Research, Innovation, Living, Patient care / 28.07.2022
Bausenator Geisel zu Gast am Zukunftsort Berlin-Buch

Heute besuchte Bausenator Geisel auf Einladung des Bezirksbürgermeister Sören Benn den Zukunftsort Berlin-Buch. Der Stadtteil wird in den nächsten Jahren nachhaltig erneuert – Gesundheitswirtschaft, Wohnen und Leben werden wachsen. Auf einer Radtour zeigten Sören Benn und Bezirksstadträtin Rona Tietje dem Bausenator daher die Bereiche, die sich besonders stark entwickeln werden.

Start war auf dem Wissenschafts- und Technologiecampus. Dr. Christina Quensel und Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführende der Campus Berlin-Buch GmbH, stellten die Potenziale des biomedizinischen Campus vor, auf dem aus Wissenschaft Wirtschaft wird. Der BiotechPark gehört mit 73 Firmen zu den größten in Europa. Aktuell entsteht ein neues Gründerzentrum BerlinBioCube, in dem Start-ups bis zu 400 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen können. Der Bedarf nach zusätzlichen Flächen für Biotech-Firmen ist groß: Auf der benachbarten Brunnengalerie soll der Campus deshalb auf einer Fläche von 9 ha für forschungsnahes Gewerbe erweitert werden.

Die Tour führte über die Brunnengalerie nach Buch Süd und zur Fläche Am Sandhaus, wo zwei neue nachhaltige Quartiere mit 3.500 Wohnungen geplant sind. Das Ludwig Hoffmann Quartier wächst noch um 500 Wohnungen. Aktuell entsteht eine neue Grundschule, und es werden weitere Schulen, Kitas und ein Bildungs- und Integrationszentrum entstehen. Auch die Infrastruktur mit Parks, Radwegen wird erneuert.

„Wohnen, Gewerbe und Wissenschaft zusammenzubringen – das hat schon Potenzial", sagte Senator Geisel. „Es war ein anregender Austausch über konkrete Projekte vor Ort. Berlin braucht mehr bezahlbare Wohnungen, aber auch soziale Infrastruktur und Freiflächen. Meine Verwaltung und das Bezirksamt Pankow arbeiten eng zusammen, um all das hier in Buch entstehen zu lassen.“

www.campusberlinbuch.de

Research / 24.07.2022
Ungebremst gegen den Blutkrebs

Armin Rehm und Uta Höpken wollen die Immunabwehr gegen Krebs verbessern. Was bislang nur im Mausmodell möglich war, zeigen die Forschenden nun in menschlichen Zellen – die Ergebnisse in „Molecular Therapy“ erhöhen die Chancen auf eine hochwirksame Immuntherapie gegen Blutkrebs.

Für Menschen mit bestimmten Leukämieformen, Lymphomen oder Multiplem Myelom, sind sie manchmal die letzte Chance, den Krebs zu besiegen: Behandlungen mit chimären Antigenrezeptor-T-Zellen, kurz: CAR-T-Zellen. Dazu werden den Patient*innen T-Zellen aus dem Blut entnommen, um diese außerhalb des Körpers mit künstlich hergestellten Rezeptoren, den CARs auszustatten. Als Wächter des Immunsystems patrouillieren T-Zellen permanent durch Gefäße und Gewebe, um körperfremde Strukturen aufzuspüren. Durch die CARs können sie zusätzlich ganz bestimmte Oberflächenstrukturen auf Krebszellen erkennen. Via Infusion dem oder der Patient*in zurückgegeben, zirkulieren sie dann als „lebendes Medikament“ im Körper, binden hochspezifisch an Tumorzellen und zerstören sie.

Die veränderten Immunzellen verbleiben dauerhaft im Organismus, vermehren sich und treten erneut in Aktion, wenn der Krebs wieder aufflammen sollte – so die Theorie. Doch in der Praxis kommt es bei vielen Patient*innen trotzdem zu einem Rückfall. Denn den Tumorzellen gelingt es durch einen Trick, die CAR-T-Zellen auszubremsen: Sie bilden vermehrt das Protein EBAG9, kurbeln aber auch dessen Synthese in den T-Zellen an. In den Immunzellen hemmt EBAG9 die Ausschüttung von zelltoxischen Enzymen – bremst also die gewünschte Immunreaktion aus.

Bereits im Juni 2022 zeigte ein Team um die Letztautor*innen Dr. Armin Rehm und Dr. Uta Höpken vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) im Fachjournal „JCI Insight“, dass die Immunantwort gegen die Krebszellen dauerhaft verstärkt wird, wenn sie bei Mäusen das EBAG9-Gen ausschalten. Bei den Nagern entwickelten sich außerdem mehr T-Memory-Zellen. Sie sind Teil des immunologischen Gedächtnisses, das nach dem ersten Kontakt mit einem Krebsantigen seine Reaktionsfähigkeit erhöht.

Nun konnten die Forschenden diese zentralen Ergebnisse auch in vitro bei menschlichen CAR-T-Zellen zeigen. Der entscheidende Schritt zur therapeutischen Anwendung sei damit gelungen, berichtet das Team jetzt in „Molecular Therapy“. „Ohne EBAG9 kommt es früher zu einem radikaleren Ausmerzen von Tumorzellen, was vermutlich nicht nur zu länger andauernden Therapieerfolgen führt, sondern auch echte Heilungschancen eröffnet“, sagt Rehm.

Bremse lösen in der Immuntherapie

Schon als das EBAG9-Gen entdeckt wurde, erkannten Wissenschaftler*innen, dass es bei Krebs eine wichtige Rolle spielt. Doch welche genau, blieb lange unklar. Als das MDC-Team 2009 in das Thema einstieg, stellte es zunächst fest, dass Mäuse, denen das Gen fehlte, viel leichter mit bakteriellen und viralen Infektionen fertig wurden als ihre Artgenossen und mehr T-Gedächtniszellen bildeten, die für die Tumorbiologie besonders interessant sind.

2015 gelang es dann Erstautorin Dr. Anthea Wirges, die Synthese des Proteins EBAG9 mit Hilfe von Mikro-RNAs erfolgreich zu drosseln. Für die aktuelle Studie kultivierte die Forscherin auf diese Weise „enthemmte“ CAR-T-Zellen jeweils zusammen mit verschiedenen menschlichen Blut- oder Lymphdrüsenkrebszellen. Genau wie zuvor im Mausmodell wurde das Tumorwachstum deutlich stärker reduziert. Auch Rezidive entwickelten sich erst sehr viel später.

„Durch das Lösen der EBAG9-Bremse kann die genetisch veränderte T-Zelle mehr zytotoxische Substanzen ausscheiden. Sie entfacht aber keinen stärkeren Zytokinsturm, der eine typische Nebenwirkung der CAR-Therapie ist“, erklärt Wirges. Im Gegenteil: das Risiko lässt sich sogar minimieren, weil weniger Zellen als üblich verwendet werden müssen. „Das Ausschalten der Immunbremse funktioniert universell. Das können wir bei jeder CAR-T-Zelle anwenden, die wir herstellen – egal gegen welche Blutkrebsform sie gerichtet ist.“

Der nächste Schritt sind klinische Studien

Die erste Therapie bei Blutkrebs ist und bleibt aber weiterhin die Chemotherapie, dazu kommt eine klassische Antikörpertherapie, denn viele Patient*innen sprechen sehr gut darauf an. „Erst wenn der Krebs zurückkehrt, kommt die CAR-Therapie ins Spiel. Sie ist sehr kostspielig, weil sie ein individuelles zelluläres Produkt für nur einen einzigen Menschen ist“, sagt Höpken. Eines, mit dem man mit einer einmaligen Behandlung ein Leben retten kann.

An EBAG9 zeigt sich, wie wichtig es ist, in der Forschung durchzuhalten und einen langen Atem zu haben. Wirges ließ sich davon anspornen, dass am Ende ihrer Arbeit eine reale Chance für die klinische Anwendung steht. „Projekte wie dieses erlauben es, sich zunächst in der Grundlagenforschung Techniken anzueignen, um dann in der translationalen Forschung alles anzuwenden – bis hin zum toxikologischen Screening für die regulatorischen Prozesse“, ergänzt Rehm. An diesem letzten Punkt ist das Projekt nun angelangt: Im November werden die Forschenden ihr Konzept dem Paul-Ehrlich-Institut, der deutschen Zulassungsbehörde, vorstellen.

Aus Tiermodellen und in vitro-Experimenten mit menschlichen Zellen weiß das Team mittlerweile, dass die gelöste EBA9-Bremse sehr wirksam ist, aber nicht zu mehr Nebenwirkungen führt als die herkömmliche CAR-T-Zelltherapie. „Nun braucht es mutige Klinikerinnen und Kliniker und einen Partner für die Finanzierung der klinischen Studien“, sagt Rehm. Wenn alles gut geht, könnte die ungebremste CAR-T-Zelltherapie bereits in zwei Jahren Patient*innen zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen

Literatur:

Anthea Wirges et al. (2022): „EBAG9-silencing exerts an immune checkpoint function without aggravating adverse effects“. Molecular Therapy, DOI: 10.1016/j.ymthe.2022.07.009

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. www.mdc-berlin.de

Quelle: Pressemitteilung MDC
Ungebremst gegen den Blutkrebs

Research / 22.07.2022
Die Reparaturtricks des Zebrafischs

Zebrafische können zerstörtes Herzmuskelgewebe regenerieren. Dabei spielen Bindegewebszellen eine wichtige Rolle, die vorübergehend in einen aktivierten Zellzustand übergehen. Das berichten MDC-Forscher*innen um Jan Philipp Junker und Daniela Panáková im Magazin „Nature Genetics“.

Wenn ein Mensch einen Herzinfarkt erleidet und nicht schnell behandelt wird, sterben durch den Sauerstoffmangel geschädigte Herzmuskelzellen ab. Es bildet sich Narbengewebe. Weil sich daraus keine neuen Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) entwickeln können, sinkt die Pumpleistung des Herzens. Ganz anders bei niederen Wirbeltieren wie dem Zebrafisch: Er kann Organe regenerieren – auch sein Herz.

„Wir wollten wissen, wie der kleine Fisch das macht und ob wir daraus lernen können“, sagt Professor Jan Philipp Junker, Leiter der Arbeitsgruppe „Quantitative Entwicklungsbiologie“ am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) in Berlin. Zusammen mit Dr. Daniela Panáková, die am MDC die AG „Elektrochemische Signalübertragung in der Entwicklung und bei Krankheiten“ leitet, simulierten die Wissenschaftler*innen infarktähnliche Verletzungen am Zebrafischherz. Anhand von Einzelzellanalysen und Zellstammbäumen verfolgten sie, wie sich die Herzmuskelzellen regenerierten. Ihre Beobachtungen beschreiben sie nun im Fachmagazin „Nature Genetics“.

Beim Menschen stoppt der Prozess

Zunächst berührten sie das nur einen Millimeter große Fischherz unter dem Mikroskop für wenige Sekunden mit einer kalten Nadel. Das betroffene Gewebe stirbt dort ab. Genau wie bei Infarktpatient*innen kommt es zunächst zu einer Entzündungsreaktion, dann bildet sich eine Narbe aus Bindegewebszellen, den Fibroblasten. „Überraschenderweise ist die unmittelbare Antwort auf die Verletzung ganz ähnlich. Doch während der Prozess beim Menschen an dieser Stelle stoppt, geht er beim Fisch weiter. Es bilden sich neue kontraktionsfähige Kardiomyozyten“, erklärt Junker.

