Aktuelles

forschen / 26.05.2023
4,6 Millionen Euro für neuartige CAR-T-Zelltherapie

Die gegen CXCR5 gerichteten CAR-T-Zellen (grün) greifen Lymphom-Zellen (rot) innerhalb des Stroma-Zellnetzwerks im B-Zell-Follikel an (hellblau). Foto: AG Höpken / Rehm, Max Delbrück Center
Die gegen CXCR5 gerichteten CAR-T-Zellen (grün) greifen Lymphom-Zellen (rot) innerhalb des Stroma-Zellnetzwerks im B-Zell-Follikel an (hellblau). Foto: AG Höpken / Rehm, Max Delbrück Center

CAR-T-Zellen haben sich in der Behandlung bestimmter Blut- und Lymphdrüsenkrebsformen bewährt. Doch die Immuntherapie kann noch effektiver werden. Eine gemeinsame klinische Studie der Charité und des Max Delbrück Center erhält dafür eine Finanzspritze in Millionenhöhe vom Bundesforschungsministerium.

Gemeinsame Pressemitteilung des Max Delbrück Center und der Charité – Universitätsmedizin Berlin

CAR-T-Zelltherapien sind oft der letzte Ausweg für Patient*innen mit bestimmten Formen von Blut- oder Lymphdrüsenkrebs, die auf gängige Behandlungen nicht ansprechen. Dabei werden Immunzellen (T-Zellen) der Erkrankten im Labor mit einem chimären Antigenrezeptor (CAR) ausgestattet – einem kleinen Fühler, der Körperzellen abtastet und nach spezifischen Eigenschaften von Krebszellen sucht. Zurück im Körper des Patienten oder der Patientin, spüren sie das Antigen auf, auf das sie ausgerichtet sind, und töten die Tumorzellen ab.

Die Arbeitsgruppen von Dr. Uta Höpken und Dr. Armin Rehm am Max Delbrück Center haben einen Ansatz für eine neuartige CAR-T-Zelltherapie gegen eine Form des Lymphdrüsenkrebses entwickelt, die von den B-Lymphozyten ausgeht: B-Non-Hodgkin-Lymphom. Unter der Leitung von Professor Ulrich Keller und Professor Lars Bullinger von der Charité – Universitätsmedizin Berlin soll die neue Immuntherapie in einer Phase I/IIa-Studie erstmals am Menschen getestet werden. Das gemeinsame Projekt der Charité und des Max Delbrück Center fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 4,6 Millionen Euro. Das Ministerium will Therapien gegen Erkrankungen auf den Weg bringen, die bisher nicht oder nur schwer behandelbar sind.

CXCR5: Für einen CAR kaum zu verfehlen

Die bislang zur Behandlung von Blut- und Lymphknotenkrebs zugelassenen CARs docken zumeist an das Antigen CD19 an, ein Oberflächenmolekül von B-Zellen, die sich bösartig verändern und zu Krebszellen werden können. Uta Höpken und Armin Rehm haben ein Molekül identifiziert, das sich wahrscheinlich noch besser als Angriffspunkt für einen CAR zur Behandlung von Lymphdrüsenkrebs eignet: CXCR5. Anders als CD19, dessen Menge auf den Krebszellen von Patient*in zu Patient*in unterschiedlich hoch sein oder gar verloren gehen kann, kommt CXCR5 gleichmäßig auf allen reifen Lymphdrüsenkrebszellen vor. Es befindet sich darüber hinaus nicht nur auf den Tumor-B-Zellen, sondern auch auf bestimmten T-Helferzellen, die das Tumorwachstum unterstützen. „Diese Eigenschaften machen CXCR5 zu einem einzigartigen Ziel für CAR-T-Zelltherapien“, sagt Uta Höpken. In Mausmodellen konnten die Forschenden zeigen, dass die CAR-T-Zellen das CXCR5 besonders zuverlässig finden und die Tumorzellen vernichten.

Ob die neue Immuntherapie sicher und auch bei Menschen wirksam ist, müssen klinische Studien zeigen. Professor Ulrich Keller, Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie am Campus Benjamin Franklin, bereitet mit seinem Team erste Untersuchungen mit einigen wenigen ausgewählten Patient*innen vor: „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dieser Phase I-Studie die Sicherheit der neuen CXCR5-CAR-T-Zelltherapie nachweisen und auch erste Hinweise auf deren Wirksamkeit finden werden. Sowohl die Tumorzelle als auch deren unterstützende Mikroumgebung therapeutisch zu adressieren, ist ein vielversprechender und hochinnovativer Ansatz.“

Sobald das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) die Herstellung des Zellprodukts und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel die klinische Studie genehmigt haben, beginnt die Rekrutierung von bis zu 24 Patient*innen. Die Wissenschaftler*innen rechnen damit, dass dies Anfang 2024 der Fall sein wird. Eingeschlossen werden zunächst nur Patient*innen, bei denen die Standardtherapie nicht angeschlagen hat.


Klinische Studien

Neue Arzneimittel werden in einem standardisierten Verfahren auf Sicherheit und Wirksamkeit getestet, bevor sie für die regelhafte Anwendung zugelassen werden. In einer Phase I-Studie wird ein Therapeutikum – nach umfangreicher Vorprüfung – erstmals beim Menschen angewendet, um vorläufige Daten über die Verträglichkeit und Sicherheit sowie weitere Auswirkungen auf den Organismus zu erhalten. Die Anzahl der Studienteilnehmer*innen ist klein. Treten keine bedenklichen Nebenwirkungen auf und gibt es erste Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit, schließt sich eine Phase II-Studie an. Dabei werden Verträglichkeit und Nebenwirkungen bei einer etwas größeren Anzahl von Patient*innen ermittelt und die Dosierung in Hinblick auf eine mögliche Wirksamkeit optimiert. Erst in Phase III-Studien, die sich oft über Jahre hinziehen und eine große Anzahl von Teilnehmer*innen einschließen, kann der Nachweis der Wirksamkeit der neuen Substanz erbracht werden. Hierzu wird die neue Substanz mit anderen verfügbaren und bereits zugelassenen Medikamenten verglichen. Phase III-Studien liefern die Daten, die für die behördliche Zulassung notwendig sind.

Weiterführende Informationen

Mit scharfer Waffe gegen Lymphome

Die Trainerin: Porträt über Uta Höpken

AG Höpken „Mikroumgebung als Regulator bei Autoimmunität und Krebs“

AG Rehm „Translationale Tumorimmunologie“

AG Keller „Entwicklung Mechanismus-basierter Krebstherapien“

AG Bullinger

forschen / 26.05.2023
Wie das Schlucken gesteuert wird

Fortsätze der sensorischen Neuronen, die zu einem Nervenzellknoten des Vagusnervs gehören (Foto: Elijah D. Lowenstein, AG C. Birchmeier, Max Delbrück Center)
Fortsätze der sensorischen Neuronen, die zu einem Nervenzellknoten des Vagusnervs gehören (Foto: Elijah D. Lowenstein, AG C. Birchmeier, Max Delbrück Center)

Sensorische Zellen des zehnten Hirnnervs erkennen, ob und wo sich in der Speiseröhre Nahrung befindet. Ihre Signale bewirken den Weitertransport zum Magen. Fallen sie aus, führe dies zu Schluckstörungen, schreibt ein Team um Carmen Birchmeier vom Max Delbrück Center jetzt im Fachblatt „Neuron“.

Schluckbeschwerden können viele Ursachen haben. Ältere Menschen zum Beispiel leiden vermehrt daran. Aber auch neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Parkinson oder bestimmte Medikamente führen mitunter dazu, dass die Nahrung nicht mehr ohne Weiteres vom Mund in den Magen gelangt. Die möglichen Folgen sind Mangelernährung, Gewichtsverlust und Austrocknung.

Ein Team um Professorin Carmen Birchmeier, die am Berliner Max Delbrück Center die Arbeitsgruppe „Entwicklungsbiologie / Signaltransduktion in Nerven und Muskelzellen“ leitet, hat den Schluckvorgang jetzt genauer analysiert. Im Fachblatt „Neuron“ beschreiben die Forschenden sensorische Zellen des zehnten Hirnnervs, Nervus vagus genannt, die auf mechanische Reize in der Speiseröhre reagieren und deren unbewusste Bewegung anregen. Insgesamt gibt es zwölf Hirnnerven, die direkt im Gehirn entspringen und den Kopf, den Hals und Organe im Rumpf ansteuern. Die Ergebnisse der Studie könnten in Zukunft dabei helfen, Schluckstörungen besser zu behandeln.

Videos vom Schluckvorgang

„Die modernen Methoden der Einzelzellsequenzierung haben unsere Arbeit möglich gemacht“, erläutert Birchmeier. „Mithilfe der dabei gewonnenen Daten konnten wir genetische Modelle herstellen, die es uns erlaubt haben, die Funktionen der sensorischen Nervenzellen in den vagalen Ganglien im Halsbereich genauer zu untersuchen.“ Ganglien sind eine Ansammlung von Nervenzellkörpern im peripheren Nervensystem und werden daher auch als Nervenknoten bezeichnet.

Die Wissenschaftler*innen färbten die Nervenzellen zunächst an, um zu prüfen, welche Organe sie ansteuern. Anschließend ermittelten sie, ob und wie sie auf mechanische Reize in der Speiseröhre reagieren. In einem letzten Schritt schalteten sie die Zellen aus, um die Konsequenzen für den Schluckvorgang zu analysieren. Dr. Teresa Lever von der University of Missouri School of Medicine in Columbia hat dafür ein Verfahren entwickelt, mit dem die Forschenden den Schluckvorgang in frei agierenden, nicht betäubten Mäusen per Video-Fluoroskopie in Echtzeit beobachten konnten.

Nicht nur ein hohler Schlauch

„Der Verlust der Nervenzellen, die mechanische Reize aus der Speiseröhre reflexartig in Muskelbewegungen umwandeln, welche die Nahrung Richtung Magen befördern, führte bei den Mäusen nach kurzer Zeit zu einer Gewichtsabnahme“, erläutert der Erstautor Dr. Elijah Lowenstein, der mit dieser Arbeit im Team von Birchmeier promoviert hat. Mittlerweile forscht er an der Harvard Medical School in Boston. Der Gewichtsverlust zeige, dass diese Neuronen eine Schlüsselrolle bei der körperlichen Homöostase spielen.

„Die Speiseröhre ist also nicht nur ein hohler Schlauch, der den Mund mit dem Magen verbindet“, sagt Lowenstein. „Sondern sie ist auf eine mechanosensorische Rückkopplung angewiesen, um ihre Funktion zu erfüllen.“ Ohne diese Zellen des Vagusnervs bleibe die Nahrung buchstäblich in der Speiseröhre stecken, ergänzt Birchmeier. Teilweise sei sie bei den Mäusen sogar in den Rachen zurückgeflossen.

Ein molekularer Atlas für alle

„Unsere Arbeit kann jetzt dazu beitragen, Schluckbeschwerden künftig besser zu behandeln – etwa indem man die von uns entdeckten Mechanorezeptoren pharmakologisch aktiviert“, sagt die Forscherin. Zudem möchte Birchmeier die genetischen Modelle nutzen, um die Funktionen anderer vagaler sensorischer Nervenzellen zu ermitteln – etwa jener, die die Lunge oder die Aorta ansteuern.

„Womöglich spielen diese Neuronen eine entscheidende, aber noch unbekannte Rolle bei der Entstehung bestimmter Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Leiden wie Bluthochdruck“, sagt sie. Auch andere Forschende können sich an diesen Projekten beteiligen: Birchmeier und ihr Team haben für alle vagalen Neurone der Maus einen molekularen Atlas erstellt, der im Internet frei zugänglich ist.

Foto: Aufnahme von Speiseröhre und Magen einer Maus: Die Fortsätze der sensorischen Neuronen, die zu einem Nervenzellknoten des Vagusnervs (vagales Ganglion) gehören, hat das Team mit einem fluoreszierenden Farbstoff markiert. Ein mesoSPIM-Mikroskop (Lichtscheiben-Mikroskopie) machte die Axone dann sichtbar. Foto: Elijah D. Lowenstein, AG C. Birchmeier, Max Delbrück Center

Weiterführende Informationen

AG C. Birchmeier, Entwicklungsbiologie / Signaltransduktion in Nerven und Muskelzellen

forschen, produzieren, heilen, bilden / 24.05.2023
Mit dem Schüler:innengruppenticket zur Langen Nacht der Wissenschaften

Die Bildmotive der Kampagne wurden in einer Kooperation des Künstlers »Bileam Tschepe (elekktronaut)« und »studio gid« eigens für die LNDW 2023 hergestellt.
Die Bildmotive der Kampagne wurden in einer Kooperation des Künstlers »Bileam Tschepe (elekktronaut)« und »studio gid« eigens für die LNDW 2023 hergestellt.

Am Samstag, 17. Juni 2023, ist es wieder so weit: Zwischen 17 und 24 Uhr werden wir gemeinsam mit Ihnen in die Welt der Wissenschaft eintauchen. Die Tickets können ab sofort über den Online-Ticket-Shop der Langen Nacht der Wissenschaften erworben werden. Die Tickets sind außerdem an allen ausgewiesenen VVK-Stellen von Ticketmaster und unter 01806 999 0000* erhältlich (Preise inkl. Servicegebühren, ohne Versand, 0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz/max. 0,60 EUR/Verbindungaus dt. Mobilfunknetz). 

Die Tickets berechtigen zum Besuch aller Einzelveranstaltungen in den teilnehmenden Wissenschaftseinrichtungen. Außerdem können mit den Tickets die eingesetzten Sonderbusse zur Veranstaltung kostenfrei genutzt werden.  Das Gläserne Labor ist mit dabei! Auf dem Campus Berlin-Buch findet die Veranstaltung von 16 bis 23 Uhr statt. Informationen zum spannenden Programm gibt es unter Lange Nacht der Wissenschaften.

