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leben / 02.09.2026
Grundstein für Neubauensemble im WaldhausQuartier gelegt

Foto: Grundstücksgesellschaft Waldhausquartier mbH
Foto: Grundstücksgesellschaft Waldhausquartier mbH

Der Grundstein ist gelegt für das Neubauensemble, das direkt neben dem historischen Waldhaus an der Zepernicker Straße errichtet wird. Am 2. Juli hatten die Bauherren Steffen Goldmann (Goldmann Group) und Dirk Germandi (Profi Partner AG) alle am Projekt beteiligten Partner und Gäste zu dem feierlichen Akt geladen und gemeinsam auf das Projekt geblickt. In vier modernen Neubauten entstehen 195 neue Wohnungen mit insgesamt 10.450 m2 Wohnfläche. 87 der Wohneinheiten sind möblierte Apartments. Außerdem wird es eine Tiefgarage mit 114 Stellplätzen geben. Schon jetzt ist das Projekt zu 90 Prozent an Kapitalanleger verkauft (Preis für eine 77 m2-Wohnung ca. 500.000 Euro).

Von der Lungenheilstätte zum Wohnpark

Das 1904 von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann im Stil eines neobarocken Schlosses errichtete Waldhaus soll »zeitnah denkmalgerecht vitalisiert werden«, wie von der Grundstücksgesellschaft WaldhausQuartier mbH zu vernehmen ist. Das Waldhaus diente einst als Lungenheilstätte und zu DDR-Zeiten als Orthopädische Klinik, erweitert durch einige Neubauten (u. a. mit Schwimmbad), die mittlerweile alle abgerissen wurden. Seit 34 Jahren steht das Gebäude nun schon leer – ein lost place. »Mit der denkmalgerechten Sanierung des historischen Waldhauses werden eine Architekturikone und ein einmaliger Standort in eine neue Zeit geführt«, formulierte es Steffen Goldmann von der Goldmann Group, die das Projekt gemeinsam mit der PROFI PARTNER Projektentwicklung GmbH realisiert.

Die Bauarbeiten verlaufen in zwei Bauabschnitten mit je zwei Häusern. Die Fertigstellung des Rohbaus ist Ende 2026 geplant. Die Übergabe der fertigen Wohnungen soll am 1. August 2027 erfolgen –  sofern der Winter mild werde, so die Grundstücksgesellschaft.

Im schlossartigen Altbau entstehen weitere 90 Wohnungen 

Im Altbau entstehen neben Gewerbe weitere 90 Wohnungen. Wer als (gewerblicher) Hauptmieter einzieht, ist noch nicht bekannt. Das historische Pförtnerhaus werde ebenfalls saniert und könnte sich beispielsweise als Verwaltungsgebäude für das Facility Management eignen. Die historische Parkanlage wird erhalten, alte Wege und ein Waldspielplatz entstehen neu.

Die beiden Projektentwickler Steffen Goldmann und Dirk Germandi haben bereits viel Erfahrung mit der Sanierung von Denkmälern gesammelt – auch in Berlin-Buch. So bauten sie z. B. im Ludwig Hoffmann Quartier ehemalige Klinikgebäude zu Wohnhäusern mit 338 Wohnungen um. Mit der gleichen Kombination aus Sachkenntnis und Fingerspitzengefühl wollen sie sich dem WaldhausQuartier widmen. Sie bezeichnen den Standort als spektakulär und freuen sich, ein prachtvolles, dem Verfall preisgegebenes Bauwerk aus der Kaiserzeit zu neuem Leben zu verhelfen. Die vier Neubauten seien bewusst nicht höher als das Denkmal gehalten und sollen sich so mit ihrer Klinkerfassade in die umliegende Gartenanlage gut einpassen.

Die Neubauten entstehen im Effizienzhaus-40-Standard. Sie verbrauchen lediglich 40 Prozent der Primärenergie des Referenzgebäudes. Die Außenwände bestehen aus Ziegeln, mit ihnen sollen etwa 700 t CO2 eingespart werden. Dächer, die sich für Photovoltaik eignen, werden entsprechende Anlagen erhalten. Beheizt werden die Gebäude mit zwei Luft-Wärmepumpen, die ebenfalls mit Strom aus den Photovoltaikanlagen betrieben werden. (Infos: www.profi-partner.de)

Landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge errichtet 130 Wohnungen auf dem Areal

Doch nicht nur Goldmann und Germandi bauen hier neue Wohnungen. Auch das städtische Wohnungsunternehmen Howoge ist angetreten, 130 Wohnungen, insbesondere Familienwohnungen, zu errichten. Wie die stellvertretende Pressesprecherin Annemarie Rosenfeld gegenüber »BB« erklärt, befinde sich das Projekt planmäßig in der Phase der Bauvorbereitung. Aktuell haben die Abrissarbeiten auf dem Gelände sowie die Sanierung des Bestandsfledermauskellers begonnen. Der Wohnungsbaustart habe sich verschoben, weil im Rahmen des Planungs- und Genehmigungsprozesses umfangreiche Verträglichkeitsstudien mit Blick auf das direkt angrenzende Flora-Fauna-Habitat-Gebiet durchgeführt werden mussten. »Die gesamte Planung wurde so optimiert, dass sie den Anforderungen des Natur- und Artenschutzes gerecht wird«.

Baustart ist voraussichtlich im Dezember 2026, die Fertigstellung wird im Oktober 2028 angepeilt.             

Text: Kristiane Spitz         

Dieser Artikel erschien zuerst in der September-Ausgabe des Bucher Boten 2026. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Bucher Boten.

Foto: Grundsteinlegung mit (v.l.) Pankows Baustadtrat Cornelius Bechtler, Baumamtsleiter Klaus Risken, Bauherr Steffen Goldmann, Kerstin Lindstädt, der Leiterin der Unteren Denkmalpflege von Pankow sowie Bauher Dirk Germandi
(Foto: Grundstücksgesellschaft Waldhausquartier mbH)

Quelle: Bucher Bote

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