„Wir wollten wissen, welche Signale von anderen Zellen kommen und dazu beitragen, diese Regeneration zu steuern“, fährt er fort. Mithilfe der Einzelzell-Genomik durchsuchte Junkers Team das verletzte Herz nach Zelltypen, die es im gesunden Fischherz nicht gibt. Die Forscher*innen fanden dabei drei neue Fibroblasten-Varianten, die vorübergehend in einen aktivierten Zellzustand übergehen. Äußerlich identisch mit den üblichen Fibroblasten, lesen diese aktivierten Zellen eine ganze Reihe von zusätzlichen Genen ab, die für die Bildung von Proteinen zuständig sind – unter anderem Bindegewebsfaktoren wie das Kollagen-12.

Fibroblasten geben Signal für Regeneration

Die Narbenbildung (Fibrose) wird beim Menschen eigentlich als Hindernis für die Regeneration des Herzens angesehen. Aber die Bindegewebszellen sind anscheinend für den Prozess wichtig, sobald sie vorübergehend in einen aktivierten Zustand übergehen. Wie wichtig zeigte sich, als Daniela Panáková mit Hilfe eines genetischen Tricks die Kollagen-12-bildenden Fibroblasten im Zebrafisch gezielt ausschaltete. Die Regeneration blieb aus. Dass es ausgerechnet Fibroblasten sind, die Signale für die Reparatur geben, ist aus Junkers Sicht sogar sinnvoll. „Denn sie entstehen ja genau am Ort der Verletzung“, sagt der Zellbiologe.

Um den Ursprung dieser aktivierten Fibroblasten zu finden, erstellte Junkers Team mithilfe einer 2018 in seinem Labor entwickelten Technik namens LINNAEUS Zellstammbäume. Die Technik beruht auf Narben im Erbgut, deren Kombination wie ein Barcode für die Herkunft jeder Zelle funktioniert. „Dieser Barcode entsteht mithilfe der Genschere CRISPR/Cas9. Wenn nach der Verletzung zwei Zellen die gleiche Barcodesequenz aufweisen, müssen sie miteinander verwandt sein“, erläutert Junkers das Prinzip. Die Wissenschaftler*innen machten zwei Quellen für vorübergehend aktivierte Fibroblasten aus: die äußere Herzgewebsschicht, das Epikard, und die innere, das Endokard. Zellen, die Kollagen-12 produzieren, fanden die Forschenden ausschließlich im Epikard.

Intensive Zusammenarbeit verschiedener Forschungsdisziplinen

Für die Studie arbeiteten mehrere MDC-Wissenschaftler*innen Hand in Hand – angefangen bei den Versuchen mit den Fischen über die Genanalyse bis hin zur bioinformatischen Interpretation der Ergebnisse. „Das Spannendste war für mich zu sehen, wie gut sich unsere Disziplinen ergänzen und wie sich die Resultate der Bioinformatik an einem lebenden Tier verifizieren lassen“, sagt Sara Lelek, Erstautorin der Studie und verantwortlich für die Tierversuche. „Es war ein großes Projekt, zu dem jeder sein Fachwissen beitragen konnte. Ich denke, das macht die Studie so umfassend und nützlich für viele Forschende.“

Dr. Sebastiaan Spanjaard, ebenfalls Erstautor, sieht das ähnlich. „Aufgrund unserer sehr verschiedenen Expertisen mussten wir uns regelmäßig gegenseitig unsere Experimente und Analysen erklären. Die Herzregeneration ist ein komplexer Prozess mit vielen Einflüssen. Die Datenmengen, die bei den Experimenten herauskommen, sind riesig. Daraus die richtigen biologischen Signale herauszufiltern, war eine große Herausforderung.“ 

Noch ist unklar, ob es dem geschädigten Herz von Säugetieren wie Mensch und Maus an entsprechenden Signalen fehlt – oder an der Fähigkeit, die Signale auszulesen. Fehlende Signale ließen sich wohl irgendwann durch entsprechende Medikamente imitieren. Eine fehlende Signalinterpretation nachzustellen, wäre sehr viel schwieriger, meint Jan Philipp Junker. 

Fibroblasten auch an neuen Blutgefäßen beteiligt

Als nächstes wollen die Forschenden sich die Gene genauer ansehen, die die vorübergehend aktivierten Fibroblasten besonders oft ablesen. Bekannt ist, dass darunter etliche sind, die für die Ausschüttung von Proteinen in die Umgebung wichtig sind. Darunter könnten Faktoren sein, die auch die Kardiomyozyten beeinflussen. Zudem gibt es erste Hinweise, dass die regenerationsfördernde Funktion dieser Fibroblasten im aktivierten Zellzustand nicht nur auf die Herzmuskelzellen, sondern auch auf die Bildung neuer Blutgefäße abzielt, die das Herzgewebe mit Sauerstoff versorgen.

Weiterführende Informationen

AG Quantitative Entwicklungsbiologie

AG Elektrochemische Signalübertragung in der Entwicklung und bei Krankheiten

Zwei ERC-Consolidator-Grants für MDC-Forscher

Wie Zellen Entscheidungen treffen

Literatur

Bo Hu et al (2022): „Origin and function of activated fibroblast states during zebrafish heart regeneration”. Nature Genetics, DOI: 10.1038/s41588-022-01129-5

Foto: Der Zebrafisch ist ein hervorragendes Modell, um die Regeneration zu untersuchen. Rechts: Ausgewachsener Zebrafisch unter dem Mikroskop. Links: Sieben Tage nach der Kryoverletzung lokalisieren sich im Zebrafischherz transient aktivierte Fibroblasten im Bereich der Verletzung. Bild: AG Panáková, MDC

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. www.mdc-berlin.de

Quelle: Pressemitteilung MDC
Die Reparaturtricks des Zebrafischs

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economic development / 21.07.2022
Eckert & Ziegler Affiliate Receives Further NIAID Funding for Clinical Development

Myelo Therapeutics GmbH, an Affiliate of Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700, SDAX), has announced that the U.S. National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), part of the National Institutes of Health, extended their contract to advance the development of the new chemical entity Myelo001 to mitigate the acute radiation syndrome. The extension into year three of the three-year contract provides additional $ 2 million USD to Myelo Therapeutics to develop clinical-stage Myelo001 as an oral formulation MCM for the treatment of Hematopoietic Acute Radiation Syndrome (H-ARS). Initially awarded in April 2020, the total contract is valued at up to $ 6.5 million USD over three years, extending until March 2023.

About Acute Radiation Syndrome: ARS, also known as radiation toxicity or radiation sickness, is an acute illness that presents after exposure of large portions of the body to high levels of radiation, like those that might be experienced during a radiological or nuclear incident or attack. The primary manifestation of ARS is the depletion of hematopoietic stem and progenitor cells, constituting one of the major causes of mortality.

About Myelo001: Myelo001 is a clinical-stage, adjuvant cancer therapy for the treatment of chemotherapy- and radiotherapy-induced myelosuppression. It is delivered as an oral tablet formulation and can be stored at room temperature. Preclinical and clinical studies have shown that Myelo001 has prophylactic and therapeutic efficacy in reducing hematopoietic symptoms caused by radiation and chemotherapy. In irradiated mice and rabbits, Myelo001 reduced the nadir and accelerated the recovery of neutrophils, lymphocytes, thrombocytes, and erythrocytes. In mice, treatment 24 hours post-total body irradiation resulted in increased survival, faster bone marrow recovery, and reduced body weight loss. Moreover, Myelo001 treatment prior to and after chemotherapy led to the accelerated recovery of blood cells in human subjects. Comprehensive chronic toxicology and safety studies, as well as clinical studies, have confirmed Myelo001’s excellent safety profile.

About Eckert & Ziegler: Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with its 900 employees, is a leading global specialist for isotope-related applications in nuclear medicine, industry, and radiation therapy. The company offers a broad range of services and products along the radioactive value chain, from early development work to contract manufacturing and distribution. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the SDAX index of Deutsche Börse.

About Myelo Therapeutics: Myelo Therapeutics GmbH is a clinical-stage pharmaceutical company focused on developing medical countermeasures (MCM) and therapies for cancer supportive care in areas of high unmet medical needs, among them Radiation-Induced Myelosuppression (RIM), Acute Radiation Syndrome (ARS), and Chemotherapy-Induced Myelosuppression (CIM).

Quelle: Press Release EZAG
Eckert & Ziegler Affiliate Receives Further NIAID Funding for Clinical Development

Research / 21.07.2022
Profiling für Zellen

Einzelzellanalysen liefern eine Fülle molekularer und genetischer Informationen. Mit Hilfe des maschinellen Lernens führt ein Team um MDC-Forscher Uwe Ohler diese Daten zusammen und erstellt aussagekräftige Profile der Zellen. Die Chan Zuckerberg Initiative (CZI) fördert das Projekt nun.

Trotz ihrer winzigen Größe ist jede einzelne Zelle ausgesprochen komplex. So liest sie etwa aus riesigen DNA-Bibliotheken im Zellkern die Erbinformationen aus, die sie gerade benötigt, übersetzt sie in RNA und schließlich in eine große Vielfalt an Proteinen. Mit unterschiedlichen Techniken lassen sich heute die Eigenschaften und Zustände von Zellen in einem nie ereichtem Detailreichtum charakterisieren. So können Wissenschaftler*innen etwa die DNA und ihre zugehörigen Genschalter auslesen, die RNA analysieren oder die unterschiedlichen Proteine und ihre Formen ermitteln. Das Problem dabei: man hat am Ende riesige Datenmengen, die vollkommen unterschiedliche Aspekte der Zelle beschreiben. Und selbst wenn es sich eigentlich um die gleichen Informationen vom gleichen Zelltyp handelt, unterscheiden sich die Daten voneinander – abhängig davon, in welchem Labor, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Technik sie gewonnen wurden. 

 Ein Modell der Zelle 

Die Arbeitsgruppe „Computational Regulatory Genomics“ von Professor Uwe Ohler am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB), das zum Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) gehört, will Abhilfe schaffen. Das Team arbeitet an computergestützten Methoden, die diese Daten automatisch in ein Modell der Zelle zusammenführen und analysieren, ohne dass man diese im Vorfeld entsprechend aufbereiten muss. Dazu nutzen die Forscher*innen Methoden des maschinellen Lernens, eines Bereiches der künstlichen Intelligenz. Die Entwicklung der Datenaufbereitung und -analyse wird nun von der Chan Zuckerberg Initiative (CZI) gefördert. Mit der CZI finanzieren der Facebook-Gründer Marc Zuckerberg und Priscilla Chan seit 2015 Projekte in Wissenschaft und Forschung, Bildung sowie in sozialer Gerechtigkeit und Inklusion.

Das Zusammenführen der unterschiedlichen Daten soll detailreiche molekulare Profile von einzelnen Zellen und Zelltypen ermöglichen und so konkrete Fragen beantworten, zum Beispiel: Welche Merkmale charakterisieren einen bestimmten Zelltyp? Ist die Zelle gesund oder krank? Wie kann ich aus den abgelesenen Genen, also der Genexpression, auf die Menge von bestimmten Oberflächenproteinen schließen? Welche regulatorischen DNA-Abschnitte spielen bei Erbkrankheiten eine Rolle? 