Schüler:innengruppen-Ticket: 5 EUR
gültig für: Schüler:innen und Lehrer:innen zu einem Vorzugspreis von 5 EUR pro Person. Die Bestellungen müssen seitens der Lehrer:innen über die  Abteilung für Gruppenbuchungen: gruppen(at)ticketmaster.de eingereicht werden.
Pro Schüler:innen-Gruppe können maximal zwei Lehrer:innen-Tickets gebucht werden. Die Mindestbestellmenge für die Schülerkarten liegt bei sieben Tickets. Dabei werden für die Lehrer:innen und Schüler:innen jeweils Einzeltickets ausgegeben. Mit den Einzeltickets können getrennt voneinander verschiedene Einzelveranstaltungen besucht werden. Bei der allg. Ticketkontrolle ist seitens der Schüler:innen die Vorlage eines Schülerausweises unaufgefordert vorzulegen. Die Lehrer:innen sind gebeten, eine formlose Bestätigung der Schule vorzulegen, die als Nachweis gilt. 

Tipp für die Oberstufe: Schicken Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zur Themenfindung für die 5. Prüfungskomponente im Abitur in die Lange Nacht der Wissenschaften.

Das Programm des Gläsernen Labors zur Langen Nacht der Wissenschaften 2023 finden Sie hier.

leben / 17.05.2023
Karrierebus des Landes Berlin tourt durch Pankow

Foto: Trutsche/phototek
Foto: Trutsche/phototek

Der Karrierebus des Landes Berlin rollt wieder durch die Stadt und macht auch Halt im Bezirk Pankow: Am 24. Mai, 09. und 19. September stehen Kolleg:innen des Bezirksamtes Interessierten für Fragen zu Karrieremöglichkeiten zur Verfügung.

Behörden stellen sich vor
Unter dem Motto „Mach was du willst, aber mach’s mit uns“ präsentieren mehr als 25 Behörden ein breites Spektrum der Karrieremöglichkeiten im Land Berlin. Auch das Bezirksamt Pankow ist wieder mit von der Partie und präsentiert sich an drei Terminen im Bezirk. Erster Halt ist am Mittwoch, dem 24.05.2023 am Antonplatz in 13088 Berlin. Hier können sich Interessierte in der Zeit von 13 - 17 Uhr vor Ort mobil zu Stellen- und Ausbildungsplätzen sowie anderen Karrierewegen beraten lassen.


Weitere Stopps im Bezirk sind geplant am 09.09.2023 auf dem Fest an der Panke in der Breiten Straße und am 19.09.2023 an der Max-Bill-Schule, Oberstufenzentrum Planen Bauen Gestalten in der Gustav-Adolf-Straße 66, 13086 Berlin.

Direkter Austausch mit Beschäftigten der Bezirksverwaltung
An allen Terminen können Interessierte mit Mitarbeitenden des Bezirksamts Pankow in Kontakt treten und sich über die Arbeitsmöglichkeiten in der Behörde beraten lassen. Das bedeutet: Welche Positionen werden gesucht? Wie schaffe ich den Einstieg und was könnten meine Aufgaben dort sein?

Bei den Terminen vor Ort berät das Karrierebus-Team rund um die Bewerbung. Wer möchte kann auch initiativ seine Bewerbung abgeben oder sich für Stellen vormerken lassen.
Vielseitige Karrierewege Wer eine berufliche Perspektive nach der Schule sucht, findet beim Karrierebus genau die richtigen Ansprechpersonen. Berufsausbildung oder duales Studium – es gibt einige Wege, in das Berufsleben zu starten.


Foto- und Videoeindrücke der Karrierebus-Roadshow 2022 und aktuelle Bilder sind auf der Webseite der Kampagne zu finden:
berlin.de/machsmituns

produzieren / 17.05.2023
Neuordnung im Vorstand von Eckert & Ziegler

Der Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler AG hat die im Dezember 2022 angekündigte Neuordnung des Vorstands jetzt offiziell beschlossen. Danach werden der Gründer und Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Eckert sowie der Betriebsvorstand des Segments Medical, Dr. Lutz Helmke, ihre Ämter zum Abschluss der Hauptversammlung am 7. Juni 2023 niederlegen. Die Aufgaben der beiden und den Vorsitz im Vorstand übernimmt der bisherige Vertriebsvorstand des Segments Medical, Dr. Harald Hasselmann. Neu in den Vorstand berufen und verantwortlich für das Segment Isotope wird der langjährige Leiter dieser aus Kalifornien geführten Sparte, Frank Yeager. Die Vorstandspositionen von Dr. Hakim Bouterfa und Jutta Ludwig bleiben von den Veränderungen unberührt.

Andreas Eckert wird später in den Aufsichtsrat wechseln. Seine Vermögensverwaltung, die knapp ein Drittel der Aktien an der Eckert & Ziegler AG hält, besitzt entsprechende Entsenderechte. Vorerst wird Eckert im Rahmen eines Beratervertrages verschiedene Sonderprojekte zu Ende bringen.

Lutz Helmke, der wie Andreas Eckert auf eigenen Wunsch und im Rahmen einer Vorruhestandsregelung aus dem Leitungsgremium ausscheidet, bleibt zusammen mit Harald Hasselmann Geschäftsführer der Tochterfirma Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH. Er konzentriert sich auf den Aufbau der Actiniumproduktion in Dresden-Rossendorf.

Quelle: Pressemitteilung Eckert & Ziegler AG
Neuordnung im Vorstand von Eckert & Ziegler

leben / 11.05.2023
Gerichtlicher Erfolg für das Stadtentwicklungsamt Pankow: Abwendungsvereinbarungen haben Bestand!

Einen gerichtlichen Erfolg am Verwaltungsgericht erzielte in dieser Woche das Stadtentwicklungsamt Pankow im Rahmen der Verhandlung über die Gültigkeit der vom Bezirk abgeschlossenen Abwendungsvereinbarungen.

Cornelius Bechtler, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, zeigt sich erfreut: „Das aktuelle Urteil des Verwaltungsgerichts ist ein starkes Signal für den Mieterschutz. Denn damit sind seitens der Eigentümer auch in Zukunft die Ziele des sozialen Erhaltungsrechts einzuhalten. Sie haben mietsteigernde Baumaßnahmen zu unterlassen und müssen von der Aufteilung in Wohneigentum absehen.“

Schutz vor verdrängungsfördernden Maßnahmen

Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 09.11.2021 (BVerwG 4 C 1.20) wurde die Berliner Verwaltungspraxis zur Ausübung des Vorkaufsrechtes für rechtswidrig erklärt. Dies nahmen in der Folge mehrere Eigentümer zum Anlass, geschlossene Abwendungsvereinbarungen für nichtig zu erklären oder zu kündigen. Damit wäre der oftmals für 20 Jahre festgelegte Schutz der Mieter:innen vor verdrängungsfördernden Maßnahmen frühzeitig entfallen. Da das Bezirksamt Pankow die Nichtigkeit bzw. Kündigung der Vereinbarungen ablehnte, kam es am 9. und 10. Mai 2023 zu einer Verhandlung des Verwaltungsgerichts, das im Ergebnis feststellte, dass die Abwendungsvereinbarungen weiterhin gültig sind. Eine Berufung gegen die Urteile wurde nicht zugelassen.

In den Jahren 2017 bis 2021 wurden bei der Prüfung von Vorkaufsrechten in Erhaltungsgebieten (§ 24 Abs. 1 S. 1 Nr. 4 BauGB) in Pankow für 36 Grundstücke sogenannte „Abwendungsvereinbarungen“ geschlossen. Mit Einhaltung der in den Abwendungsvereinbarungen enthaltenen Verpflichtungen kann der Käufer die Ausübung des bezirklichen Vorkaufsrechts abwenden.

Weitere Informationen und Anfragen an Nicole Holtz, E-Mail: nicole.holtz@ba-pankow.berlin.de, Tel.: 030 90295-6314.

leben / 09.05.2023
Schlosspark Buch - feierliche Eröffnung am 13. Mai nach Rekonstruktion

Der historische Eingang des Schlossparks an der Straße Alt Buch ist momentan gesperrt, weil die Kirche ihr Dach wiedererhält (Foto: Campus Berlin-Buch GmbH)
Der historische Eingang des Schlossparks an der Straße Alt Buch ist momentan gesperrt, weil die Kirche ihr Dach wiedererhält (Foto: Campus Berlin-Buch GmbH)

Denkmalgerechte Erneuerung des Schlossparks Buch abgeschlossen – Feierliche Eröffnung am 13. Mai

Die Erneuerung und Aufwertung von Teilbereichen des Schlossparks Buch wurde jetzt vom Straßen- und Grünflächenamt Pankow abgeschlossen. Die Arbeiten wurden in fünf Bauabschnitten von 2012 bis 2022 realisiert. Der Schlosspark Buch ist neben der Einstufung als Gartendenkmal auch ein Naturschutzgebiet und so galt es, bei der Sanierung die unterschiedlichen Belange gleichermaßen zu berücksichtigen.

Neue Wege, Treppen, Bänke und Bäume

Im Park wurden zahlreiche Wege- und Platzflächen erneuert. Rund um den ehemaligen Schlossstandort wurden vier Treppenanlagen wiederhergestellt, darunter die Treppe zur Kirche, von der es nur noch die alten Fundamente gab. Der Park erhielt eine neue Ausstattung mit Bänken und Abfallbehältern. Alle Baumalleen wurden vervollständigt, die Mittelallee mit Linden, die Westallee mit Hainbuchen und die Kastanienallee mit Esskastanien. Insgesamt wurden 135 Bäume gepflanzt. Die Gestaltung in den ehemaligen Holländischen Gärten wird durch die Ergänzung der Baumalleen wieder deutlich sichtbar. Ebenfalls wiederhergestellt wurden zwei von ehemals drei Aussichtshügeln. Der Park erhielt drei Informationstafeln zur Geschichte des Schlossparks sowie zur Ortsgeschichte Buch.

Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte aus dem Programm „Nachhaltige Stadterneuerung“ mit insgesamt 2,18 Mio. Euro.

Buntes Programm zum Tag der Städtebauförderung am 13. Mai

Am 13. Mai, dem Tag der Städtebauförderung, findet im Schlosspark Buch von 14.00 bis 17.00 Uhr im Bereich des ehemaligen Schlosses eine Eröffnungsveranstaltung anlässlich der nun abgeschlossenen 10-jährigen Parksanierung statt.

In einer Freiluftausstellung können sich Interessierte über die umgesetzten Maßnahmen in den einzelnen Bauabschnitten informieren. Ein geführter Spaziergang durch den Park ergänzt die Informationen. Neben Kaffee und Kuchen wird es für Kinder verschiedene Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten geben. An der feierlichen Eröffnung nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie des Bezirksamts Pankow teil, darunter die Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlicher Raum, Manuela Anders-Granitzki.

„Es ist mir eine besondere Freude, nach so langer Bauzeit, mit Ihnen gemeinsam die Eröffnungsveranstaltung im schönen Schlosspark Buch zu besuchen. Wieder ist unser Bezirk Pankow ein bisschen schöner geworden und hoffentlich werden sich viele Spaziergänger und Besucherinnen und Besucher zukünftig daran erfreuen.“, betont die Bezirksstadträtin.
 

produzieren, heilen / 08.05.2023
Australische Spitzenklinik für Endokrinologie und Bluthochdruck startet ebenfalls klinische Studie mit PentixaPharm's Leitsubstanz für Primären Hyperaldosteronismus

Australische Spitzenklinik für Endokrinologie und Bluthochdruck startet ebenfalls klinische Studie mit PentixaPharm's Leitsubstanz für Primären Hyperaldosteronismus

Zusätzlich zu klinischen Untersuchungen von Bluthochdruckspezialisten in den Niederlanden, Frankreich, den Vereinigten Staaten und China haben das Monash Medical Center (Monash Health) und das Hudson Institute in Melbourne, Australien, eine von Prüfärzten initiierte klinische Studie mit PentixaPharm's innovativer CXCR4 gerichteter Leitsubstanz [68Ga]Ga-PentixaFor (internationaler Freiname Gallium (68Ga) Boclatixafortide), für die Bildgebung von Aldosteron-produzierenden Nebennierenadenomen begonnen. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Nuklearmedizin am Monash Health und dem Peter MacCallum Cancer Center in Melbourne untersuchte das Studienteam kürzlich ebenfalls sechs Patienten mit Bluthochdruck, um eine chirurgisch heilbare Form des primären Hyperaldosteronismus zu untersuchen.

Primärer Hyperaldosteronismus (PA) bezeichnet die übermäßige Ausschüttung von Aldosteron, einem Hormon, das den Blutdruck erhöht und in der Folge zu einer hohen Gefäßmorbidität einschließlich Schlaganfall und Herzversagen führt. Die übermäßige Ausschüttung des Hormons wird häufig durch eine Überaktivität der Nebennieren verursacht. Ist nur eine der beiden menschlichen Nebennieren betroffen ("einseitiges Aldosteron produzierendes Adenom" oder "APA"), kann der Patient in vielen Fällen geheilt werden, indem Chirurgen einfach die betroffene Nebenniere entfernen. Wenn beide Nebennieren betroffen sind (bilaterale Nebennierenhyperplasie, BAH), ist dies nicht möglich.

