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forschen, produzieren, heilen, bilden / 18.04.2024
Das neue Standortjournal buchinside ist erschienen

Titelbild: Campus Berlin-Buch GmbH
Titelbild: Campus Berlin-Buch GmbH

Das neue Standortjournal buchinside ist erschienen

Im Titelthema: Das „Gläsernes Labor“ feiert 25 Jahre MINT-Förderung! Welches spannende neue Wissen von Zellbiologie bis CRISPR/Cas das Schülerlabor vermittelt, wie es sich weiterentwickeln und wachsen will, lesen Sie in der neuen buchinside. Im Heft berichten auch Alumni vom Gläsernen Labor als Sprungbrett in MINT-Berufe. Für das Editorial konnten wir Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch gewinnen:

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

was verbindet fiktive DNA-Proben, vollgequalmte Flimmerhärchen und das Wasser aus der Panke? Die kurze Antwort darauf lautet MINT, die längere: Alle drei dienen als Forschungsobjekte des Gläsernen Labors der naturwissenschaftlichen Schulbildung in Berlin. Durch Wissenschaft zum Anfassen und Selbermachen werden Mathematik und Physik, Biologie und Chemie transparent und zugänglich – und das nun schon seit 25 Jahren auf dem Campus Berlin-Buch. Herzlichen Glückwunsch!

Als gelernte Chemie-Lehrerin kenne ich die Einstiegshürden, die viele Schülerinnen und Schüler in den naturwissenschaftlichen Fächern überwinden müssen. Schülerlabore reduzieren den scheinbar großen Abstand zwischen dem Lebensalltag junger Menschen und der akademischen Forschung und Entwicklung. Wissenschaft wird als spannendes Arbeitsfeld und wertvoller Fortschrittsmotor anschaulich.

„Lernen im Labor“ weckt die Neugier und den Tatendrang junger Menschen, ist anspruchsvoll, fesselnd und motivierend – es ist die ideale Ergänzung zum MINT-Unterricht. Deshalb sind das Gläserne Labor und seine Partnereinrichtungen im Schülerlabor-Netzwerk GenaU für unsere Stadt so wertvoll.

Für mich gehört eine umfassende MINT-Förderung zu den Schlüsselaufgaben zeitgemäßer Bildungspolitik. Wohlstand und Wirtschaftswachstum hängen heute mehr denn je von der Kompetenz und der Innovationskraft junger Fachkräfte ab. Der Campus Berlin-Buch ist ein Paradebeispiel für Berlins herausragende Rolle als internationaler Wissenschaftsstandort und Europas Medizin-Metropole. Das soll auch so bleiben, deshalb stärken wir als Koalition ganz gezielt außerschulische Kooperationen, eine intensive Begabungsförderung oder die Berufsorientierung insbesondere für Mädchen im MINT-Bereich.

Der große Fachkräftebedarf von Wissenschaft und Wirtschaft bietet Schülerinnen und Schülern von heute und morgen großartige Zukunftschancen, mit spannenden, lukrativen und sinnstiftenden Arbeitsplätzen. Denn ob Klimawandel, Künstliche Intelligenz oder Mobilität – alle großen Herausforderungen unserer Zeit sind auf technische und wissenschaftliche Lösungsbeiträge angewiesen. Deshalb gilt: Je mehr junge Menschen wir für die MINT-Felder begeistern können, desto besser!

Das Gläserne Labor ist ein Leuchtturm dieses inzwischen bundesweit etablierten Formates. Es gehört mit jährlich rund 14.000 Besuchern nicht nur zu den größten und beliebtesten Schülerlaboren Deutschlands, es leistet auch einen unverzichtbaren Beitrag zur fachlichen Fortbildung unserer Berliner Lehrkräfte. So viel Erfolg über eine so lange Zeit ist nur mit engagierten Menschen und starken Partnern möglich: den Forschungseinrichtungen, dem Campus Berlin-Buch, dem Netzwerk GenaU, den Förderern und Sponsoren und nicht zuletzt den vielen teilnehmenden Schulen mit ihren engagierten MINT-Lehrkräften. Ihnen allen danke ich sehr herzlich und wünsche auch für die kommenden 25 Jahre viel Erfolg, Spannung und Freude am Lernen mit dem Gläsernen Labor!

Katharina Günther-Wünsch
Senatorin für Bildung, Jugend und Familie


Download der neuen Ausgabe: www.berlin-buch.com/de/buchinside

forschen, produzieren, heilen, bilden / 15.04.2024
Von Zellbiologie bis CRISPR/Cas – neues Wissen für die Schule

Foto: Peter Himsel / Campus Berlin-Buch GmbH
Foto: Peter Himsel / Campus Berlin-Buch GmbH

Im Gläsernen Labor auf dem Forschungscampus Berlin-Buch können Schüler:innen und Lehrkräfte tief in die Naturwissenschaften eintauchen. In diesem Jahr feiert die Einrichtung ihr 25-jähriges Bestehen

Der weiße Kittel ist mehr als Schutzkleidung. Er ist ein Symbol. Das hat Claudia Jacob, die das Gläserne Labor auf dem Forschungscampus Berlin-Buch leitet, schon oft beobachtet. Jährlich besuchen etwa 14.000 Schüler:innen und Lehrkräfte das Schülerlabor im grünen Norden von Berlin. „Sie schlüpfen in eine andere Rolle, wenn sie den Kittel anziehen“, erzählt Claudia Jacob. „Als würde in diesem Augenblick der Forschergeist in ihnen erwachen.“ Ende der 90er Jahre kam der Gründungsdirektor des Max Delbrück Centers, Professor Detlev Ganten, auf die Idee, ein Informationszentrum zum Thema Gen- und Biotechnologie für Bürger:innen einzurichten. Besucher:innen sollten dort Wissenschaftler:innen bei der Arbeit im Labor über die Schulter schauen können. Doch Dr. Ulrich Scheller, damals Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit bei der Campus Berlin-Buch GmbH (CBB), heute einer ihrer Geschäftsführer, war klar, dass Zusehen allein nicht reicht. „Um Menschen für die Forschung zu begeistern, müssen sie selbst Hand an Pipette und Reagenzglas legen können“, ist der Biochemiker überzeugt. Also wurde das Konzept noch einmal umgeschrieben.

Im April 1999 öffnete das Gläserne Labor nach dreijährigem Umbau seine Pforten in der denkmalgeschützten Remise auf dem Forschungscampus als Schülerlabor.

Mehr als 20 Experimentier-Kurse

Mit vier Versuchen zur Molekulargenetik ging es damals an den Start. Heute, 25 Jahre später, gibt es insgesamt sechs Labore. Damit gehört es zu den größten Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Die CBB betreibt das Gläserne Labor gemeinsam mit dem Max Delbrück Center und dem Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP); zahlreiche Sponsoren und Partner, darunter das am Campus ansässige Strahlen- und Medizintechnikunternehmen Eckert & Ziegler, unterstützen sie dabei. Zusammen bieten sie mehr als 20 Experimentierkurse zu Molekular-, Zell- und Neurobiologie, Chemie, Radioaktivität sowie Ökologie an. „Wir gehören zu den wenigen Schülerlaboren in Deutschland, in denen Jugendliche sogar Experimente mit der Genschere CRISPR/Cas9 durchführen können“, sagt Ulrike Mittmann, wissenschaftliche Leiterin des Labors für Molekularbiologie. Weil in der Molekularbiologie unter anderem mit Zellen oder Krankheitserregern gearbeitet wird oder Organismen gentechnisch verändert werden, gelten strenge Sicherheitsvorschriften. Schulen können diese nicht gewährleisten – aber das Gläserne Labor. So führt es junge Leute an aktuelle Forschungsthemen heran.

Für alle Altersstufen ist etwas dabei

Auch jüngere Kinder im Grundschul- und Kindergartenalter kommen im Forschergarten des Gläsernen Labors auf ihre Kosten. Daneben gibt es Arbeitsgemeinschaften für Schüler:innen, Forscherferien, Vorlesungen und Laborkurse zur Studienvorbereitung. Lehrkräfte lernen in Fortbildungen neu konzipierte Kurse des Gläsernen Labors kennen. Das Max Delbrück Center bietet ihnen darüber hinaus im Format „Labor trifft Lehrer:in“ Einblicke in aktuelle Forschungsthemen und -methoden wie die Einzelzellanalyse oder Künstliche Intelligenz in der Biomedizin. Gemeinsam mit dem Max Delbrück Center, dem FMP und dem Experimental and Clinical Research Center richtet das Gläserne Labor den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ Berlin-Brandenburg aus – zuletzt im Februar dieses Jahres. Insgesamt 95 Schüler:innen präsentierten ihre Projekte im Max Delbrück Communications Center und erhielten im Rahmenprogramm Einblicke in die Forschungseinrichtungen und das Schülerlabor des Campus. „Wichtigstes Anliegen des Gläsernen Labors ist die Nachwuchsförderung“, sagt Ulrich Scheller. „Einerseits vermitteln wir Grundkenntnisse für alle, andererseits fördern wir besonders leistungsstarke Schüler:innen, auch um sie auf eine Karriere in den Naturwissenschaften beziehungsweise der LifeScience-Branche vorzubereiten.“ Denn Nachwuchs ist überall knapp – auch in den Forschungslaboren. Deshalb sei es wichtig, junge Menschen auf eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich neugierig zu machen, sagt Scheller. Seine Co-Geschäftsführerin Dr. Christina Quensel fügt hinzu: „Wir wollen den Jugendlichen vermitteln, dass Forschende sich nicht mit abstrakten Fragestellungen befassen, die außer ihnen niemand versteht, sondern dass ihre Arbeit die gesamte Gesellschaft betrifft.“ Deshalb stehen neben dem Schulstoff auch ethische Fragen auf der Agenda, etwa die Frage, wofür Tierversuche notwendig sind, warum bei Stammzelltherapien besondere Vorsicht geboten ist oder was der genetische Fingerabdruck über einen Menschen verrät. Der persönliche Kontakt von Forschenden und Schüler:innen ist für beide Seiten anregend. „Es ist wichtig, ab und zu aus dem Elfenbeinturm der Grundlagenforschung herauszukommen und die eigene Arbeit leicht verständlich zu erklären“, sagt Christina Quensel. „Nicht wenige Wissenschaftler:innen haben sich nach einer solchen Erfahrung für den Quereinstieg in den Lehrerberuf entschieden.“

Selbst erfahren, um was es in der Biologie geht

Für die Entwicklung der Kursinhalte arbeitet das Team des Gläsernen Labors eng mit Lehrkräften aus vier Berliner Partnerschulen zusammen. Sie unterstützen die Laborkräfte dabei, Themen der Spitzenforschung so aufzubereiten, dass sie zum Rahmenlehrplan passen. „Es bedeutet für Lehrer:innen einiges an Aufwand, sich mit einer Schulklasse auf den Weg zu uns zu machen“, erzählt Ulrich Scheller. „Sie müssen die Eltern informieren, Geld einsammeln und mit der S-Bahn nach Buch kommen. Das heißt: Wir müssen ihnen auch etwas bieten, das sie gut für ihren Unterricht nutzen können.“

Wer einmal gesehen hat, wie Claudia Jacob Schüler:innen begrüßt, die zu einem Neurobiologie-Kurs kommen, hat keinen Zweifel daran, dass das gelingt. Sie stattet die Jugendlichen mit speziellen Brillen aus und lässt sie im Foyer des Max Delbrück Communications Centers Ball spielen. Schnell breitet sich Gelächter aus. Die Brillen ändern den Sehwinkel, das Werfen und Fangen funktioniert überhaupt nicht – so fühlt es sich an, wenn unser Gehirn und das Nervensystem in die Irre geführt werden. „Ein solcher Auftakt weckt die Neugier auf das Thema”, sagt Claudia Jacob. Am eigenen Leib erfahren, was kurz danach in verschiedenen Experimenten ausprobiert wird, erleichtert das Begreifen ungemein. Biologie ist dann nicht länger ein Unterrichtsfach, sondern die Wissenschaft, die uns lehrt, wie ein Organismus funktioniert. „Das ist wie beim Fußball“, bringt es Ulrike Mittmann auf den Punkt. „Wer alle Regeln auswendig aufsagen kann und theoretisch weiß, dass das Runde ins Eckige muss, wird noch lange kein Weltmeister. Weltmeister kann nur werden, wer selbst über den Rasen sprintet.“

Praktische Arbeit wird im Gläsernen Labor deshalb großgeschrieben. Wieviel Koffein steckt in Cola, wie werden Duftöle aus Pflanzen gewonnen, wie lange braucht ein Nervenimpuls vom Gehirn bis zum großen Zeh – all dies und noch viel mehr finden die Schüler:innen unter Anleitung von Claudia Jacob oder ihrer Kolleg:innen heraus. Am Ende präsentieren sie ihre Ergebnisse vor der Klasse. Die Kursinhalte sind nicht in Stein gemeißelt, ständig kommt Neues hinzu. Dr. Bärbel Görhardt, die das Chemielabor wissenschaftlich leitet, tüftelt derzeit an zwei neuen Kursen: einem über Farbstoffe in Algen und wie man sie gewinnen kann, und einem über Enzyme, die wie Katalysatoren verschiedene chemische Reaktionen im Körper auslösen oder beschleunigen.

Einzelzellsequenzierung, Virtual Reality und KI

„Künftig möchten wir das Angebot des Gläsernen Labors noch stärker mit der aktuellen Forschung auf dem Campus verzahnen“, sagt Professorin Maike Sander, Wissenschaftliche Vorständin und Vorstandsvorsitzende des Max Delbrück Centers. Unter anderem sollen die Schüler:innen an innovative Technologien wie Einzelzellsequenzierung oder neue bildgebende Verfahren herangeführt werden. Außerdem werden Forschende einen festen Platz in den Kursen bekommen – wenn auch nicht immer persönlich vor Ort, so doch in Form kurzer Videos. Darin erklären sie ihre eigenen Experimente, die den Experimenten im Gläsernen Labor gar nicht so unähnlich sind. „So sehen die Jugendlichen, dass ihre Experimente nah dran sind an der echten Forschung“, sagt Maike Sander. Zudem kommen neue Medien stärker zum Einsatz: Beispielsweise können die Schüler:innen mithilfe von Virtual-Reality-Brillen in ein menschliches Herz hineinblicken. „Wenn sie mit eigenen Augen ein fehlgefaltetes Protein sehen und welche Kettenreaktion daran hängt, können sie viel besser nachvollziehen, wie sich das auf die Funktion des Herzens auswirkt“, erläutert Sander. Als Teil seines Graduiertenprogramms hat das Max Delbrück Center einen Kommunikationskurs gestartet, in dem die Doktorand:innen Erklärvideos und Animationen für das Gläserne Labor produzieren. Darüber hinaus möchte das Max Delbrück Center digitale Arbeitshefte und Lehrmaterialien für die Schule bereitstellen. Aktuelle wissenschaftliche und technologische Entwicklungen stärker aufgreifen möchte auch das FMP. „Ein spannendes Feld ist die künstliche Intelligenz, wo wir Projekte entwickeln möchten, die es den Schüler:innen ermöglichen, Grundlagen der KI zu verstehen, und wo wir Anwendungsbereiche in unseren Forschungsgebieten sehen“, erläutert Professorin Dorothea Fiedler, Direktorin am FMP. Und die Laborleiterinnen des Gläsernen Labors wünschen sich eine stärkere Digitalisierung ihrer Arbeit: So könnten die Schüler:innen Arbeitsanweisungen über Tablets erhalten und ihre Ergebnisse in der Cloud abspeichern sowie darüber versenden. Auch für die Mikroskopie böten die neuen Medien großartige Möglichkeiten, sagt Ulrike Mittmann: „Die eigenen Blutkörperchen nicht nur durchs Okular betrachten, sondern groß auf einem Screen – und die Aufnahme am Ende als Screensaver auf dem Smartphone mit nach Hause nehmen – das wäre doch großartig!“

Wie Wissenschaft funktioniert

Allen Beteiligten geht es darum, Leidenschaft für die Forschung zu entfachen. So auch Paola Eckert-Palvarini, Mitglied im Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler SE. Sie hat neben dem Forschergarten auch das Radioaktivitätslabor initiiert. „Radioaktivität hat in Deutschland einen schlechten Ruf“, sagt die Strahlenphysikerin, „aus Unwissenheit.“ Die möchte sie aus der Welt schaffen. Neben Experimenten vermittelt sie praktisches Wissen. Natürliche Strahlung sei überall: „Es gibt kosmische Strahlung aus dem Weltall, radioaktive Elemente und Steine im Boden geben Strahlung ab, auch bestimmte Nahrungsmittel und sogar wir Menschen selbst.“ Von dieser natürlichen Hintergrundstrahlung gehe keine Gesundheitsgefahr aus. Anders sehe das aus bei Strahlung, die beispielsweise in Industrie und Medizin erzeugt und genutzt wird, etwa beim Messen der Dicke von Papier oder in der Therapie gegen Krebs. Davor müsse man jedoch keine Angst haben, erklärt die Wissenschaftlerin: „Denn wir können Radioaktivität messen, wir können sie sinnvoll nutzen und uns vor ihr schützen.“ Darüber hinaus will Eckert-Palvarini vermitteln, wie der Forschungsbetrieb funktioniert und was alles dazu gehört, damit Forschungsergebnisse nicht in der Schublade verschwinden. Die Wissenschaftlerin ist auch Unternehmerin. „Forschen bedeutet nicht nur, im Labor zu stehen und den eigenen Traum zu verfolgen“, sagt sie. „Es geht auch darum, Erkenntnisse und Erfindungen für die Menschen nutzbar zu machen.“ Dazu gehören Patente und Lizenzen ebenso wie Unternehmensgründungen. Die Schüler:innen fragen ihr dazu manchmal Löcher in den Bauch. „Von allen Dingen, die ich tue, erfüllen mich die Schülerkurse am meisten“, sagt Eckert-Palvarini. „Ich gehe danach mit dem Gefühl nach Hause, wirklich etwas Sinnvolles geleistet zu haben.“

Das Gläserne Labor rückt ins Zentrum von Buch

Nach 25 Jahren ist das Gläserne Labor nun auf dem Weg, über die Grenzen des Forschungscampus hinauszuwachsen. Im neuen Bildungs- und Integrationszentrum, das auf der Freifläche Groscurthstraße 21-33 in der Ortsmitte von Berlin-Buch entstehen soll, wird es drei Labore betreiben – „technisch nicht ganz so hochgerüstet wie die Labore auf dem Campus, sondern eher familientauglich ausgestattet, sodass Kinder spielerisch an naturwissenschaftliche Themen herangeführt werden können“, erklärt Ulrich Scheller. Das Gläserne Labor rückt damit ins Zentrum von Buch und übernimmt eine weitere gesamtgesellschaftliche Aufgabe am Zukunftsort: Menschen jeden Alters nahezubringen, wie Wissenschaft funktioniert. Ihnen vor Augen führen, dass es zum normalen wissenschaftlichen Diskurs gehört, wenn Forschende unterschiedliche Ansichten vertreten. „In der Forschung führen nun einmal viele unterschiedliche Wege zum Ziel“, sagt Christina Quensel. „Dabei kann es passieren, dass neues Wissen alles auf den Kopf stellt, was wir bis dahin zu wissen glaubten. Diese Zukunftseuphorie wollen wir an die Menschen weitergeben.“ So sieht es auch Dorothea Fiedler: „Wir wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Neugier wecken und die Fähigkeit fördern, wissenschaftliche Methoden anzuwenden und zu hinterfragen.“ Das ist auch Claudia Jacob wichtig – „gerade heute, da so viele Wissenschaftsskeptiker auf den Plan treten und ihre alternativen Wahrheiten verbreiten.“ Selbst einmal in einen Kittel und damit in die Rolle von Forschenden zu schlüpfen, kann dabei helfen, sich ein fundiertes Urteil zu bilden.