Wenn es um die Charakterisierung der Zelltypen geht, hat die Gruppe schon einige Antworten parat. So gelang es etwa Pia Rautenstrauch aus der AG Ohler, drei verschiedene Datentypen zur Genregulation derartig miteinander zu kombinieren, dass sie die biologisch relevanten Daten der jeweiligen Zellen herausfiltern konnte. Das Rauschen – also Unterschiede, die zum Beispiel allein auf der Messtechnik beruhten und die Interpretation der Daten erschweren – vernachlässigte ihr Deep-Learning-Modell dagegen. Mit dem Modell war Rautenstrauch im Winter 2021 auf dem NeurIPS-Wettbewerb erfolgreich. In einem anderen Projekt kategorisierten die Wissenschaftler*innen um Ohler mit selbstlernenden Algorithmen die Datensätze von Genschaltern im Zebrafisch. Sie wollten herausfinden, welche Schalter es bei welchem Zelltyp gibt.

Ökosystem für die Datenanalyse

„Die CZI hat großes Interesse an solchen Methoden zur automatisierten Datenintegration. Sie fördert ja ein umfangreiches Netzwerk biomedizinischer Labore“, sagt Ohler. Programme wie die von Ohlers Arbeitsgruppe sollen die vielschichtigen Daten der Forschungsgruppen zusammenführen und deren gemeinsame Analyse ermöglichen. Das Ziel sei letztlich „ein großes Ökosystem für Analyseplattformen, das dann allen Interessierten zur Verfügung gestellt wird“, sagt Ohler. Schließlich könnten die entwickelten Methoden und Prinzipien auf ganz andere Forschungsfelder übertragen werden, sagt Ohler. Denkbar sei zum Beispiel die Integration von unterschiedlichen Satellitenmessdaten, die verschiedene Wellenlängen abdecken. Auch in solchen Fällen müsse man die Informationen sinnvoll zusammenführen, um ein aussagekräftiges Gesamtbild zu erhalten.

Weiterführende Informationen

Chan Zuckerberg Initiative: Project Summary

AG Ohler

Mit Deep Learning durch den Daten-Dschungel

Eine detaillierte Genschalterkarte des Zebrafischs

Über die Chan Zuckerberg Initiative

Die Chan Zuckerberg Initiative wurde 2015 gegründet, um zur Lösung einiger der größten gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen – von der Ausrottung von Krankheiten über die Verbesserung der Bildung bis hin zu den Bedürfnissen unserer lokalen Gemeinschaften. Unsere Mission ist es, durch Zusammenarbeit, das Bereitstellen von Ressourcen und den Ausbau von Technologien, eine inklusivere, gerechtere und gesündere Zukunft für alle zu schaffen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.chanzuckerberg.com.

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das MDC fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete MDC zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin. www.mdc-berlin.de 

 

Quelle: Pressemitteilung MDC
Profiling für Zellen

www.mdc-berlin.de

Innovation / 20.07.2022
Eckert & Ziegler and PRECIRIX Sign Agreement on Priority Supply of the Therapeutic Radioisotope Actinium-225 (Ac-225)

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, SDAX) and the Belgian biotech company PRECIRIX NV (PRECIRIX) have signed an agreement for the supply of Actinium-225. This gives PRECIRIX priority access to Eckert & Ziegler's high-purity, non-carrier-added Actinium-225, which is used for the labeling of trial drugs in radionuclide therapy.

"Until now, clinical research and commercial use of Actinium-225 has been limited by the shortage of this radioisotope. We are therefore pleased to collaborate with PRECIRIX and to be able to supply radiopharmaceutical manufacturers with this promising therapeutic radioisotope," said Dr. Lutz Helmke, member of the Executive Board and Chief Operating Officer for the Medical Segment. "Thanks to our cooperation with the Nuclear Physics Institute of the Czech Academy of Sciences (UJF), the first radiochemical-grade production of Actinium-225 is planned for the end of 2023. We expect to subsequently submit a Drug Master File to the FDA (USA) to produce Actinium-225 in cGMP quality.

"Precirix is developing novel precision radiopharmaceuticals using single-domain antibodies to address the high unmet need in the treatment of solid tumors. We aim to unlock the value of both alpha and beta-emitting radionuclides in our broad pipeline of product candidates." explained Ruth Devenyns, Chief Executive Officer of Precirix. "We are particularly pleased to have an experienced radioisotope specialist like Eckert & Ziegler at our side to support our ambitious development plans."

Actinium-225 is used as an active substance in cancer treatment. The radioisotope emits powerful, high-energy alpha beams with short penetration depths that enable precise treatment of tumor cells, including elusive micrometastases, with minimal impact on surrounding healthy tissue. For this purpose, Actinium-225 is combined with a suitable carrier (e.g., an antibody or peptide) that specifically binds to cancer cells, thereby selectively targeting them. Currently, radiopharmaceuticals based on Actinium-225 are being tested in many clinical indications, including prostate tumors, colorectal cancer and leukemia. Experts expect the demand for Actinium-225 to increase exponentially over the next decade.

About Eckert & Ziegler.
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with more than 900 employees is one of the world's largest providers of isotope-related components for nuclear medicine and radiation therapy. The company offers services for radiopharmaceuticals at its worldwide locations, from early development to commercialization. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the SDAX index of Deutsche Börse.
Contributing to saving lives.

About Precirix

Precirix is a private, clinical-stage biopharmaceutical company founded in 2014 as a spin-off from the VUB, dedicated to extending and improving the lives of cancer patients by designing and developing precision radiopharmaceuticals, using camelid single-domain antibodies labeled with radioisotopes. The company has a broad pipeline with one product candidate in a Phase I/II clinical trial and two in advanced preclinical stage. Research on multiple isotopes, linker technology and combination therapies further expand the platform. Precirix’ technology also allows for a theranostic approach, where patients can be selected using a low dose/imaging version of the product, followed by a therapeutic dose for treatment.

www.ezag.com

Research / 14.07.2022
Unchartered territory in the human genome

Uncharted territories in the human genome. Bild: Karen Arnott/EMBL-EBI
Uncharted territories in the human genome. Bild: Karen Arnott/EMBL-EBI

An international consortium brings together 7,200 segments of the human genome that are virtually unexplored and presents a roadmap for integrating them into genome databases in “Nature Biotechnology”. They could hold information about what sets humans apart from other animals.

When researchers working on the Human Genome Project completely mapped the genetic blueprint of humans in 2001, they were surprised to find only around 20,000 genes that produce proteins. Could it be that humans have only about twice as many genes as a common fly? Scientists had expected considerably more.

Now, researchers from 20 institutions worldwide bring together more than 7,200 unrecognized gene segments that potentially code for new proteins. For the first time, the study makes use of a new technology to find possible proteins in humans – looking in detail at the protein-producing machinery in cells. The new study suggests the gene discovery efforts of the Human Genome Project were just the beginning, and the research consortium aims to encourage the scientific community to integrate the data into the major human genome databases.

The study recently published story in “Nature Biotechnology”, was co-led by Dr. Jorge Ruiz Orera from Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) in Germany, Dr. Sebastiaan van Heesch from the Princess Máxima Center for pediatric oncology in the Netherlands, Dr. Jonathan Mudge from the European Molecular Biology Laboratory – European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI) in the United Kingdom, and Dr. John Prensner from the Broad Institute of MIT and Harvard in the United States.

New gene sequences remained out of reach

In the past few years, thousands of frequently very small open reading frames (ORFs) have been discovered in the human genome. These are spans of DNA sequence that may contain instructions for building proteins. Several authors of the current study have previously found ORFs and described them in scientific journals: Van Heesch, together with MDC-Professors Norbert Hübner and Uwe Ohler described new mini-proteins in the human heart and reported on them in “Cell in 2019; Prensner also published on ORFs in “Nature Biotechnology” in 2021. Yet none of these previously virtually unexplored segments were included afterwards in reference databases. Other sequences were reported in journals such as “Science” or “Nature Chemical Biology”, but remained largely out of reach for most members of the scientific community – despite evidence that they produce RNA molecules that subsequently bind to ribosomes, the cell’s protein factories.

Traditionally, protein-coding regions in genes have been identified by comparing DNA sequences from multiple species: the most important coding regions have been preserved during animal evolution. But this method has a drawback: coding regions that are relatively young, i.e., that arose during the evolution of primates, fall through the cracks and are therefore missing from the databases.

So now the task is to integrate the largely ignored ORFs into the largest reference databases, because researchers have so far had to specifically search for them in the literature if they wanted to study them.

As a first step, the international research team collected information on sequences that had been discovered using ribosome profiling – a technique that determines which part of the messenger RNA (mRNA) the ribosome interacts with. They then assembled the data into a standardized catalogue. This was no small feat, as data obtained in a wide variety of ways from different laboratories cannot simply be combined.

Once this was accomplished, the international consortium labored over central questions that define our very notion of the human genome: What is a gene? What is a protein? Do we need flexible notions of whether ribosomes always produce a protein or rather some other cellular output?

The group now calls for the human genome databases used by scientists worldwide to be revised. Ensembl-GENCODE are configuring this ORF catalog as a component of their reference annotation database. The approach will be supported by many others like UniProt, HGNC, PeptideAtlas and HUPO.

ORFs likely play a role in common diseases

Dr. Sebastiaan van Heesch, group leader at the Princess Máxima Center for pediatric oncology, says: “Our research marks a huge step forward in understanding the genetic make-up and complete number of proteins in humans. It’s tremendously exciting to enable the research community with our new catalog. It’s too soon to say whether all of the unexplored sections of DNA truly represent proteins, but we can clearly see that something unexplored is happening across the human genome and that the world should be paying attention.”

“For too long, the scientific community has been mostly left in the dark about these ORFs,” says Jonathan Mudge of the EMBL-EBI. “We’re very proud that our work will be able to let researchers across the world start to study them. This is the point at which they enter the mainstream of genomic and medical science – an effort which we expect to have wide-ranging ripple effects.”

“It is especially remarkable that most of these 7,200 ORFs are exclusive to primates and might represent evolutionary innovations unique to our species,” reports Jorge Ruiz-Orera, an evolutionary biologist working in Hübner’s lab at the MDC. “This shows how these elements can provide important hints of what makes us humans.”

So, what’s next? John Prensner, Broad Institute of MIT and Harvard, says: “These ORFs almost certainly will be contributing factors to many human traits and diseases, both rare diseases and common ones such as cancer. The challenge is now to figure out which ones have which roles in which diseases.”

About the Princess Máxima Center for pediatric oncology
When a child is seriously ill from cancer, only one thing matters: a cure. That is why in the Princess Máxima Center for pediatric oncology, we work together with passion, pushing the boundaries to improve survival and quality of life for children with cancer. Now, and in the long term. Because children have their entire lives ahead of them.The Princess Máxima Center for pediatric oncology is no ordinary hospital but a research hospital, the biggest childhood cancer center in Europe. Here, more than 400 scientists and 900 healthcare professionals work closely with Dutch and international hospitals to find new treatments and new perspectives for a cure. In this way, we offer children today the very best care, and take important steps toward improving survival for the children who are not yet cured.