Die Feststellung, ob nur eine oder beide Nebennieren betroffen sind, ist jedoch schwierig, denn der diagnostische Goldstandard, der Nebennierenkatheter (AVS), ist ein arbeitsintensiver, teurer und invasiver chirurgischer Eingriff. Außerdem birgt sie ein hohes Risiko für fehlgeschlagene oder unklare Ergebnisse. Aus diesem Grund bleiben viele APA Patienten unentdeckt und werden daher unnötig und oft mit schädlichen Medikamenten behandelt. Die Verfügbarkeit eines einfach zu handhabenden Bildgebungsverfahren, das den APA-Subtyp bei Patienten mit Aldosteron-vermitteltem Bluthochdruck zuverlässig identifiziert, könnte für Millionen von Patienten einen entscheidenden Ausweg für die Behandlung darstellen. Diese Methode würde sich höchstwahrscheinlich stark auf die klinische Praxis auswirken und die Heilung einer Vielzahl von Bluthochdruckpatienten ermöglichen. Das Ziel der Forscher in Melbourne ist die Verwendung von [68Ga]Ga-PentixaFor als neuartige nicht-invasive PET-Bildgebung zur Unterscheidung zwischen den Subtypen bei Patienten mit im CT-Scan sichtbaren Nebennierenknoten. Assoc. Prof. Jun Yang, koordinierende Studienleiterin der klinischen Studie, erklärt: "Während wir verleitet sind, die Aldosteron Hypersekretion auf sichtbare Nebennierenknoten zurückzuführen, könnten diese Knoten sehr wohl funktionslos sein. Das auf Gallium-68 basierende radio-diagnostische Präparat verspricht eine radikale Verbesserung der Patientenbehandlung, indem es den invasiven und schwierig durchzuführenden Nebennierenkatheter (AVS) bei der Bestimmung der Funktionalität dieser Knoten ersetzt. Dies ist eine neue spannende Aussicht. Das Monash Medical Center hat daher beschlossen, 20 Patienten mit PA zu rekrutieren, um den Nutzen des Präparats zu validieren".

"Die Visualisierung von Nebennierentumoren durch [68Ga]Ga-PentixaFor wird möglicherweise die Subtypisierung von PA verbessern und bessere Behandlungsentscheidungen ermöglichen. Die Studie in Australien steht im Einklang mit klinischen Aktivitäten in Europa und in den USA, die von PentixaPharm unterstützt werden. PET/CTs mit [68Ga]Ga-PentixaFor könnten dazu beitragen, dass mehr PA-Patienten die richtige Therapie erhalten", erklärt Dr. Hakim Bouterfa, Mitbegründer der PentixaPharm GmbH und Medizinischer Vorstand der Eckert & Ziegler AG.

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, TecDAX), Inhaber der Rechte an der zugrundeliegenden [68Ga]Ga-PentixaFor PET-Substanz, unterstützt das Monash Medical Center und andere Prüfärzte weltweit durch die Bereitstellung der diagnostischen Substanz im Austausch gegen den Zugang zu klinischen Daten.

[68Ga]Ga-PentixaFor wird von der Eckert & Ziegler Tochter PentixaPharm GmbH auch als besonders empfindliches Diagnostikum für eine Reihe von hämatoonkologischen Erkrankungen entwickelt. Für weitere Informationen besuchen Sie www.pentixapharm.com

forschen / 08.05.2023
Wie sich Krebsgene selbständig machen

Kerne und Chromosomen von Neuroblastomzellen. DNA-Ringe sind gelb, türkis oder magenta angefärbt. Jede Farbe signalisiert unterschiedliche Krebsgene © Charité | Rocío Chamorro González
Kerne und Chromosomen von Neuroblastomzellen. DNA-Ringe sind gelb, türkis oder magenta angefärbt. Jede Farbe signalisiert unterschiedliche Krebsgene © Charité | Rocío Chamorro González

Manchmal wächst ein Tumor plötzlich stark oder wird gegen Krebsmedikamente resistent. Das kann daran liegen, dass sich ein Krebsgen in Ringform „selbständig gemacht“ hat. Wie diese DNA-Ringe entstehen und sich weiterentwickeln, hat Anton Henssen vom ECRC jetzt im Fachblatt „Nature Genetics“ beschrieben.

Sie gelten als eine der größten Herausforderungen in der Krebsforschung: DNA-Ringe – also kleine Erbgut-Schlaufen, die zu Hunderten abseits der Chromosomen im Zellkern schwimmen. Nahezu ein Drittel aller Tumore bei Kindern und Erwachsenen tragen in ihren Zellen DNA-Ringe – und diese sind fast immer besonders aggressiv. Auch wenn ein Tumor gegen ein zuvor wirksames Medikament resistent wird, ist das oft auf ringförmige DNA zurückzuführen. Mit der Erforschung dieser speziellen Form der Erbinformation verbinden Wissenschaftler*innen weltweit deshalb die Hoffnung auf neue Therapieansätze gegen Krebs. Allerdings: Nicht immer wirkt sich die „extrachromosomale zirkuläre DNA“ negativ auf das Krebswachstum aus.

„Um die gefährlichen von den harmlosen DNA-Ringen zu unterscheiden und ihre Evolution innerhalb des Tumors nachvollziehen zu können, muss man sich das Gewebe Zelle für Zelle anschauen“, erklärt der Leiter der Studie Professor Anton Henssen. Der Mediziner forscht am Experimental and Clinical Research Center (ECRC), einer gemeinsamen Einrichtung der Charité und des Max Delbrück Centers. Zusammen mit seinem Team hat er jetzt eine Technologie entwickelt, die für jede einzelne Zelle den genetischen Code der vorhandenen DNA-Ringe auslesen kann. Sie gibt gleichzeitig Auskunft darüber, welche Gene darauf aktiv sind. „So können wir einfach auszählen, wie viele Zellen des Tumors einen spezifischen Ring beherbergen“, sagt Henssen. „Sind es wenige, ist der Ring nicht besonders relevant für das Krebswachstum. Sind es viele, verleiht er einer Tumorzelle offenbar einen Selektionsvorteil.“

Welche DNA-Ringe treiben das Tumorwachstum an?

Die neue Methode nutzten die Wissenschaftler*innen zunächst, um eine Bestandsaufnahme aller DNA-Ringe bei kultivierten Neuroblastomzellen zu machen. Das Neuroblastom ist eine Krebserkrankung, die vor allem sehr junge Kinder betrifft und als besonders bösartig gilt. Das Ergebnis der Untersuchungen: Keine Krebszelle ist wie die andere – während in einer 100 DNA-Ringe schwimmen, können es in der nächsten 2.000 sein. Auch sind die Ringe sehr unterschiedlich groß: Die Winzlinge unter ihnen bestehen nur aus 30, die Riesen aus über einer Million genetischen Bausteinen.

„Die großen DNA-Ringe sind beladen mit Krebsgenen, die ursprünglich aus den Chromosomen der Zelle stammen“, erklärt Erstautorin Rocío Chamorro González aus der AG Henssen. „Durch die Ringform umgehen sie die klassischen Gesetze der Genetik – und werden ein Stück weit autonom. Diese Krebsgene haben sich sozusagen selbständig gemacht. Welche Konsequenzen das hat, beginnen wir gerade erst zu verstehen. In unserer Studie haben wir die großen DNA-Ringe in vielen Neuroblastomzellen gefunden, sie treiben das Zellwachstum also offenbar an. Die kleinen Ringe haben wir nur vereinzelt entdeckt, sie haben für die Krebszellen wohl keine große Relevanz.“

Die Evolution eines unabhängigen Krebsgens

Um nachzuvollziehen, wie ein „autonomes Krebsgen“ eigentlich entsteht und sich innerhalb eines Tumors weiterentwickelt, analysierte die Forschungsgruppe im zweiten Schritt beispielhaft das Neuroblastom in jungen Patient*innen – und zwar Zelle für Zelle. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich zu Beginn des Tumorwachstums in diesem Fall zunächst das bekannte Krebsgen MYCN aus seinem Heimat-Chromosom herauslöste und einen Ring bildete. Anschließend verschmolzen zwei dieser Ringe zu einem größeren, der wiederum einen kürzeren und dann einen längeren Abschnitt verlor. „Erst der letzte Ring scheint einen Wachstumsvorteil mit sich gebracht zu haben, weil nur er in vielen Zellen des Neuroblastoms zu finden ist“, sagt Henssen. „Das zeigt, dass sich das Krebsgen durch diese Vorgänge nicht nur selbständig gemacht, sondern auch immer weiter ‚verbessert‘ hat.“

Ein solcher Einblick in die Evolution von DNA-Ringen innerhalb eines Tumors wäre ohne die neu entwickelte Methode nicht möglich gewesen. Das Forschungsteam wird sie nun nutzen, um bei weiteren Krebsfällen die Entwicklungsschritte zu rekonstruieren.

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (Max Delbrück Center) gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 70 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organ-übergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das Max Delbrück Center fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am Max Delbrück Center arbeiten 1800 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete Max Delbrück Center zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin.

Zur Pressemitteilung:
Wie sich Krebsgene selbständig machen

leben, bilden / 04.05.2023
Das Festival artspring berlin 2023 startet am 5. Mai und präsentiert den Pankower Kunstfrühling

Am morgigen 5. Mai beginnt das artspring Kunstfestival, das in diesem Jahr unter dem Titel "HELL" die Kunstszene des Bezirks Pankow zeigt.

Die siebte Ausgabe des artspring Kunstfestivals präsentiert vom 5. Mai bis 4. Juni 2023 den Pankower Kunstfrühling mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen, an denen über 300 Künstler:innen beteiligt sind. Die besondere künstlerische Dichte der Ortsteile Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow kann an vielen ungewöhnlichen Orten erlebt werden und lädt dazu ein, den Bezirk aus dieser Perspektiven heraus neu zu entdecken. Präsentationen im Stadtraum machen Kunst zum Teil des alltäglichen Erlebens, indem sie diese direkt in das Straßengeschehen einflechten und zu den Passant:innen bringen.

Bildende Kunst, Literatur und Film
Mit einem Programm, das neben allen Genres der bildenden Kunst auch Film und Literatur umfasst, bildet das Festival eine breite Palette der künstlerischen Produktion Berlins ab.

Highlights im Festivalprogramm:
• Fr., 5. Mai ab 19 Uhr, Kapelle an der Prenzlauer Allee 75: Eröffnung des Festivals und Vernissage der Ausstellung artspring hell behind the scenes, interaktive Performance "linke Tasche-rechte Tasche",
• Sa., 6. Mai, 12 Uhr, Kapelle an der Prenzlauer Allee 75: Symposium „Heller Streif am Horizont: Profi oder Prekariat? Heller Streif oder Förderhölle? Wie nachhaltig ist Kunstförderung – wie kann Kunstförderung nachhaltiger wirken?“
• Sa., 6. Mai, 17 Uhr, Kapelle an der Prenzlauer Allee 75: Lesung aus dem artspring Literaturprogramm, kuratiert von Uta Ackermann. Es lesen Autorinnen des WOW & FANCE Conscious Writing Labs
• Sa., 6. Mai, ab 17 Uhr:  Eröffnung des artspring artwalk: Kunst entlang der Schönhauser Allee (in Schaufenstern, in den Schönhauser Allee Arcaden, an den Außenflächen des historischen Kinos Colosseum und den Parzellen der Kleingartenanlage an
der S-Bahn)
• So., 7. Mai, 16 Uhr: Kunstspaziergang in der Kleingartenanlage Bornholm I & II, Treffpunkt am Eingang Bornholmer Straße
• Mo., 22.- Mi., 24. Mai, jeweils ab 18 Uhr, BrotfabrikKINO am Caligariplatz 1, 13086 Berlin: artspring Film (von Antje Materna kuratiertes Filmprogramm)               
• Bereits laufend und noch bis Oktober 2023, Mo.-Fr. 10-18 Uhr, Rathaus Pankow, Breite Str. 24a-26, 13187 Berlin (1. OG): "Der Bezirk wird Galerie" – Fotoausstellung mit Festival-Eindrücken und Lichtkunst
• Laufend: Ausstellungsreihe "hobnob" im Kunstraum FUGE im Schaufenster der Heinrich-Böll-Bibliothek, Greifswalder Straße 87, 10409 Berlin
• Abschluss des Festivals: Offene Ateliers am Sa., 3. und So., 4. Juni 2023


Weitere Infos zum Veranstaltungsprogramm und zu den teilnehmenden Künstler:innen sind auf der Festival-Website artspring.berlin zu finden.

Die Festivalzeitung steht dort als PDF zum Download bereit und liegt an den teilnehmenden Orten aus.

forschen, produzieren, heilen / 03.05.2023
Interview zum Zukunftsort Berlin-Buch

Foto: Dr. Christina Quensel, Geschäftsführerin der Campus Berlin-Buch GmbH (Foto: David Ausserhofer/CBB)
Foto: Dr. Christina Quensel, Geschäftsführerin der Campus Berlin-Buch GmbH (Foto: David Ausserhofer/CBB)

Auf dem Campus Berlin-Buch entsteht derzeit das Gründerzentrum BerlinBioCube. Der Neubau stellt auf fünf Geschossen insgesamt 8.000 m2 Platz für moderne Labore, Büros sowie Gemeinschaftsflächen bereit. Das Magazin |transkript sprach mit Geschäftsführerin Dr. Christina Quensel

transkript. Überall in der Republik sieht man Baustellen an den Biotech-Standorten. In Berlin-Buch ist man schon weiter. Was tut sich gerade bei Ihnen?

Christina Quensel. Die Flächen unserer Bestandsgebäude sind komplett vermietet. Wir haben schon 2016 festgestellt, dass wir eine Erweiterung brauchen. Mit dem Zusammenschluss der großen Berliner Universitäten in der Berlin University Alliance und der außeruniversitären Forschung in der BR50 wurde auch der Technologietransfer gestärkt. Corona hat noch deutlicher gemacht, dass Innovation aus Deutschland erfolgreich sein kann und Platz braucht. Unser Hauptgesellschafter, das Land Berlin, war schnell überzeugt. Wir konnten die maximale Baugröße auf dem Baufeld ausnutzen, und im Oktober 2023 steht nun die Eröffnung an.

transkript. Das war also Glück beim Timing, denn die Nachfrage ist ja gerade in der Hauptstadtregion sehr groß, oder?