Text: Jana Ehrhardt-Joswig / CBB
Zuerst erschienen in der buchinside 1/24

https://glaesernes-labor.de

forschen, produzieren, heilen / 11.04.2024
Talk im Cube: Arzneimittelzulassungen in der Krebstherapie - eine kritische Einschätzung

Networking im neuen Gründerzentrum (Foto: Campus Berlin-Buch GmbH)
Networking im neuen Gründerzentrum (Foto: Campus Berlin-Buch GmbH)

 Mit der neuen Veranstaltungsreihe "Talk im Cube" bringen wir Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Campus Berlin-Buch zusammen.

Der nächste „Talk im Cube“ der Akademie des Gläsernen Labors (GLA)  findet am 11. April 2024 von 17.00 – 18.30 Uhr im BerlinBioCube (Haus D95) statt:

Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig: "Arzneimittelzulassungen in der Krebstherapie - eine kritische Einschätzung" 
Vortrag (in deutscher Sprache) 

  • Regulatorische Überprüfung von neuen Krebsmedikamenten unter besonderer Berücksichtigung der FDA und der EMA und deren Auswirkungen auf die Arzneimittelentwicklung 
  • Einschätzung der Evidenz zur klinischen Wirksamkeit, Sicherheit und Nutzen-Risiko-Abwägung von neuen Onkologika 
  • EMA-Leitlinie zur Bewertung von Krebsarzneimitteln 
  • Klinischer Stellenwert der Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMP) der EMA

Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig ist Facharzt für Innere Medizin - Hämatologie und internistische Onkologie. U.a. als langjähriger Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und Mitglied des Management-Board der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) als Vertreter der europäischen Ärzteschaft von 2013-2022 kennt er die Landschaft der Arzneimittelentwicklung aus Sicht des behandelnden Hämatologen und Onkologen wie nur wenige. Nutzen Sie die Gelegenheit die aktuelle Einschätzung von Prof. Ludwig kennenzulernen. 
Darüber hinaus laden wir Sie ein, nach dem Vortrag mit Prof. Ludwig und den anderen Gästen der Veranstaltung ins Gespräch zu kommen. 

Zu Beginn der Veranstaltung stellt sich ein Campusunternehmen vor. 

Zielgruppe:
Gründer:innen & Wissenschaftler:innen aus Startups, kleinen und mittleren Life Science Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen. 

Kosten: 
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.

Wo:
BerlinBioCube, Campus Berlin-Buch, Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin

Nächster Talk im Cube: 
Do, 16.05.2024, 17:00 – 18:30 pm. "Sustainibility in Life Sciences - a Panel Discussion in English"
Save the Date!

Weitere geplante Themen für 2024 

Mit der neuen Veranstaltungsreihe "Talk im Cube" bringen wir Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Campus Berlin-Buch zusammen.
Gründer:innen in Startups oder Life Science Unternehmen vernetzen sich mit Wissenschaftler:innen aus Max Delbrück Center, FMP, Charité und BIH. 

Wir laden Expert:innen zu Businessthemen, zu Biomedizin oder zu Trends in den Lebenswissenschaften ein. Welche Innovationen gibt es in den Start-ups und wer treibt sie voran? Wie funktionieren die Life Sciences und wo lassen sich Synergien mit der Wissenschaft herstellen? Wie funktioniert das „vernetzte Labor“, wie lebt man „Nachhaltigkeit im Labor“, wer reguliert Arzneimittelzulassungen?
Zu Beginn jeder Veranstaltung stellt sich ein Biotechunternehmen unseres Campus kurz vor.

Veranstaltungsort:

BerlinBioCube (D95), Campus Berlin-Buch, Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin

Quelle: Gläsernes Labor Akademie
Weitere Informationen zur Veranstaltung & Anmeldung

forschen / 11.04.2024
ERC-Millionenförderung für Berliner Forscher

(Von links) Gary Lewin © Pablo Castagnola / MDC; James Poulet © Felix Petermann, Max Delbrück Center
(Von links) Gary Lewin © Pablo Castagnola / MDC; James Poulet © Felix Petermann, Max Delbrück Center

Die Neurowissenschaftler Gary Lewin und James Poulet vom Max Delbrück Center bekommen jeweils einen ERC Advanced Grant, um Schmerz und die neuralen Mechanismen der Temperatur-Wahrnehmung zu untersuchen. Die begehrte Auszeichnung ist mit einer Förderung über 2,5 Millionen Euro verbunden.

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat Professor Gary Lewin, Neurowissenschaftler am Max Delbrück Center, bereits zum dritten Mal mit einem prestigeträchtigen Advanced Grant ausgezeichnet. Mit der Förderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro über fünf Jahre wird er untersuchen, wie die Nerven in der Haut eine Überempfindlichkeit auf mechanische Reize entwickeln und chronische Schmerzen verursachen. „Diese Forschung könnte der Grundstein für neue Schmerzmittel sein, die dringend gebraucht werden“, sagt Lewin.

Auch Professor James Poulet vom Max Delbrück Center fördert der ERC mit einem Advanced Grant über 2,5 Millionen Euro. Der Neurowissenschaftler will analysieren, wie bei Säugetieren Körperkerntemperatur und ihre Wahrnehmung der Außentemperatur zusammenhängen. Poulets Grundlagenforschung konzentriert sich darauf, wie das gesunde Gehirn funktioniert.

Mechanischen Schmerz wahrnehmen

Gary Lewin, Leiter der Arbeitsgruppe „Molekulare Physiologie der somatosensorischen Wahrnehmung“, erforscht seit 25 Jahren die Wahrnehmung von Berührung und Schmerz. Er ist ein Pionier auf dem Gebiet und klärt auf, mithilfe welcher molekularen Mechanismen Säugetiere mechanischen Druck auf der Haut – etwa ein Streicheln oder Zwicken – spüren.

In diesem Jahr berichteten Lewin und sein Team im Fachjournal „Science“ von der Entdeckung eines neuen Ionenkanals – Poren in Zellmembranen, durch die elektrisch geladene Biomoleküle wandern und damit die elektrische Aktivität von Zellen erzeugen. Der Ionenkanal namens Elkin1 kommt in den sensorischen Nervenenden in der Haut vor. Er spielt eine entscheidende Rolle dabei, Berührungssignale über die Nervenfasern zum Gehirn weiterzuleiten.

Mit dem neuen Advanced Grant will Lewin nun hochauflösende Proteom-Technologien nutzen, die alle Proteine in einzelnen Zellen quantifizieren können – und so Ionenkanäle in der Haut finden, die an der Weiterleitung von Schmerzreizen beteiligt sind. „Wir planen zum Beispiel, die Proteome von Zellen, die einen anhaltenden mechanischen Reiz übermitteln, zu vergleichen mit Zellen, die das nicht tun“, erklärt Lewin. 

Überempfindliche Nerven verursachen viele Formen von chronischen Schmerzsyndromen, sagt Lewin. So können druckempfindliche Nervenfasern übermäßig auf mechanische Reize reagieren und bei der kleinsten Berührung schmerzhafte Empfindungen auslösen. „Wir wollen genau die Moleküle finden, die ausschließlich an der Weitergabe von anhaltenden mechanischen Schmerzreizen beteiligt sind“, fügt er hinzu. 

Die Forschung könnte zu neuen Arten der Schmerztherapie beitragen. Seit Jahrzehnten ist kein wirklich neues Schmerzmedikament auf den Markt gekommen, sagt Lewin. Er selbst hat vor 28 Jahren eine Antikörper-basierte Schmerzbehandlung entwickelt. Der Antikörper wurde nie für den Einsatz beim Menschen zugelassen – ist aber inzwischen die Grundlage für ein Medikament für Katzen und Hunde, die unter chronischen Arthritis-Schmerzen leiden. Viele verfügbare Medikamente lindern derzeit das Leiden von chronischen Schmerzpatient*innen nicht ausreichend, sagt er.

Lewin ist begeistert, dass er wieder zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehört: „Ich bin sehr glücklich darüber. Es ist sehr ermutigend, dass der ERC unser Projekt als interessant und neu erachtet und mich ein drittes Mal fördert.“

Eine gesunde Körpertemperatur aufrechterhalten

Wie das Gehirn unterschiedliche Sinnesreize wahrnimmt, ist ein grundlegendes, aber ungelöstes Rätsel in den Neurowissenschaften. So ging man lange Zeit davon aus, dass das Gehirn voneinander getrennte Nervennetzwerke nutzt, um die Temperatur im Inneren des Körpers zu regulieren und die Temperatur in der Außenwelt wahrzunehmen. Aber die Forschung von James Poulet, Leiter der Arbeitsgruppe „Neuronale Schaltkreise und Verhalten“, legt nahe, dass diese Perspektive zu stark vereinfacht ist. 

Wie Poulet und seine Kolleg*innen im vergangenen Jahr in „Nature“ berichteten, haben sie einen „Wärmekortex“ gefunden – also eine primäre Repräsentation von Temperatur im Kortex, genauer: in der hinteren Inselrinde. Diese Hirnregion reagiert nicht nur auf die Temperatur in der Außenwelt. Möglicherweise vergleicht sie auch die Körperkerntemperatur mit der Temperatur der Haut und erzeugt ein Signal, mit dessen Hilfe das Gehirn den Unterschied zwischen beiden Werten wahrnimmt.

„Es sind eben keine komplett getrennten Systeme. Wir gehen davon aus, dass die neuronalen Schaltkreise, die zentrale Aspekte unserer Physiologie steuern, intensiv mit denen kommunizieren, die die Umwelt wahrnehmen“, sagt Poulet. 

Poulet und sein Team wollen mit dem Advanced Grant Mensch und Maus, beide warmblütig, mit den kaltblütigen Nacktmullen vergleichen und so zelluläre Netzwerke identifizieren, die sensorische Informationen und Informationen zum Zustand des Körperinneren zusammenführen. Die Forscher*innen wollen dafür unter anderem Aufzeichnungen von Nervenzellen nutzen und anatomisch nachverfolgen, welche Verbindungen es zwischen Hirnregionen gibt (anatomical tracing).

Auch für individuelle Unterschiede der Körperkerntemperatur und welchen Einfluss sie auf die unterschiedliche Wahrnehmung der Außentemperatur haben, interessiert sich die Arbeitsgruppe. Das Phänomen könnte erklären, warum der eine Mensch eine Jacke braucht, wenn es draußen 15 Grad Celsius sind, während der andere sich im T-Shirt wohlfühlt.

Diese Forschung lässt sich zwar auf Krankheiten anwenden, bei denen die Physiologie gestört ist. Doch Poulet will vor allem wissen, wie das Gehirn funktioniert. „Nur wenn wir das gesunde Gehirn verstehen, können wir langfristig Erkrankungen des Gehirns besser behandeln“, sagt er. Poulet ist „freudig überrascht und begeistert“, dass er einen Advanced Grant erhält. „Es ist wirklich eine Ehre.“

Über die ERC Advanced Grants

Lewin und Poulet gehören zu den 255 Preisträger*innen in diesem Jahr. Die ERC Advanced Grants sind besonders prestigeträchtige und kompetitive Förderungen in der Europäischen Union. Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher bieten sie die Möglichkeit, ehrgeizige und auf Neugier basierende Projekte zu verfolgen, die letztlich zu wissenschaftlichen Durchbrüchen führen können. Die Advanced Grants, in diesem Jahr insgesamt 652 Millionen Euro, sind ein Teil des „Horizon Europe“-Programms der EU. 

Weiterführende Informationen

AG Lewin

Ein neuer Kanal für Berührung

Schmerz als Krankheit: Gary Lewin im Resonator-Podcast

Wie wir feine Unterschiede von Berührung wahrnehmen

Porträt über Gary Lewin

AG Poulet

Schmerz und Tastreiz: Nicht ohne Schwann-Zellen!

Pressemitteilung des ERC über die Advanced Grants (EN)

ERC-Preisträger*innen am Max Delbrück Center

www.mdc-berlin.de

10.04.2024
Erasmus-Projekt im Straßen- und Grünflächenamt Pankow

Das Straßen- und Grünflächenamt Pankow und das Deutsch-Polnische Jugendwerk ermöglichen zehn Schülerinnen einer Gärtner- und Floristikschule aus Wrocław (Breslau) ein zweiwöchiges Praktikum vom 8. bis 19. April 2024 im Bürgerpark Pankow.

Die Schülerinnen beteiligen sich an den täglichen gärtnerischen Arbeiten im Baum-, Pflege- und Baubereich und sie erlangen Wissen im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Baum- und Grünanlagenpflege. Dabei haben sie auch die Möglichkeit, ihre sprachlichen Kompetenzen zu erweitern.

Erlebnisreiche Zeit auch abseits der Arbeit

„Ich heiße die Schülerinnen aus Breslau ganz herzlich willkommen und wünsche ihnen, dass ihr Aufenthalt in Pankow eine spannende und erlebnisreiche Zeit für sie wird – auch abseits der Arbeit. Es würde mich freuen, wenn Pankow zu einem zweiten Zuhause auf Zeit werden kann, neue Freundschaften geschlossen werden, schöne Erlebnisse und Begegnungen in Erinnerung bleiben und natürlich nicht vergessen wird, was bei uns vielleicht Neues kennen gelernt wurde.“,rklärt die Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlicher Raum, Manuela Anders-Granitzki.

„Vielen Dank auch an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche dieses Projekt so engagiert unterstützen. Ich bin davon überzeugt, dass dieser internationale dazu beitragen wird, die Weltoffenheit und interkulturellen Kompetenzen bei allen Beteiligten zu stärken.“, so die Stadträtin weiter.

Der Austausch findet zum gegenseitigen Nutzen statt. Finanzielle Aufwendungen entstehen dem Bezirksamt Pankow dadurch nicht.

forschen / 09.04.2024
Die Protein-Versteherin

Fan Liu (rechts) ist mit dem Mattauch-Herzog Förderpreis ausgezeichnet worden. Er wird von der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) vergeben. © Jürgen Gross
Fan Liu (rechts) ist mit dem Mattauch-Herzog Förderpreis ausgezeichnet worden. Er wird von der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) vergeben. © Jürgen Gross

Prof. Dr. Fan Liu vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) erhielt für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Quervernetzungs-Massenspektrometrie zuletzt mehrere Auszeichnungen.

Prof. Dr. Fan Liu vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) erhielt für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Quervernetzungs-Massenspektrometrie zuletzt mehrere Auszeichnungen. Die Wissenschaftlerin hat sich der Aufgabe verschrieben, Interaktionen zwischen Proteinen auf zellulärer Ebene besser zu verstehen. Zudem entwickelt sie Methoden und Standards, um die komplexe und für viele Forschungsfragen unverzichtbare Technologie zu verfeinern und breiter anwendbar zu machen.

Über die Abläufe in der menschlichen Zelle ist heute schon viel bekannt. Dieses Wissen reicht aber nicht aus, um beispielsweise zu verstehen, wie neurodegenerative Erkrankungen entstehen und geheilt werden können. „Um bei Krankheiten gegensteuern zu können, müssen wir erst einmal genau wissen, wie die Zelle im Normalzustand funktioniert“, sagt FMP-Forscherin Prof. Dr. Fan Liu.