About EMBL-EBI
The European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI) is a global leader in the storage, analysis and dissemination of large biological datasets. We help scientists realise the potential of big data by enhancing their ability to exploit complex information to make discoveries that benefit humankind. We are at the forefront of computational biology research, with work spanning sequence analysis methods, multi-dimensional statistical analysis and data-driven biological discovery, from plant biology to mammalian development and disease. We are part of EMBL and are located on the Wellcome Genome Campus, one of the world’s largest concentrations of scientific and technical expertise in genomics.

Source: Joint press release by MDC, Prinses Máxima Centrum & EMBL-EBI
Unchartered territory in the human genome

www.mdc-berlin.de

Innovation / 12.07.2022
LegoChem Biosciences and Glycotope Announce Research Collaboration and License Agreement for an Antibody for use as Antibody Drug Conjugate

Seoul, South Korea, and Berlin, Germany - (July 12, 2022)

LegoChem Biosciences Inc. (LCB) and Glycotope GmbH (Glycotope) have signed a Research Collaboration and License Agreement to develop an antibody drug conjugate (ADC) by combining LCB's proprietary ADC technology with one of Glycotope's investigational tumor targeting antibodies.
Under the terms of the agreement LCB has the right to exercise its option for worldwide exclusive rights to develop and commercialize the selected antibody as ADC, upon successful completion of a feasibility study. If LCB exercises these rights, Glycotope will receive an upfront payment as well as development and sales milestone payments plus royalties. Specific financial terms have not been disclosed.

“Through this collaboration, once the candidate ADC is discovered and nominated, Glycotope and LCB plan to advance this very innovative program to clinical stage as a competitive cancer therapy,” said Dr. Yong-Zu Kim, CEO & President of LCB. “We are very pleased that companies with innovative antibody platforms, such as Glycotope have recognized the advantages of LCB’s linker-payload technology, which has been proven to be plasma stable as well as cancer-selectively activated.”

"This exciting collaboration with LegoChem further underlines the value of Glycotope’s unique technology platform and strengthens our leading position in the development of highly specific glyco-epitope targeting antibodies," added Henner Kollenberg, CEO, Glycotope.
“Our antibodies are designed to deliver increased tumor selectivity. Combining these with LCB’s ADC technology platform offers the opportunity to develop ADCs with potential to perform beyond today’s best standard of care,” said Patrik Kehler, CSO, Glycotope.

ADCs are a type of targeted cancer medicine that deliver cytotoxic chemotherapy ("payload") to cancer cells via a linker attached to a monoclonal antibody that binds to a specific target expressed on cancer cells. LCB's ADC platform technologies overcome the existing limitations of ADCs by imparting a trinity of improved properties, (1) site-specific stable bioconjugation (2) cancer selective linker activation and (3) cancer-selective activation of potent payload, all of which in a significantly broader Therapeutic Window.

Glycotope’s antibodies target specific tumor-associated carbohydrate structures or protein/carbohydrate combined glyco-epitopes (GlycoTargets). Targeting these specific antigens enables broad indication range, long-term treatment potential and reduced on-target/off tumor toxicity, key elements of highly potent therapies. Based on this unrivalled tumor-specificity, Glycotope’s antibodies are highly suitable for a multi-function platform approach with independent modes of action to provide a tailored therapy format for as many patients as possible. Contact Information: LegoChem Biosciences

About LegoChem Biosciences
LegoChem Biosciences (LCB, KOSDAQ: 141080) is a clinical-stage biopharmaceutical company focusing on the development of next-generation novel therapeutics utilizing its proprietary medicinal drug discovery technology LegoChemistry and ADC platform technology ConjuAll Since its foundation in 2006, LCB has focused on the research and development of Antibody-Drug-Conjugates (ADCs), antibiotics, anti-fibrotic and anticancer therapeutics based on proprietary platform technologies.

About Glycotope
Glycotope is a biotechnology company utilizing a proprietary technology platform to develop uniquely tumor-specific monoclonal antibodies. We combine expertise in glycobiology and antibody development to advance first-in-class therapeutics for oncology. Our antibodies target specific tumor-associated carbohydrate structures or protein/carbohydrate combined glyco-
epitopes (GlycoTargets). Based on their superior tumor-specificity, our antibodies are suitable for development in an array of different modes of action including naked antibodies, bispecifics, antibody-drug-conjugates, cellular therapies or fusion-proteins. Glycotope has to date discovered more than 200 GlycoTargets with antibodies against several of these targets currently under development. Visit http://www.glycotope.com/.

www.glycotope.com

Innovation / 06.07.2022
Eckert & Ziegler Becomes Contract Manufacturer for Clinical Development Candidates Based on Lutetium-177 and Actinium-225

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, SDAX) has signed an agreement with the U.S. pharmaceutical company Ratio Therapeutics Inc. for the joint development and manufacture of innovative radiopharmaceutical products based on Lu-177 and Ac-225. The agreement covers the development of a validated manufacturing process as well as the GMP-compliant production of clinical investigational products. Ratio Therapeutics will use the newly built GMP suites at the Eckert & Ziegler production site near Boston, MA, USA, from July 2022 for this purpose.

"The growing interest in radiopharmaceuticals is creating a huge demand for expertise in the development and manufacture of investigational products. Due to the need to reduce costs, the pharmaceutical industry has initiated a paradigm shift in recent years - from a vertically integrated business model to a more cost-efficient supplier network. With our new GMP suites and our many years of know-how, we support the pharmaceutical industry in bringing their radiopharmaceuticals to market more quickly," explains Dr. Lutz Helmke, Executive Director and Chief Operating Officer at Eckert & Ziegler for the Medical segment.

“With Eckert & Ziegler, we have an established partner with best-in-class radiopharmaceutical manufacturing capabilities for medical and scientific use,” commented Dr. Matthias Friebe, Chief Technology Officer at Ratio Therapeutics. “Their expertise in radiopharmaceutical manufacturing will ensure high-quality products and robust manufacturing and logistics expertise for our upcoming clinical programs as we rapidly move toward the submission of our first investigational new drug (IND) application.”

The Eckert & Ziegler radiopharmaceutical production facility in Boston, MA, USA, has state-of-the-art hot cells for alpha, beta and gamma emitters, radiosynthesis, quality control and other equipment for production under GMP conditions. The rentable clean room suites are optimized for carrying out processes for the production of radiopharmaceuticals.

With the GMP facility, Eckert & Ziegler offers both regional and global pharmaceutical companies a one-stop service for a variety of radiopharmaceutical services under GMP and cGMP conditions. These include complete early development services including process development and scale-up, CMC manufacturing and packaging, product release and stability programs. As a radiopharmaceutical contract manufacturer, Eckert & Ziegler is able to produce small batches for Phase I, II and III clinical studies and large commercially applicable batch sizes.

About Eckert & Ziegler.
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with more than 900 employees is one of the world's largest providers of isotope-related components for nuclear medicine and radiation therapy. The company offers services for radiopharmaceuticals at its worldwide locations, from early development to commercialization. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the SDAX index of Deutsche Börse.
Contributing to saving lives.

About Ratio Therapeutics.

Ratio Therapeutics Inc. is a Boston-based pharmaceutical company with the mission to accelerate the development of next-generation precision radiopharmaceuticals for solid tumors and, thus, transform oncology treatment paradigms. Ratio’s fully integrated proprietary R&D platforms, Trillium™ and Macropa™, enable the imaging, discovery and advancement of novel radiopharmaceuticals that have first/best-in-class delivery, safety and efficacy properties. The tunable nature of the company’s platforms allows the generation in an efficient and timely manner of numerous novel radiopharmaceuticals for a broad range of high unmet need in solid tumors. Please visit www.ratiotx.com for more information and follow us on Twitter and LinkedIn.

www.ezag.com

Patient care / 01.07.2022
Helios Klinikum Berlin-Buch stellt interdisziplinäres Gefäßzentrum neu auf - neue erfahrene Doppelspitze

Mit Privatdozent Dr. med. Alexander Meyer und Dr. med. Peter Klein-Weigel begrüßt das Helios Klinikum Berlin-Buch zum 01.07.2022 zwei erfahrene Spezialisten auf dem Gebiet der Gefäßmedizin. Als Chefärzte für Gefäßchirurgie sowie Angiologie streben Priv.-Doz. Dr. med. Meyer und Dr. med. Klein-Weigel eine Neuaufstellung des interdisziplinären Gefäßzentrums in Buch an und ergänzen das bereits breit angelegte Behandlungsspektrum mit innovativen Ansätzen und neuen Strukturen.

Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Berlin-Buch, erklärt: „Wir freuen uns, dass wir mit Privatdozent Dr. Meyer einen ausgewiesenen Spezialisten auf dem Gebiet der Gefäßchirurgie für unser Haus gewinnen konnten und sind uns sicher, dass er sowohl eine persönliche als auch eine ausgewiesene fachliche Bereicherung für unser Haus sein wird. Über die Rückkehr von Dr. med. Klein-Weigel sind wir ebenfalls sehr erfreut, da wir die Neuaufstellung unseres interdisziplinären Gefäßzentrums somit in äußerst erfahrenen und fähigen Händen wissen.“

Priv.-Doz. Dr. med. Alexander Meyer wechselt vom Universitätsklinikum Erlangen zum Helios Klinikum in Buch. Er ist ausgebildeter Facharzt für Gefäßchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Phlebologie und Fellow of the European Board of Vascular Surgeons. Seine fachlichen Schwerpunkte sind die operative Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit und insbesondere die Bypasschirurgie der unteren Extremität sowie die offene und minimal- invasive Behandlung von Aortenaneurysmen. Auf dem Gebiet der chirurgischen Behandlung von Stenosen der Halsschlagader ist er ebenfalls anerkannter Experte.

„Ich blicke meinen Aufgaben und den neuen Herausforderungen im Helios Klinikum Berlin-Buch mit Spannung entgegen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Mein Ziel ist die Stärkung und Förderung von Kooperation und Interdisziplinarität als Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung von Gefäßerkrankungen, damit individuell für jeden Patienten das optimale Therapieverfahren ausgewählt und durchgeführt werden kann“, bestätigt Priv.-Doz. Dr. med. Meyer.

Dr. med. Peter Klein-Weigel ist Facharzt für Innere Medizin und Angiologie und renommierter Gefäßspezialist mit einem fundierten Diagnose- und Therapiespektrum aller Erkrankungen des Gefäßsystems. Er wechselt vom Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam, in dem er seit Januar 2019 als Chefarzt der Angiologie tätig war, zurück in das Helios Klinikum Berlin-Buch. Hier war er bereits von 2012 bis Ende 2018 als Chefarzt der Klinik für Angiologie angestellt. 2017 übernahm er zusätzlich die Chefarztposition im Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin-Zehlendorf. Seine fachlichen Schwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie akraler Durchblutungsstörungen, die konservative und invasive Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit, venöser Thromboembolien sowie vaskulärer Malformationen. Des Weiteren legt er den Fokus verstärkt auf die Behandlung von Arteriosklerose und deren Risikofaktoren.

„Die Zusammenarbeit in unserem Gefäßzentrum ermöglicht es uns, gemeinsam eine individuelle Therapie festzulegen und so Gefäßpatienten bestmöglich fachlich zu betreuen“, betont der neue Chefarzt.