Quensel. Ja, es war gut, dass wir da rechtzeitig unterwegs waren. Auch während der Pandemie hat die Dynamik ja nicht nachgelassen. Im Gegenteil, wir haben neben dem Bauvorhaben so viele Ideen entwickelt, dass wir uns selbst manchmal etwas bremsen mussten. Aber nun sind wir sehr froh, dass zu den momentan 50 Firmen aus den Life Sciences und insgesamt 70 mit Beratern und Dienstleistern auf einen Schlag Platz ist für weitere rund zehn bis zu zwanzig Unternehmen.

transkript. Wie treffen Sie da die Auswahl? Welche Kriterien haben Sie?

Quensel. Es müssen Firmen sein, die zum Profil unseres Campus passen und die ihrerseits auch von der Umgebung profitieren, den Nachbarn. Alles unter dem Fokus Gesundheit. Wir achten auf die Anschlussfähigkeit zu anderen, sei es wissenschaftlich oder technologisch; das neue Unternehmen muss hineinpassen, um die Interaktivität der Unternehmen und der Wissenschaft sinnvoll nutzen, aber eben auch selbst stärken zu können. Unser Schwerpunkt ist dabei die personalisierte Medizin in Diagnostik und Therapie.

transkript. Welche Firmen würden Sie da in aller Kürze nennen wollen?

Quensel. Das geht von einer Cellphenomics, die Patiententumorgewebe in Kultur nimmt, um daran parallel Behandlungsstrategien mit unterschiedlichen Wirkstoffen zu testen, um so für die weitere Behandlung Empfehlungen abzugeben, bis zu T-knife, die im Bereich der individuellen Immunonkologie Zelltherapeutika entwickelt. T-knife hat große Erfolge in der Akquise internationaler Geldgeber vorzuweisen, mit großen Finanzierungsrunden, das färbt natürlich auf den ganzen Campus positiv ab. Von den Erfahrungen dabei können alle hier profitieren. Mit Eckert & Ziegler haben wir ein Schwergewicht in der Radiopharmazie vor Ort, mit Ariceum aber auch ein ganz frisches Start-up in diesem Bereich. Auch bei RNA-Wirkstoffen und -ansätzen haben wir innovative Unternehmen vor Ort wie die Silence Therapeutics oder die Pramomolecular.

transkript. Wer zieht in den neuen BioCube, wie ist die Nachfrage?

Quensel. Der BioCube ist ein Selbstläufer, da gerade sonst deutschlandweit kaum etwas zu finden ist, in das ein Unternehmen kurzfristig auch einziehen kann. Da haben wir mit unserer Eröffnung im Herbst einen großen Vorteil. T-knife wird große Bereiche mieten, aber natürlich ist auch Platz für kleinere Unternehmen. Die Mischung macht es ja bekanntlich. Wir setzen aber dort bewusst in den Laboren nicht auf Co-Working, da für die Unternehmen in den meisten Fällen IP-Schutz eine wichtige Rolle spielt. Das Co-Working unterstützen wir in den gemeinsam genutzten Räumen, denn die Kommunikation zwischen den Unternehmen ist uns wichtig. Der BerlinBioCube bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und schafft Räume mit speziellen Angeboten, die Lust machen, sich zu treffen.

transkript. Wie bleiben Sie bei all der Nachfrage flexibel, oder ist die hundertprozentige Auslastung Ihr Mantra?

Quensel. Aufgrund unserer langen Erfahrung wissen wir: Nicht jede Firma schafft es, das haben wir über die Jahre immer wieder gesehen. Wir haben da ein Auf und Ab und daher auch immer im Durchschnitt ein paar Prozente Leerstand im Jahr wegen diversen Auf- und Abschwüngen in der Unternehmensentwicklung. Das verschafft uns eine gewisse Flexibilität bei steigender Nachfrage.

transkript. Wie unterstützen Sie die Firmen noch, außer mit Räumlichkeiten?

Quensel. Hier bedienen wir das ganze Spektrum an fachlicher Weiterbildung, an Vernetzung vom Seminar bis zum Sommerfest. Bei „Talk im Cube“ stellen sich Unternehmen vor, aber auch die Themen, die den Mietern gerade auf den Nägeln brennen, werden behandelt. Damit wollen wir die Brücke zwischen Wissenschaft und Unternehmen bauen und mit Leben füllen, dass die Translation nicht nur eine Worthülse bleibt, sondern der Wissenstransfer von Person zu Person auch die nächste Generation an Gründern einbezieht.

transkript. Es gibt viele unterschiedliche Betriebsformen für eine Clusterorganisation. Wie sieht das beim Campus Berlin-Buch aus?

Quensel. Unser Geschäft ist hauptsächlich der Betrieb des BiotechParks. Wir sehen den Campus Berlin-Buch insgesamt derzeit als einen der größten Biotech-Innovationshubs in Deutschland, gemessen in Quadratmetern, Anzahl Firmen und bei Mitarbeitern, und möchten diese Position natürlich halten. Über diese Fakten hinaus entfalten wir viele Aktivitäten, mit denen wir die Attraktivität des Standorts stärken wollen, diese müssen aber auch das Geld, das sie kosten, wieder einspielen. Beispielsweise unser Angebot zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter. Was erst recht trocken klingen mag, hat unglaublich eingeschlagen und ist nun seit Jahren ein ganz wichtiges Element und bezieht alle Campus-Beschäftigten, nicht nur in den Unternehmen sondern auch in den Forschungseinrichtungen, ein. Bei CampusVital trifft man sich, treibt zusammen Sport und knüpft ganz einfach auch Kontakte über die eigenen Campuseinrichtungen und Unternehmen hinaus. Gute Angebote und dieses Miteinander sind ganz wesentliche Faktoren für die Stabilität und zukünftige Entwicklung der Unternehmen vor Ort.

transkript. Wie sehen Sie das Verhältnis zu anderen Berliner Standorten? Ist das ein ständiger Wettbewerb?

Quensel. Ganz ehrlich: Es braucht diese Vielfalt. Und wir Kollegen, Betreiber der einzelnen Standorte, vernetzen uns immer besser untereinander. Die „11 Berliner Zukunftsorte“ ist so eine wichtige Initiative, die diese Vernetzung unterstützt und das Konkurrenzdenken überwinden hilft. Wir können ja auch viel voneinander lernen, bei Ansiedlung und Unterstützung junger Unternehmen, aber auch zu Betriebsthemen inkl. Energieeffizienz und bei anderen Themen. Wir wollen die einzelnen Angebote jedes Standortes noch besser auffindbar machen und werden mit Hilfe von Berlin Partner die Querinformation und -vernetzung weiter ausbauen. Gut ist dabei, dass einzelne Standorte ein eigenes Profil entwickelt haben. Die Umwelttechnologien finden sich eher in Adlershof, es gibt einen Food Campus, einen Schwerpunkt für Künstliche Intelligenz und viele weitere Spezialisierungen.

transkript. Wie kooperativ ist das?

Quensel. Viele Akteure Berlins aus dem Bereich Biotech/Life Science kommen regelmäßig zusammen, und wir haben eine gute Ebene der Zusammenarbeit entwickelt. Dabei ist das beständige Lernen voneinander elementar, aber auch, wie wir Ressourcen, über die wir alle nur in begrenztem Umfang verfügen, stärker bündeln können. Bei Angeboten z.B. zur Gründungsberatung wäre es schön, wenn diese einrichtungsübergreifend von Wissenschaftlern genutzt werden könnten, ob aus Mitte, aus Buch oder aus Potsdam, aus der Uni, der Fachhochschule oder der außeruniversitären Einrichtung.

transkript. Berlin trumpft nun richtig auf?

Quensel. Wir freuen uns einfach über die vielen Anfragen. Der BioCube wird mit noch mehr Internationalität auch ein willkommener Muntermacher für die Alteingesessenen.

 

Erschienen im Magazin |transkript 2.2023 I Spezial. Manufacturing/Tech Parks
 

Mehr zum BerlinBioCube: www.berlinbiocube.de
Mehr zum Campus Berlin-Buch: www.campusberlinbuch.de

leben / 27.04.2023
Bezirksamt Pankow konstituiert sich nach Neuwahl

Nach der Wahl der neuen Bezirksamtsmitglieder am 26. April 2023 hat das Kollegium heute auf einer konstituierenden Sitzung die Ressorts festgelegt.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch leitet die Abteilung Finanzen, Personal, Weiterbildung und Kultur, Wirtschaftsförderung. Ihre Stellvertreterin Manuela Anders-Granitzki behält ihr Ressort mit Ordnungs-, Umwelt- und Naturschutz- sowie Straßen- und Grünflächenamt. Dominique Krössin wird künftig für Soziales und Gesundheit zuständig sein und Rona Tietje für Jugend und Familie. Das Stadtentwicklungsamt und Amt für Bürgerdienste übernimmt Cornelius Bechtler und der neu ins Bezirksamt gewählte Jörn Pasternack wird den Bereich Schule, Sport und Facility Management verantworten.


Weitere Informationen zu den Bezirksamts-Mitgliedern:
https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/bezirksamt/


 

produzieren / 20.04.2023
Eckert & Ziegler erhält Herstellungserlaubnis für Lutetium-177 in GMP-Qualität

Die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, ein Tochterunternehmen der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700, TecDAX), hat von der zuständigen deutschen Behörde die Herstellungserlaubnis für Lutetium-177 (trägerfreies Lu-177) in GMP-Qualität erhalten. Die Genehmigung ist sowohl Grundlage für die Zulassung von Lutetium-177 als Arzneimittel als auch für die Verwendung des Radioisotops als Ausgangsstoff für die Herstellung von Radiopharmazeutika. Mit der Herstellungserlaubnis wird Eckert & Ziegler Lutetium einem deutlich breiteren Nutzerkreis zugänglich machen und seine erfolgreiche Strategie als einer der weltweit führenden Isotopenanbieter fortsetzen.

Radiopharmazeutika auf der Basis von Lutetium-177 sind für die Behandlung von neuroendokrinen Tumoren und Prostatakrebs etabliert. Zahlreiche weitere Radiotherapeutika für verschiedene Krebsarten befinden sich derzeit in der Entwicklung und werden in klinischen Studien evaluiert. Daher erwarten Experten einen starken Anstieg der Nachfrage nach dem Radioisotop.

"Nach der kürzlich erfolgten DMF-Einreichung in den USA ist diese Genehmigung ein weiterer unverzichtbarer Baustein, um die Versorgung von Pharmaunternehmen und Kunden in aller Welt mit Lutetium-177 auszubauen", erklärt Dr. Lutz Helmke, Vorstandsmitglied und verantwortlich für das Segment Medical bei Eckert & Ziegler. "Wir werden nicht nur die steigende Nachfrage im Allgemeinen bedienen, sondern das Radioisotop auch für die Auftragsentwicklungen und Lohnherstellung nutzen, die wir für Partner in unseren Anlagen in Europa, Nordamerika und Asien aufbauen."

Der Betastrahler Lutetium-177 wird mit einem tumorspezifischen Liganden gekoppelt, der gezielt gegen die Tumorzellen gerichtet ist, um sie zu zerstören. Ein großer Vorteil von Lutetium-basierten Arzneimitteln ist, dass sie in einem theranostischen Ansatz eingesetzt werden. Der identische Wirkstoff des Radiotherapeutikums wird mit einem diagnostischen Radioisotop wie Gallium-68 verbunden. Mit Hilfe von so genannten PET-Scannern lässt sich die Ansprechrate des Patienten und damit der Nutzen einer Behandlung im Voraus mit hoher Präzision vorhersagen.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit rund 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.
Wir helfen zu heilen.

www.ezag.com

produzieren / 19.04.2023
Ariceum erhöht Serie A-Finanzierung auf 48 Mio. Euro

Die Berliner Ariceum Therapeutics meldet die Erweiterung der Serie A-Finanzierung auf 47,75 Mio. Euro, womit die radiopharmazeutisch-klinische Pipeline vorangetrieben werden soll. Neue Investoren sind Andera Partners und Earlybird Venture Capital, die sich Altinvestor Pureos Bioventures sowie EQT Life Sciences (ehm. LSP) anschließen und weitere 22 Mio. Euro mitbringen.

Ariceum Therapeutics, ein Berliner Biotech-Unternehmen am Campus Berlin-Buch, das radiopharmazeutische Produkte für die Diagnose und Behandlung bestimmter schwer behandelbarer Krebsarten entwickelt, gab heute den erfolgreichen Abschluss einer Erweiterungsfinanzierung der Serie A bekannt, mit der weitere 22,75 Mio. Euro zu der im Juni 2022 angekündigten Serie-A-Finanzierung in Höhe von 25 Mio. Euro hinzugewonnen werden konnten. Die Finanzierung wurde von den neuen Investoren Andera Partners und Earlybird Venture Capital geleitet, mit Beteiligung des bestehenden Investors Pureos Bioventures, der damit seine ursprüngliche Investition in das Unternehmen verdoppelt hat.

Ariceum will den Erlös aus der Finanzierung verwenden, um seine klinische Pipeline voranzutreiben und das Unternehmen weiter auszubauen, wobei der Schwerpunkt auf dem Hauptprodukt und proprietären Peptidderivat Satoreotid sowie auf dem Aufbau einer Pipeline mit weiteren Projekten liegt.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier:

https://transkript.de/news/ariceum-erhoeht-serie-a-finanzierung-auf-48-mio-euro.html

Quelle: transkript

produzieren / 19.04.2023
CELLphenomics: Zusammenarbeit in Singapur mit Kyan Therapeutics

Die Berliner Cellphenomics GmbH (Campus Berlin-Buch) hat eine neue Partnerschaft mit Kyan Therapeutics geschlossen. Das in Kalifornien und Singapur beheimatete Unternehmen will seine Technologieplattform Optim.AI™, die künstliche Intelligenz zur Vorhersage der Wirkungen von Arzneimittelkombinationen nutzt, mit der auf 3D-Zellkultur von Tumorgewebe spezialisierten Kompetenz der Berliner zusammenbringen.