Die Biologin hat sich darauf spezialisiert, Wechselwirkungen von Proteinen in Zellen zu analysieren. Solche Protein-Protein-Interaktionen (PPI) liegen fast allen zellulären Prozessen zugrunde. Diese zu entschlüsseln, ist entscheidend, um Regulationsmechanismen der Zelle unter physiologischen und pathologischen Bedingungen zu verstehen. Fan Liu und Forschende weltweit setzen dafür die Quervernetzungs-Massenspektrometrie (XL-MS) ein. Sie ist die bislang einzige Technologie, mit der man sowohl die Identitäten interagierender Proteine aufdecken als auch ihre Bindungsschnittstellen lokalisieren kann. Zudem liefert XL-MS Informationen über die dreidimensionalen Strukturen der Proteine.

Seit 2017 ist Fan Liu Leiterin der Forschungsgruppe „Structural Interactomics“ sowie der Technologieplattform Massenspektrometrie am FMP, außerdem hat sie eine Professur für Strukturelle Interaktomik an der Charité inne. Die Forscherin arbeitet daran, neue XL-MS-Methoden zu entwickeln und diese auf hochkomplexe biologische Proben anzuwenden. Ihr Ziel ist es, immer umfassendere Einblicke in die natürlich vorkommenden dreidimensionalen Strukturen und Wechselwirkungen der Proteine in einer Zelle zu erlangen, um so die darin aktuell ablaufenden Prozesse und den allgemeinen biologischen Zustand der Zelle besser zu verstehen.

Waren XL-MS-Experimente noch bis vor wenigen Jahren auf einfache Mischungen gereinigter Proteine beschränkt, können sie nun tiefe Einblicke in das zelluläre Proteom und Interaktom – die Gesamtheit der Proteine und PPI innerhalb einer Zelle – liefern.  Zu dieser dramatischen Leistungssteigerung hat Fan Liu einiges beigetragen: „Ich habe mehrere Schlüsselmethoden für proteomweite XL-MS-Studien sowie neue Anwendungen entwickelt, die beispiellose Einblicke in verschiedene komplexe biologische Systeme ermöglichen“, sagt sie. Dazu zählen ein Arbeitsablauf, der es ermöglicht, tausende Quervernetzungen in intakten menschlichen Zellen wesentlich schneller und mit deutlich größerer Zahl an nachgewiesenen PPI zu identifizieren. Fan Liu und ihr Team entwickelten zudem Ansätze zur Standardisierung und Qualitätssicherung in XL-MS sowie Softwarelösungen, mit denen sich XL-MS-Daten automatisch analysieren und visualisieren lassen.

Für diese vielfältigen Leistungen wurde Fan Liu im März 2024 gemeinsam mit Dr. Jonas Warneke von der Universität Leipzig mit dem Mattauch-Herzog Förderpreis ausgezeichnet. Er wird von der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) vergeben und ist mit 12.500 Euro dotiert. „Ich freue mich sehr, dass meine Arbeit auf dem Gebiet der XL-MS anerkannt wurde. Mein Ziel ist es, einen besseren Zugang zu zellulären Daten auf zahlreichen biologischen Feldern zu ermöglichen und diese Informationen in eine nützliche Anwendung zu bringen“, sagt Fan Liu über die Auszeichnung.

Die FMP-Forscherin war bereits im Januar vom Journal of Proteome Research (JPR) der American Chemical Society als vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerin zu einer der „2024 Rising Stars in Proteomics and Metabolomics“ gekürt worden. Wenige Wochen später erhielt sie gemeinsam mit Patrik Verstreken vom Leuven Brain Institute einen Collaborative Pairs Pilot Project Awards des Neurodegeneration Challenge Networks (NDCN) der Chan Zuckerberg Initiative. Die beiden Forschenden wollen sich mit den Wechselwirkungen zwischen synaptischen Proteinen von Tieren im Winterschlaf befassen, um besser zu verstehen, wie Winterschläfer dem dauerhaften Verlust von Synapsen entgegenwirken. Auf diese Weise wollen Fan Liu und Patrik Verstreken Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie der Synapsenverlust bei neurodegenerativen Erkrankungen des Menschen gemildert werden kann.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Forschungsverbunds Berlin e.V.

Pressemitteilung auf der Website des FMP:
Die Protein-Versteherin

bilden / 04.04.2024
EARLY BIRD Ticketvorverkauf der LNDW 2024 beginnt!

Abbildung: Lange Nacht der Wissenschaften 2024
Abbildung: Lange Nacht der Wissenschaften 2024

Liebe Wissenschafts- und Forschungsinteressierte,

am Samstag, dem 22. Juni 2024, lädt die LNDW 2024 dazu ein, von 17 bis 24 Uhr einen Blick hinter die Kulissen von rund 60 wissenschaftlichen und wissenschaftsnahen Einrichtungen zu werfen. Ab sofort können sich alle Wissenschaftsbegeisterten Tickets sichern. Frühbucher:innen profitieren von vergünstigten Early Bird Tickets. Erfahren Sie im aktuellen Newsletter, wo es ab sofort Tickets gibt, was Sie auf der LNDW erwartet und welche neuen Einrichtungen 2024 dabei sind.   

Das Team der LNDW wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen.
 
„Nur für kurze Zeit Early-Bird-Tickets sichern“

Ab sofort können Wissenschaftsbegeisterte sich unter www.langenachtderwissenschaften.de oder in allen Reservix-Vorverkaufsstellen Tickets für die LNDW 2024 in vielen Kategorien und Gruppengrößen sichern.

Bis zum 04. Mai können Sie sich das Early Bird-Ticket für 10 statt 14 Euro erwerben. Anschließend kosten die regulären Tickets wieder 14 Euro, ermäßigt 9 Euro. Das Familienticket gibt es für 27 Euro, Kinder unter sechs Jahren besuchen die LNDW kostenfrei. Auch in diesem Jahr gibt es wieder das 5-Freund:innen-Ticket für 59 Euro. Wer sich zu fünft zusammentut, spart 11 Euro im Vergleich zum regulären Einzelticket!   

Die Tickets berechtigen zum Besuch aller Einzelveranstaltungen in den teilnehmenden Wissenschaftseinrichtungen in ganz Berlin. Die Tickets berechtigen zudem zur kostenfreien Nutzung von Sonderbussen, die Sie zu Veranstaltungsorten bringen, die abseits des ÖPNV liegen – beispielsweise in Adlershof und am Campus Buch.  

Rund 60 Einrichtungen mit 9 neuen Entdeckungsorten

Unter den besuchbaren Einrichtungen sind in diesem Jahr unter anderem drei Berliner Universitäten vertreten. Zudem bieten weitere Hochschulen, Bibliotheken, Bundesämter, Museen, Leibnitz-, Max-Planck- und Fraunhofer-Institute sowie andere außeruniversitäre und wissenschaftsnahe Einrichtungen einmalige Einblicke.

Einrichtungen, die neu dabei und zur Entdeckung einladen, sind:

  • Berlin University Alliance
  • Berufsbildungszentrum Chemie
  • Gesundheitscampus am ukb Berlin e.V.
  • Humanistische Hochschule Berlin
  • inno2grid GmbH
  • Innomotics GmbH
  • Umweltbundesamt
  • Verbund Energietechnologien und Klimaschutz Fraunhofer-ENIQ
  • Werner-von-Siemens Centre for Industry & Science (WvSC)
  • Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG

 
„Es freut uns, dass wir weitere Einrichtungen für die LNDW 2024 gewinnen konnten, die Menschen einen Einblick in ihre Arbeit gewähren. In Wissenschaft und Forschung ist es ungemein wichtig, transparent zu sein und Entwicklungen nahbar zu vermitteln. Mit der Langen Nacht der Wissenschaften 2024 schaffen wir mit mehr als 1.000 Programmpunkten wie spektakulären Experimenten, Wissenschaftsshows und interessanten Vorträgen die Möglichkeit dazu“,

sagt Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Vorsitzende des Lange Nacht der Wissenschaften e. V. und Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin.

Das komplette Programm der LNDW 2024, bei dem für jede und jeden unabhängig vom Interessengebiet, Wissensstand oder Alter etwas dabei ist, wird am 7. Mai auf www.langenachtderwissenschaften.de veröffentlicht.

Die Lange Nacht der Wissenschaften (LNDW) findet seit 2001 jährlich statt. Organisiert und finanziert wird die Lange Nacht der Wissenschaften weitgehend von den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen selbst. Darüber hinaus wird sie von zahlreichen Partner:innen unterstützt.
   
Die Lange Nacht der Wissenschaften online  
 
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www.instagram.com/lndwberlin  

produzieren / 22.03.2024
Eckert & Ziegler nach erfolgreichem Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf Wachstumskurs

Die Eckert & Ziegler SE (ISIN DE0005659700, TecDAX) erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 246,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz um 23,8 Mio. € oder 11% zu. Das EBIT aus fortgeführten Geschäftsbereichen vor Sondereinflüssen betrug 46,9 Mio. €. Der Jahresüberschuss erreichte 26,3 Mio. € und entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 1,26 €.

Im Segment Medical stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Mio. € oder 27% auf 115,2 Mio. €. Der Umsatzanstieg wird insbesondere durch die starke Nachfrage in der Radiopharmazie getrieben. Der Umsatz im Segment Isotope Products liegt mit 130,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 131,4 Mio. €).

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet der Vorstand mit einem Umsatz von knapp 265 Mio. € und einem EBIT aus fortgeführten Geschäftsbereichen vor Sondereinflüssen von rund 50 Mio. €.

Den vollständigen Jahresabschluss 2023 finden Sie hier:
https://www.ezag.com/fileadmin/user_upload/ezag/investors-financial-reports/deutsch/euz23d.pdf

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler SE gehört mit rund 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet

Quelle: Pressemitteilung Eckert & Ziegler SE
Eckert & Ziegler nach erfolgreichem Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf Wachstumskurs

 

produzieren / 21.03.2024
Eckert & Ziegler erhält MDR-Zertifizierung für Prostataseeds und stellt damit Weichen für langfristige Versorgung

Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, eine Tochter der Eckert & Ziegler SE mit Fokus auf Brachytherapie-Lösungen für die Behandlung von Prostatakrebs sowie Augen- und Hirntumoren, hat von der DEKRA Certification B.V. als eines der ersten Unternehmen im Markt das MDR-Zertifikat für die eigenentwickelten Prostataseeds erhalten. Dieser wichtige Meilenstein garantiert eine hohe Patientensicherheit und die langfristige Verfügbarkeit der Seeds innerhalb der EU.

Die Medical Device Regulation (MDR) ist eine Verordnung der Europäischen Union (EU 2017/745) mit dem Ziel, die Qualität von Medizinprodukten zu verbessern und die Patientensicherheit zu erhöhen. Prostataseeds werden von Eckert & Ziegler bereits seit 1999 hergestellt und international angeboten und steuern jährlich mehrere Millionen Euro Umsatz zum Ergebnis der Eckert & Ziegler Gruppe bei.

"Wir freuen uns über die erste erfolgreiche MDR-Zertifizierung. Sie bestätigt, dass unser Qualitätsmanagementsystem und die Prostataseeds den strengen Anforderungen gerecht werden und als sicheres Medizinprodukt unseren Anwendern weiterhin zur Verfügung gestellt werden können. Dies ist nicht nur eine bedeutende Errungenschaft für den Vertrieb unserer Brachytherapieprodukte, sondern für die gesamte Eckert & Ziegler Gruppe", erklärte Katrin Antonenko, Geschäftsführerin der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH. "Um die Patientenversorgung auch für weitere Anwendungen nachhaltig sicherzustellen, arbeiten wir bereits intensiv an der Zertifizierung für unsere anderen Medizinprodukte und profitieren dabei von den Erfahrungen aus dem erfolgreichen Zulassungsverfahren."

Bei der Prostataseed-Brachytherapie werden stecknadelkopfgroße Implantate direkt in die Prostata eingebracht. Durch die Nähe der Strahlenquelle zum Tumor wird bei diesem minimalinvasiven Bestrahlungsverfahren das umliegende, gesunde Gewebe weitestgehend geschont.

Über Eckert & Ziegler
Die Eckert & Ziegler SE gehört mit über 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.

Quelle: Pressemitteilung Eckert & Ziegler AG
Eckert & Ziegler erhält MDR-Zertifizierung für Prostataseeds und stellt damit Weichen für langfristige Versorgung

produzieren / 19.03.2024
Eckert & Ziegler schließt formwechselnde Umwandlung in SE ab

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700) hat heute mit Eintragung in das Handelsregister der Gesellschaft ihre formwechselnde Umwandlung in eine Societas Europaea (SE) abgeschlossen und firmiert zukünftig als Eckert & Ziegler SE.

Die Eckert & Ziegler SE hat ein dualistisches Verwaltungssystem, bestehend aus einem Leitungsorgan (Vorstand) und einem Aufsichtsorgan (Aufsichtsrat). Die Organe der Eckert & Ziegler SE sind daher wie bisher in der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG der Vorstand, der Aufsichtsrat sowie die Hauptversammlung.

Alle Aktionäre halten dieselbe Anzahl an Aktien an der Eckert & Ziegler SE wie vor dem Formwechsel an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG. Die Zahl der ausgegebenen Stückaktien bleibt unverändert, ebenfalls wird der Handel nahtlos fortgeführt. Die Umstellung in den Depots der Aktionäre erfolgt automatisch. Auch die bisherige ISIN DE0005659700, WKN 565970 und das Ticker-Symbol EUZ bleiben bestehen.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler SE gehört mit über 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.

Quelle: Pressemitteilung Eckert & Ziegler AG
Eckert & Ziegler schließt formwechselnde Umwandlung in SE ab

leben, bilden / 12.03.2024
Pankower Frauenpreis 2024 an Malalai Murr verliehen

Malalai Murr beim Eintrag ins Goldene Buch im Rathaus Pankow (Foto: Bezirksamt Pankow)
Malalai Murr beim Eintrag ins Goldene Buch im Rathaus Pankow (Foto: Bezirksamt Pankow)

Anlässlich des Internationalen Frauentages wurde am 11. März 2024 der diesjährige Pankower Frauenpreis an Malalai Murr verliehen. Sie erhielt den Preis im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Emma-Ihrer-Saal des Rathauses Pankow.

Wer ist Malalai Murr?

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Pankow, Dr. Oliver Jütting würdigte in seiner Laudatio Malalai Murr, die seit vielen Jahren mit Geflüchteten in Pankow arbeitet, als Brückenbauerin zwischen Frauen und Männern, zwischen alter und neuer Heimat. Malalai Murr, selbst gebürtige Afghanin, arbeitet mit ihrem Verein Arezo e.V. zumeist ehrenamtlich für und mit geflüchteten Frauen, Kindern und Jugendlichen. Sie berät in Sozial-, Familien-, Bildungs- und Gesundheitsfragen –  auch auf Farsi. Sie initiiert Freizeitangebote wie zum Beispiel Tanzveranstaltungen, ein Sprachcafé und Musikunterricht. Auch politische Bildung ist ihr wichtig – Besuche im Bundestag und Abgeordnetenhaus sind daher fester Bestandteil ihrer Arbeit.

„Malalai Murr begleitet die Veränderungen von Frauen, die nach Deutschland gekommen sind. Unaufgeregt, aber klar in ihrer Haltung. Klar in ihrer Haltung an der Seite der Frauen. Sie versucht, Frauen und Männer gemeinsam reden zu lassen, miteinander.“ so Dr. Oliver Jütting. Auch ihr Wirken für Afghanistan ist für Jütting von Bedeutung: „Sie schlägt eine Brücke zu den Frauen, die heute in Afghanistan sind. Sie informiert über die Lage dort, sie beteiligt sich hier in Deutschland aktiv an der politischen Diskussion. Und ja, sie hilft auch hier konkret, vor Ort, um die Situation in Afghanistan zu verbessern. Ihr Projekt für Straßenkinder dort ist ein sichtbares Zeichen dafür.“

In Würdigung all dieser Leistungen wurde Malalai Murr „für ihren unermüdlichen und selbstlosen Einsatz für geflüchtete Frauen, Kinder und Familien in Pankow sowie für ihr besonderes Engagement für Afghaninnen in Berlin und Afghanistan“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Pankower Frauenpreis ehrt seit 2020 gleichstellungspolitisches Engagement

Der Pankower Frauenpreis wurde 2019 durch die Bezirksverordnetenversammlung Pankow initiiert und im darauffolgenden Jahr erstmalig verliehen. Bisherige Preisträgerinnen sind Renate Laurentius (2020), Raja Al Khlefawi (2021) und Christina „Tina“ Pfaff (2023). Im Jahr 2022 konnte der Preis aufgrund der Haushaltssperre im Land Berlin nicht verliehen werden.

Der Preis ehrt Einzelpersonen, Frauenprojekte, Initiativen oder Unternehmen in Pankow, die sich im Bezirk für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen und die Geschlechterdemokratie fördern. Ausgezeichnet wird das besondere gleichstellungspolitische Engagement, welches beispielsweise auf die Einhaltung und Förderung der Rechte von Frauen und Mädchen abzielt, marginalisierte Frauengruppen unterstützt oder innovativ-nachhaltige Gleichstellungsprojekte entwickelt.

