomolekülen am FMP erheblich. Das Gerät und das Gebäude wurden gemeinsam über einen Sonderantrag bei der Leibniz-Gemeinschaft finanziert, der Bund und das Land Berlin trugen jeweils die Hälfte der Kosten von insgesamt 13.5 Millionen Euro.

https://leibniz-fmp.de/de/newsroom/news/detail/giant-with-a-ceramic-heart

Abbildung/Entwurf: DGI Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH

Imaging Innovation Center

Imaging Innovation Center

Zwischen Haus 87 und dem Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), direkt vor dem Gebäude für die Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) entsteht seit 2023 ein Imaging Innovation Center (IIC) des Max Delbrück Centers. Ab 2025 sollen darin Technologie-Plattformen und Forschungsgruppen im Bereich der Mikroskopie unter einem Dach arbeiten, um Mikroskopie-Technologien sowie Bildanalyseverfahren für biomedizinischen Fragestellungen weiterzuentwickeln. Im IIC werden Physiker:innen, Biophysiker:innen, Lebenswissenschaftler:innen und Bioinformatiker:innen zusammenarbeiten. Neben der Technologie-Plattform Lichtmikroskopie, der Kryo-EM und der Image Data Analysis Gruppe werden weitere Forschungsgruppen dort einziehen. Insbesondere zeitlich und räumlich hochauflösende Methoden, Bildgebungsverfahren für einzelne Moleküle sowie korrelative Techniken werden für die Forschungsgruppen am Max Delbrück Center interessant sein.

Die Planung für das IIC stammt vom Architekturbüro Heinle Wischer, das bereits mehrere Projekte auf dem Campus Berlin-Buch realisiert hat: das Max-Delbrück-Communications Center (MDC.C), die Forschungseinrichtung für Experimentelle Medizin (FEM), die Kryo-EM und das FMP. Auch der erste Masterplan des Campus stammt aus der Feder von Heinle Wischer. Wie das Gebäude der Kryo-EM erhält auch das IIC eine massive Bodenplatte, die Schwingungen ausgleicht. Zusammen mit einem schwingungsarmen Tragwerk gewährleistet sie, dass die Mikroskope keinerlei Erschütterungen ausgesetzt sind. Für eine stabile Temperatur und konstante Luftfeuchtigkeit in den Mikroskopielaboren wird eine hochpräzise Lüftungsanlage sorgen.

www.mdc-berlin.de

www.mdc-berlin.de/de/news/press/richtfest-fuer-das-imaging-innovation-center

Abbildung: © Architekturbüro Heinle Wischer

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