Cellphenomics und Kyan Therapeutics gaben kurz vor dem Beginn des US-amerikanischen Krebskongress AACR ihre neue Partnerschaft bekannt. Durch die Kombination der Technologieplattform Optim.AI™ von Kyan, die künstliche Intelligenz zur Vorhersage der Wirkungen von Arzneimittelkombinationen nutzt, und der unternehmenseigenen PD3D®-Technologie von Cellphenomics zielt diese Partnerschaft darauf ab, den Arzneimittelentwicklungsprozess in der biopharmazeutischen Industrie zu beschleunigen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier:

https://transkript.de/news/cellphenomics-zusammenarbeit-in-singapur-mit-kyan-technologies.html

Quelle: transkript

 

bilden / 19.04.2023
Landesprogramm „Kitas bewegen - für die gute gesunde Kita“

Kita-Träger können sich ab sofort bewerben

An der siebenten Umsetzungsphase 2024/2025 im Landesprogramm „Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita“ nimmt das Bezirksamt Pankow auf Initiative des Bezirksstadtrates für Jugend und Familie, Cornelius Bechtler teil.
Wegen der überzeugenden Ergebnisse hat das Land Berlin in Kooperation mit 13 weiteren Programmpartnern und bisher zehn beteiligten Bezirken das Programm weiter ausgebaut. Es geht von einem ganzheitlichen Ansatz aus. Das Ziel des Landesprogramms ist es, die Gesundheit der Kinder zu stärken und ihre Bildungschancen zu verbessern. Ebenso wichtig ist die Steigerung des Wohlbefindens der Erzieher:innen an ihrem Arbeitsplatz und die Schaffung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen.

Kitas werden fachlich begleitet
Kindertageseinrichtungen, die sich an dem Landesprogramm beteiligen, begeben sich für zwei Jahre in einen fachlich begleiteten Organisations- und Qualitätsentwicklungsprozess, an dem die Eltern, die Kinder und die Beschäftigten der Kita beteiligt werden. Beginnend mit einer Analyse der gegenwärtigen individuellen Situation in der Kindertageseinrichtung werden daraufhin eigene Ziele definiert und konkrete, individuelle Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.
Nach der zweijährigen, professionell begleiteten Umsetzungsphase können die Teams der Kitas den Prozess der Qualitätsentwicklung selbstständig weiterführen. Auch in dieser Phase werden sie fachlich begleitet.
Interessenbekundungen können bis 14. Juli eingereicht werden
Träger von Kindertageseinrichtungen in Pankow können ab sofort ihre Interessenbekundung für die Teilnahme einreichen. Die Unterlagen sind im Internet abrufbar unter: https://gute-gesunde-kitas-in-berlin.de/infocenter/interessenbekundung-zur-teilnahme/ . Das ausgefüllte Formular ist bis zum 14. Juli 2023 beim Bezirksamt Pankow einzureichen – per E-Mail an: LggK@ba-pankow.berlin.de.

produzieren / 19.04.2023
Ariceum Therapeutics Announces Extension of Series A Financing to EUR 47.75M to Advance its Next Generation Radiopharmaceutical Clinical Pipeline

  • New investors, Andera Partners and Earlybird Venture Capital, join existing investor, Pureos Bioventures raising an additional EUR 22.75 million
  • Funds will be used to advance clinical pipeline and further build Ariceum Therapeutics
  • Olivier Litzka from Andera Partners and Christoph Massner from Earlybird Venture Capital to join the Ariceum non-executive Board of Directors 

Berlin, Germany, 18 April 2023 – Ariceum Therapeutics (Ariceum), a private biotech company developing radiopharmaceutical products for the diagnosis and treatment of certain hard-to-treat cancers, today announces the successful completion of a Series A extension financing, raising a further EUR 22.75 million, following the EUR 25 million Series A financing announced in June 2022. The financing was co-led by new investors Andera Partners and Earlybird Venture Capital, with participation from existing investor Pureos Bioventures, now doubling its original investment in the Company.  As part of the investment, Olivier Litzka, Partner at Andera Partners, and Christoph Massner, Principal at Earlybird, will join the Ariceum Board of Directors.

Ariceum intends to use the proceeds from the financing to advance its clinical pipeline and to further build the Company focusing on its lead asset and proprietary peptide derivative, Satoreotide, as well as building a pipeline of further projects.

Satoreotide is a radiopharmaceutical drug and an antagonist of the somatostatin type 2 (SST2) receptor which is overexpressed in many cancers, including certain neuroendocrine and other aggressive, hard-to-treat cancers with poor prognoses such as small cell lung cancer (SCLC). Ariceum aims to use satoreotide as a ‘theranostic’ for both the diagnosis and treatment of tumours expressing the SST2 receptor. Satoreotide is in early clinical development and, as of today, has been administered to more than 100 patients including more than 150 therapeutic administrations in different indications.

Manfred Rüdiger, PhD, Chief Executive Officer of Ariceum Therapeutics, said: “As we continue to make promising progress at Ariceum, the new funds will allow us to advance our clinical pipeline of diagnosis, monitoring and precision treatments to improve the lives of those facing very challenging cancers. The additional investment is a strong endorsement of our targeted radiotherapy product and reflects the opportunity that radiopharmaceutical drugs offer in visualizing and treating cancer. We are very pleased to welcome both Andera Partners and Earlybird Venture Capital to our investment syndicate and would like to thank our existing investors for their continued support.”

Olivier Litzka, PhD, Partner of Andera Partners, remarked: “At Andera we have been following the radiopharmaceuticals space for some time, looking for an opportunity to support a compelling project. As a result, we are now very happy to be able to back the talented and experienced team of Ariceum with a first clinical project centered around a meaningful disease application in Small Cell Lung Cancer. It is great to support the company in its bold ambition to build a pipeline of radiopharma projects through deals and partnerships. We are also joining an already powerful board of experts and strong European VCs. Altogether, we believe these are solid grounds to build a leading biotech company in the radiopharmaceuticals field.”

Christoph Massner, PhD, Principal of Earlybird Venture Capital, commented: “We are delighted to support Ariceum as it advances its proprietary clinical programs to address aggressive cancers with a poor prognosis. Earlybird is especially excited about Ariceum’s ability to stratify patients for treatment via its theranostics approach. This will provide the best possible patient outcomes and attractive health economics. I look forward to working with Ariceum’s experienced management team and strong investor base as it enters its next development stage.”

ENDS

 

produzieren / 14.04.2023
CELLphenomics’ and KYAN Therapeutics combined platforms provide best-in-class solutions to support the biopharma industry

Berlin/Singapore (April 14, 2023)

CELLphenomics and KYAN Therapeutics announced their new partnership today. By combining KYAN's technology platform, Optim.AI™ - which utilizes artificial intelligence to predict the effects of drug combinations and CELLphenomics' proprietary PD3D® technology, this partnership aims to offer an efficient approach to expedite drug development process in the biopharmaceutical industry. The combination of these two unique technologies will allow reliable conclusions about the treatability of the tumor and its functional causes of therapeutic success and/or failure, leading to novel treatment combinations and faster preclinical development of new anti-cancer drugs.

KYAN’s technology platform, Optim.AI™, combined with CELLphenomics’ expertise in PD3D® model establishment and cultivation of patient-derived complex cell culture model cultures from various tumor entities and toxicity testing support clinical compound selection through the testing of:

• drug efficacy

• off-target toxicity

• combination strategies

• mode of action

• biomarker identification

• patient stratification

 

Optim.AI™ is a revolutionary technology that combines small data AI and wet lab biology. KYAN's platform solves large and complex search spaces to identify and rank combination treatments with small amounts of tissue sample. “The main breakthrough for KYAN is that we only need to use minimal amounts of data points to predict and solve for large search spaces. The data points that we generate are from prospective experiments that measure the phenotypic response of drugdose combinations across different biological models, like the PD3D® models established by CELLphenomics.“ said Hugo Saavedra, CEO of Kyan.

“CELLphenomics' patient-derived 3D cell culture models (PD3D®) recapitulate the tissue architecture of the original tumor and maintain key features of the donor tumor: IHC markers, genomic features, and key mutations,” said Dr. Christian Regenbrecht, cancer researcher and CEO of CELLphenomics. “They are highly predictive to treatment response and enable the biopharma industry to save time and laboratory animals.”

The development of new drugs and therapies for cancer patients requires a variety of preclinical studies to assess their safety and effectiveness, and previously included wide use of animal testing.  However, recent changes in regulations by US and European legislators have allowed applicants to use alternative methods for toxicity testing in biosimilar applications. This milestone was made possible by the introduction of highly reliable and predictive preclinical models such as our PD3D® platform. The FDA and EMA are in the process of adapting their guidelines accordingly. In this context PD3D® models will be a cornerstone of these new policies.

Please feel free to schedule your appointment with Dr. Christian Regenbrecht and Hugo Saavedra at the Annual Meeting of the AACR 2023 in Orlando, Florida.

Dr. Christian Regenbrecht, CEO of CELLphenomics: christian.regenbrecht@cellphenomics.com

Hugo Saavedra, CEO of Kyan:

hugo@kyantherapeutics.com
 

CELLphenomics

CELLphenomics GmbH is a German biotech company founded in 2014. Our core competence is the establishment and cultivation of complex patient-derived cell culture models (PD3D®) from various solid tumor tissues and their application in research and drug development. Our PD3D® models robustly recapitulate the biological properties of the donor tissue and offer high-throughput efficacy testing, drug combination screening, toxicity profiling, target validation, drug sensitivity correlation with clinical response, and biomarker identification. Our continuously growing biobank comprises more than 450 organoid models from more than 20 tumor entities and is complemented by clinical and molecular data to support multiple research interests.

For more details, please visit: www.cellphenomics.com

 

KYAN Therapeutics

KYAN Therapeutics is a biotechnology company that tackles the complexity of cancer by combining small data AI and biological experiments. Our technology platforms were developed in collaboration with the University of California, Los Angeles (UCLA) and the National University of Singapore (NUS) to redefine how therapies are developed and offered to patients. From drug development to personalized medicine, KYAN offers an efficient solution to identify the optimal outcome to millions of possible drug-dose combinations. KYAN’s technology has been peer reviewed in several reputable and high impact factor journals and implemented in multiple clinical studies. For more details, please visit: www.kyantherapeutics.com

Source: www.cellphenomics.com

forschen, produzieren, heilen, bilden / 12.04.2023
Weiterbildungstag für TAs: Life Science Zukunftstechnologie – Modernste Methoden und Trends im Überblick

Copyright: AdobeStock_ 545054474
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Einladung der Akademie des Gläsernen Labors (GLA) zum Weiterbildungstag Labor 4.0 für Technische Angestellte und Laborant*innen am Freitag, 23.06.2023 auf den Campus in Berlin-Buch

Die Akademie des Gläsernen Labors (GLA) veranstaltet am Freitag, den 23.06.2023 wieder einen Weiterbildungstag Labor 4.0 für Technische Angestellte und Laborant*innen. In Kooperation mit unseren Partnern auf dem Campus und von extern haben wir ein ein Programm zusammengestellt, das die TAs und Laborant*innen in den Mittelpunkt stellt und in seiner Kompaktheit bundesweit vermutlich einmalig ist.

Die Teilnehmer*innen können an sich diesem Tag durch ein Programmangebot von mehr als 25 Vorträgen, Workshops, Methodentrainings und Laborführungen einen Überblick u.a. über neuste Trends in Digitalisierung, Automatisierung, Miniaturisierung und Nachhaltigkeit im Life-Science-Labor verschaffen. 

Für den Einführungsvortrag konnte Peter Witkowski, Leiter des Referats für gesundheitlichen Verbraucherschutz am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) Berlin gewonnen werden. Als „Laboraussteiger“ und Chef einer Berliner Zulassungsbehörde schildert er seine Sicht auf die vielfältigen Heraus- und Anforderungen, denen sich TAs im Labor von heute stellen müssen. 

In drei jeweils einstündigen, über den Tag verteilte Sessions mit Parallelveranstaltungen können die Teilnehmer*innen eine individuelle Themenkombination auswählen und sich dadurch ein für sie passgenaues Trainingsprogramm zusammenstellen. Hier werden Biotechnologie wie z.B. dPCR, CRISPR/Cas, digitale Holographie und Reverse Clinical Engeneering vermittelt, Campus- Forschungslabore wie das Ultrahochfeld-MRI, Kryo-EM und die Biobank geöffnet aber auch zielgruppengenau Workshops und Vorträge wie etwa zu Projektmanagement, Elevator-Pitching und Enstspannungtechniken angeboten. 

Nachhaltiges Denken und Handeln im Labor der Zukunft steht neben Vortägen in den Wahlsessions auch in der Panel-Diskussion mit Britta Kristina Oevel (FMP), Jan Henrik Bebermeier (Eppendorf SE) und Annette Leue (Promega GmbH) für alle Teilnehmer*innen am frühen Nachmittag im Fokus. Nutzen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie mit!

Traditionell beendet wird der „WBTTA“ wieder mit einem Gewinnquiz mit Atakan Aydin vom Max Delbrück Center in Berlin-Buch, in dem zwei Teams von Teilnehmenden gegeneinander antreten. Das Quiz rekapituliert auf unterhaltsame Weise die Inhalte des ganzen Tages, Souvenir inklusive. 

Am Ende des Tages erhalten alle Teilnehmer*innen ihre individuellen Abschlussszertifikate der Akademie des Gläsernen Labors - entsprechend der kombinierten Sessions.

Der „Weiterbildungstag Labor 4.0 für Technische Angestellte und Laborant*innen“ findet am Freitag, 23.06.2023 von 9:00 bis 18:00 Uhr statt (inklusive Mittags- und Kaffeepausen, Registrierung ab 8:00 Uhr).

Ort: Campus Berlin-Buch, Max Delbrück Communications Center (MDC.C), C 83, Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin.