Weitere Informationen zum Pankower Frauenpreis:

www.berlin.de/ba-pankow/Frauenpreis

 

07.03.2024
Wochen gegen Rassismus in Pankow vom 11. bis 24. März 2024

Wochen gegen Rassismus in Pankow vom 11. bis 24. März 2024

Die Pankower Wochen gegen Rassismus 2024 stehen kurz bevor. Vom 11. - 24. März möchte das Netzwerk "Pankow gegen Rassismus" mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen auf Rassismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft aufmerksam machen. Die Pankower:innen erwartet ein spannendes Programm aus über 40 Veranstaltungen und Aktionen, die zum Nachdenken, Perspektivwechseln, Austauschen und Aktiv-Werden einladen. "Durch die bei uns gemeldeten Vorfälle erfahren wir immer wieder, dass besonders Alltagsrassismus an vielen Stellen im Bezirk vorkommt und in Bedrohungen oder Beleidigungen münden kann. Im schlimmsten Fall geschehen sogar Angriffe", so Andreas Ziehl von der Meldestelle Pankower Register, einem der Netzwerkpartner von „Pankow gegen Rassismus“.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch: „Nur ein gemeinsames Engagement gegen Rassismus kann erfolgreich sein. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Pankower Wochen auch in diesem März wieder ein vielseitiges Programm in den Ortsteilen bieten. Nutzen Sie die Angebote und Anregungen in unseren Stadtteilbibliotheken und Stadtteilzentren, kommen Sie miteinander bei den Aktionstagen in den Kiezen ins Gespräch!“

Auftaktveranstaltung am 12. März von 10 bis 18 Uhr

Die Stadtteilbibliothek Buch (Wiltbergstraße 19-23, 13125 Berlin) gestaltet am 12. März von 10 bis 18 Uhr einen Tag mit vielen Aktionen für Groß und Klein. Im Programm heißt es: "Wir spielen für Toleranz und Vielfalt, hören ghanisch-deutsche Geschichten, eröffnen eine Ausstellung mit einem XXL-Origami Boot, als Zeichen der Solidarität mit den mehr als 100 Millionen Menschen, die sich derzeit weltweit auf der Flucht befinden. Zudem freuen wir uns auf die Filmvorführung "Women make our history“ und das Gespräch dazu mit Protagonist:innen. Vereine und Initiativen wie Source d'espoir, InterFem Collective e.V., BuKa, Gangway, Spielkultur Buch, BENN-Team Buch und viele mehr präsentieren sich und ihre Angebote in der Bibliothek. Musikalisch abgerundet wird dieser besondere Tag ab 17 Uhr mit Rachel Hermlin und Gennadij Desatnik, die amerikanische Swingmusik der 1930er Jahre spielen. Kommt vorbei!"

Gemeinsame Aktionstage in den Ortsteilen

Auch in diesem Jahr zieht es die Organisator:innen wieder raus auf Pankows Plätze. Dort suchen sie das Gespräch, um gemeinsam rassismuskritische Perspektiven zu entwickeln und weitere Bausteine für solidarische Nachbarschaften zu setzen. Die Aktionstage weisen in den jeweiligen Kiezen auf das lokale Engagement gegen Rassismus hin und machen auf rassistische Vorfälle aufmerksam, die vom Pankower Register gesammelt werden. Außerdem: Viele Mitmach-Aktionen und verschiedene Austauschangebote für Jung und Alt, Performances und Live-Musik.

Aktionstage:

Prenzlauer Berg (Markt an der Greifswalder Straße): Di., 12. März, 15:00 17:30 Uhr

Pankow-Zentrum (Markt am Anger): Mi., 13. März, ab 10:00 Uhr

Weißensee (Antonplatz): Fr., 15. März, 14:30 – 17:00 Uhr

Karow (Piazza), Sa., 16. März, 10:00 – 12:00 Uhr 

Französisch-Buchholz (AktivSpielPlatz): Mi., 20. März, 15:00 - 19:30 Uhr

Über das Netzwerk:

"Pankow gegen Rassismus" ist ein Netzwerk aus Pankower Vereinen, Initiativen, Bibliotheken und Verwaltung, das sich für Menschenrechte, Vielfalt und Partizipation und gegen Rassismus einsetzt. Gemeinsam organisiert das Netzwerk seit einigen Jahren die Wochen gegen Rassismus Pankow und freut sich über neue Engagierte und ihre Ideen.

Alle Programm-Infos:

https://www.pankow-gegen-rassismus.de/wochen-gegen-rassismus-2024

forschen / 01.03.2024
Ein neuer Kanal für Berührung

Sampurna Chakrabarti am Mikroskop in der Arbeitsgruppe Lewin am Max Delbrück Center. Katharina Bohm, Max Delbrück Center
Sampurna Chakrabarti am Mikroskop in der Arbeitsgruppe Lewin am Max Delbrück Center. Katharina Bohm, Max Delbrück Center

Der Tastsinn ist elementar für uns – und trotzdem kaum verstanden. Jetzt hat das Team um Gary Lewin am Max Delbrück Center einen zweiten Ionenkanal entdeckt, der mit der Wahrnehmung von Berührung zu tun hat. Elkin1 könne ein Angriffspunkt für die Schmerztherapie sein, schreibt das Team in „Science“.

Jede Umarmung, jeder Händedruck, jede geschickte Bewegung macht erst der Tastsinn möglich. Die molekularen Grundlagen dieses Sinnes zu verstehen, ist dementsprechend wichtig. „Bislang wussten wir nur, dass der Ionenkanal Piezo2 dafür nötig ist. Aber dieses Protein allein kann nicht die gesamte Bandbreite, wie wir Berührung spüren, erklären. Das war ganz klar“, sagt Professor Gary Lewin, der Leiter der Arbeitsgruppe „Molekulare Physiologie der somatosensorischen Wahrnehmung“ am Max Delbrück Center.

Lewin erforscht seit über 20 Jahren die molekularen Grundlagen des Tastsinns. Jetzt hat er gemeinsam mit seinem Team einen Ionenkanal entdeckt, der dafür unverzichtbar ist: Elkin1. Es ist erst der zweite Ionenkanal, der mit der Wahrnehmung von Berührungen in Verbindung gebracht wird. Sehr wahrscheinlich ist er direkt daran beteiligt, einen mechanischen Reiz wie eine leichte Berührung in ein elektrisches Signal umzuwandeln. Mithilfe von Elkin1 können die Rezeptoren in der Haut die Berührungssignale über die Nervenfasern ans zentrale Nervensystem und ans Gehirn weiterleiten. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden im Fachmagazin „Science“.

Vor wenigen Jahren hat das Team um Lewin Elkin1 bei Zellen mit schwarzem Hautkrebs, also malignem Melanom, entdeckt. Die stark streuenden Krebszellen nutzen das Protein, um mechanische Kräfte zu erkennen. „Nun wollten wir wissen, ob das gleiche Protein bei gesunden sensorischen Zellen ebenfalls eine Rolle bei der Wahrnehmung von Berührung spielt“, sagt Lewin.

Verminderte Reizwahrnehmung ohne Eklin1

Dafür züchteten die Forschenden zunächst genetisch veränderte Mäuse, denen das Gen für Elkin1 fehlte. In einfachen Verhaltensexperimenten reizten sie die Nager mit einem Wattestäbchen leicht an der Hinterpfote. „Normalerweise reagieren Mäuse in 90 Prozent der Fälle auf das Wattestäbchen. Mäuse ohne Elkin1 ziehen im Gegensatz dazu nur jedes zweite Mal die Pfote zurück. Das deutet darauf hin, dass sie Berührung schlechter wahrnehmen“, sagt Lewin. Die Reaktion auf nicht-mechanische Reize, beispielsweise auf Wärme, war dagegen nicht beeinträchtigt.

Auf der Ebene der Nervenzellen nutzte Dr. Sampurna Chakrabarti, Wissenschaftlerin in Lewins Team, die Patch-Clamp-Methode. So konnte sie die elektrische Aktivität der sensorischen Neuronen aufzeichnen, wenn sie ihre Membran anstupste. „Rund die Hälfte der Neuronen von veränderten Mäusen ohne Elkin1 reagierte nicht auf mechanische Reize und es kam nicht zur Signalweiterleitung“, sagt Chakrabarti. Weitere Experimente bestätigten, dass bereits auf dem ersten Stück des Weges von der Haut ins Rückenmark und Gehirn keine Reize weitergeleitet wurden, also vom Rezeptorende der Nervenzelle in der Haut aus. Australische Kolleg*innen um Professorin Mirella Dottori an der University of Wollongong testeten außerdem, ob menschliche sensorische Neuronen, die sie in der Kulturschale aus Stammzellen gezüchtet hatten, Elkin1 brauchen, um Berührungssignale zu übertragen. Ihre Ergebnisse lassen ebenfalls darauf schließen, dass Eklin1 für den menschlichen Tastsinn eine wichtige Rolle spielt.

Die Forschenden gehen davon aus, dass Elkin1 und Piezo2 bei der normalen Reizweiterleitung gemeinsame Aufgaben bei der Wahrnehmung von Berührungen übernehmen. Sie haben außerdem Hinweise darauf gefunden, dass Elkin1 bei der Weiterleitung von schmerzhaften mechanischen Reizen eine Rolle spielen könnte. „Sollte sich das bestätigen, haben wir nicht nur einen zweiten Ionenkanal entdeckt, der unverzichtbar ist für einen normalen Tastsinn. Das wäre auch ein neuer möglicher Angriffspunkt für die Behandlung von chronischen Schmerzen“, sagt Lewin.

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (Max Delbrück Center) gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 70 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organ-übergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das Max Delbrück Center fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am Max Delbrück Center arbeiten 1800 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete Max Delbrück Center zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin.

Quelle: Pressemitteilung Max Delbrück Center
Ein neuer Kanal für Berührung

produzieren / 28.02.2024
Eckert & Ziegler weitet Aktivitäten mit Ga-68 in Japan aus

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, SDAX) weitet gemeinsam mit Novartis Pharma K.K. (Japan) seine Aktivitäten im Bereich der Gallium-68 (Ga-68) markierten Diagnostika in Japan aus. Zu diesem Zweck wurde bei der japanischen Arzneimittelbehörde PMDA (Pharmaceuticals and Medical Devices Agency) eine klinische Studie angemeldet, die Eckert & Zieglers eigenentwickelten Ge-68/Ga-68-Generator GalliaPharm® als alleinige Lieferquelle für Ga-68 vorsieht.

Der erste GalliaPharm® im Rahmen der Studie wurde bereits im Januar 2024 ausgeliefert. Bis Mitte 2025 wird dieser durch mehrere weitere Generatoren ergänzt werden. Die Zusammenarbeit wird nach erfolgreicher Marktzulassung ein erhebliches Umsatzpotenzial generieren.

"Wir freuen uns, dass wir unser Geschäft mit Radioisotopen in Japan ausbauen können, indem wir unseren GalliaPharm® zu diesem wichtigen klinischen Forschungsprojekt beisteuern", erklärt Dr. Harald Hasselmann, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG. "Viel wichtiger ist jedoch, dass die Studie die Grundlage für einen verbesserten Zugang zu Krebstherapien und -diagnostika für japanische Patienten schaffen wird."

Die Studie (NCT06240741) untersucht die diagnostische Leistungsfähigkeit der [68Ga]Ga-DOTA-TATE Positronen-Emissions-Tomographie (PET)/Computertomographie (CT) bei Patienten mit neuroendokrinen Neoplasien (NEN). NEN gelten als seltene Tumoren. Dennoch steigt die Zahl der diagnostizierten Patienten seit Jahren weltweit an.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet.
Wir helfen zu heilen.

28.02.2024
Pankower Umweltpreis 2024: Bis zum 10. Juni 2024 sind Bewerbungen möglich

Unter dem Motto „Pankow grünt und wächst – alte Sorten neu gemacht“ suchen die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und das Bezirksamt innovative Ideen von Bürger:innen, Schüler:innen, Kitagruppen, ehrenamtlichen Initiativen, Vereinen und allen anderen Interessierten.

Erde, Wasser, Pflanzen und Luft sind natürliche Ressourcen und die Grundlage unseres täglichen Lebens. Die Nutzung natürlicher Ressourcen nimmt weltweit stetig zu. Wertschätzung und Erhalt sind Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Viele Pankower:innen setzen sich für Achtsamkeit und Wertschätzung der natürlichen Ressourcen ein, indem sie z.B. einen alten Garten mit frischem Leben und Kreativität in neuem Glanz erstrahlen lassen. Die Pflege und Erhaltung alter, zum Teil vergessener Pflanzen, Obst- und Gemüsesorten dient der nachhaltigen Entwicklung.

Wer kann sich bewerben?

Für den diesjährigen Pankower Umweltpreis wird "Pankows feinstes Grün" gesucht, in dem das Wiederentdecken und der Erhalt "Alter Sorten" im Vordergrund stehen. Gefragt sind innovative Ideen zu diesem spannenden und wichtigen Thema von Pankower:innen aller Altersgruppen, von Schulen und Kitas sowie von ehrenamtlichen Initiativen, Vereinen und allen anderen Interessierten.

Über den Umweltpreis

Der Pankower Umweltpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 3.000 Euro dotiert. Zusätzlich wird die "Goldene Kröte" als Wanderpreis an ein herausragendes Projekt verliehen. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury, die aus Mitgliedern aller BVV-Fraktionen besteht.

Die Bewerbungen sind bis zum 10. Juni 2024 an das BVV-Büro zu richten:

Büro der Bezirksverordnetenversammlung, Fröbelstr. 17 (Haus 7), 10405 Berlin, Zi. 104 - 106

E-Mail: bvv-buero@ba-pankow.berlin.de

Kontakt bei Rückfragen: Tel.: 030 90295 -5002 oder -5003

Weitere Informationen und die Auslobungsunterlagen sind auf der BVV-Website zu finden.

https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/wissenswertes/artikel.192350.php

forschen, produzieren, heilen, bilden / 28.02.2024
Zukunftsberufe begreifen: Mitmach-Stationen, Science-Slam & Co

Blick in die Berufswahlmesse vocatium 2023 am MDC.C auf dem Campus Berlin-Buch
Blick in die Berufswahlmesse vocatium 2023 am MDC.C auf dem Campus Berlin-Buch

Über Karriereeinstiege sprechen und Berufe erlebbar machen. Das ist Ziel der vocatium Berlin focus Fachmesse für Ausbildung und Studium, die am 13. und 14. März 2024 im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) stattfindet. Von 8.30 Uhr bis 15.00 Uhr können Jugendlichen mit mehr als 30 Ausstellern, darunter Ausbildungsbetriebe, Hochschulen, Fachschulen und Institutionen, aus dem Fachgebiet MINT und Gesundheit Gespräche führen und sich als potenzielle Nachwuchskräfte oder Studierende präsentieren. Mindestens 1200 Jugendliche nehmen teil. Sie wurden vor der Messe auf die Gespräche vorbereitet und kommen mit eigenen Fragen und festen Gesprächsterminen zur vocatium. Der Eintritt ist frei. Spontanbesucher sind ebenfalls herzlich willkommen. Weitere Infos gibt es unter www.erfolg-im-beruf.de.

Sonderformat mit Vorlesungen und experimentellen Workshops

Die vocatium-focus-Messe ist ein Sonderformat der bundesweit etablierten vocatium – Fachmessen für Ausbildung+Studium: Die focusVeranstaltung in der Hauptstadt stellt Zukunftsberufe, besonders in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sowie Gesundheit, in den Mittelpunkt. Neu in diesem Jahr: Erstmalig wird ein Forum MINT und Gesundheit mit vielen interaktiven Möglichkeiten in die Messe integriert. Neben experimentellen Workshops im Gläsernen Labor können die jungen Menschen an MI(N)T-Mach-Stationen aktiv werden oder eine medizinische Schnuppervorlesung hören. Großes Highlight ist in diesem Jahr der Science Slam am ersten Messetag ab 12:00 Uhr. Dort tritt auch die Deutsche Science-Slam-Meisterin 2022 Lisa Budzinski auf.

Veranstalter, Schirmherren und Unterstützer

Die vocatium wird vom IfT Institut für Talententwicklung in Kooperation mit dem Max Delbrück Center veranstaltet. Zudem erhält die vocatium freundliche Unterstützung durch Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführer des Campus Berlin-Buch. Die bundesweite Schirmherrschaft hat Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, übernommen.

Einzigartiges Messekonzept: vorbereitete und terminierte Gespräche

Die vocatium Fachmessen basieren auf einem einzigartigen Konzept: Die Jugendlichen werden vom IfT im Unterricht auf die Messe vorbereitet und erhalten im Anschluss terminierte Gespräche mit den Ausstellern ihrer Wahl. Dazu steht das IfT eng mit den Schulen der Region in Kontakt. Das vocatium-Konzept ist einzigartig und aufgrund seiner Qualität vielfach gelobt. Bundesweit 4 000 Aussteller und 5 000 Schulen haben mindestens eine vocatium-Messe fest in ihrem Jahresplan.

Mehr als nur Messe: Buch, Suchbörse, Podcasts, Videos, Online-Magazin

Zur vocatium gehört auch das Messehandbuch „Chancen in Berlin- Brandenburg – Schwerpunkt MINT und Gesundheitsberufe“. Das Nachschlagewerk zeigt den jungen Menschen regionale und überregionale Ausbildungsbetriebe, Fachschulen, Akademien und Hochschulen. Weitere Bildungsanbieter finden die Schülerinnen und Schüler in der Suchbörse auf erfolg-imberuf.de. Rund 4 000 Profile sind eingetragen. Hilfreiche Einblicke in die Berufswelt bietet das digitale vocatium magazin: Neben wertvollem Lesestoff zu Bildungsthemen hält es auch eine Mediathek mit Audios und Videos bereit.

