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forschen / 13.12.2024
Leibniz-Preis geht an Ana Pombo

Porträtbild von Professorin Ana Pombo. Foto: Pablo Castagnola
Porträtbild von Professorin Ana Pombo. Foto: Pablo Castagnola

Die Biochemikerin Ana Pombo vom Max Delbrück Center bekommt den renommierten Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis. Das gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 11. Dezember 2024 bekannt. Der Leibniz-Preis gilt als der wichtigste deutsche Forschungsförderpreis und ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert.

Zwei Meter lang ist der Erbgutfaden, den Zellen sorgsam gefaltet in einem Kern von zehn Mikrometern Durchmesser verstauen. Dadurch entsteht ein räumliches Zusammenspiel zwischen Genen und ihren Schaltern. Professorin Ana Pombo will verstehen, wie Umwelteinflüsse und Erfahrungen dieses dreidimensionale Zusammenspiel beeinflussen – und Krankheiten wie zum Beispiel Autismus oder Epilepsie entstehen können. Für die Analyse entwickelt ihre Arbeitsgruppe am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie des Max Delbrück Center (MDC-BIMSB) neue Werkzeuge: 2017 stellte ihr Team im Fachmagazin „Nature“ eine Methode vor, mit der sich die 3D-Struktur des gesamten Genoms kartieren lässt. 

Aufgrund solcher wegweisenden Arbeiten hat der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entschieden, Ana Pombo gemeinsam mit neun anderen Wissenschaftler*innen mit dem wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis zu ehren. Sie erhält am 19. März 2025 bei einer Festveranstaltung den Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert. 

„Wir wollen in Zukunft krankmachende Veränderungen der Zellen möglichst früh rückgängig machen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir zunächst die Mechanismen entschlüsseln, die wie ein komplexes Uhrwerk bestimmen, wie unser Genom funktioniert. Die Arbeit von Ana Pombo trägt ganz grundlegend dazu bei. Sie ist eine echte Pionierin – und wir gratulieren ihr herzlich“, sagt Professorin Maike Sander, Wissenschaftliche Vorständin des Max Delbrück Center.

Über Ana Pombo
Ana Pombo wurde 1969 in Portugal geboren und studierte Biochemie an der Universität Lissabon. Nach einer Promotion an der Universität Oxford wechselte sie  zunächst als Gruppenleiterin am MRC London Institute of Medical Sciences des Imperial College London, UK. 2013 kam sie ans Max Delbrück Center, zeitgleich übernahm sie eine Professur für „Transkriptionale Regulation und Genom-Architektur“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist stellvertretende Direktorin des MDC-BIMSB und stellvertretende Programmsprecherin des Max Delbrück Center. 2007 erhielt sie den Robert-Feulgen-Preis, außerdem ist sie Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO) und der Europäischen Akademie der Wissenschaften.

Neben Ana Pombo forschen zwei weitere Preisträger*innen am Max Delbrück Center: Professor Nikolaus Rajewsky und Professorin Carmen Birchmeier. Die DFG ehrt seit 1985 herausragende Spitzenforscher*innen mit dem Leibniz-Preis. Er bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Forschung zu erweitern und besonders qualifizierte Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen zu beschäftigen. Die Leibniz-Preise 2025 werden feierlich am 19. März 2025 in Berlin vergeben. Der Preisverleihung geht eine Veranstaltung zum 40-jährigen Jubiläum des Programms voraus, bei der sich alle bisherigen Preisträger*innen austauschen und vernetzen können.

Pressemitteilung auf der der Webseite des Max Delbrück Center:
Leibniz-Preis geht an Ana Pombo

Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (Max Delbrück Center)

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