Zielgruppe: Der Weiterbildungstag richtet sich an Technische Angestellte und Laborant*innen mit abgeschlossener Berufsausbildung aus wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen und Servicelabors in den Life Sciences.

Teilnahmegebühr: 215,00 € inkl. MwSt.
Für Selbstzahlende wird ein Rabatt von 10% auf die Kursgebühr gewährt.
Gemäß dem Berliner Bildungszeitgesetz (BiZeitG) kann für den Weiterbildungstag Bildungszeit geltend gemacht werden.

Kontakt: 
Uwe Lohmeier, Gläsernes Labor Akademie (GLA)
E-Mail: u.lohmeier@campusberlinbuch.de 
Telefon: 030 9489 2935

Quelle: Gläsernes Labor Akademie
Anmeldung und weitere Informationen

produzieren / 12.04.2023
Eckert & Ziegler erhält Umweltgenehmigung für Radioisotopenstandort Jintan

Die hundertprozentige Eckert & Ziegler Tochtergesellschaft Qi Kang Medical Technology Ltd. (QKM) hat kürzlich die Genehmigung für ihre Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) von der Behörde für Ökologie und Umwelt der Provinz Jiangsu in China erhalten. Die zuständigen Stellen bewilligten den von QKM geplanten Bau einer Produktionsanlage für Radioisotope, die aus Reinräumen für umschlossenes und offenes radioaktives Material, sowie Laboren für die Qualitätskontrolle und Mikrobiologie besteht. Die Genehmigung umfasst auch die Installation eines Zyklotrons mit einer maximalen Protonenenergie von 30 MeV.

"Die Bestätigung der Umweltverträglichkeitsprüfung signalisiert die Unterstützung der lokalen Behörden und ist eine wichtige Voraussetzung für die Standortzulassung", erklärte Jutta Ludwig, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für das Asien-Geschäft. "Wir werden uns nun auf die nächsten Schritte im Genehmigungsverfahren konzentrieren und die Bauarbeiten fortsetzen. Nach der Fertigstellung wird die Anlage in Jintan in der Lage sein, den radiopharmazeutischen Bedarf der wachsenden regionalen asiatischen Märkte zu decken und als Back-up für die Produktionsstätten zu dienen, die Eckert & Ziegler bereits in Europa, Nord- und Südamerika betreibt".

Experten gehen davon aus, dass das Aufkommen hochwirksamer Radiotherapeutika für neuroendokrine Tumore und Prostatakrebs, sowie weiterer in der Entwicklung befindlicher Radiopharmaka, die Nachfrage nach den Radioisotopen Yttrium-90, Lutetium-177 und Gallium-68 in China und weltweit deutlich erhöhen wird. Mit dem Standort in Jintan wird Eckert & Ziegler seine Gesamtproduktionskapazität erhöhen und damit seine Position als weltweit führender Hersteller von radioaktiven pharmazeutischen Wirkstoffen festigen.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit rund 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.
Wir helfen zu heilen.

www.ezag.com

leben / 12.04.2023
Einladung zur feierlichen Namensgebung dreier Nummernstraßen in Buch am 27. April 2023

Die Nummernstraßen 5, 6, und 7 im Ortsteil Buch werden am Donnerstag, dem 27. April 2023 um 15 Uhr feierlich benannt. Mit der Ilse-Krause-Straße (Str. 5), der Rosa-Coutelle-Straße (Str. 6) und der Rose-Scheuer-Karpin-Straße (Str. 7) wird künftig in geographischer Nähe zum Helios Klinikum Berlin-Buch an das engagierte und langjährige Wirken dieser drei Ärztinnen in Bucher Kliniken erinnert.

Wer waren die drei Ärztinnen?

Ilse Krause gründete als erste Fachärztin für Kinderchirurgie der DDR im Jahr 1956 die Klinik für Kinderchirurgie in Berlin-Buch. Sie lehrte an der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität und der Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie trägt ihren Namen.
Rosa Coutelle war eine jüdisch-deutsche Widerstandskämpferin, Ärztin und Wissenschaftlerin. Sie leitete als Chefärztin die Kinderklinik im Hufeland-Krankenhaus Berlin-Buch. Ab 1956 arbeite sie nach dem Erwerb des Facharzt-Titels für Biochemie an der Akademie der Wissenschaften in Buch.
Die Ärztin und Epidemiologin Rose Scheuer-Karpin wirkte von 1950 bis 1970 als Chefärztin an der 1. Medizinischen Klinik im Hufeland-Krankenhaus.

Die interessierte Öffentlichkeit ist zur Teilnahme an der Veranstaltung herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Treffpunkt: Str. 5/Ecke Str. 6 in 13125 Berlin-Buch. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Akkordeonspielerin Isabel Neuenfeldt.

Weitere Informationen bei der Gleichstellungsbeauftragten im Bezirksamt Pankow unter: stephanie.wittenburg@ba-pankow.berlin.de

produzieren / 04.04.2023
Eckert & Ziegler beliefert POINT Biopharma mit Actinium-225

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, TecDAX) und ein Tochterunternehmen von POINT Biopharma Global Inc. ("POINT", NASDAQ: PNT) haben einen Vertrag über die Lieferung von Actinium-225 (trägerfreies Ac-225) unterzeichnet. Eckert & Ziegler wird POINT vordefinierte Mengen von Ac-225 in GMP-Qualität für die Entwicklung von Radioliganden der nächsten Generation zur Verfügung stellen.

Actinium-225 wird als Wirkstoff in der Krebsbehandlung eingesetzt. Das Radioisotop emittiert leistungsstarke, hochenergetische Alpha-Partikel mit kurzer Eindringtiefe, die eine präzise Behandlung von Tumorzellen, einschließlich schwer zu erfassender Mikrometastasen, mit minimalen Auswirkungen auf das umgebende gesunde Gewebe ermöglichen. Hierzu wird Actinium-225 mit einem geeigneten Träger (z.B. einem Antikörper oder Peptid) kombiniert, der spezifisch an Krebszellen bindet und diese damit selektiv bekämpft. Experten erwarten, dass der Bedarf an Actinium-225 in der nächsten Dekade exponentiell zunimmt. Eckert & Ziegler entwickelt derzeit ein Produktionsverfahren, mit dem es in der Lage sein wird, den Markt mit erheblichen Mengen des stark nachgefragten Radionuklids zu versorgen.

"Dieser Vertrag unterstreicht einmal mehr unsere führende Position als weltweiter Lieferant von hochwertigen theranostischen Radionukliden. Wir freuen uns sehr, mit POINT Biopharma zusammenzuarbeiten, um deren radiopharmazeutische Innovation zu unterstützen", erklärte Dr. Harald Hasselmann, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für das Segment Medical bei Eckert & Ziegler. "Der Zugang zu Actinium-225 ist nach wie vor sehr eingeschränkt und wir werden diese Situation zukünftig wesentlich verbessern. Mit unserer eigenen Produktion werden wir einer der ersten kommerziellen Anbieter sein, der das Radioisotop weltweit verfügbar macht."

"Seit unseren Anfängen hat POINT einen bedeutenden Schwerpunkt auf die Herstellung von Radioliganden und die Versorgung mit Isotopen gelegt, zwei Bereiche, die unserer Meinung nach von vielen in der Branche übersehen wurden", erläuterte Joe McCann, Ph.D., CEO von POINT Biopharma. "Diese Vereinbarung mit Eckert & Ziegler trägt dazu bei, unsere Forschung und Entwicklung mit Actinium-225, einem interessanten therapeutischen Isotop, fortzusetzen. Wir freuen uns darauf, noch in diesem Jahr unsere erste Phase-1-Studie mit Ac-225 für die nächste Generation des gegen PSMA gerichteten PNT2001-Programms zu starten."

Neben Actinium-225 beliefert Eckert & Ziegler internationale Pharmaunternehmen auch mit Lutetium-177, Gallium-68, Yttrium-90 und anderen Radioisotopen, die für den Einsatz in Diagnostik und Therapie unerlässlich sind. Darüber hinaus bietet das Unternehmen an drei Standorten in Europa, Nordamerika und Asien Dienstleistungen für die Auftragsentwicklung und Lohnherstellung von Radiopharmazeutika an, einschließlich der Produktion für klinische und kommerzielle Phasen.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit rund 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.

Über POINT Biopharma Global Inc.
POINT Biopharma Global Inc. ist ein global ausgerichtetes radiopharmazeutisches Unternehmen, das eine Plattform für die klinische Entwicklung und Kommerzialisierung von Radioliganden zur Krebsbekämpfung aufbaut. POINT zielt darauf ab, die Präzisionsmedizin zu verändern, indem es ein Portfolio gezielter Radioliganden, ein erfahrenes Managementteam, eine branchenführende Pipeline, eigene Produktionskapazitäten und eine gesicherte Versorgung mit medizinischen Isotopen wie Actinium-225 und Lutetium-177 kombiniert. Zu den aktiven klinischen Studien von POINT gehören FRONTIER, die Phase-1-Studie für PNT2004, ein Pan-Krebs-Programm, das auf das Fibroblasten-Aktivierungsprotein-α (FAP-α) abzielt, und SPLASH, die Phase-3-Studie für PNT2002 für Patienten mit metastasierendem kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC) nach einer hormonellen Zweitlinienbehandlung. Erfahren Sie mehr über POINT Biopharma Global Inc. unter https://www.pointbiopharma.com/.

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forschen, heilen / 04.04.2023
Autoantikörper bei COVID-19: nicht immer schädlich?

Kathrin de la Rosa im Labor. Foto: Pablo Castagnola, Max Delbrück Center
Kathrin de la Rosa im Labor. Foto: Pablo Castagnola, Max Delbrück Center

Schwerkranke COVID-19-Patient*innen haben oft Antikörper im Blut, die an körpereigene Strukturen binden. Diese Autoantikörper binden aber oft an mehrere Ziele, berichtet das Team um Kathrin de la Rosa im „European Journal of Immunology“. Das stellt deren Bedeutung für den Krankheitsverlauf in Frage.

Im Sommer 2020 sorgte eine Entdeckung einer französischen Arbeitsgruppe um den Immunologen Jean-Laurent Casanova für Aufsehen: Sein Team hatte im Blut von schwerkranken COVID-19-Patient*innen Antikörper gefunden, die sich ausgerechnet gegen den Botenstoff Typ-1-Interferon richten. Der Körper bildet Interferon, um sich vor den Viren zu schützen, wenn die Autoantikörper an Interferon binden, machen sie es damit wirkungslos – und den Patienten oder die Patientin schutzlos.

„In der Folge haben sich viele Immunologen auf die Suche nach weiteren Autoantikörpern im Blut von COVID-19-Patienten gemacht“, erzählt Dr. Kathrin de la Rosa, die eine Johanna Quandt-Professur für Immunmechanismen in der Translation am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) innehat und auch am Max Delbrück Center forscht. „Und sie wurden fündig: Man hat bisher insgesamt 17 Antikörper gegen körpereigene Strukturen entdeckt, unter anderem gegen das ACE2-Protein, das als Rezeptor für das Virus dient.“

Die Autoantikörper erkennen ein breites Spektrum von Zielen

Auch Kathrin de la Rosa untersuchte mit ihrem Team das Blut von COVID-19-Patient*innen, die in der Charité behandelt wurden. Auch sie fanden Autoantikörper gegen das ACE2-Protein, gegen Interferon alpha und weitere Körpereiweiße. „Interessanterweise war der Zusammenhang zwischen löslichem ACE2 und ACE2-bindenden Autoantikörpern nicht eindeutig. Auch das zeitliche Auftreten der Autoantikörper sprach gegen eine ACE2-gerichtete Immunreaktion“, berichtet Mikhail Lebedin, Doktorand bei Kathrin de la Rosa und Erstautor der aktuellen Arbeit. „Dafür fanden wir einen Zusammenhang zwischen den Mengen verschiedener Autoantikörper. Das machte uns stutzig.“

Wieso könnte die Infektion mit COVID-19 gleiche Mengen verschiedener Antikörper hervorrufen, fragten sich die Antikörper-Spezialisten. Handelt es sich womöglich um ein- und dieselben Antikörper, die an verschiedene Körpereiweiße binden können? Sozusagen multi-spezifische Antikörper?

Die Wissenschaftler*innen testeten daraufhin die Reaktivität der Antikörper aus dem Blut der COVID-Patient*innen. Die große Mehrheit der Proben zeigte eine ungerichtete Autoimmunität, da die Antikörper ähnlich stark verschiedenste Eiweiße erkannten. In nur wenigen Proben waren die Autoantikörper auf ein bestimmtes Ziel gerichtet. Kathrin de la Rosa kommentiert: „Für COVID-19 stellte sich nun die Frage, ob multi-spezifische Antikörper einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben können, oder ob dies ausschließlich für gerichtete Autoantikörper der Fall ist. Ungerichtete Antikörper sind auch bei anderen Infektionskrankheiten wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber oder HIV bekannt.“

Ungerichtete Autoantikörper ohne Auswirkung auf Interferon-Signalweg

Die Wissenschaftler*innen testeten daraufhin diese Antikörper auf ihre Funktionalität: In der Kulturschale brachten sie gesunde Blutzellen mit den Autoantikörpern der Patient*innen zusammen und beobachteten, ob das einen Einfluss auf das Wachstum oder Verhalten der Zellen hatte. „Die Zellen reagierten überhaupt nicht auf das Vorhandensein der multi-reaktiven Antikörper. Nur wenn wir zielgerichtete mono-spezifische Antikörper zu den Zellen gaben, änderte sich ihr Verhalten“, berichtet Mikhail Lebedin.