Über das IfT Institut für Talententwicklung

Das IfT Institut für Talententwicklung ist als Wegbereiter für die berufliche Zukunft tätig. Das Unternehmen arbeitet mit 5 000 allgemeinbildenden Schulen und rund 4 000 Unternehmen, Kammern und Verbänden, Fach- und Hochschulen sowie Institutionen aus dem In- und Ausland zusammen. Die Wurzeln des IfT reichen in das Jahr 1991 zurück. Heute ist das Unternehmen in allen deutschen Bundesländern und im benachbarten Ausland tätig. Die rund 200 festangestellten Mitarbeitenden sind für 75 Standorte aktiv. Hauptsitz ist Berlin. Alle Informationen zum IfT unter www.erfolg-im-beruf.de.

Aussteller (30)

Beratungsinstitutionen / Verbände (02)

Steuerberaterkammer Berlin – Körperschaft des öffentlichen Rechts, Zahnärztekammer Berlin

Unternehmen / Ausbildungsbetriebe (17)

Berliner Stadtreinigung (BSR), Bundeswehr – Karriereberatung der Bundeswehr, Cargill GmbH, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutsche Rentenversicherung Bund, dm – drogerie markt GmbH + Co. KG, Fielmann Group AG, Helios Klinikum Berlin- Buch, Max Delbrück Center, Ministerium des Inneren und für Kommunales des Landes Brandenburg, Piepenbrock Unternehmensgruppe, Gillette – Procter & Gamble Manufacturing Berlin GmbH, Schneider und Partner Computervernetzung GmbH, Schule für Gesundheitsberufe Berlin GmbH, August Storck KG,
Vonovia SE, Zoll

Akademien / Fachschulen / Gap-Year (02)

Europäische Sportakademie Land Brandenburg gemeinnützige GmbH Osteopathie Schule Deutschland – Standort Berlin

Hochschulen (10)

BSP Business & Law School – Hochschule für Management und Recht, Bundeswehr – Karriereberatung Bundeswehr, CBS International Business School, HMU Health and Medical University, Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB), MSB Medical School Berlin – Hochschule für Gesundheit und Medizin, SRH Hochschulen, Technische Hochschule Brandenburg Universität Greifswald
 

VORTRAGSPROGRAMM am 13.03.2024

09.00 – 09.20 Uhr
Zivile und militärische Karriere bei der Bundeswehr! Karrieremöglichkeiten in der Bundeswehr und der zivilen Verwaltung
Bundeswehr

09.40 – 10.00 Uhr
EnterTechnik – das technische Jahr für junge Frauen: Lerne die Vielfalt technischer Berufe kennen und entdecke dich selbst!
EnterTechnik

10.20 – 10.40 Uhr
Schnuppervorlesung – Nimm an einer medizinischen Vorlesung teil!
MSB Medical School Berlin – Hochschule für Gesundheit und Medizin

11.00 – 11.20 Uhr
Weltklasse- Rasierer benötigen Weltklasse- Azubis – Deine Ausbildung bei Procter & Gamble
Procter & Gamble Manufacturing Berlin

12.00 – 12.45 Uhr
Special Event: Science Slam – Ein Wettstreit der etwas anderen Art
 

13.00 – 13.20 Uhr
Ich möchte in den MINT- Bereich – aber wie, wo und was? Ausbildungsberufe und duale Studiengänge am Max Delbrück Center
Max Delbrück Center

13.40 – 14.00 Uhr
Mach MI(N)T – gestalte deine Zukunft! Input für Lehrpersonen
K. Schwarz – MINT Zukunft schaffen
 

SCIENCE SLAM am 13. März 2024

12:00 Uhr

Lisa Budzinski
Das Horoskot – In Zukunft Darmbakterien-(Forschung)

Biotechnologin, Science & Stories GmbH

Sandra Patsch
Magische Fernwirkung – Von würfelnden Göttern und verschränkten Kaninchen
Physikerin, Physicus Minimus

Jakob Morgenstern
Die goldenen Zeiten des Drogenscreenings – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Klinischer Chemiker, Toxikologie, Labor Berlin, Charité

Felix Günther
Geometrie als Schlüsseltechnologie
Mathematiker, Institut für Mathematik, Technische Universität Berlin
 

VORTRAGSPROGRAMM am 14.03.2024

09.00 – 09.20 Uhr
Zivile und militärische Karriere bei der Bundeswehr! Karrieremöglichkeiten in der Bundeswehr und der zivilen Verwaltung
Bundeswehr

09.40 – 10.00 Uhr
EnterTechnik – das technische Jahr für junge Frauen: Lerne die Vielfalt technischer Berufe kennen und entdecke dich selbst!
EnterTechnik

10.20 – 10.40 Uhr
Schnuppervorlesung – Nimm an einer medizinischen Vorlesung teil!
MSB Medical School Berlin – Hochschule für Gesundheit und Medizin

11.00 – 11.20 Uhr
Weltklasse- Rasierer benötigen Weltklasse- Azubis – Deine Ausbildung bei Procter & Gamble
Procter & Gamble Manufacturing Berlin

12.00 – 12.20 Uhr
Rette die Welt – Mach MI(N)T!
Dr. Leonie Drews, Institut für Talententwicklung GmbH

13.00 – 13.20 Uhr
Ich möchte in den MINT- Bereich – aber wie, wo und was? Ausbildungsberufe und duale Studiengänge im MDC
Max Delbrück Center

13.40 – 14.00 Uhr
MINT- Netzwerke, die ich nutzen kann! Input für Lehrpersonen
S. Czybik – MINT Netz
 

Workshops im Gläsernen Labor am 13. und 14. März

An beiden Tagen stellt das Gläserne Labor die Berufsbilder „Biologielaborant:in“ und „Biologisch-technische/r Assistent:in (BTA)“ vor. Im Schülerlabor erfahren die Teilnehmenden in einem anschaulichen Vortrag, welche Voraussetzungen man dafür mitbringen muss, was zur Ausbildung gehört und wie der Arbeitsalltag aussehen wird. Zudem werden verschiedene Experimente vorgestellt, die in molekularbiologischen, zellbiologischen und mikrobiologischen Laboren regelmäßig durchgeführt werden. Die Schüler:innen dürfen jederzeit Fragen stellen, alles ausprobieren und erste Erfahrungen beim Pipettieren sammeln.
 

Quelle: Pressemitteilung IfT Institut für Talententwicklung

 

www.erfolg-im-beruf.de

27.02.2024
AG Nord des Kommunalen Nachbarschaftsforums fordert vollumfänglichen Ausbau der Heidekrautbahn bis Berlin-Gesundbrunnen

Die AG Nord des Kommunalen Nachbarschaftsforum setzt sich für einen vollumfänglichen Ausbau der Heidekrautbahn von Basdorf bis Berlin-Gesundbrunnen ein. Dies betont die AG nun in einem gemeinsamen Schreiben an die Berliner Verkehrssenatorin Manja Schreiner und den Brandenburgischen Verkehrsminister Rainer Genilke. Darin fordert sie beide zu einer entsprechenden aktiven Unterstützung des Projekts auf. Zu den Unterzeichner:innen gehören neben AG-Sprecher Cornelius Bechtler (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste im Bezirk Pankow) die Bezirksbürgermeisterinnen der Bezirke Mitte, Reinickendorf und Pankow, die Bürgermeister der Gemeinden Liebenwalde, Mühlenbecker Land, Oranienburg und Wandlitz sowie die Landräte der Landkreise Barnin und Oberhavel.

Cornelius Bechtler weist auf die Vorteile hin, die eine Verlängerung bis Berlin-Gesundbrunnen für die gesamte Region bietet: „Die direkte Anbindung an den Fernverkehr und die Innenstadt von Berlin durch die Verlängerung würde große Teile des Märkischen Viertels und des Bezirks Pankow sowie die Gemeinden Mühlenbecker Land und Wandlitz erheblich profitieren lassen. Dies hätte nicht nur positive Auswirkungen auf die Mobilität, sondern auch auf die Entlastung des Straßennetzes, insbesondere der B96a und L100 (ehem. B109). Besser erreichbar wären auch die Ausflugsziele entlang der „Heidekrautbahn.“

Unterstützung der Staatssekretärin Daniela Kluckert

Die AG Nord beruft sich mit ihrer Forderung zudem auf die Unterstützung des Bundes in Form eines Schreibens von Staatssekretärin Daniela Kluckert an das Bezirksamt Pankow, in dem diese betont, dass eine Verbesserung und ein zielgerichteter Ausbau des ÖPNV im Interesse aller liegen.

Cornelius Bechtler ergänzt: „Das Planfeststellungsverfahren nähert sich aktuell den letzten Verfahrensschritten. Der zusätzliche Aufwand einer Verlängerung bis Gesundbrunnen würde sich aus unserer Sicht in Grenzen halten. Da bis vor wenigen Jahrzehnten noch Gleisanlagen vorhanden waren, handelt es sich schließlich nicht um einen Neu- sondern lediglich einen Wiederaufbau der Strecke. Wir als AG Nord hoffen daher sehr auf eine positive Entscheidung zugunsten einer nachhaltigen und effizienten Verkehrsanbindung in der Region.

forschen, produzieren, heilen, bilden / 22.02.2024
Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ auf dem Campus Berlin-Buch entschieden

Auf Platz 2 im Bereich Biologie, Jugend forscht: Maja Matthesius und Leni Kunz vom Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums untersuchten, mit welcher Reinigungsmethode sich die Bakterienlast an Kunsstoffflaschen minimieren lässt (Foto: Campus Berlin-Buch GmbH)
Auf Platz 2 im Bereich Biologie, Jugend forscht: Maja Matthesius und Leni Kunz vom Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums untersuchten, mit welcher Reinigungsmethode sich die Bakterienlast an Kunsstoffflaschen minimieren lässt (Foto: Campus Berlin-Buch GmbH)

Von der Simulation einer energieeffizienten Trümmerbeseitigung im Weltraum bis zum Bauen mit Pilzen – bei der 59. Runde von „Jugend forscht“ präsentierten Schüler:innen auf der Regionalebene in Berlin-Buch beeindruckende Ideen und Forschungsergebnisse

"Mach dir einen Kopf“ – diese Aufforderung nahmen zahlreiche Berliner Schüler:innen an und beteiligten sich am bundesweiten Wettbewerb „Jugend forscht“ bzw. „Schüler experimentieren“. Den Pateneinrichtungen auf dem Campus Berlin-Buch wurden 50 Projekte von insgesamt 95 Teilnehmenden zugeordnet. Vom 14. – 15. Februar verwandelte sich das Konferenzzentrum auf dem Campus Berlin-Buch in eine große Ausstellungsfläche. An eigenen Ständen stellten die Kinder und Jugendlichen ihre Projekte am ersten Tag der Jury und am zweiten Tag der Öffentlichkeit vor. Zum Programm gehörten auch Führungen in die Labore des Max Delbrück Centers, des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie sowie zu den Biotech-Unternehmen Cellphenomics, FyoniBio und Silence Therapeutics. Parallel wurden zwei Workshops im Schülerlabor „Gläsernes Labor“ angeboten.

Bei einer Altersspanne von acht bis 18 Jahren gab es eine Vielfalt von Fragen, denen die jungen Forschenden in ihren Projekten mit großem Engagement nachgegangen waren: Kann man temperaturunabhängigen Schnee herstellen? Kann eine Zuckerwattemaschine auch Textilien herstellen? Wie lässt sich die Bakterienlast an Kunststoff-Flaschen minimieren? Wer ist besser – Schleimpilz oder Architekt? Andere optimierten Modellraketen für Höhenflüge, überprüften, inwieweit eine Biosorption von Schwermetallen durch Algen möglich ist oder wie sich bildgenerierende KI-Systeme optimieren lassen. Die Bundessieger:innen von Jugend forscht im vergangenen Jahr, Elora Marx und Alois Bachmann, traten erfolgreich im Bereich Mathematik/Informatik mit dem Projekt „Gen_ai_I – Funktionelle Zell-Transkriptomanalyse und -rekonstruktion durch KI“ an.

Siegerehrung und Sonderpreise

Bei der Siegerehrung wurden zehn erste Preise, davon fünf in der Wettbewerbssparte „Jugend forscht“ und fünf in der Sparte „Schüler experimentieren“. Die Gewinnerinnen und Gewinner dürfen beim Landeswettbewerb an der TU Berlin teilnehmen.

Zusätzlich zu den 1. bis 3. Plätzen wurden Sonderpreise vergeben, zum Beispiel für „Energiewende und Klimaschutz“, „Ressourceneffizienz“ oder „Umwelttechnik“. Ebenso erhielten einige Preisträger Einladungen zu einem Tag auf dem Campus Berlin-Buch, in Labore wie das DESY Labor in Zeuthen, das DLR-Lab oder das Lab Supraleitung und Magnetismus. Vier der Preisträger erhalten die Möglichkeit, ihre Projekte zur an der FU Berlin zur Langen Nacht der Wissenschaften zu präsentieren.

Der Campus Berlin-Buch prämierte in diesem Jahr zwei herausragende Projekte im Bereich Biologie, die jeweils auch den ersten Preis gewannen, mit einem Sonderpreis: Amelie Stadermanns Projekt vom Europäischen Gymnasium Bertha-von-Suttner, “Die Entwicklung von Schleimpilzen unter abiotischen Faktoren”, das im Bereich „Schüler experimentieren“ entstand, sowie das“ Jugend-forscht“-Projekt von Lasse Klebe, Kurt-Tucholsky-Oberschule, “Auswirkungen von Harnstoff, Kupfersulfat und Natriumchlorid auf verschiedene Weizensorten”. Amelie Stadermann erhielt zusätzlich den Sonderpreis Ressourceneffizienz.

Der Campus zeichnete auch das Projekt „Nachhaltiges Recycling mit Künstlicher Intelligenz“ von Mika Corleisen, Martin-Buber-Oberschule, als bestes interdisziplinäres Projekt aus. Es erhielt außerdem einen Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung. Mika Corleisen analysierte das Potenzial von neuronalen Netzen für den Einsatz im Recyclingprozess. Er verglich die Ergebnisse einer reinen Bilderkennung bei Kunststoffen mit denen einer Infrarotspektroskopie. Dafür maß er das reflektierende Spektrum von Kunststoffen und trainierte mit diesen Daten ein neuronales Netz, welches die Kunststoffart von verschiedenen Verpackungen bestimmte.

Die Campus Berlin-Buch GmbH verlieh erstmals auch einen Sonderpreis an Projektbetreuende und Schulen, die sich herausragend im Wettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ engagieren. Die Betreuende sind Julia Wagner, Markus Röser, Alexander Dietz, Falk Ebert, Thilo Fiedler, Marcus Hanzig, Alexander Stendal und Antonia Macha. Die Sonderpreise für die Schulen gingen an das Humboldt-Gymnasium, die Bettina-von-Arnim-Oberschule und das Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium.

Im nächsten Jahr wird der Campus den Wettbewerb gern wieder unterstützen. „Wir erleben, wie anregend dieser Wettbewerb für die Kinder und Jugendlichen ist. Er ist ein enormer Motivationsschub, sich in Richtung MINT zu orientieren und begeistert fürs Forschen“, sagt Dr. Ulrich Scheller. „Mit dem neuen Schulpreis möchten wir die langjährig und besonders engagierten Schulen auszeichnen. Schulen sind wichtige Orte der MINT-Förderung, und die Leistung derjenigen, die die Wettbewerbsprojekte anregen und betreuen, kann man nicht hoch genug wertschätzen.“

Wir gratulieren den Preisträger:innen des Regionalwettbewerbs auf dem Campus Berlin-Buch!

Arbeitswelt

Anton Vogt (SE)
Bettina-von-Arnim-Oberschule
“Die Werkzeugstuhltasche”

Mikhail Soldatov (JF)
Herder-Gymnasium Berlin
“SmartStick“

Biologie

Amelie Stadermann (SE)*
Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner
“Die Entwicklung von Schleimpilzen unter abiotischen Faktoren”

Lasse Klebe (JF)
Kurt-Tucholsky-Oberschule
“Auswirkungen von Harnstoff, Kupfersulfat und Natriumchlorid auf verschiedene Weizensorten”

Chemie

Oliver Fas (SE)
Bettina-von-Arnim-Oberschule
“Magnesium auf der Spur”

Mathematik/Informatik

Alois Bachmann, Elora Marx (JF)
Humboldt-Gymnasium Berlin
“GENErAItion- Zell-Transkriptomanalyse und –generierung mit KI”

Physik

Rusheel Sai Nuthalapati (JF)
PhysLab-Zentrum für Schulkooperationen FU
“SimuMADR: Eine simulative brennstoffeffiziente Lösung für Weltraumtrümmer”

Technik

Alexander Schliwa, Piet Richter (SE)
Humboldt-Gymnasium
“Fütterer”

Tim Reuter, Yannick Engel, Artur Korpulinski (SE)
Wilma-Rudolph-Oberschule
“Bau eines Mini-Transrapids”

Timo Rurack (JF)
Beethoven-Gymnasium
“StratosFlare: Optimierung von Modellraketen für Höhenflüge”

 

Weiterführende Informationen

www.jugend-forscht.de
https://jufo-berlin.de/#

News des Max Delbrück Centers mit Fotos und Videos:
https://www.mdc-berlin.de/de/news/news/jugend-forscht-auf-dem-campus-berlin-buch

* Erfahrungsbericht von Amelie Stadermann über ihr Projekt und den Wettbewerb auf dem Campus Berlin-Buch:
https://www.bertha-von-suttner.de/schule/erfolge-auszeichnungen/wettbewerbe/rechtes-menue/jugend-forscht

 

forschen, produzieren, heilen / 21.02.2024
Talk im Cube: Female Entrepreneurship - A Panel Discussion (in English)

Foto: Peter Himsel
Foto: Peter Himsel

Second edition in March 2024

The next "Talk im Cube" of the Gläsernes Labor Akademie (GLA) will take place on

Thursday, March 14, 2024 from 5:00 - 6:30 p.m.

