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leben / 02.05.2024
Neues Wohnen im Ludwig Hoffmann Quartier
Im Ludwig Hoffmann Quartier entstehen bis 2027 Mikroapartments, Mietwohnungen und ein Wohnhaus für Senioren. buchinside sprach mit Projektentwickler Andreas Dahlke
Vor zwei Jahren wurde die Sanierung der historischen Bauten dieses Areals von Ludwig Hoffmann abgeschlossen. Wie trägt das Quartier zum Zukunftsort Buch bei?
Unser Konzept sah von Anfang an vor, ein Quartier zu schaffen, das die verschiedenen Funktionen der Stadt abbildet. Neben 500 Wohnungen sind bisher zwei Schulen, drei Kitas, eine Sporthalle, Raum für Gewerbe und soziale Einrichtungen entstanden. Auf diese Nutzungsvielfalt werden wir oft angesprochen, und sie trägt auch wesentlich zum Lebensgefühl im Quartier bei. Die Leute wohnen gern hier, die Kinder gehen hier zur Kita oder zur Schule. Es ist eines der bemerkenswert schönen historischen Ensembles, die Buch so einzigartig machen und heute wieder lebendiger Teil des Ortes.
Ende letzten Jahres erhielten Sie die Baugenehmigungen für weitere 450 Wohnungen in Neubauten. Was ist genau geplant?
Wir werden Wohnungen für verschiedene Zielgruppen bauen. In Buch gibt es über 6.500 Arbeitsplätze in Kliniken, Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Dementsprechend gibt es viele Auszubildende, junge Wissenschaftler oder Berufsanfänger. Für sie errichten wir drei Gebäude mit insgesamt 195 Mikroapartments. Eines der Gebäude ist das Franz-Ehrlich-Haus, in dem wir neben Apartments auch ein Café integrieren wollen. Die Wohnungen sind vollständig ausgestattet mit Pantryküche, Wohnraum und Bad. Sie werden Teil eines Campus sein mit Bibliothek, Café, Räumen für Meetings und Waschsalon. Mit dem Fahrrad ist man schnell auf dem Klinik- oder Forschungscampus – ich denke, dass hier eine attraktive kleine Community entstehen kann.
Seit wir in Buch aktiv sind, werden wir immer wieder gefragt, ob wir nicht ein Seniorenwohnen anbieten könnten. Es sind ältere Leute aus Buch, die gern in kleinere Wohnungen ziehen und in ihrer Gegend bleiben möchten. Gleichzeitig wünschen sie sich, dass sie einen Ansprechpartner haben, der sich um ihre Belange und Services kümmert. Ein solches Haus bauen wir mit 71 kompakten Wohnungen zwischen 45 und 65 Quadratmetern. Im Erdgeschoss entstehen Gemeinschaftsräume, Terrassen und ein Büro.
Darüber hinaus realisieren wir eine moderne Wohnanlage mit 182 hellen, komfortablen Mietwohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von 75 Quadratmetern. Die Häuser gruppieren sich um einen offenen grünen Innenhof.
Die Bau- und Finanzierungskosten sind stark gestiegen. Wie wird sich dies in den Mietpreisen niederschlagen?
Die wirtschaftliche Gesamtsituation ist deutlich schwieriger geworden. Vereinfacht gesagt, haben sich in wenigen Jahren die Baupreise verdoppelt und die Finanzierungskosten vervierfacht. Das sorgt für steigende Mieten. Wir haben jedoch die Wohnungen möglichst kompakt geplant, so dass der spezifische Mietzins zwar höher ist als noch vor fünf Jahren, aber die Miete trotzdem noch bezahlbar bleibt. Für das Seniorenwohnen suchen wir nach einem tragfähigen kaufmännischen Konzept, das für die Bewohner, den Betreiber und den Investor gleichermaßen funktioniert. Auch das Franz-Ehrlich-Haus ist herausfordernd. Es hat 7.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, aber nur 2.200 Quadratmeter Mietfläche. Ein normales Gebäude hätte mehr als die doppelte Mietfläche.
Wie nachhaltig ist das Ludwig Hoffmann Quartier schon jetzt, und welche Projekte sind geplant?
Es ist grundsätzlich nachhaltig, ein bestehendes Bauensemble neu zu nutzen. Nachhaltig kann auch sein, ursprüngliche Funktionen wiedereinzusetzen: Die Erbauer hatten das Regenwasser über Rohre in ein Muldensystem abgeleitet, welches in Tümpel mündete. Als wir das Areal übernahmen, floss alles in die Kanalisation. Heute ist das Muldensystem wieder aktiv und funktioniert bestens.
Aktuell planen wir, die Wärmeenergieversorgung auf dem Gelände wesentlich nachhaltiger zu gestalten.
Was wünschen Sie sich künftig für Buch?
Ich wünsche mir, dass sich hier noch viel stärker ein anregendes gesellschaftliches Leben entwickelt, eine Art Mikrokosmos, in dem man sich kennt und bei kulturellen Events trifft. Dass man viel seltener Anlass hat, „in die Stadt“ zu fahren.
Interview: Christine Minkewitz/CBB
Dieser Artikel erschien zuerst im Standortjournal buchinside: www.berlin-buch.com/de/buchinside
Quelle: Campus Berlin-Buch GmbHAlle News im Überblick
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