Kathrin de la Rosa möchte nicht die Bedeutung von Autoantikörpern generell in Frage stellen. „Gerade die Autoantikörper gegen das Interferon vom Typ-1 tragen mit Sicherheit zum schweren Krankheitsverlauf bei. In Bezug auf die Diagnostik und auf therapeutische Maßnahmen sollte man jedoch noch einmal überprüfen, ob tatsächlich Antikörper vorliegen, die ganz spezifisch ein bestimmtes Körpereiweiß erkennen. Womöglich handelt es sich nur um einen mehr oder weniger harmlosen Vertreter der multi-spezifischen Autoantikörper.“

Text: BIH

Weiterführende Informationen

AG „Krebs & Immunologie / Immunmechanismen und humane Antikörper“ von Kathrin de la Rosa

Johanna Quandt-Professur für Kathrin de la Rosa

Porträt über Kathrin de la Rosa

Literatur

Mikhail Lebedin et al (2023): „Discriminating promiscuous from target-specific autoantibodies in COVID-19“. European Journal of Immunology, DOI: 10.1002/eji.202250210

leben / 04.04.2023
Traditionelles Osterbaumschmücken an Gründonnerstag, dem 6. April

Seit etwa 1970 gibt es in Alt-Pankow eine kleine vorösterliche Tradition. Alljährlich wird an Gründonnerstag ein Osterbaum aufgestellt und von Kindern geschmückt. Seit einigen Jahren findet diese schöne Zeremonie im Bürgerpark statt, in diesem Jahr am Donnerstag, dem 6. April, um 10:30 Uhr, am großen Brunnen.

Dazu lädt die Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlichen Raum, Manuela Anders-Granitzki, „kleine Helfer“ aus umliegenden Kitas ein. Die Kinder unterstützen die Stadträtin beim Schmücken, bringen ihre selbst gestalteten Ostereier mit und hängen sie gemeinsam an den Baum.

Kinder aus benachbarten Kitas schmücken den Baum

Dieses Jahr werden dies etwa 20 Kinder der Kita „Simsalabim“ aus der Wilhelm-Kuhr-Straße und der Kita „Junior 1“- Am Bürgerpark sein. Nach Ostern werden alle "überlebenden Eier" für das kommende Jahr wieder eingesammelt.
„So kommt es, dass wir inzwischen etwa 500 bunte Ostereier, wahre kleine Kunstwerke, haben, diese liebevoll verwahren und jedes Jahr wieder an den Baum hängen können“, erklärt Bezirksstadträtin Manuela Anders-Granitzki.

leben / 04.04.2023
Neue Bänke für Pankow – Start der Öffentlichkeitsbeteiligung auf mein.Berlin.de am 5. April 2023

Zahlreiche neue Sitzbänke wird das Bezirksamt Pankow in diesem Jahr aufstellen und so die Aufenthaltsqualität im Bezirk erhöhen und den Fußverkehr fördern. Es leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der besonderen Ziele der Entwicklung des Fußverkehrs gemäß dem Berliner Mobilitätsgesetz. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, vom 5. bis 30. April 2023 auf der Seite https://mein.berlin.de/projekte/neue-banke-fur-pankow/ Standorte im öffentlichen Straßenland vorzuschlagen.

Zeitnahe Umsetzung geplant

Für das Projekt hat das Bezirksamt bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Fördermittel beantragt und 150.000 Euro aus dem Stadtverschönerungsprogramm bewilligt bekommen. Geeignete Vorschläge werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zeitnah vom Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks umgesetzt. Die Verantwortlichen im Bezirksamt freuen sich über eine rege Beteiligung.

leben / 04.04.2023
Pankower Umweltpreis 2023: Bis zum 8. Mai 2023 sind Bewerbungen möglich

Unter dem Motto "Pankow spart Energie und andere Ressourcen – Wer macht was?" suchen die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und das Bezirksamt innovative Ideen von Bürger:innen, Schüler:innen, Kitagruppen, ehrenamtlichen Initiativen, Vereinen und allen anderen Interessierten.

Viele Rohstoffe wurden schon vor der Krise knapper, die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine verschärften die Lage. Wie können wir gemeinsam sparsamer mit Energie, Wasser oder anderen Materialien und Stoffen umgehen, die wir (ver-)brauchen? Wie können wir Gebrauchtes sinnvoll wiederverwenden? Wie können wir Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den sparsamen Umgang mit Ressourcen im Alltag nahebringen und sie motivieren?

Wer kann sich bewerben?

Es können sich Initiativen und Projekte bewerben, die den sparsamen Umgang mit Energie und anderen Ressourcen umsetzen oder die Konzepte der Kreislaufwirtschaft und des Upcyclings anwenden. Es werden auch Aktionen gesucht, die verschiedene Zielgruppen für das Ressourcen-Sparen sensibilisieren und zum Handeln anregen.

Über den Umweltpreis

Der Pankower Umweltpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 3.000 Euro dotiert. Zusätzlich wird die "Goldene Kröte" als Wanderpreis an ein herausragendes Projekt verliehen. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury, die aus Mitgliedern aller BVV-Fraktionen besteht.

Die Bewerbungen sind bis zum 8. Mai 2023 an das BVV-Büro zu richten:

Büro der Bezirksverordnetenversammlung, Fröbelstr. 17 (Haus 7), 10405 Berlin

E-Mail: bvv-buero@ba-pankow.berlin.de

Kontakt bei Rückfragen: Tel.: 030 90295 -5002 oder -5003

Weitere Informationen und die Auslobungsunterlagen sind auf der BVV-Website zu finden.

https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/wissenswertes/artikel.192350.php

forschen / 04.04.2023
Nasenimpfstoff gegen Corona erfolgreich getestet

© Anne Voß, Institute of Veterinary Pathology, Freie Universität Berlin
© Anne Voß, Institute of Veterinary Pathology, Freie Universität Berlin

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten Forschende an Schleimhautimpfstoffen, die über die Nase verabreicht werden. Nun haben Berliner Wissenschaftler:innen, unter ihnen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, eine abgeschwächte Lebendimpfung für die Nase entwickelt und erprobt. In der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Microbiology* beschreibt das interdisziplinäre Team den besonderen Immunschutz, den sie auslöst.

Coronaviren verbreiten sich vor allem durch die Luft. Wenn eine infizierte Person spricht, hustet, niest oder lacht, scheidet sie mit ihrer Atemluft Tröpfchen mit Viren aus. So können die Erreger in die Atemwege anderer Menschen gelangen und sie anstecken. Ein Berliner Forschungsteam will das Virus genau dort bekämpfen, wo es zuerst angreift: an den Schleimhäuten von Nase, Mund, Rachen und Lunge. Zu diesem Zweck haben die Wissenschaftler*innen einen nasal zu verabreichenden, abgeschwächten Lebendimpfstoff gegen SARS-CoV-2 entwickelt. In der aktuellen Ausgabe des Fachjournals „Nature Microbiology“ beschreibt das interdisziplinäre Team, wie dieser abgeschwächte Lebendimpfstoff bei Hamstern eine bessere Immunität vermittelt als Impfstoffe, die in den Muskel gespritzt werden.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurden zwei Präparate zur Impfung über die Nase in Indien und China zugelassen. Sie beruhen auf abgeschwächten Adenoviren, also Viren, die unter anderem Atemwegs- oder Magen-Darm-Erkrankungen auslösen, sich selbst aber nicht mehr oder nur noch schlecht vermehren und somit keine Krankheit verursachen. Weitere nasale Lebendimpfstoffe befinden sich weltweit in der Entwicklung und Erprobung.

Schützt dort, wo der Infekt beginnt

Die Vorteile eines Impfstoffs in Form eines Nasensprays gehen weit darüber hinaus, dass Menschen mit Angst vor einer Spritze aufatmen können. Wird ein Impfstoff gespritzt, baut sich die Immunität vor allem im Blut und über den ganzen Körper verteilt auf. Das bedeutet aber, dass das Immunsystem Coronaviren im Ernstfall erst verhältnismäßig spät entdeckt und bekämpft – denn diese dringen über die Schleimhäute der oberen Atemwege in den Körper ein. „Genau dort benötigen wir eine lokale Immunität, wenn wir ein Atemwegsvirus frühzeitig abfangen wollen“, sagt Co-Letztautor der Studie Dr. Jakob Trimpert, Tiermediziner und Arbeitsgruppenleiter am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin.

„Nasale Impfstoffe bekommen das wesentlich besser hin als Vakzine, die injiziert werden und die Schleimhäute nur schwer oder gar nicht erreichen“, betont Dr. Emanuel Wyler, ebenfalls Co-Letztautor. Er erforscht das Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie in der Arbeitsgruppe „RNA-Biologie und Posttranscriptionale Regulation“ unter der Leitung von Professor Markus Landthaler am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie des Max Delbrück Center (MDC-BIMSB). Im Idealfall regt ein nasaler Lebendimpfstoff direkt vor Ort die Bildung von Antikörpern, Immunglobulinen A (IgA), an und lässt damit eine Infektion gar nicht erst zu. IgA ist das am häufigsten vorkommende Immunglobulin in den Schleimhäuten der Atemwege. Es besitzt die Fähigkeit, Krankheitserreger zu neutralisieren, indem es sich an sie bindet und sie so daran hindert, Atemwegszellen zu infizieren. Gleichzeitig stimuliert die Impfung auch systemische Immunreaktionen, was insgesamt zu einem wirksamen Schutz vor einer Infektion beiträgt.

„Ähnlich wie Antikörper in der Schleimhaut, so sind auch im Lungengewebe ansässige T-Gedächtniszellen von Nutzen. Diese weißen Blutkörperchen können sich an Krankheitserreger erinnern und verbleiben nach einer Infektion im jeweiligen Gewebe. Ihre Positionierung in der Lunge ermöglicht es ihnen, schnell auf Krankheitserreger zu reagieren, die über die Atemwege eindringen“, sagt Dr. Geraldine Nouailles, Immunologin und Arbeitsgruppenleiterin an der Klinik für Pneumologie, Beatmungsmedizin und Intensivmedizin der Charité. Die Co-Erstautorin verweist auf eine Beobachtung, die das Team im Rahmen der Studie machen konnte: „Wir konnten nachweisen, dass es bei vorangegangener intranasaler Impfung auch zu einer verstärkten Reaktivierung dieser lokalen Gedächtniszellen im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion kommt. Darüber haben wir uns natürlich besonders gefreut.“

Lokale Immunität verhindert Virusbefall

Die Wirkung des neu entwickelten nasalen COVID-19-Impfstoffs testeten die Wissenschaftler*innen an Hamstermodellen, die Trimpert und sein Team bereits zu Beginn der Pandemie an der Freien Universität Berlin etabliert haben. Die Tiere sind derzeit der wichtigste nicht transgene Modellorganismus für COVID-19, da sie sich mit denselben Virusvarianten wie Menschen infizieren lassen und ähnliche Krankheitssymptome entwickeln. Nach einer zweimaligen Gabe des Impfstoffes konnte sich das Virus im Modellorganismus nicht mehr vermehren. „Das Immungedächtnis wurde sehr gut angeregt, und die Schleimhäute waren aufgrund der hohen Antikörperkonzentration sehr gut geschützt“, erklärt Jakob Trimpert. Auch die Übertragbarkeit des Virus könnte auf diese Weise deutlich reduziert werden.

Darüber hinaus verglichen die Wissenschaftler*innen die Wirksamkeit des abgeschwächten Lebendimpfstoffes mit der von intramuskulär injizierten Impfstoffen. Dafür impften sie die Hamster entweder zweimal mit dem Lebendimpfstoff, einmal mit dem mRNA- und danach mit dem Lebendimpfstoff, oder zweimal mit einem mRNA- oder Adenovirus-basiertem Impfstoff. An Gewebeproben der Nasenschleimhaut und Lunge überprüften sie dann, wie stark bei einer anschließenden Infektion mit SARS-CoV-2 die Viren die Schleimhautzellen noch angreifen konnten. Außerdem bestimmten sie das Ausmaß der Entzündungsreaktion mithilfe der Einzelzellsequenzierung.

„Der abgeschwächte Lebendimpfstoff schnitt in allen Parametern besser ab als die Vergleichsimpfstoffe“, fasst Emanuel Wyler zusammen. Ausschlaggebend dafür dürfte sein, dass der nasal verabreichte Impfstoff eine Immunität direkt an der Eintrittspforte des Virus aufbaut. Außerdem enthält der Lebendimpfstoff alle Virusbestandteile und nicht nur das Spike-Protein, wie es beim mRNA-Impfstoff der Fall ist. Spike ist zwar das wichtigste Antigen des Virus – doch das Immunsystem kann das Virus darüber hinaus an ungefähr 20 weiteren Proteinen erkennen.

Besser als herkömmliche Impfstoffe

Den besten Schutz vor dem SARS-Coronavirus 2 konnte eine zweifache Impfung über die Nase erzielen, gefolgt von der Kombination aus einer Injektion des mRNA-Impfstoffes in den Muskel und dem anschließend nasal verabreichten Lebendimpfstoff. „Das könnte den Lebendimpfstoff besonders als Booster interessant machen“, sagt Co-Erstautorin der Studie Julia Adler, Tierärztin und Doktorandin am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin.

Das Prinzip der abgeschwächten Lebendimpfstoffe ist alt und kommt etwa bei der Masern- oder Röteln-Impfung zum Einsatz. Früher allerdings erzeugten Wissenschaftler*innen die Abschwächung zufällig, indem sie mitunter jahrelang auf Mutationen gewartet haben, die ein abgeschwächtes Virus hervorbrachten. Die Berliner Forschenden hingegen haben den genetischen Code der Coronaviren gezielt verändert. „So wollen wir verhindern, dass die abgeschwächten Viren zu einer aggressiveren Variante zurückmutieren“, erklärt Dr. Dusan Kunec, Wissenschaftler am Institut für Virologie der Freien Universität Berlin und ebenfalls Co-Letztautor. Der maßgebliche Mitentwickler des Impfstoffes betont: „Unser Lebendimpfstoff ist also sicher und kann auf neue Virusvarianten zugeschnitten werden.“

Als nächstes stehen Sicherheitsprüfungen an: Die Forschenden arbeiten dafür mit der RocketVax AG zusammen, einem Schweizer Start-up mit Sitz in Basel. Das Biotech-Unternehmen entwickelt den abgeschwächten Lebendimpfstoff gegen SARS-CoV-2 weiter und bereitet eine klinische Phase-1-Studie im Menschen vor. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit RocketVax eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Herstellung des attenuierten SARS-CoV-2-Lebendimpfstoffs in Form eines Nasensprays haben. Unser Ziel ist es, die Produktion schnell zu skalieren und die klinische Prüfung für den Marktzugang voranzutreiben und allen Menschen Schutz vor COVID-Symptomen zu bieten. Wir sehen auf dem Markt ein großes Potenzial für saisonale nasale Impfstoffe“, sagt Dr. Vladimir Cmiljanovic, CEO von RocketVax.