"Female Entrepreneurship" -  A Panel Discussion (in English) 
with
Anthea Wirges, CARTemis Therapeutics GmbH
Elisa Kieback, t-knife GmbH
Lucile Bonnin, Cambrium GmbH
Merle Fuchs, Pramomolecular GmbH
Petya Jordan, Postdoc Center Adlershof, HU Berlin
Stefanie Reichelt, Carbon 13  & University of Cambridge (Moderation) 

In Germany only about 20 percent of start-ups are founded by women. Despite progress, women still face numerous hurdles and prejudices when venturing into entrepreneurship. Successful female founders from the Campus Berlin-Buch share their experiences, how they have been able to move from thriving research backgrounds into the world of successful Life Science Entrepreneurship.

•             What experiences have these entrepreneurs gained?
•             What support have they received and from whom?
•             Are there specific recommendations that can benefit other female founders?
•             Last but not least: What advantages – or challenges – do these women see when contemplating their own entrepreneurial journey?

Dr. Stefanie Reichelt, with over 20 years of experience as a scientist and coach in the UK start-up scene and climate entrepreneurship (Carbon13), will engage in conversation with

  • Dr. Anthea Wirges, Chief Operating Officer and co-founder at CARTemis Therapeutics GmbH, a spin-off from the Max Delbrück Center that wants to use novel CAR T-cell therapies to help patients with cancers that are currently untreatable,
  • Dr. Elisa Kieback, CTO and co-founder at t-knife Therapeutics, a biopharmaceutical company located on the Campus Berlin-Buch dedicated to developing novel therapeutics to fight cancer, initially focused on T cell receptor (TCR) engineered T cell therapies (TCR-Ts),
  • Dr. Lucile Bonnin, Cambrium GmbH Head of Research & Development at Cambrium,  a next-generation materials company utilizing the molecular programmability of proteins to  create new, sustainable products,
  • Dr. Merle Fuchs, CEO and Co-Founder at Pramomolecular, a spin-off from the TU Berlin developing  an innovative class of drugs that can efficiently down-regulate disease-causing proteins,
  • Dr. Petya Jordan, Coordinator PostDoc Center Adlershof at the Humboldt University of Berlin supports postdocs in their career development, both individually and as groups.

Be part of this inspiring conversation and be inspired by the experiences and insights of successful women in entrepreneurship. Feminine entrepreneurship – a discussion that sparks inspiration and paves the way for future women entrepreneurs.

Followed by Get together and Networking over snacks and drinks.

Other topics planned for this year:
- Drug approvals in oncology - a critical assessment (11 April 2024) 
- Sustainability in the laboratory 4.0 (May 2024) 
- The journey of company... "Founder stories" 
- Team 4.0 - Networked working in biotechnology  
- Life Science Marketing: A potential way of scientist to promote their products 
- CROs in diagnostics and therapeutics development

With the new event series "Talk im Cube", we want to bring business and science together on the Berlin-Buch campus and connect founders of start-ups or life science companies with scientists, e.g. from the Max Delbrück Center, FMP, Charité and BIH.
We invite experts on business topics or trends in the life sciences and highlight every month aspects such as 
- What innovations are there in the start-ups and who is driving them forward? 
- How does the life science business world work and where can synergies with science be created?
- How does the "networked laboratory" work and how do you live "sustainability in the laboratory"? 

Target audience 
Founders & scientists from start-ups, small and medium-sized life science companies and scientific institutions

Costs 
Participation is free of charge.
Registration through this website clicking "Verbindlich Buchen" is requested.

Where
BerlinBioCube (D95), Campus Berlin-Buch, Robert-Rössle-Straße 10, 13125 Berlin

Further information: 
Uwe Lohmeier u.lohmeier@campusberlinbuch.de 

Quelle: Gläsernes Labor Akademie
Please register here

leben, bilden / 15.02.2024
„Mein Pankow der Zukunft“ – Bis 21. April kreative Einreichungen bei der Leitstelle Klimaschutz möglich

Die Leitstelle Klimaschutz des Bezirksamtes Pankow ruft zu einer Mach-mit-Aktion unter dem Motto „Mein Pankow der Zukunft“ im Rahmen der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für den Bezirk auf. Bis zum 21. April 2024 sind alle Pankower:innen – insbesondere Kinder und Jugendliche – herzlich dazu eingeladen, ihre Ideen, Träume und Visionen für ein nachhaltiges Pankow der Zukunft auf kreative Art und Weise einzubringen. Gesucht werden Bilder und Zeichnungen sowie Fotografien von Projekten, Aktionen, Performances, Skulpturen oder Erfindungen. Die Mach-mit-Aktion findet unter anderem in Kooperation mit der Jugendkunstschule Pankow statt, die in der Zeit vom 25.-28. März 2024 einen Ferienkurs mit der Illustratorin Nina Kaun zum Thema Klimaschutz anbietet.

„Mein Pankow der Zukunft“

Die Beiträge der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sollen als Inspiration für das Klimaschutzkonzept dienen: Wie sieht ihr Pankow der Zukunft aus? Wie haben sich Straßen, Häuser und die Nachbarschaft sowie die Natur verändert? Was kann dort unternommen werden? Was ist dafür notwendig? Was muss verändert werden, damit ein nachhaltiges, lebenswertes Pankow der Zukunft möglich wird?

Die eingereichten Beiträge werden auf der Website des Bezirksamtes Pankow veröffentlicht. Im Herbst/Winter 2024 wird außerdem eine Auswahl der Einreichungen im Rathaus Pankow präsentiert. Zur Eröffnung dieser Ausstellung wird eine öffentliche Veranstaltung ausgerichtet. Zudem wird eine Auswahl der Einreichungen im Klimaschutzkonzept veröffentlicht.

Ein Klimaschutzkonzept für Pankow

Derzeit erarbeitet das Bezirksamt Pankow ein Integriertes Klimaschutzkonzept für den Bezirk. Darin sollen Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und damit zur Eindämmung des Klimawandels festgelegt werden. Konkrete Handlungsfelder sind z.B. CO2-neutrale Verwaltung, Energie, Gebäude, Mobilität, Wirtschaft, Konsum und private Haushalte, natürlicher Klimaschutz und Klimaanpassung. Gefördert wird das Projekt durch die Nationale Klimaschutzinitiative.

Verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten

Seit Herbst 2023 werden die Ideen der Pankower:innen durch die Leitstelle Klimaschutz mit verschiedenen Beteiligungsformaten strukturiert erfasst. Bei verschiedenen Veranstaltungen (u.a. beim Beteiligungs-Auftakt in der KulturMarktHalle, beim Klimafest am Stadtteilzentrum Prenzlauer Berg, beim Klimatag auf dem Antonplatz und bei der Klimazukunftskonferenz) gab es die Möglichkeit, konkrete Vorschläge für Maßnahmen einzureichen, darüber in Austausch zu treten und über die Umsetzungsmöglichkeiten mit den Zuständigen der Fachämter zu sprechen. Auf der Beteiligungsplattform mein.berlin.de wurden die Ideen online kommentiert und ergänzt. Alle Vorschläge fließen in das Klimaschutzkonzept ein. Derzeit ist eine weitere Beteiligungsveranstaltung in Planung, bei der die Treibhausgas-Bilanz für den Bezirk vorgestellt wird und noch einmal Gelegenheit besteht, Ideen zum Klimaschutz einzubringen.

Die bis zum 21. April laufende Mach-mit-Aktion ist eine weitere Möglichkeit der Beteiligung auf dem gemeinsamen Weg zu einem Klimaschutzkonzept für den Bezirk.

Weitere Informationen zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts und zur Mach-mit-Aktion:

www.berlin.de/ba-pankow/klimaschutzkonzept

Kontakt der Leitstelle Klimaschutz:

Bezirksamt Pankow
Leitstelle Klimaschutz
Tel.: 030 90295 -2575
klimaschutz@ba-pankow.berlin.de
www.berlin.de/ba-pankow/klima

forschen, produzieren, heilen, bilden / 13.02.2024
Jugend forscht 2024 am Campus Buch: Besuchertag am 15. Februar

Ausstellung der Jugend-forscht-Projekte von 2023 im MDC.C, Campus Berlin-Buch (Foto: Peter Himsel / Campus Berlin-Buch GmbH)
Ausstellung der Jugend-forscht-Projekte von 2023 im MDC.C, Campus Berlin-Buch (Foto: Peter Himsel / Campus Berlin-Buch GmbH)

Nachhaltiges Recycling mit Künstlicher Intelligenz;  Schleimpilz oder Architekt, wer ist besser?;  GENErAItion - Zell-Transkriptomanalyse und -generierung mit KI – dies sind drei der Themen mit denen sich Jugendliche im Regionalwettbewerb von Jugend forscht beschäftigen.

Am Donnerstag, 15. Februar haben Sie von 11:30 Uhr bis 13:45 Uhr die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von den Ideen der Nachwuchsforschenden zu machen. Kommen Sie vorbei, besuchen Sie die Wettbewerbsausstellung im MDC.C (Max Delbrück Communications Center, Haus 83) und HvH (Hermann-von-Helmholtz-Haus, Haus 84) und lassen Sie sich die Projekte von den Jungforscher:innen erklären.

Am 14. und 15. Februar 2024 findet der 59. Regionalwettbewerb von Jugend forscht auf dem Campus Buch statt. Jungforscher:innen aus Berliner Schulen präsentieren in insgesamt sechs Fachbereichen (Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik), ihre Projekte und treten im Wettbewerb um den Einzug in den Landeswettbewerb Berlin gegeneinander an.

"Mach Dir einen Kopf!“ – so lautet das diesjährige Motto des bundesweiten Wettbewerbs Jugend forscht. Die Pateneinrichtungen am Zukunftsort Berlin-Buch betreuen in diesem Jahr knapp 50 Projekte junger Berliner MINT-Talente. Es wird wieder sehr spannend zu sehen, welche neuen Denkansätze und Problemlösungen eingebracht werden!

Über den Wettbewerb
„Jugend forscht“ ist der größte und bekannteste naturwissenschaftlich-technische Nachwuchswettbewerb Deutschlands. Er ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, der Zeitschrift „stern“, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Ziel ist es, besondere Leistungen und Begabungen von Jugendlichen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu fördern. In sieben Fachgebieten treten jährlich junge Forscherinnen und Forscher an. Ab Klasse 4 können talentierte Kinder in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ teilnehmen. Jugendliche ab 15 Jahren starten in der Sparte „Jugend forscht“. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Stiftung Jugend forscht e.V.
www.jugend-forscht.de
https://jufo-berlin.de/#
Pressemitteilung von „Jugend forscht“ zum Auftakt 2024

Über den Campus Berlin-Buch
Der Campus Berlin-Buch ist ein moderner Wissenschafts-, Gesundheits- und Biotechnologiepark. Alleinstellungsmerkmale sind der klare inhaltliche Fokus auf Biomedizin und das enge räumliche und inhaltliche Zusammenwirken von Forschungsinstituten, Kliniken und Biotechnologie-Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erforschung molekularer Ursachen von Krebs,- Herzkreislauf- und neurodegenerativen Erkrankungen, eine interdisziplinär angelegte Grundlagenforschung zur Entwicklung neuer Therapien und Diagnoseverfahren, eine patientenorientierte Forschung und die unternehmerische Umsetzung biomedizinischer Erkenntnisse.
Dank exzellenter Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen im BiotechPark hat der Campus ein herausragendes Innovations- und Wachstumspotenzial. Dazu gehören als Einrichtungen der Grundlagenforschung das Max Delbrück Center und das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie, das gemeinsam von Max Delbrück Center und Charité – Universitätsmedizin Berlin betriebene und auf klinische Forschung spezialisierte Experimental and Clinical Research Center sowie das Berlin Institute of Health. Der BiotechPark Berlin-Buch gehört mit 75 Unternehmen, 850 Beschäftigten und rund 45.000 Quadratmetern Büro- und Laborfläche zu den führenden Technologieparks in Deutschland. Seit 1992 sind über 600 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln durch die EU, den Bund und das Land Berlin in den Campus Berlin-Buch investiert worden, um diese Synergien zu unterstützen.
www.campusberlinbuch.de

produzieren / 08.02.2024
FyoniBio, Alder Therapeutics, and BioLamina enter Consortium Grant Agreement to Propel Recombinant Human Laminin Development for Clinical Applications

Berlin, Germany, and Stockholm, Sweden, February 07, 2024 — FyoniBio, a contract development organization (CDO) specializing in customized cell line and process development has partnered with BioLamina, a biotech company renowned for its expertise in extracellular laminin-based cell biology and development of laminins as tools for cell culture, and Alder Therapeutics, a virtual preclinical allogeneic stem cell therapy development company. The consortium will advance the development of laminins for clinical applications.

As part of the grant-funded consortium, BioLamina and FyoniBio have executed a Master Service Agreement under which FyoniBio will use its long-standing expertise in cell line development in a variety of different mammalian cell systems, including human cell lines, to develop production clones for a couple of BioLamina’s full-length human recombinant laminins.

"FyoniBio is honored to collaborate with BioLamina and Alder Therapeutics in this transformative project. The synergy between FyoniBio's advanced human cell line development capabilities, BioLamina's legacy and significant impact on cell culture standardization and quality by their laminins as substrates, and Alder’s innovative cell therapy development platform will make for a fruitful collaboration. This is the latest step in our collective commitment to help advancing cell therapies”, commented Dr. Lars Stöckl, Managing Director at FyoniBio. “

“The collaboration between BioLamina, FyoniBio and Alder Therapeutics, supported by the secured grant funding, will enable us to combine the specific expertise of all three parties, which we expect will result in a further pushing of the boundaries of cell therapy”, says Veronica Byfield Sköld, CEO of BioLamina

“Both FyoniBio and BioLamina are renowned for their complex protein production expertise, so partnering with them is a fantastic opportunity,” commented Dr. Kristian Tryggvason, CEO at Alder therapeutics. “This collaboration will provide us with additional support for our manufacturing process, so we can help treat the Retinitis Pigmentosa patients”, commented Dr. Kristian Tryggvason, CEO at Alder therapeutics.

For more information about FyoniBio, please visit fyonibio.com. For more information about BioLamina, please visit biolamina.com. To find out more about Alder Therapeutics, please visit aldertx.com.

About FyoniBio GmbH

FyoniBio’s ISO-9001 certified service portfolio covers the development chain from cell line development, process development and in-depth analytical characterization, including bioassays and clinical sample monitoring under GCLP. FyoniBio’s expertise builds on the long-standing experience of their scientists who have developed various cell lines and processes which entered late-stage clinical trials. FyoniBio`s customized approaches enable rapid, high-titer cell line development in various mammalian host cell lines specialized in meeting individual product requirements. Besides the CHOnamite® platform, FyoniBio provides the human GEX® platform, which is particularly suited for recombinant proteins with complex glycan structures. Furthermore, FyoniBio is highly skilled in mass spectrometry based in-depth analytical characterization of biopharmaceuticals and offers the whole package of clinical sample analysis from assay establishment, validation and measurement of clinical samples under GCLP.

All services are established according to the internal quality management system to assure compliance with international ISO standard and meeting international GMP standards.

About BioLamina AB

BioLamina is a Swedish biotechnology company founded in 2009, built on a strong scientific foundation in cell biology and with a legacy in extracellular matrix biology. BioLamina develops, manufactures and commercializes human recombinant laminin substrates to better reflect a biorelevant environment for cultured cells in order to maintain control, gain protocol precision and create safe cells for therapy.

With its expansive portfolio of cell culture matrices, BioLamina has established itself as a key player in advancing cell therapy worldwide, recognized for its premium products, deep scientific competence and state-of-the-art service.

About Alder Therapeutics

Alder Therapeutics is a biotechnology company on a mission to cure the incurable by harnessing the potential of pluripotent stem cell-developed therapies. Through our unique cell therapy development philosophy, we overcome the challenges of traditional development approaches, embedding risk reduction and commercial-mindedness at the core of cell therapy programs.

We have two promising allogenic stem cell therapies in the pipeline, both with preclinical proof of concept data. Our flagship program is a retinal cell therapy aiming to revolutionize treatment of Retinitis Pigmentosa.

Quelle: FyoniBio GmbH

www.fyonibio.com

forschen / 07.02.2024
Schmerz und Tastreiz: Nicht ohne Schwann-Zellen!

Foto: Lewin Lab, Max Delbrück Center
Foto: Lewin Lab, Max Delbrück Center

Damit Schmerz- und Tastreize ins Gehirn gelangen können, sind entsprechende Rezeptorzellen in der Haut nötig. Zentral beteiligt sind auch Schwann-Zellen, berichten Forschende des Max Delbrück Center in „Nature Communications“. Das eröffnet neue Perspektiven für die Schmerztherapie.