Beide Spezialisten möchten ihre Expertise auf dem Gebiet der Gefäßmedizin nutzen, um die hervorragende Versorgung der Patientinnen und Patienten im Gefäßzentrum Berlin-Buch aktiv weiterzuentwickeln. Zudem streben sie eine enge Vernetzung mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen an und betrachten die intensive Zusammenarbeit mit den Pflegekräften des Bucher Klinikums als essentielle Säule einer guten Patientenversorgung. Ebenfalls als wichtige Aufgabe und wertvolle Chance zugleich sehen Privatdozent Dr. med. Meyer und Dr. med. Klein-Weigel die Aus- und Weiterbildung ambitionierter Assistenzärztinnen und -ärzte an.

„Wir begrüßen Dr. med. Peter Klein-Weigel und Priv.-Doz. Dr. med. Alexander Meyer, die uns mit ihrer Erfahrung in Praxis und Forschung zukünftig vielversprechend verstärken. Zugleich verabschieden wir uns von Dr. med. Andreas Gussmann und bedanken uns für seinen wertvollen und langjährigen Einsatz für unser Klinikum“, sagt Prof. Dr. Sebastian Heumüller, Klinikgeschäftsführer und Geschäftsführer der Helios Region Ost.

 

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Patient care / 01.07.2022
Helios Klinikum Berlin-Buch begrüßt Tim Steckel als neuen Klinikgeschäftsführer

Ab dem 1. Juli 2022 übernimmt Tim Steckel als Nachfolger von Daniel Amrein die Klinikgeschäftsführung im Helios Klinikum Berlin-Buch. Der erfahrene Klinikmanager wechselt von der Ernst von Bergmann Gruppe in Potsdam zu Helios und bringt somit regionales Know-how, aber auch neue Impulse mit nach Buch. In der Zwischenzeit führte Prof. Dr. Sebastian Heumüller, zweiter Klinikgeschäftsführer und Geschäftsführer der Helios Region Ost, die Geschäfte des Maximalversorgers in alleiniger Verantwortung.

Verstärkung mit Regionalexpertise: Tim Steckel blickt auf 14 Jahre Führungserfahrung im Berliner Umland zurück und profitiert somit von seinen tiefgehenden Kenntnissen regionaler Gegebenheiten. 

„Ich freue mich über die Nachbesetzung mit einem Kollegen aus dem Berliner Umland, dem die lokalen Herausforderungen in Berlin-Brandenburg ebenfalls bekannt sind. Ich bin mir sicher, dass unser gesamtes Haus, von den Stationsteams über den ärztlichen Dienst bis hin zu unseren Verwaltungsabteilungen, von seiner Erfahrung und seinem umfangreichen Know-how im Klinikmanagement profitieren werden“, bestätigt Prof. Dr. Sebastian Heumüller. 

Seit 2008 war Tim Steckel im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam beschäftigt und seit 2020 als einer von zwei Geschäftsführern dort tätig. Er setzte mit der Einführung eines professionellen Controllings, der Entwicklung hin zur regionalen Klinikgruppe sowie der Einführung der elektronischen Patientenakte viele positive Akzente. Er begleitete das Potsdamer Klinikum als Geschäftsführer durch bewegte Zeiten und überzeugte dabei stets mit Professionalität und Kompetenz. 

Geboren in Henstedt-Ulzburg und aufgewachsen in Hamburg, absolvierte Tim Steckel zunächst ein Studium zum Wirtschaftsingenieur, bevor er an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) und als Prokurist der UKE-eigenen Krankenhausberatungsgesellschaft den beruflichen Einstieg in das Gesundheitswesen unternahm. 

„Ich freue mich auf die konstruktive interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit mit meinen zukünftigen Kolleginnen und Kollegen. Als Maximalversorger hat sich das Helios Klinikum Berlin-Buch in den vergangenen Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf erarbeitet, den ich mit neuen Impulsen weiterhin stärken und zugleich die bekannte Zuverlässigkeit der medizinischen Versorgung in der Region garantieren möchte“, erklärt Tim Steckel. 

Sein Ziel ist es, interne Prozesse stetig weiterzuentwickeln und die strukturellen Belange des Maximalversorgers mit modernster medizinischer Ausstattung und professionellen sowie motivierten Mitarbeitenden in ein optimales Verhältnis zu aktuellen Geschehnissen, Entwicklungen und Trends im Gesundheitswesen zu setzen.

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Hauttumorzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert.
 Gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zum Barnim, ist das Klinikum mit der S-Bahn (S 2) und Buslinie 893 oder per Auto (ca. 20 km vom Brandenburger Tor entfernt) direkt zu erreichen.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 125.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 22 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 10,9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 17 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 75.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 56 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, 88 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 17 Millionen Patient:innen behandelt, davon 16,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 39 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.600 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 133 Millionen Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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Research, Innovation, Patient care / 01.07.2022
Forschung zum Anfassen und Mitmachen: Lange Nacht der Wissenschaften am 2. Juli

Laborführungen • Experimente zum Mitmachen • Vorträge & Ausstellungen • Stammzell- & RNA-Forschung • KI in der Biomedizin • Kunst trifft Wissenschaft • Begehbares Gehirnmodell • Forscherdiplom Für Kinder: Experimentieren, Staunen, Lernen • Princess of Science • Chemagie: Die Show • Musik & Essen

Die klügste Nacht des Jahres: Die Einrichtungen des Campus Berlin-Buch begrüßen Wissenschaftsinteressierte am 2. Juli 2022 zur Langen Nacht der Wissenschaften!

Forschung zum Anfassen und Mitmachen bieten die Einrichtungen des Campus Berlin-Buch und das MDC-BIMSB wenn sie zum 20. Mal ihre Türen zur Langen Nacht der Wissenschaften öffnen. Sie laden alle Wissbegierigen ein, in Laborführungen, Workshops, Vorträgen, Rundgängen oder an interaktiven Infoständen mit Wissenschaftler:innen in den Dialog zu treten und sich faszinieren zu lassen von der Welt der Biomedizin.

Mikroskopieren, pipettieren, experimentieren - vielfältige Angebote zum Mitmachen und Ausprobieren. Das Gläserne Labor bietet gemeinsam mit dem Forschergarten und seinen Partnerschulen ein Programm nicht nur für Kinder und Schüler:innen zur Langen Nacht der Wissenschaften!

Informationen zum Programm der Einrichtungen des Campus Berlin-Buch finden Sie hier:

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC)

Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie

Gläsernes Labor

Berlin Institue of Health @Charité

→ FÜHRUNGEN IM BIOTECHPARK

16:15, 17:15, 18:15, 19:15, 20:15, 21:15 Uhr
Die Entdeckung neuer Medikamente beginnt am Computer und im Forschungslabor
Willkommen in den Forschungslaboren von Silence Therapeutics! Wir nutzen einen natürlichen Mechanismus menschlicher Zellen, die RNA-Interferenz (RNAi). Hiermit verringern wir die Produktion krankheitsverursachender Proteine, um Krankheiten zu behandeln. Bei einem Besuch in unseren Laboren werden wir Ihnen erklären, wie unsere Medikamente, die sogenannten „siRNAs“ (short interfering RNAs), funktionieren, wie wir diese auswählen, synthetisieren und erste Tests durchführen, um die besten zu identifizieren.
Silence Therapeutics GmbH
Anmeldung am Infopunkt erforderlich.
Start: Vor dem MDC.C

18:00, 19:00, 20:00, 21:00 Uhr
Eine Reise in die Zukunft der personalisierten Krebstherapie
Krebsbetroffene erhalten hier eine optimal auf sie zugeschnittene individuelle Therapie zum richtigen Zeitpunkt. Welche Rolle hierbei die Verwendung von winzigen 3D-Kopien, sogenannten Organoiden,eines Patiententumors spielen, wie Organoide bei der Suche nach neuartigen Medikamenten helfen, wie sie aussehen und was sie für die Krebsforschung so besonders macht, erfahren Interessierte an unserem Aktionsstand und während der Führung durch die Labore von CELLphenomics.
CELLphenomics GmbH
Anmeldung am Infopunkt erforderlich.
Start: Vor dem MDC.C

N e u   i m   P r o g r a m m

16:15, 17:15, 18:15, 19:15, 20:15, 21:15 Uhr
Die Entdeckung neuer Medikamente beginnt am Computer und im Forschungslabor
Willkommen in den Forschungslaboren von Silence Therapeutics! Wir nutzen einen natürlichen Mechanismus menschlicher Zellen, die RNA-Interferenz (RNAi). Hiermit verringern wir die Produktion krankheitsverursachender Proteine, um Krankheiten zu behandeln. Bei einem Besuch in unseren Laboren werden wir Ihnen erklären, wie unsere Medikamente, die sogenannten „siRNAs“ (short interfering RNAs), funktionieren, wie wir diese auswählen, synthetisieren und erste Tests durchführen, um die besten zu identifizieren.
Silence Therapeutics GmbH
Anmeldung am Infopunkt erforderlich.
Start: Vor dem MDC.C

18:00 Uhr
Künstliche Intelligenz in der Wirkstoffforschung
Ob Gesichtserkennung auf dem Smartphone oder der nächste Kaufvorschlag, die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz sind im Alltag immer präsenter. Auch in der Wissenschaft werden objektive Analyse von enormen Datenmengen genutzt, um bessere Medikamente zu entwickeln. In der Screening Unit am FMP benutzen wir modernste Robotik um automatisiert die Wirkung tausender chemischer Substanzen an Millionen einzelner Zellen zu messen. Ziel ist es Anhand von Mikroskopiebildern bestimmte Muster zu erkennen, um damit die Wirkung chemischer Substanzen vorherzusagen. Wie das mit Hilfe von maschinellem Lernen funktioniert, zeigt Ihnen Dr. Carsten Beese.
Vortrag, Dr. Carsten Beese, Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)
Dauer: circa 25 Minuten
Ort: Axon 2, 1. OG., Max Delbrück Communications Center (MDC.C) (C83)

Programmänderungen

Diese Führung findet zu geänderten Zeiten statt
16:30, 18:30, 20:30 Uhr
Faszinierende Bilder aus dem Inneren unseres Körpers — Was Super-Magneten leisten
Moderne Ultrahochfeld-Magnetresonanz-Bildgebung bietet neue Einblicke in den Körper des Menschen. Wir führen Sie durch unser   Forschungsgebäude mit einigen der stärksten Kernspintomographen weltweit.
Hinweis: Besucher*innen mit Herzschrittmachern oder Implantaten können NICHT teilnehmen.
Ab 14 Jahre oder in Begleitung Erziehungsberechtigter.
AG Niendorf

D i e s e   P r o g r a m m p u n k t e   e n t f a l l e n

Dieser Vortrag wird leider entfallen:
18:00 Uhr
Multiresistente Keime, brauchen wir immer mehr Wirkstoffe?
Der medizinisch begründete Einsatz von Antibiotika hat über Jahrzehnte hinweg zu einer Selektion von Bakterienstämmen geführt, die gegen eine zunehmend größere Zahl von Wirkstoffen resistent sind und die empfindlicheren Bakterienstämme allmählich verdrängen. Multiresistente Erreger kommen in Krankenhäusern und in der Massentierhaltung vor und stellen Mediziner:innen und Forschende vor große Herausforderungen. Woher kommen neue Wirkstoffe und wie findet man sie? Jens von Kries ist der Leiter der Screening Unit; hier wird seit über 25 Jahren mit Hilfe von Robotern nach neuen Wirkstoffen gesucht.
Dr. Jens von Kries, Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP)
Dauer: circa 25 Minuten

Diese Führung wird leider entfallen:
18:00 Uhr
Hier ist Wissenschaft zu Hause
Exzellente Wissenschaft braucht exzellente Infrastrukur. Die Themen und Methoden der Forschung ändern sich mit der Zeit und so auch deren Ansprüche an Räumlichkeiten. Auf dem Campus Buch kann man die Entwicklung gut sehen. Kommen Sie mit auf eine Tour der Archtektur der Wissenschaft und machen Sie eine Zeitreise mit. Kunst am Bau namenhafter Kunstler*innen ist inklusive.
Ralf Streckwall, MDC
Dauer: circa 45 Minuten

Dieser Vortrag wird leider entfallen:
19:15 Uhr
Stammzellen retten (Nashorn-) Leben
Es gibt auf der Welt nur noch drei Individuen des nördlichen Breitmaulnashorns, alle drei Tiere sind auf natürlichem Weg nicht mehr fortpflanzungsfähig. Mit einer neuen Methode zur Gewinnung von Eizellen wollen Reproduktionsexperten die Art retten. Dr. Sebastian Diecke erklärt wie Stammzellforschung zur Rettung bedrohter Tierarten beitragen kann.
Vortrag.