Welche Nasen-Impfung am Ende am besten schützt, wird die Zukunft zeigen. Die Hersteller der in Indien und China entwickelten intranasalen Adenovirus-Impfstoffe haben in Europa bislang keine Zulassung beantragt. Fest steht nach Ansicht der Forschenden allerdings: Da sie als Nasenspray oder -tropfen verabreicht werden, sind nasale Impfstoffe grundsätzlich gut geeignet für einen Einsatz bei begrenztem Zugang zu geschultem medizinischem Personal. Auch sind sie kostengünstig in der Herstellung, einfach zu lagern und zu transportieren. Nicht zuletzt können Lebendimpfstoffe wie der hier eingesetzte nachweislich einen Kreuzschutz gegen verwandte Virenstämme und somit auch SARS-CoV-2-Varianten bieten.

Text: Jana Ehrhardt-Joswig

Über die Studie

Gefördert wurden die Arbeiten unter anderem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Förderkennzeichen OS 143/16-1 und SFB-TR84/Z01b. Zur weiteren Entwicklung des Impfstoffes arbeiten die Berliner Forschenden mit der Schweizer RocketVax AG zusammen.

Bildtext:

Nach zweifacher Impfung mit dem abgeschwächten Lebendimpfstoff (A) ist die Nasenschleimhaut im Hamstermodell sehr gut geschützt und zeigt kaum Veränderungen durch SARS-CoV-2 (B). Die Kombination aus Lebend- und mRNA-Impfstoff (C) ist ebenfalls sehr effektiv; kleine Angriffsflächen findet das Virus (braun gefärbt) aber dennoch in der Nasenschleimhaut (D). Zweifache intramuskuläre Impfungen schneiden im Vergleich dazu beim Schutz der Nasenschleimhaut deutlich schlechter ab (E+F und G+H). Das Virus kann die oberen Gewebeschichten schädigen.

© Anne Voß, Institute of Veterinary Pathology, Freie Universität Berlin

Gemeinsame Pressemitteilung von Charité, Max Delbrück Center und FU Berlin:
Nasenimpfstoff gegen Corona erfolgreich getestet

leben, bilden / 03.04.2023
Volkshochschule Pankow: Umfrage zu gewünschten Kursthemen in Buch und Karow bis Ende April

Volkshochschule Pankow: Umfrage zu gewünschten Kursthemen in Buch und Karow

„Welches Angebot wünschen Sie sich von der Volkshochschule?“ Das möchte die Pankower Volkshochschule (VHS) gern von allen wissen, die in Buch und Karow wohnen oder arbeiten. Zu diesem Zweck lädt sie Interessierte ein, noch bis Ende April 2023 an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Die Umfrage ist zu finden unter machmal.vhspankow.de. Die Teilnahme dauert ca. fünf Minuten, und ist anonym.

BeteiligungsprojektMach mal Volkshochschule, Pankow“

Mit dem Projekt „Mach mal Volkshochschule, Pankow“ möchte die VHS Pankow Bürger:innen aller Altersgruppen an der Programmplanung und Profilentwicklung aktiv beteiligen. „Bestimmen Sie mit, welche Kurse und Veranstaltungen die Volkshochschule zukünftig in Buch und Karow anbietet“, heißt es auf der Webseite dazu. „Gern möchten wir wissen, welche Themen Sie interessieren und wie und wann Sie lernen möchten.“

Bei der Durchführung des mehrphasigen Beteiligungsprojekts wird die VHS Pankow intensiv vom Büro für Bürger:innenbeteiligung „Pankow beteiligt“ beraten und unterstützt. Das Büro „Pankow beteiligt“ ist die neue Anlaufstelle für Bürger:innenbeteiligung und arbeitet als Schnittstelle zwischen der Verwaltung und den Anwohnenden in allen Fragen zum Thema Beteiligung.

Aus den Kurswünschen sollen noch 2023 konkrete Kurse hervorgehen

Die Ergebnisse der Online-Befragung und von Vor-Ort-Umfragen, die im April an öffentlichen Plätzen in Buch und Karow stattfinden, sollen im Frühsommer in öffentlichen Workshops ausgewertet und konkrete Inhalte und Formate für Kurse erarbeitet werden. Wer interessiert ist, bei den Workshops dabei zu sein, kann sich ab jetzt über die oben genannte VHS-Webseite sowie telefonisch unter 030 90295 -1703 bzw. 0176 4170 0893 dafür melden. Erste neue Kursangebote in Buch und Karow soll es schon im Herbst dieses Jahres geben.

Mit der Beteiligung und den Workshops bereitet sich die Volkshochschule darauf vor, für das in Bauvorbereitung befindliche Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) Buch ein passgenaues Angebot zu entwickeln. Bislang hat die VHS Pankow in beiden Ortsteilen keinen eigenen Standort und kann dadurch wenig präsent sein, bietet aber bereits Kurse u. a. im Bucher Bürgerhaus an.

Das Projekt „Mach mal Volkshochschule, Pankow“ wird gefördert vom Berliner Senat im Rahmen der Förderung von innovativen Zugangswegen und Angebotsformaten in der Erwachsenenbildung.

Weitere Informationen: machmal.vhspankow.de

leben / 03.04.2023
Beste Nachbarn gesucht: Marktplatz für ehrenamtliche Hilfe am 1. Mai

Ausschnitt des Plakats (Selbsthilfe-Kontaktstelle in Buch)
Ausschnitt des Plakats (Selbsthilfe-Kontaktstelle in Buch)

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle in Buch lädt am 1. Mai von 11 - 14 Uhr zu einem Marktplatz für alle Nachbarn ein. Hier kann man seine Hilfe anbieten oder Unterstützung finden - von Hose umnähen über Fahrrad reparieren, Waschmaschine anschließen bis Mathe-Nachhilfe. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Auch wer nichts zu suchen und zu finden hat, kann gern vorbeischauen. Kuchenbasar, Musik, Kinderschminken und eine Spielestation stehen bereit.

"Ein buntes nachbarschaftliches Treiben wollen wir veranstalten", sagt Julia Scholz von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Bürgerhaus, die das Event gemeinsam mit Steffen Lochow vom Bürgerverein und Dr. Ulrich Scheller von der Campus Berlin-Buch GmbH organisiert. Gefördert wird es vom Netzwerk der Wärme. "Dank der kreativen und motivierten Ehrenamtlichen aus Buch und Karow können wir an diesem 1. Mai eine so noch nie dagewesene Veranstaltung durchführen. An vielen Tischen können sich bei unserer Veranstaltung Nachbarn anbieten als Knopfannäher, Steuererklärungsausfüller, Naturerklärer, etc. Und natürlich soll man dort auch fündig werden können, wenn einem jemand zum Lebensglück fehlt." Die Veranstalter sind überzeugt, dass der Marktplatz viel Potenzial hat, Buch nachbarschaftlich zu stärken, aktives Handeln und Verantwortungsübernahme zu ermöglichen. Nachbarschaftliche Netzwerke sind sehr viel wert - und das nicht nur in Krisenzeiten.

(leicht geänderter Auszug aus dem Bucher Boten, Ausgabe April 2023)

Kontakt:

Selbsthilfe in Buch
Im Bucher Bürgerhaus
Franz-Schmidt Str. 8 – 10
13125 Berlin
E-mail: nachhaltigkeitinbuch@gmx.de

Veranstaltungsort:

Campus Berlin-Buch, Mensa (Haus 14)
Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin

heilen / 31.03.2023
Das Helios Klinikum Berlin-Buch begrüßt zum 01.04.2023 Dr. med. Pieter Nelis, PhD, MBA als neuen Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde

Dr. med. Pieter Jan F. Nelis, PhD, MBA (Fotocredit: Dirk Pagels)
Dr. med. Pieter Jan F. Nelis, PhD, MBA (Fotocredit: Dirk Pagels)

Dr. med. Pieter Jan F. Nelis, PhD, MBA tritt ab dem 01.04.2023 den Posten des Chefarztes der Bucher Klinik für Augenheilkunde an. Er übernimmt die Leitung des Fachbereichs von Priv.-Doz. Dr. med. Ira Seibel. Mit Dr. Nelis folgt ihr ein international erfahrener Experte. Der gebürtige Belgier praktizierte als Oberarzt zuletzt am Universitätsklinikum Brüssel und verzeichnet in seinem medizinischen Werdegang Stationen in Leuven, Köln und Münster.

Dr. Nelis erwartet in Berlin-Buch eine modern ausgerichtete Klinik, die über einen stationären und ambulanten Bereich verfügt und sowohl diagnostisch als auch operativ das komplette Leistungsspektrum der Augenheilkunde abdeckt.

„Ich freue mich, an einem solch renommierten Standort zu arbeiten, der zugleich eine lange Tradition im Bereich der Augenheilkunde vorweisen kann. Einen besonderen Schwerpunkt möchte ich in Zukunft auf die Behandlung von Katarakt, dem Grauen Star, sowie Glaukom, besser bekannt als Grüner Star, legen, dabei aber selbstverständlich auch weiterhin den Fokus auf das gesamte Spektrum der Augenheilkunde legen. Außerdem blicke ich der Zusammenarbeit mit der MSB Medical School Berlin gespannt entgegen. Die Möglichkeit, einen Beitrag zur Ausbildung unserer Nachwuchsärztinnen und -ärzte zu leisten, empfinde ich als echtes Privileg“, bestätigt Dr. Nelis.

Nach einem Bachelor und Master der Medizin an der Universiteit Leuven absolvierte Dr. Nelis seine Ausbildung zum Augenarzt am Universitätsklinikum in Münster, wo er auch seinen Doktortitel erlangte. Es folgten ein Masterstudium der Business Administration, sowie die Ausbildung zum Facharzt für Augenheilkunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und eine Beschäftigung als Facharzt für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Brüssel. Nach einem Aufenthalt am Universitätsklinikum Köln, wo er ein „Fellowship“ im Bereich Glaukom absolvierte, kehrte er nach Brüssel zurück und war am dortigen Universitätsklinikum bis zuletzt als Oberarzt für Glaukomchirurgie, Kataraktchirurgie und Netzhauterkrankungen (altersbedingte Makuladegeneration, diabetische Retinopathie, Centralis Serosa) tätig.

„Mit Dr. Nelis konnten wir einen erfahrenen Experten der Augenheilkunde gewinnen. Wir sind uns sicher, dass er dank seiner Spezialisierung auf die Glaukom- und Kataraktchirurgie innovative Impulse setzen und unseren bereits breit aufgestellten Fachbereich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen auf der Basis innovativer Forschungs- und Behandlungsstandards zukunftsgerichtet weiterentwickeln wird. Herzlich willkommen in Berlin-Buch“, begrüßt Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Berlin-Buch, den neuen Kollegen.

Klinikgeschäftsführer Tim Steckel richtet zudem dankende Worte an Priv.-Doz. Dr. med. Seibel: „Wir danken Frau Priv.-Doz. Dr. med. Seibel für ihre geleistete Arbeit als Chefärztin der Klinik für Augenheilkunde und wünschen ihr für ihre neuen beruflichen Herausforderungen alles Gute. Zugleich freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Dr. Nelis, der die positive Entwicklung der Klinik für Augenheilkunde ganz bestimmt mit viel Engagement und Motivation fortsetzen wird.“

Weitere Informationen über die Klinik für Augenheilkunde des Helios Klinikums Berlin-Buch finden Sie auf der entsprechenden Fachbereichsseite.

 

Berlins modernstes Krankenhaus

Die innovative Weiterentwicklung unserer Fachbereiche und die Zusammenarbeit mit internationalen Expertinnen sowie Experten sind wichtige Punkte auf der Nachhaltigkeitsagenda des Helios Klinikums Berlin-Buch. Die Suche nach den besten Lösungen für unsere Patient:innen, Besucher:innen und Mitarbeiter:innen treibt uns als Innovationsmotor weiter an. Wir bringen Digitalisierung in allen Bereichen konsequent voran. Mit einem modernen, zentralen Krankenhausneubau der 2000er Jahre, innovativer Medizintechnik sowie zugleich einer über mehrere Jahrhunderte zurückreichenden Geschichte als Medizinstandort, verfügen wir über Expertise sowie Weitblick und fordern uns stetig selbst heraus. Für Berlins modernstes Krankenhaus.

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Hauttumorzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert.

Gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zum Barnim, ist das Klinikum mit der S-Bahn (S 2) und Buslinie 893 oder per Auto (ca. 20 km vom Brandenburger Tor entfernt) direkt zu erreichen.

Helios ist Europas führender privater Gesundheitsdienstleister mit insgesamt rund 126.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Gruppe in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 24 Millionen Menschen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2022 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 11,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, rund 240 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit etwa 600 kassenärztlichen Sitzen, sechs Präventionszentren und 21 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,5 Millionen Menschen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 76.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von rund 7,0 Milliarden Euro. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 58 Kliniken, davon acht in Lateinamerika, über 100 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 18,9 Millionen Patient:innen behandelt, davon 17,8 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 47.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 44 Kliniken und 37 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.800 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 250 Millionen Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

www.helios-gesundheit.de