Die Haut verfügt über eine Vielzahl von sensorischen Rezeptorzellen, die Berührung, aber auch potenzielle Gefahren wie schmerzhafte mechanische und chemische Reize, Hitze oder Kälte erkennen und ein entsprechendes Signal an Rückenmark und Gehirn weiterleiten. Bislang ging man davon aus, dass sensorische Neuronen allein für diese Aufgabe verantwortlich sind. Doch auch Schwann-Zellen spielen dabei eine entscheidende Rolle, berichten die Teams um Professor Gary Lewin und Professor James Poulet vom Max Delbrück Center jetzt gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern im Fachjournal „Nature Communications“. 

Schwann-Zellen sind bekannt als Isolierschicht um Nervenfasern. Sie schützen und versorgen Neuronen. Bestimmte Typen von Schwann-Zellen sind aber auch aktiv an der Wahrnehmung sensorischer Reize beteiligt, hat sich nun gezeigt. Diese Schwann-Zellen durchziehen die Haut nur wenige Mikrometer unterhalb der Epidermis wie ein Netz und stehen mit den freien Nervenenden sensorischer Rezeptoren in Verbindung, die mechanischen Druck wahrnehmen. „Wir waren überrascht, wieviel Reizwahrnehmung die Schwann-Zellen selbst übernehmen“, sagt Gary Lewin, Leiter der Arbeitsgruppe „Molekulare Physiologie der somatosensorischen Wahrnehmung“ am Max Delbrück Center. 

Erste Hinweise auf die Bedeutung von Schwann-Zellen für die Schmerzwahrnehmung (Nozizeption) hatten zuvor Lewins schwedische Kollaborationspartner gefunden. Julia Ojeda-Alonso aus Lewins Team wollte der Sache zusammen mit Poulets Team und internationalen Kolleg*innen wie Dr Laura Calvo-Enrique vom Karolinska Institutet in Stockholm auf den Grund gehen. Die Forschenden nutzten dafür die Optogenetik. Sie züchteten Mäuse, bei denen sie verschiedene Typen von Schwann-Zellen durch verschiedenfarbige Lichtreize an- und ausschalten konnten. 

Ohne Schwann-Zellen nahmen die Mäuse Vibrationen nicht wahr

Es genügte, die Schwann-Zellen durch einen Lichtreiz zu aktivieren, damit ein Schmerzreiz ins Gehirn weitergeleitet wird. Die Nozizeptoren selbst mussten dafür nicht stimuliert werden. Wenn die Schwann-Zellen blockiert wurden, reduzierte sich die Reizweiterleitung vom Nozizeptor aus um mindestens die Hälfte. „Wir gehen davon aus, dass wir aufgrund von technischen Limitierungen die Bedeutung der Schwann-Zellen nicht vollständig abbilden konnten und sie in manchen Fällen sogar den Großteil der Reizwahrnehmung übernehmen“, sagt Lewin.

Im nächsten Schritt untersuchte das Team, wie es sich mit Tastreizen verhält. Sie konzentrierten sich dabei auf die Meissner-Körperchen. Das sind Druckrezeptoren der Haut, die ebenfalls eng mit Schwann-Zellen verbunden sind. Das Team um James Poulet, Leiter der Arbeitsgruppe Neuronale Schaltkreise und Verhalten“, trainierte die Mäuse so, dass sie mit der Vorderpfote äußerst feine Vibrationen spüren und dies durch ihr Verhalten anzeigen. „Bei ausgeschalteten Schwann-Zellen war das für die Tiere deutlich schwieriger“, fasst Poulet zusammen. Wenn die optogenetische Blockade aufgehoben wurde, kehrte die feine Wahrnehmungsfähigkeit zurück. 

Neue Ansätze für die Schmerztherapie 

Vor allem die Weiterleitung mechanischer Reize, nicht jedoch die von Hitze- oder Kältereizen beeinflussen die Schwann-Zellen, konnten die Forschenden zeigen. „Es ist denkbar, dass polymodale Nozizeptoren, die auf mechanische, thermische und chemische Reize reagieren, nur mit Hilfe der Schwann-Zellen sinnvoll funktionieren“, sagt Lewin.

Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für das Verständnis und die Therapie von Schmerz und gestörtem Tastsinn. „Die Schwann-Zellen direkt unter der Hautoberfläche sind für Wirkstoffe leicht zugänglich“, sagt Lewin. „Das macht sie zu einem attraktiven Ziel, um das Problem direkt an der Wurzel anzugehen.“ 

Literatur

Julia Ojeda-Alonso, Laura Calvo-Enrique, Ricardo Paricio-Montesinos et al. (2024): „Sensory Schwann cells set perceptual thresholds for touch and selectively regulate mechanical nociception.“ Nature Communications, DOI: 10.1038/s41467-024-44845-8

Max Delbrück Center 

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (Max Delbrück Center) gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 70 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organ-übergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das Max Delbrück Center fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am Max Delbrück Center arbeiten 1800 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete Max Delbrück Center zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin.

Foto: Sensorische Schwann-Zellen sind rot gefärbt, sensorische Enden innerhalb des Meissner-Körperchen grün und SOX2-positive Zellen an der Basis des Meissner-Körperchen silberfarben. Foto: Lewin Lab, Max Delbrück Center

Quelle: Pressemitteilung Max Delbrück Center
Schmerz und Tastreiz: Nicht ohne Schwann-Zellen!

www.mdc-berlin.de

forschen, produzieren, heilen, bilden / 06.02.2024
„Mach dir einen Kopf“ – Jugend forscht startet in neue Runde

Plakatmotiv 2024 © Jugend forscht
Plakatmotiv 2024 © Jugend forscht

Drei Einrichtungen des Campus Berlin-Buch sind wieder Paten im Wettbewerb und betreuen junge Forscher:innen auf Regionalebene

Junge Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) starten im Februar in Berlin beim 59. bundesweiten Nachwuchswettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren. Das diesjährige Motto lautet: „Mach dir einen Kopf“.

Im Regionalwettbewerb auf dem Campus Berlin-Buch werden 49 Projekte von fast 100 Berliner Schüler:innen zwischen acht und 18 Jahren betreut. Die Projekte bilden alle Fachbereiche des Wettbewerbs ab: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik, Physik und Technik.

Pateneinrichtungen des Campus sind das Max Delbrück Center, das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie, die Campus Berlin-Buch GmbH und – angeschlossen – das Experimental and Clinical Research Center von Max Delbrück Center und Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Paten richten das Programm für die beiden Wettbewerbstage am 14. und 15. Februar aus. Am 15. Februar stellen die jungen Forscher:innen ihre Projekte an Ständen im Foyer des Max Delbrück Communications Centers (MDC.C) der Öffentlichkeit vor, bevor zum Abschluss die Preisträger:innen feierlich geehrt werden.

„Wir freuen uns auf die vielen Ideen im diesjährigen Wettbewerb. Jedes Jahr erleben wir sehr engagierte Kinder und Jugendliche, die eigenständig Forschungsfragen entwickeln und sie untersuchen. Ihre Arbeit würdigen wir unter anderem, indem wir sie in die Forschungslabore des Campus einladen“, sagt Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführer der Campus Berlin-Buch GmbH. „Jugend forscht ist eine ausgezeichnete Form der Nachwuchsförderung in den MINT-Berufen, die wir sehr gern unterstützen.“

Über den Wettbewerb
„Jugend forscht“ ist der größte und bekannteste naturwissenschaftlich-technische Nachwuchswettbewerb Deutschlands. Er ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, der Zeitschrift „stern“, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Ziel ist es, besondere Leistungen und Begabungen von Jugendlichen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu fördern. In sieben Fachgebieten treten jährlich junge Forscherinnen und Forscher an. Ab Klasse 4 können talentierte Kinder in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ teilnehmen. Jugendliche ab 15 Jahren starten in der Sparte „Jugend forscht“. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Stiftung Jugend forscht e.V.
www.jugend-forscht.de
https://jufo-berlin.de/#
Pressemitteilung von „Jugend forscht“ zum Auftakt 2024

Über den Campus Berlin-Buch
Der Campus Berlin-Buch ist ein moderner Wissenschafts-, Gesundheits- und Biotechnologiepark. Alleinstellungsmerkmale sind der klare inhaltliche Fokus auf Biomedizin und das enge räumliche und inhaltliche Zusammenwirken von Forschungsinstituten, Kliniken und Biotechnologie-Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erforschung molekularer Ursachen von Krebs,- Herzkreislauf- und neurodegenerativen Erkrankungen, eine interdisziplinär angelegte Grundlagenforschung zur Entwicklung neuer Therapien und Diagnoseverfahren, eine patientenorientierte Forschung und die unternehmerische Umsetzung biomedizinischer Erkenntnisse.
Dank exzellenter Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen im BiotechPark hat der Campus ein herausragendes Innovations- und Wachstumspotenzial. Dazu gehören als Einrichtungen der Grundlagenforschung das Max Delbrück Center und das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie, das gemeinsam von Max Delbrück Center und Charité – Universitätsmedizin Berlin betriebene und auf klinische Forschung spezialisierte Experimental and Clinical Research Center sowie das Berlin Institute of Health. Der BiotechPark Berlin-Buch gehört mit 75 Unternehmen, 850 Beschäftigten und rund 45.000 Quadratmetern Büro- und Laborfläche zu den führenden Technologieparks in Deutschland. Seit 1992 sind über 600 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln durch die EU, den Bund und das Land Berlin in den Campus Berlin-Buch investiert worden, um diese Synergien zu unterstützen.
www.campusberlinbuch.de

forschen, heilen / 05.02.2024
Genschere repariert defekte Immunzellen

Foto: Elijah D. Lowenstein und Xun Li, AG K. Rajewsky, Max Delbrück Center
Foto: Elijah D. Lowenstein und Xun Li, AG K. Rajewsky, Max Delbrück Center

Bestimmte erbliche Gendefekte führen zu einer überschießenden Immunantwort, die tödlich enden kann. Mithilfe der Genschere CRISPR-Cas9 lassen sie sich reparieren, die Abwehrreaktion normalisiert sich. Das berichtet das Team um Klaus Rajewsky vom Max Delbrück Center in „Science Immunology“.

Die familiäre Hämophagozytische Lymphohistiozytose (FHL) ist eine seltene Erkrankung des Immunsystems. Betroffen sind meist Säuglinge und Kleinkinder im Alter von bis zu 18 Monaten. Sie erkranken schwer und die Sterblichkeit ist hoch. Ursache sind verschiedene Genmutationen, die eine normale Funktion der zytotoxischen T-Zellen verhindern. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Abwehrzellen, die von Viren befallene oder auf andere Weise veränderte Körperzellen töten. Infiziert sich ein betroffenes Kind – etwa dem Epstein-Barr-Virus (EBV), aber auch mit anderen Viren – können die zytotoxischen T-Zellen die befallenen Zellen nicht beseitigen. Stattdessen läuft die Immunantwort aus dem Ruder. Es kommt zu einem Zytokinsturm und einer überschießenden Entzündungsreaktion, die den gesamten Organismus in Mitleidenschaft zieht.

„Zur Behandlung kombinieren Ärzte Chemotherapie, Immunsuppression und Knochenmarkstransplantation. Trotzdem sterben viele der erkrankten Kinder“, sagt Professor Klaus Rajewsky, Leiter der Arbeitsgruppe „Immunregulation und Krebs“ am Max Delbrück Center. Gemeinsam mit seinem Team hat er ein neues Therapieprinzip entwickelt. Den Forschenden ist es gelungen, defekte T-Zellen von Mäusen sowie von zwei betroffenen Babys mit Hilfe der Genschere CRISPR-Cas9 zu reparieren. Die reparierten zytotoxischen T-Zellen funktionierten danach normal. Die erkrankten Mäuse erholten sich von der Hämophagozytischen Lymphohistiozytose. Ihre Ergebnisse veröffentlicht das Team um Rajewsky jetzt im Fachjournal „Science Immunology“.

Bei Mäusen funktioniert die Reparatur

Ausgangspunkt für die Arbeit waren Mäuse, bei denen das Team EBV-Infektionen nachstellen kann. Bei diesen Tieren veränderten die Forschenden ein Gen namens Perforin derart, dass es seine Funktion einbüßte – ein häufiger Gendefekt bei FHL-Betroffenen. Lösten sie nun einen Zustand ähnlich einer EBV-Infektion aus, vermehrten sich befallene B-Zellen unkontrolliert, weil die defekten zytotoxischen T-Zellen sie nicht beseitigen konnten. In der Folge schoss die Immunantwort über und die Mäuse erkrankten an Hämophagozytischer Lymphohistiozytose.

Aus dem Blut der Mäuse gewann das Team anschließend T-Gedächtnis-Stammzellen, also langlebige T-Zellen, aus denen aktive zytotoxische T-Zellen heranreifen. Die Forschenden reparierten mithilfe der Genschere CRISPR-Cas9 das defekte Perforin-Gen der T-Gedächtniszellen und spritzten sie den Tieren. Die Immunantwort beruhigte sich, und die Mäuse erholten sich von ihren Symptomen.

Wie lange der schützende Effekt anhält, ist ungewiss

Ob das Prinzip auch bei Menschen funktioniert, prüfte der Erstautor der Studie, Dr. Xun Li, mithilfe von Blutproben zweier erkrankter Säuglinge. Eines der Kinder hatte ein defektes Perforin-Gen, beim zweiten war ein anderes Gen betroffen. „Unser Genreparaturverfahren ist präziser als frühere Ansätze und die T-Zellen sind nach der Genreparatur nahezu unverändert“, sagt Li. „Zudem war es faszinierend, wie effektiv sich selbst aus einer geringen Blutmenge die T-Gedächtniszellen vermehren und reparieren ließen.“ Den Experimenten in Zellkulturen zufolge waren die reparierten T-Gedächtniszellen der Babys zu einer normalen zytotoxischen T-Zell-Antwort fähig.

Das Wirkprinzip funktioniert also grundsätzlich. Bevor es Betroffenen zugutekommen kann, muss das Team noch offene Fragen klären und das Behandlungskonzept in klinischen Studien prüfen. „Noch ist ungewiss, wie lange der schützende Effekt anhält“, sagt Dr. Christine Kocks, Wissenschaftlerin in Rajewskys Team.  „Da die T-Gedächtnisstammzellen lange im Körper bleiben, hoffen wir auf einen langfristigen oder sogar dauerhaften Schutz. Es ist auch denkbar, den Betroffenen ihre reparierten T-Zellen immer wieder zu verabreichen.“

Durch die geringfügige Blutentnahme ist das Vorgehen schonend, und bei den Mäusen war keine vorbereitende Behandlung notwendig – anders als beispielsweise bei einer Knochenmarkstransplantation, sagt Rajewsky: „Wir hoffen sehr, dass unser Wirkprinzip ein Durchbruch für die Behandlung von Patienten mit FHL ist – entweder um Zeit für eine erfolgreiche Knochenmarkstransplantation zu gewinnen, oder sogar als Therapie selbst.“

Weiterführende Informationen

AG Klaus Rajewsky

Der Gen-Virtuose – Porträt über Klaus Rajewsky

Feinschliff für die Genschere

Literatur
Xun Li et al (2024): „Precise CRISPR-Cas9 gene repair in autologous memory T cells to treat familial hemophagocytic lymphohistiocytosis“. Science Immunology, DOI: 10.1126/sciimmunol.adi0042

Bild: Lebergewebe von Mäusen, die als Modell für die seltene Immunerkrankung FHL dienen: Genetisch veränderte T-Zellen können die vom Epstein-Barr-Virus befallenen B-Zellen (rot) nicht abtöten. Andere Immunzellen strömen deshalb hinzu und blockieren ein Blutgefäß (Mitte). Foto: Elijah D. Lowenstein und Xun Li, AG K. Rajewsky, Max Delbrück Center

forschen, produzieren, heilen / 02.02.2024
Krebsheilung in der Petrischale

Zum Weltkrebstag am 4. Februar rückt Krebs sowie die vielen unterschiedlichen Gesichter dieser individuellen Erkrankung in den Fokus der Öffentlichkeit

Vor Behandlungsbeginn zu wissen, welche individuelle Krebstherapie für den Patienten effektiv ist, ist die zentrale Herausforderung der heutigen Zeit. Bei rund der Hälfte aller Krebspatienten versagt jedoch die verschriebene Chemotherapie. Trotz Behandlungsleitlinien wissen weder Arzt noch Patient, ob ein Krebsmedikament bei einem individuellen Tumor auch wirksam sein wird. Denn jeder Patient reagiert bei einer Chemotherapie anders und teilweise lassen sich erst nach Wochen und Monaten die Ergebnisse einer Therapie feststellen.

Das Team von ASC Oncology rund um den Krebsforscher Dr. Christian Regenbrecht entwickelte das Reverse Clinical Engineering®-Testverfahren und füllt diese Versorgungslücke:

In den Laboren auf dem Campus Berlin-Buch wird für Patienten weltweit untersucht, ob ein Medikament individuell effektiv wirkt. Für das Testverfahren wird eine frische Gewebeprobe des zu behandelnden Tumors während einer Tumoroperation oder einer Biopsie entnommen. Aus dieser Gewebeprobe züchten die Wissenschaftler im Labor 3D-Kopien des Patiententumors, sogenannte Organoide, an denen die verschiedenen Medikamente, Kombinationen und Dosierungen getestet werden. Diese 3D-Mikrotumore bilden die unterschiedlichen Zelltypen des Tumors nach und werden wie "Crash Test Dummies" eingesetzt. Behandelnde Onkologen und Patienten wissen dadurch vor dem Therapiebeginn, welches Medikament bzw. welche Medikamente bei dem einzelnen Patienten wahrscheinlich wirken oder nicht wirken werden.