Dieser Programmpunkt entfällt leider
19:30, 21:30 Uhr
Proteine atomgenau: Superstarke Magneten und NMR Spektroskopie
NMR-Spektroskopie liefert Informationen über Moleküle mit atomarer Auflösung. Während der Führung werden zum einen die für die Methode notwendigen technischen Voraussetzungen - insbesondere die sehr starken Magnete - vorgestellt, zum anderen die am FMP angewendeten Techniken erläutert und demonstriert sowie deren Bedeutung für die Wissenschaft erklärt.
AG Lösungs-NMR, FMP, Dr. Peter Schmieder

Wir empfehlen das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske in allen Innenräumen.

Bei folgenden Veranstaltungen besteht Maskenpflicht:
Bei allen Laborführungen im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Mein Erbgut - die eigene DNA aus der Mundschleimhaut isolieren - (Experimentierkurs im MDC-Lehrlingslabor)
Vom Wunderstoff zum Problem: Kunststoffe (Experimentierkurs im Gläsernen Labor)
Wie wird eine Erbkrankheit diagnostiziert? (Experimentierkurs im Gläsernen Labor)
Diagnostik-Scout: Laborwerte selber erstellen und interpretieren (Akademie der Gesundheit)

Tickets & Preise

Die Tickets können ab Freitag, 20. Mai 2022, bis einschließlich Samstag, 2. Juli  2022, über den Online-Ticket-Shop der Langen Nacht der Wissenschaften erworben werden. Tickets sind außerdem an allen ausgewiesenen VVK-Stellen von Ticketmaster und unter 01806 999 0000* erhältlich.

Die Tickets berechtigen zum Besuch aller Einzelveranstaltungen in den teilnehmenden Wissenschaftseinrichtungen. Außerdem können mit den Tickets die eingesetzten Sonderbusse zur Veranstaltung kostenfrei genutzt werden. Informationen zu den Ticketarten und Preisen bekommen Sie auf der Webseite https://www.langenachtderwissenschaften.de/besuch/tickets.

Am Veranstaltungsort gibt es keine Abendkasse. Tickets können auch während der laufenden Veranstaltung online erworben werden.

Lange Nacht der Wissenschaften

30.06.2022
FERIENCAMP MAL ANDERS!

Wann: 18.07. bis 22.07.2022

                       oder   

            25.07. bis 29.07.2022
            täglich von 9-16 Uhr

Wo:    Archäologie- und Abenteuerspielplatz Moorwiese
           Wiltbergstraße 29 b, 13125 Berlin

Für wen: Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren, kostenfrei

Inhalte:
Kochen, Leben in der Steinzeit, Schmieden, Wasserreinigung, Hütten bauen, Cyber Mobbing, Feuer machen

Anmeldung erforderlich, unter:
paola.eckert-palvarini@forschergarten.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Living / 29.06.2022
Eine Promenade für Buch - Beteiligungsveranstaltung am 7. Juli

Interessierte sind herzlich zur Beteiligungsveranstaltung zur Planung der Promenade Wiltbergstraße eingeladen. Der Bezirk Pankow und die beauftragten Planungsbüros möchten Ihnen verschiedene Varianten für den Ausbau einer attraktiven Fußwege-Anbindung an das zukünftige Bildungs- und Integrationszentrums (BIZ) vorstellen und mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen.

Mit der Entscheidung zum Bau des BIZ auf dem nördlichen Kopf der Brunnengalerie in Buch soll eine wichtige Bildungseinrichtung im Nordostraum von Pankow entstehen. Die Promenade Wiltbergstraße soll für eine repräsentative Anbindung des neuen BIZ an die Schlossparkpassage sorgen.

Wann? Donnerstag 7. Juli 2022 um 17:30 Uhr

Wo? Im Garten des Bucher Bürgerhauses (bei Regen im Bürgerhaus)


Kontakt:

André Kima
Bezirksamt Pankow von Berlin
Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadterneuerung
andre.kima@ba-pankow.berlin.de
Tel.: 90295-3138

Winfried Pichierri
Gebietsbeauftragter
Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG
w.pichierri@planergemeinschaft.de
Tel.: 885 914-32

Weitere Informationen:

Fußgängerpromenade zum geplanten Bildungs- und Integrationszentrum in Buch

In den kommenden Jahren soll an der Ecke Wiltbergstraße / Karower Chaussee im nördlichen Teil der sogenannten Brunnengalerie das Bildungs- und Integrationszentrum BIZ mit Bibliothek, Filialen der Volkshochschule und der Musikschule sowie Ausstellungsflächen und einem Café entstehen. Diese wichtige Einrichtung benötigt eine attraktive Anbindung an das Zentrum und den S-Bahnhof Buch. Diese soll in Form einer repräsentativen Promenade zwischen dem Einkaufszentrum "Schlosspark-Passagen" und dem Vorplatz des BIZ geschaffen werden. Die geplante Promenade war auch Bestandteil des Wettbewerbs zum BIZ.

Der erste Bauabschnitt vor der Erweiterung des Einkaufszentrums zwischen Walter-Friedrich- und Groscurthstraße wurde bis Mai  2022 hergesellt. Er bindet schon jetzt den dortigen Gehweg in die Promenadengestaltung ein.

Bereits mit dem Ausbau der Wiltbergstraße wurde aus Mitteln des Programms "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) der Gehweg von der Walter-Friedrich-Straße in Richtung Karower Chaussee „berlintypisch“ mit Gehwegplatten und Mosaik hergestellt. Direkt vor dem neu eröffneten Fachmarktzentrum war der unbefestigte Gehwegbereich der Baustelle zwischenzeitlich mit provisorischen Asphalt befestigt. Dieser provisorische Asphaltbereich wurde nunmehr auf 80 Metern Länge durch Mosaikpflaster und Gehwegplatten ersetzt.

Die Plastik "Mutter mit Kind" an der Walter-Friedrich-Straße wurde fachgerecht saniert und am gleichen Ort auf einem neuen Sockel wieder eingebaut. Kurz vor der Lieferzufahrt zum Einkaufszentrum entstand eine kleine Grünfläche mit zwei Winterlinden, daneben wurden Fahrradbügel integriert.

1. Bauabschnitt: Walter-Friedrich- bis Groscurthstraße

  • Projektbeschreibung
  • Fotos
  • Projektblatt/PDF

    Adresse: Wiltbergstraße, 13125 Berlin, Pankow
    Auftraggeber/Bauherr: Bezirk Pankow
    Planung: Bezirksamt Pankow, Straßen- und Grünflächenamt
    Gesamtkosten: 80.000 EUR aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung

www.stadtentwicklung.berlin.de/nachhaltige-erneuerung/buch/fussgaengerpromenade-zum-biz

Living / 28.06.2022
Ludwig Hoffmann Quartier wächst weiter

Das Ludwig Hoffmann Quartier baut Angebotspalette aus – Weitere Projekte bis 2025 - Franz-Ehrlich-Haus nach Sanierung architektonisches Highlight des Stadtquartiers

Erfolgskonzept

Die Arbeiten am Ludwig Hoffmann Quartier begannen 2012 mit einer klaren Zielstellung. „Wir wollten von Anfang an keine reine Wohnanlage errichten“, erklärt Andreas Dahlke, Initiator des Ludwig Hoffmann Quartiers, „sondern ein Quartier zum Wohnen und Leben. Den Unterschied macht die Kombination traditioneller Wohnangebote mit städtischen Leistungen aus Bereichen wie Bildung, Betreuung, Freizeit und Arbeit.“ Heute sind zwei Drittel aller Projekte fertig und in Nutzung. Dazu gehören etwa 500 von später insgesamt 1.000 Wohnungen, zwei Schulen, drei Kitas, eine Mutter-Kind-Einrichtung, zwei Wohnheime für Kinder sowie Gewerbe.

Planungen
Mit der Fertigstellung des historischen Teils sind die Arbeiten am Stadtquartier nicht abgeschlossen. Bis 2025 stehen fünf weitere Projekte an. Dazu gehören drei Wohnanlagen und ein Komplex mit kleinen möblierten Wohnungen, dessen Arbeitstitel FRANZ lautet. Das kurz vor der Eröffnung stehende fünfte Projekt trägt den Namen TRIBUS und umfasst ein modernes Wohnhaus, ein unter Denkmalschutz stehendes Verwaltungsgebäude und ein Waisenhaus.

Möglichkeiten
„Mit dem Projekt FRANZ werden wir erstmals Wohnungen anbieten, die sich am klassischen Micro-Apartment orientieren, aber unseren Bedingungen angepasst sind“, erklärt Andreas Dahlke. Dieses Angebot richtet sich vorrangig an junge Leute – Studenten, Berufseinsteiger, Doktoranden oder Wissenschaftler, die in Bucher Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten oder sich weiter qualifizieren. Sie können 20 bis 30 Quadratmeter große moderne Wohnungen mieten. Diese sind vollständig ausgestattet, verfügen über Küche und Bad sowie zeitgemäße Kommunikationstechnik. Neben allgemeinen Bereichen wie Lounge mit Café oder Waschsalon stehen auch Bibliothek und Räume für Meetings zur Verfügung. Zahlreiche Serviceleistungen können in Anspruch genommen werden.

Rahmenbedingungen
Für das Projekt FRANZ stehen drei Gebäude zur Verfügung, zwei Neubauten und das architektonisch bedeutsame Franz-Ehrlich-Haus, dessen Zukunft längere Zeit unklar war. „Wir haben alles versucht, eine Lösung für eine zeitgemäße Nutzung zu finden“, sagt Andreas Dahlke. „Schließlich haben wir ein Konzept entwickelt, das eine Angebotslücke im Ludwig Hoffmann Quartier schließen wird.“

Würdigung
Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Projektes FRANZ wurde das Haus 34 in Franz-Ehrlich-Haus umbenannt. Franz Ehrlich war ein bekannter deutscher Architekt und Künstler des 20. Jahrhunderts. Zeit seines Lebens war er darauf bedacht, als „Universalkünstler“ mit vielen Fähigkeiten wahrgenommen zu werden. Die Liste seiner Erfolge ist lang. Eines seiner bekanntesten Projekte ist der Neubau des Rundfunkhauses in Berlin-Oberschöneweide. In Buch war Franz Ehrlich auch aktiv. Unter anderem leitete er als Chefplaner den Bau jenes architektonisch beeindruckenden Gebäudes, das heute seinen Namen trägt.

Text: Dr. Ingolf Neunübel

Das Interview erschien zuerst im Standortjournal buchinside.

Research, Patient care / 24.06.2022
Nährstoffe für Frühchen statt Antibiotika

Mit dem Forschungsprojekt PROSPER will ein Team an vier Standorten in Deutschland untersuchen, ob ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel Frühgeborene vor einer Blutvergiftung schützen kann. Das BMBF unterstützt das Vorhaben, an dem ECRC-Forscherin Sofia Forslund beteiligt ist, mit 1,9 Millionen Euro.

Eine Blutvergiftung kann tödlich sein. Vor allem Frühgeborene, die eine Sepsis erleiden, sterben mitunter innerhalb weniger Stunden daran. Überleben die Kinder, sind sie oft viele Jahre lang besonders anfällig für Krankheiten. Da sich derzeit nur schwer abschätzen lässt, welches Baby eine Sepsis entwickelt, erhalten die meisten Frühgeborenen – bis zu 85 Prozent – vorsorglich Antibiotika. Die Medikamente sind zwar für viele der Kinder lebensrettend, sie haben aber auch Nachteile. Unter anderem können sie Antibiotika-Resistenzen begünstigen und die Darmflora der Babys nachhaltig stören. Dies wiederum kann langfristig zu chronisch entzündlichen Erkrankungen, Allergien, Fettleibigkeit und Diabetes führen.

Für das kindliche Immunsystem sind Alarmine sehr wichtig

Ein Team um Professorin Dorothee Viemann von der Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) will jetzt in einem Forschungsprojekt namens PROSPER (Prevention of Sepsis by Personalized Nutritional S100A8/A9 Supplementation to Vulnerable Neonates) untersuchen, ob auch ein Nahrungsergänzungsmittel – ein Alarmin – Frühgeborene vor einer Blutvergiftung schützen kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt mit rund 1,9 Millionen Euro.

Alarmine sind bei Erwachsenen vor allem ein Marker für Entzündungen. Gemeinsam mit Dr. Sabine Pirr, Oberärztin der MHH-Intensivstation für Früh- und Neugeborene hatte Viemann aber herausgefunden, dass die Alarmine bei Neugeborenen die Entwicklung der Darmflora und des Immunsystems positiv beeinflussen. In großen Mengen finden sich diese Proteine zum Beispiel in der Muttermilch.

„Zudem scheint eine vaginale Entbindung anders als ein Kaiserschnitt die körpereigene Alarmin-Produktion der Neugeborenen anzuregen“, sagt Dr. Sofia Forslund, die Leiterin der Arbeitsgruppe „Wirt-Mikrobiom-Faktoren in Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ am Experimental and Clinical Research Center (ECRC), einer gemeinsamen Einrichtung des Berliner Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Forslund ist als Bioinformatikerin mit einem besonderen Schwerpunkt auf der statistischen Analyse des Mikrobioms an dem Projekt PROSPER beteiligt.

Ein Calprotectin-Mangel erhöht das Sepsisrisiko von Frühgeborenen

In einem früheren Projekt namens PRIMAL (Priming Immunity at the Beginning of Life) hatten die drei Forscherinnen gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen bereits zeigen können, dass sich ein hoher Spiegel des Alarmins Calprotectin positiv auf das Mikrobiom und das Immunsystem von Neugeborenen auswirkt, die per Kaiserschnitt zur Welt gekommen sind und nicht gestillt werden können. „Inzwischen wissen wir auch, dass das Sepsisrisiko deutlich erhöht ist, wenn es Frühgeborenen an Calprotectin mangelt“, sagt Forslund.

Das Projekt PROSPER soll daher nun ermitteln, ob die Gabe des Proteins Frühgeborene, die niedrige Calprotectin-Spiegel aufweisen, vor einer Blutvergiftung schützt. An dem Projekt sind neben den Expertinnen und Experten der MHH und des ECRC auch Forschende der Kinderklinik des Universitätsklinikums Würzburg und des Instituts für Immunologie der Universität Münster beteiligt. „Am ECRC werden wir die Entwicklung des Mikrobioms der Frühgeborenen im Detail verfolgen und dazu unsere statistische und datenanalytische Expertise zur Verfügung stellen“, sagt Forslund. „Zudem wollen wir hier mit den Methoden der Bioinformatik genauer erforschen, wie der schützende Effekt von Calprotectin zustande kommt.“

Das gemeinsame Ziel aller an PROSPER Beteiligten ist es, die Voraussetzungen für eine größere klinische Studie zu schaffen – um auf diese Weise die breite Anwendung von Antibiotika bei Frühgeborenen möglichst bald überflüssig zu machen.

Text: MHH / Anke Brodmerkel

Weiterführende Informationen

AG Forslund

Wirt-Mikrobiom Faktoren in Herz-Kreislauferkrankungen

Wie Herz und Bauch zusammenhängen

Wissenschaft / 25. Juli 2019

Research, economic development, Innovation, Patient care, Education / 23.06.2022
Platz für neue Quartiere und Unternehmen in Berlin-Buch

Herr Benn, der Stadtteil Buch soll in den nächsten Jahren um bis zu 4.000 Wohnungen wachsen. Wie beurteilen Sie aus bezirklicher Sicht die Planungen zur Wohnbebauung?

Ich bin sehr froh, dass uns in Buch Flächen für den dringend benötigten Bau neuer Wohnungen zur Verfügung stehen, und zwar insbesondere von bezahlbarem Wohnraum. Hier bietet sich die Chance, moderne und nachhaltige Quartiere zu errichten, die mit einem Ausbau des Angebots von Handel, Dienstleistungen und sozialer Infrastruktur einhergehen.
Wenn Sie von 4.000 Wohnungen sprechen, sind die rund 500 zusätzlichen Wohnungen im Ludwig Hoffmann Quartier eingeschlossen. In Buch Süd und Am Sandhaus können bis zu 3.500 Wohnungen entstehen. In den nächsten Jahren werden am Standort unterschiedlichste Wohnungsangebote entstehen, so dass es für mehr Beschäftigte in Buch attraktiv werden könnte, Wohnen und Arbeiten zu verbinden.
Bereits jetzt zeigt sich, wie komplex die jeweiligen Planungsaufgaben und Zusammenhänge sind. Im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerung“ werden frühzeitig Infrastrukturbedarfe mitgeplant und Planungen für den Ausbau integriert behandelt. Als Bauherren sollen landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, Baugruppen und private Investoren zum Zuge kommen.
Der Großteil der Planungen wird unter Beteiligung der Öffentlichkeit durch den Bezirk vorgenommen und koordiniert – nur das Quartier „Am Sandhaus“ liegt in der Verantwortung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Der Senat arbeitet hier eng mit uns zusammen.

Für das Quartier Am Sandhaus wurde bereits unter Beteiligung der Öffentlichkeit ein Masterplan entwickelt. Welchen Anspruch soll dieses Quartier erfüllen?

Auf circa 57 Hektar sollen dort rund 2.700 Wohnungen entstehen. Ziel ist es, ein städtebaulich und architektonisch attraktives Stadtquartier zu schaffen, das den Anforderungen an die Nachhaltigkeit, den Klimaschutz und an eine soziale Mischung Rechnung trägt.

Wie sollen diese Ziele erreicht werden?

Der Siegerentwurf plant ein zusammenhängendes Siedlungsband, das ländliche Qualitäten und urbane Strukturen gut vereint. Durch flächensparendes und naturschonendes, verdichtetes Bauen, eine Regenwasserbewirtschaftung und nachhaltige Baustoffe wie Holz soll das Ziel Berlins zur Klimaneutralität bis 2045 unterstützt werden. Dazu dienen auch Maßnahmen für ein autoarmes Quartier sowie Maßnahmen im Energiebereich.
Um eine soziale Mischung zu erzielen, schaffen wir Wohnraum in verschiedenen Segmenten, sowohl mietpreis- und belegungsgebunden sowie gemeinwohlorientiert, als auch für Menschen mittleren Einkommens. Wir setzen verschiedene Bautypologien ein, fördern gemischte Nutzungen und sozio-kulturelle Angebote, damit ein lebendiges Quartier entsteht.

Welche Infrastruktur wird das Quartier erhalten?

Geplant sind eine Grundschule mit Sport- und Multifunktionshalle, zwei Kitas und Einrichtungen für Jugendliche. Es soll drei Quartiersgaragen geben, verkehrsberuhigte Abschnitte sowie Ladezonen. Im Übergangsbereich zur Landschaft werden mehrere Spielplätze und Sportflächen entstehen, der Naturerfahrungsraum und der Archäologiespielplatz Moorwiese bleiben erhalten. Derzeit prüfen wir, ob es möglich ist, am S-Bahnhof ein Fahrradparkhaus und eine Jelbi-Station zu errichten.

Wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen?

Der Entwurf wird nun in den Rahmenplan integriert, der bis zum Sommer fertiggestellt werden soll. Parallel findet die Abstimmung mit den öffentlichen und privaten Eigentümern statt. Zudem bereitet die Senatsverwaltung das förmliche Bebauungsplanverfahren mit dem Aufstellungsbeschluss als Grundlage für das Plan- und Baurecht vor.

In Buch Süd sollen weiterer Wohnraum, Schulen, eine Kita sowie forschungsnahes Gewerbe für den Campus entstehen. Eine Erweiterungsfläche in unmittelbarer Nähe des Campus ist für uns sehr bedeutsam. Wie ist der Stand der Planungen?

Eine vertiefende städtebauliche Studie steht vor dem Abschluss, die Öffentlichkeit soll im Sommer 2022 beteiligt werden. Wir streben eine Beschlussfassung für das dritte Quartal dieses Jahres an. Danach kann das Bebauungsplanverfahren starten.

Insgesamt soll in Buch Süd ein gemeinwohlorientiertes Wohnungsangebot mit 650 Wohneinheiten in eher aufgelockerter Bebauung entstehen. Die Umsetzung soll durch ein landeseigenes Wohnungsunternehmen erfolgen. Auch dieses Quartier wird nachhaltig und weitgehend ohne Autoverkehr angelegt, weshalb eine Quartiersgarage zum Konzept gehört. Um das Quartier gut zu erschließen, soll die Max-Burghardt-Straße bis zur Kleinen Wiltbergstraße verlängert werden. Geplant ist, einen umgrenzenden Grünsaum zu schaffen, der zugleich Spiel- und Sportflächen integriert und Wegebeziehungen in den angrenzenden Pankepark sichern soll. Das Konzept für die Qualifikation des Pankeparks wird aktuell zum Abschluss gebracht. Für den Wissenschafts- und Biotech-Campus ist eine Erweiterungsfläche von insgesamt neun Hektar auf dem südlichen Teil der ehemaligen Brunnengalerie ab Wolfgang-Heinz-Straße vorgesehen sowie entlang des Kappgrabens.

Auf dem nördlichen Teil der Brunnengalerie sollen eine Kita mit 150 Plätzen und ein Schulcampus entstehen. Dieser sieht eine Gemeinschaftsschule mit Grundschule und Sekundarstufe vor. Eine Machbarkeitsstudie für den Schulcampus wurde 2021 fertiggestellt. Er ist bereits als Teil der Investitionsplanung des Landes Berlin bestätigt und soll im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive realisiert werden.