Mit dem Testverfahren kann die optimale medikamentöse Therapie des individuellen Patienten mit soliden Tumoren (Karzinom oder Sarkom) ermittelt werden. Ein entsprechendes Verfahren für Blutkrebs oder Lymphdrüsenkrebs wird derzeit von den Wissenschaftlern von ASC Oncology optimiert.

Erste Antworten auf häufige Fragen zum Reverse Clinical Engineering®-Testverfahren

Für welche Patienten ist das Testverfahren geeignet?
Mit dem Testverfahren kann die optimale medikamentöse Therapie für Patienten mit malignen soliden Tumoren (Karzinom oder Sarkom) ermittelt werden. Das Verfahren wird zurzeit für Blutkrebs oder Lymphdrüsenkrebs optimiert.

Wird der Test von Krankenkassen bezahlt?
In der Regel übernehmen die privaten Krankenkassen die für die Patienten anfallenden Kosten. Bei gesetzlich Versicherten entscheidet der Medizinische Dienst von Fall zu Fall. ASC Oncology unterstützt Patienten bei der Beantragung der Kostenübernahme und arbeitet daran, dass das Testverfahren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wird.

Wie viel kostet ein Test?
Die Kosten für das Testverfahren hängen von der Menge der getesteten Medikamente ab und beginnen bei der Testung von vier Medikamenten bei 5700 Euro.

Was passiert, falls ein Patient das Verfahren benötigt, aber nicht bezahlen kann?
Die Geschäftsführung von ASC Oncology hat 2020 gemeinsam mit Ärzten und Patientenvertretern den Verein „Cancer Rebels“ e.V. gegründet, der Krebsbetroffene finanziell unterstützt. Der Verein kann unter anderem auch bei der Nutzung des Testverfahrens einspringen, denn Teilhabe am medizinischen Fortschritt sollte nicht von fehlenden finanziellen Mitteln aufgehalten werden.

Wer ist ASC Oncology?
ASC Oncology wurde 2019 von neun führenden Wissenschaftlern der Kompetenzfelder Pathologie, Tumorbiologie, Biochemie, Biotechnologie und Molekularbiologie 2019 mit dem Ziel gegründet, sich der wichtigsten Herausforderung der modernen Onkologie anzunehmen: Patienten zur richtigen Zeit mit der richtigen Therapie zu versorgen.

Pressemitteilung ASC Oncology GmbH
 

www.asc-oncology.com

produzieren / 31.01.2024
Eckert & Ziegler beliefert Nucleus Radiopharma mit den therapeutischen Radioisotopen Ac-225 und Lu-177

Mit der Lieferung von Lu-177 und Ac-225 durch Eckert & Ziegler startet Nucleus Radiopharma in eine neue Ära der Krebsbehandlung

Berlin, Germany und Rochester, MN, USA – 31. Januar 2024 – Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, SDAX) und Nucleus Radiopharma (Nucleus) haben umfangreiche Lieferverträge für wichtige therapeutische Radioisotope unterzeichnet. Eckert & Ziegler wird als Hauptlieferant für hochqualitatives und trägerfreies Lutetium-177 (Lu-177) sowie für Actinium-225 (Ac-225) fungieren. Nucleus wird die Radioisotope nutzen, um seine Dienstleistungen für die klinische Entwicklung und Herstellung von Radiopharmazeutika zu optimieren und zu ergänzen.

Actinium-225 und Lutetium-177 werden als radioaktive Substanzen in der Krebstherapie eingesetzt, die Alpha- (Ac-225) bzw. Beta-Teilchen (Lu-177) zur Zerstörung von Tumorzellen aussenden. Während Arzneimittel auf Lu-177-Basis bereits für verschiedene Indikationen zugelassen sind und weltweit eine steigende Nachfrage verzeichnen, laufen für beide Radioisotope Dutzende weitere klinische Studien. Nach Ansicht von Marktexperten wird die Nachfrage nach Ac-225 in den nächsten zehn Jahren erheblich steigen.

"Wir freuen uns, die Aktivitäten von Nucleus mit unseren Actinium-225- und Lutetium-177-Lieferungen zu unterstützen und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Radiotherapien zu leisten", sagte Dr. Harald Hasselmann, Vorstandsvorsitzender von Eckert & Ziegler. "Die Zusammenarbeit und die wachsende Nachfrage nach diesen neuartigen Radiopharmazeutika bestätigen unsere strategischen Investitionen in die Produktionsanlagen für Radioisotope."

"Die zuverlässige Versorgung mit Ac-225 und Lu-177 ist eine wichtige Voraussetzung, um den steigenden Bedarf für die Entwicklung und Herstellung von Radiopharmaka zu decken", erklärte Charles S. Conroy, CEO von Nucleus. "Unsere Vereinbarung mit Eckert & Ziegler wird uns in die Lage versetzen, unsere Programme so effizient wie möglich voranzutreiben und den Zugang der Patienten zu innovativen Strahlentherapien zu sichern."

Nachdem Eckert & Ziegler im Jahr 2023 erfolgreich eine GMP-konforme Produktion für Lu-177 aufgebaut hat und die Kapazitäten kontinuierlich ausbaut, wird die Herstellung größerer Mengen von Ac-225 in GMP-Qualität für das Jahr 2024 erwartet.

Über Eckert & Ziegler
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet.
Wir helfen zu heilen.

Über Nucleus RadioPharma
Nucleus RadioPharma ist eine innovative CDMO in der radiopharmazeutischen Industrie, die sich der Entwicklung und Herstellung gezielter Radiotherapien widmet. Das Unternehmen, dessen Schwerpunkt auf Innovation und Qualität liegt, bietet eine Reihe von Dienstleistungen an, von der Formulierung und analytischen Entwicklung bis hin zur Zulassungsdokumentation und Herstellung von Arzneimitteln. Die Technologieplattformen von Nucleus RadioPharma sind führend in der radiopharmazeutischen Forschung und dienen dazu, neue Therapien durch klinische Versuche bis zur Vermarktung zu bringen. Nucleus RadioPharma ist für seinen flexiblen Ansatz bekannt und bietet mehrere Einstiegspunkte, um innovative Unternehmen in verschiedenen Phasen ihres Produktlebenszyklus zu unterstützen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte nucleusrad.com.

www.ezag.de

produzieren / 23.01.2024
Eckert & Ziegler und Full-Life Technologies unterzeichnen Actinium-225 Liefervertrag für Radiopharmazeutika der nächsten Generation

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, SDAX) und Full-Life Technologies (Full-Life), ein in der klinischen Phase befindliches, voll integriertes und global agierendes Radiotherapeutika-Unternehmen, gaben heute bekannt, dass sie einen Vertrag über die Lieferung von Actinium-225 (Ac-225) geschlossen haben. Die Vereinbarung verschafft Full-Life Zugang zu Eckert & Zieglers hochreinem Actinium-225, einem Radionuklid für die Entwicklung der nächsten Generation von therapeutischen Radiopharmazeutika.

Ac-225 hat sich als vielversprechender Wirkstoff für die Behandlung von Krebs erwiesen. Das Radioisotop setzt hochwirksame Alphateilchen mit hoher Energie und kurzer Eindringtiefe frei, die eine präzise Bekämpfung von Tumorzellen, einschließlich schwer erreichbarer Mikrometastasen, ermöglichen. Zugleich werden die Auswirkungen auf das umgebende gesunde Gewebe minimiert. Aufgrund seines Potenzials erwarten Experten aus Klinik und Industrie einen erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Ac-225 im kommenden Jahrzehnt.

"Wir freuen uns, dass wir mit Full-Life Technologies eine Lieferkooperation eingegangen sind und ihnen damit den Weg in die klinische Entwicklung erleichtern können", sagte Dr. Harald Hasselmann, Vorstandsvorsitzender von Eckert & Ziegler. "In der Vergangenheit hat die begrenzte Verfügbarkeit von Ac-225 den Fortschritt sowohl in der klinischen Forschung als auch bei kommerziellen Anwendungen behindert. Mit der Errichtung unserer neuen Ac-225 Produktionsanlage und deren Inbetriebnahme in der zweiten Jahreshälfte werden wir den Zugang zu diesem wichtigen Radionuklid deutlich verbessern."

"Ac-225 ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Portfolios an therapeutischen Wirkstoffen, darunter unser führender Kandidat 225Ac-FL-020 zur Behandlung von metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs", erklärte Philippe van Put, Geschäftsführer von Full-Life Technologies Europe. "Um unsere Entwicklung und klinische Forschung voranzutreiben, ist die Sicherung des Zugangs unerlässlich. Eckert & Ziegler bringt großes Fachwissen und mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung als Radioisotopenspezialist zur Unterstützung unserer ehrgeizigen Entwicklungsinitiativen mit."

Über Eckert & Ziegler
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 1.000 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet weltweit an seinen Standorten Dienstleistungen und Produkte im Bereich der Radiopharmazie an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet.
Wir helfen zu heilen.

Über Full-Life Technologies
Full-Life Technologies Limited ("Full-Life") ist ein voll integriertes globales Radiotherapeutika-Unternehmen mit Niederlassungen in Belgien, Deutschland und China. Unser Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette der radiopharmazeutischen Forschung und Entwicklung, Produktion und Kommerzialisierung zu besitzen, um den Patienten klinische Vorteile zu bieten. Das Unternehmen plant, die Kernprobleme der Radiopharmazie von heute durch innovative Forschung anzugehen, die auf die Behandlungen von morgen abzielt. Wir bestehen aus einem Team von dynamischen Unternehmern und Wissenschaftlern mit nachgewiesenen Erfolgen in den Biowissenschaften sowie in der Radioisotopenforschung und klinischen Entwicklung.

Quelle: Pressemitteilung Eckert & Ziegler AG
Eckert & Ziegler und Full-Life Technologies unterzeichnen Actinium-225 Liefervertrag für Radiopharmazeutika der nächsten Generation

forschen / 18.01.2024
Dritter ERC-Grant für Gaetano Gargiulo

Gaetano Gargiulo (Foto: David Ausserhofer)
Gaetano Gargiulo (Foto: David Ausserhofer)

Zellbasierte Immuntherapien, besonders CAR-T-Zellen aus dem Labor, gelten bei vielen Krebsleiden als vielversprechend. Aber wie können wir effektive Immunzellen produzieren? Mit einem ERC-„Proof of Concept“-Grant entwickelt Gaetano Gargiulo vom Max Delbrück Center ein neuartiges Screening-Werkzeug.

Dr. Gaetano Gargiulo, Leiter der Arbeitsgruppe „Molekulare Onkologie“ am Max Delbrück Center, und sein Team arbeiten an einem Screening-Werkzeug für CAR-T-Zellen. Es unterscheidet Zellzustände: CAR-T-Zellen, die entweder sehr effektiv Krebszellen abtöten können oder erschöpft sind. Der Europäische Forschungsrat ERC unterstützt die ersten Schritte auf dem Weg zur Kommerzialisierung mit einem „Proof of Concept“-Grant (PoC) in Höhe von 150.000 Euro. Gargiulo ist einer von 240 Forscherinnen und Forschern aus ganz Europa, die in den drei Wettbewerbsrunden des vergangenen Jahres eine solche Förderung erhalten haben, um ihre wegweisenden Erkenntnisse in vielfältig anwendbare Produkte umzusetzen. Am 18. Januar 2024 gab der ERC 102 Grants der dritten Runde bekannt.

Nach einem „Starting Grant“ im Jahr 2016 und einem „Proof of Concept“-Grant im Jahr 2022 ist das bereits seine dritte Auszeichnung durch den ERC. „Ich habe das Privileg, kontinuierlich vom ERC unterstützt zu werden“, sagt Gargiulo. „Mithilfe des ERC Starting Grants haben wir eine sehr flexible Technologie entwickelt: Damit untersuchen wir, wie Krebszellen ihren Zustand ändern, um bösartiger zu werden. Mit dieser Technologie können wir aber auch jene Immunzellen zu verbessern, die wir gentechnisch im Labor verändern, um Krebs zu bekämpfen. Die jetzt bewilligte Finanzierung gibt uns den nötigen Schwung, um diesen Ansatz zu nutzen."

Einige T-Zellen können nichts ausrichten – aus verschiedenen Gründen

CAR-T-Zelltherapien sind oft der letzte Ausweg für Patient*innen mit bestimmten Formen von Blut- oder Lymphdrüsenkrebs, die auf gängige Behandlungen nicht ansprechen. Auch gegen solide Tumoren werden neue Versionen dieser zellbasierten Immuntherapien entwickelt. Bei dieser Technologie werden Immunzellen (T-Zellen) der Erkrankten im Labor mit einem chimären Antigenrezeptor (CAR) ausgestattet – einem kleinen Fühler, der Körperzellen abtastet und nach spezifischen Eigenschaften von Krebszellen (Antigenen) sucht. Zurück im Körper des Patienten oder der Patientin, spüren sie das Antigen auf, auf das sie ausgerichtet sind, und töten die Tumorzellen ab.

Allerdings gibt es in der Praxis Hindernisse: etwa den komplexen Herstellungsprozess, den übermäßigen Kontakt mit Antigenen oder die widrige Umgebung innerhalb eines Tumors und in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Diese Faktoren können dazu führen, dass die T-Zellen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Sie sind dann sowohl gegen Blutkrebs als auch gegen solide Tumoren weniger wirksam. Das Herstellungsverfahren selbst ist auch sehr teuer: in der Größenordnung von Hunderttausenden von Euro. Selbst wenn das Verfahren nur ein bisschen effizienter wirksame CAR-T-Zellen herstellen würde, würde es diesen Ansatz tragfähiger machen und könnte für mehr Patient*innen zugänglich sein.

Screenen und Störungen beheben

Das Team um Gargiulo will mit dem „Proof of Concept“-Grant des ERC ein neues Werkzeug konzipieren und testen, das die Qualität von T-Zell-Produkten aus dem Labor verbessern soll. Die Forscherinnen und Forscher nennen es SynT. Das synthetische Reportersystem soll verschiedene Zellzustände unterscheiden, die die T-Zellen entweder handlungsunfähig machen oder sie in einen kraftvollen „Serienkiller-Modus“ versetzen. Diese Zellzustände detektieren im Labor erzeugte DNA-Abschnitte, die jeweils ein fluoreszierendes Protein an- oder ausschalten (in der Fachsprache: synthetische Lokus-Kontrollregion oder sLCR). Je nachdem welche sLCR eingeschaltet ist, leuchten die Zellen unter einem Fluoreszenzmikroskop in einer anderen Farbe. Mit einem schnellen Mikroskop und einer Roboterplattform kann das Team Hunderte von Umgebungsbedingungen parallel testen und diejenigen finden, die den „Serienkiller“-Modus verstärken.

„Mithilfe dieses Screenings wollen wir Signalwege oder pharmakologische Wirkstoffe identifizieren, die funktionelle CAR-T-Zellen unterstützen und Störungen rückgängig machen können. SynT wird uns dabei helfen, das Bio-Engineering – und damit die Voraussetzung für die Zelltherapie gegen Krebs – besser zu verstehen und möglicherweise die Herstellung so zu verbessern, dass es die Aktivität erhöht und die Kosten senkt“, sagt Gargiulo. „Solche Fortschritte können die CAR-T-Zell-Therapien letztlich noch wirksamer machen.“

Weiterführende Informationen

Pressemitteilung des ERC 

ERC-„Proof of Concept“-Grant für Gaetano Gargiulo

Vom ERC geförderte Wissenschaftler*innen am Max Delbrück Center

leben / 18.01.2024
Für ein gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus - 25. Lichterkette am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Anlässlich des 79. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz findet am Samstag, dem 27. Januar 2024 um 18:00 Uhr bereits zum 25. Mal die Lichterkette vor dem ehemaligen Jüdischen Waisenhaus in der Berliner Str. 120/121, 13187 Berlin statt. Die Veranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktags führt die Kommission für Bürgerarbeit in Pankow in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) durch.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch eröffnet die Lichterkette um 18:00 Uhr. Nach dem Auftakt ziehen die Teilnehmenden mit Kerzen weiter zur Pankower Kirche in der Breite Straße. Auf dem Weg wird es einen Halt mit Redebeiträgen geben und auf der Kreuzung wird der Verkehr für eine Gedenkminute unterbrochen. Im Anschluss findet in der Kirche eine Gedenkveranstaltung mit vier Chören und der Gruppe Csòkolom statt.

 

Alle Interessierten sind dazu aufgerufen, sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Fremdenfeindlichkeit, des anwachsenden Antisemitismus und Nationalismus mit ihrer Teilnahme für ein solidarisches Miteinander zu engagieren. Bitte eigene Kerzen mitbringen!

27. Januar ist seit 1996 Gedenktag

Der 27. Januar ist seit 1996 offizieller Gedenktag in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1999 gestalten engagierte Bürgerinnen und Bürger Pankows eine Lichterkette, um an die Befreiung von Auschwitz durch sowjetische Soldaten am 27. Januar 1945 zu erinnern. Es geht den Veranstaltern sowohl um das Gedenken als auch darum, zu verdeutlichen, dass die Herausforderungen nicht weniger werden – sondern offensichtlich wachsen.  Die Lichterkette soll einen Beitrag für das Zusammenleben der Menschen in gegenseitiger Akzeptanz leisten – gleich welcher Herkunft, Religion und Lebenseinstellung sie sind.

Weitere Informationen: https://www.lichterkette-pankow.de/