Wann kann die bauliche Umsetzung starten?

Eine bauliche Umsetzung ist etappenweise möglich. Die vorhandene Druckwasserleitung muss vor Beginn zwingend verlegt werden, ebenso ist die Verlegung und Bündelung der Medientrasse in einem neuen Korridor erforderlich. Dies gilt auch für die Erweiterungsfläche des Campus auf der Brunnengalerie.

Buch braucht ein lebendiges kulturelles Zentrum. Wie steht es um das geplante innovative Bildungs- und Integrationszentrum?

Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da durch die derzeitige vorläufige Haushaltswirtschaft eine Beauftragung schwierig ist. Somit ist ein Termin für den Baubeginn in der zweiten Hälfte 2023 geplant. Sollte es noch Änderungen im Haushalt geben, könnte sich der Termin auch noch weiter verschieben. Die Bauzeit soll zwei Jahre betrage

Interview: Dr. Ulrich Scheller / Campus Berlin-Buch GmbH

Das Interview erschien zuerst im Standortjournal buchinside.

 

Research / 23.06.2022
A fine-tuned gene editor

Van Trung Chu working in the lab. © Felix Petermann, MDC
Van Trung Chu working in the lab. © Felix Petermann, MDC

The molecular tool CRISPR-Cas9 can be used to treat inherited blood disorders, but this may cause unintended genetic alterations. A team led by MDC researchers Klaus Rajewsky and Van Trung Chu has now presented an approach in “Science Advances” that minimizes such adverse consequences.

Hopes are high for the therapeutic potential of the CRISPR-Cas9 gene-editing tool. These “molecular scissors” can be used to very precisely cut out and repair gene mutations that are responsible for hereditary diseases. But despite the precision with which the tool is able to locate its target in the genome, its work is not yet completely error-free.

Sometimes, cuts are made at sites that are very similar to the target sequence, but are located in entirely different regions of the DNA. These mistakes, which scientists refer to as “off-target mutations,” can have unexpected consequences. And even if CRISPR-Cas9 makes its cut at the correct site, errors can occur when the cut is repaired – a phenomenon known as “on-target mutations”.

Spacing out the cuts

“These errors mainly occur because, in the classic method, both strands of the DNA molecule are cut at once,” explains Professor Klaus Rajewsky, head of the Immune Regulation and Cancer Lab at the Berlin Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC). Together with other researchers from the MDC and the Humboldt-Universität zu Berlin, the scientist has now presented a new, refined approach in the journal “Science Advances” that has been dubbed “spacer-nick”. This method employs a modified pair of molecular scissors, known as nickases, that make nicks on opposite strands of the DNA at two different points.

But the greater precision with which this gene-editing duo is able to detect and repair faulty genes is largely down to a spacer that the team has built into the tool. “We use this spacer to ensure that the two nicks are made 200 to 350 base pairs apart and that double-strand breaks in the DNA are avoided,” explains Dr. Van Trung Chu, a scientist in the Rajewsky Lab and co-last author of the paper, along with Rajewsky himself. “Our experiments with hematopoietic stem cells and T cells have shown that this is the optimal distance for minimizing both on-target and off-target mutations,” says Chu. “Any shorter, and we risk cutting through the entire DNA molecule – despite the use of two separate scissors.” 

Two other MDC teams – Professor Kathrin de la Rosa’s Cancer & Immunology / Immune Mechanisms and Human Antibodies Lab, and Dr. Ralf Kühn’s Genome Editing & Disease Models Lab, of which Chu is also a member – also made important contributions to the paper, especially in terms of detecting off-target mutations. “Spacer-nick is therefore also a good example of the successful collaboration between researchers working in the different labs at the MDC,” says Rajewsky.

Effective and almost error-free

The scientists can even quantify the superiority of their fine-tuned genetic scissors and offset double nicks: “With the classic CRISPR-Cas9 method, on-target mutations occur in more than 40 percent of interventions,” reports Chu. “The spacer-nick system can bring this down to under two percent.” The success with off-target mutations, Chu explains, cannot be determined quite as easily and accurately: “All we can really say is that they occur relatively frequently when the classic genetic scissors are used, but have been a rare, if not non-existent, occurrence in our approach.” What remains unclear for now is the exact mechanism by which the genetic material is repaired following the spacer-nick cuts. “It doesn’t seem to happen via the well-known – and error-prone – NHEJ pathway,” says Chu.

In terms of effectiveness, spacer-nick is on par with the conventional tool: “With both methods, we are able to successfully repair between 20 and 50 percent of the treated cells,” says Chu. That is probably enough, he explains, to cure patients with an inherited blood disorder that stems from only a single altered gene. Examples of such disorders include beta thalassemia, which involves the faulty synthesis of the red blood pigment hemoglobin, or severe congenital neutropenia, which is characterized by a significantly reduced number of granulocytes – a type of white blood cell – and is associated with a severely weakened immune defense.

Fixing stem cells 

Chu and Rajewsky hope that other researchers will take up their idea and test spacer-nick – first in animal models and then soon on the first human patients. Chu explains that the principle behind the therapy is simple: Blood-forming stem cells are taken from people with a monogenic inherited disorder using established methods. Spacer-nick then repairs the faulty genes directly in the cell culture. Once the genetic scissors have done their work, the repaired stem cells are administered back into the patient – where they produce new and, most importantly, healthy blood cells.

Text: Anke Brodmerkel

Source: Press Release MDC
A fine-tuned gene editor

www.mdc-berlin.de

Research, economic development, Innovation / 22.06.2022
Neuer Serviceanbieter auf dem Campus Berlin-Buch: FyoniBio

Die neu gegründete FyoniBio GmbH ist spezialisiert auf biopharmazeutische Dienstleistungen in der Arzneimittelentwicklung. Interview mit den Geschäftsführern, Dr. Hans Baumeister und Dr. Lars Stöckl

Glycotope hat Anfang des Jahres sein Dienstleistungsgeschäft in die FyoniBio GmbH ausgegliedert. Was war der Anlass dafür?

Dr. Baumeister: Glycotope wollte sich auf die Entwicklung von Biotherapeutika fokussieren. In den letzten zwei Jahren haben Dr. Stöckl und ich die Marke FyoniBio entwickelt, und die Glycotope hat mit unserer Unterstützung die Ausgründung von FyoniBio vorangetrieben und nach Investoren gesucht. Durch die Corona-Pandemie gestaltete sich dies schwieriger. Mit der chinesischen Canton Biologics Co. Ltd. hat sich schließlich einer der bisherigen Partner der Glycotope unter den Bietern durchgesetzt. Canton Biologics ist ein in China etablierter und stark wachsender Auftragsentwickler und -hersteller von Biotherapeutika.

Welchen Status hat FyoniBio?

Dr. Stöckl: Wir sind als FyoniBio GmbH eine eigenständig operierende Firma in Berlin-Buch. Als Teil der Canton Biologics Group können wir unseren Kunden über unsere Dienstleistungen hinaus weitere Lösungen anbieten.

Welche Chancen bietet die neue Konstellation?

Dr. Baumeister: In China wächst ein riesiger Markt für Biotherapeutika, der sehr interessant für Firmen aus Deutschland und Europa ist. Wenn Biotherapeutika hier entwickelt wurden, müssen sie für den chinesischen Markt dort erneut produziert und zumindest teilweise getestet werden. Wir
können einen Transfer anbieten, bei dem unser chinesischer Partner die Produktion übernehmen kann. Andersherum haben immer mehr chinesische Firmen Interesse am europäischen Markt, für die FyoniBio attraktive Angebote machen kann. Darüber hinaus können wir gegenseitig von unseren Technologien und Marktkenntnissen profitieren.

Wie setzt sich Ihr Team zusammen?

Dr. Baumeister: Unser erfahrenes 25-köpfiges Team arbeitet zum großen Teil schon über lange Jahre bei Glycotope zusammen. Etwa drei Viertel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine wissenschaftliche Ausbildung, zehn davon sind promoviert.

Welchen Service bietet FyoniBio?

Dr. Stöckl: FyoniBio bietet ISO 9001-zertifizierte biopharmazeutische Dienstleistungen in verschiedenen Phasen der Arzneimittelentwicklung an. Wenn ein Kunde zum Beispiel ein Protein therapeutisch entwickeln möchte, bieten wir das komplette Paket von der Zelllinien- und
Prozessentwicklung, inklusive der gesamten analytischen Entwicklung zur Proteincharakterisierung, etwa der massenspektrometrischen Analyse, bis zum Transfer zum GMP-Hersteller an. Der GMP-Hersteller kann Canton Biologics sein, muss es aber nicht. Ganz zentral ist sicherlich die Herstellung von Zelllinien für diese therapeutischen Proteine, also der erste Schritt für einen zukünftigen Herstellungsprozess. Dafür braucht man Technologien, Know-how und Equipment, über die viele Biotech Firmen, ob etabliert oder Start-ups, oft nicht verfügen.
Dr. Baumeister: Darüber hinaus entwickeln wir zelluläre Bioassays, um die Aktivität des therapeutischen Proteins zu überprüfen. Nach der GMP-Herstellung kommen die klinischen Studien. In der klinischen Bioanalytik ist unsere Expertise in der Etablierung und Validierung von Assays, zum
Beispiel zur Analyse der Pharmakokinetik und der Immunogenizität, sehr gefragt, ebenso die Nutzung der Assays zur Analyse von Patientenproben, alles gemäß Good Clinical Laboratory Practice. Diese Kombination aus präklinischer Entwicklung und klinischer Analytik wird selten angeboten, macht aber viel Sinn, da die meisten klinischen Assays während der präklinischen Phase entwickelt werden müssen.
Dr. Stöckl: Damit ein Protein-Therapeutikum am Menschen getestet werden kann, muss die Struktur exakt charakterisiert werden. Dafür stehen uns zwei Massenspektrometer zur Verfügung, mit denen zum Beispiel Aminosäuresequenzen und post-translationale Modifikationen, auch bei Alterungsprozessen in der Lagerung, analysiert werden können.

Welche Kooperationen gibt es, welche wünschen Sie sich?

Dr. Stöckl: Wir kooperieren mit langjährigen Geschäftspartnern und sind im Gespräch mit neuen Kooperationspartnern – auch hier auf dem Campus. Daneben sind wir interessiert an Partnern, mit denen wir im Rahmen von Fördermaßnahmen zusammen forschen können, um neue Techniken zu entwickeln.

www.fyonibio.com

Research / 21.06.2022
What makes blood vessels grow?

© AG Potente
© AG Potente

Blood vessels must adapt their growth to the nutrients available in their surroundings so that they can keep organs adequately supplied. A team led by Michael Potente has identified two proteins that are important for this process and published their findings in Nature Metabolism.

Blood vessels run throughout the human body and ensure that our organs get all the nutrients and oxygen they need. If these finely woven networks stop working as they should, we risk developing diseases. While age-related cardiovascular conditions frequently cause vessels to atrophy, malignant tumors are characterized by excessive growth of misrouted vessels. Wet macular degeneration is also associated with the sprouting of new blood vessels in the wrong place. At its worst, the condition can cause blindness.

A door-opener for nutrients

“To help us develop targeted therapies for these kinds of disease, we want to find out how exactly the growth of new blood vessels – a process called angiogenesis – is regulated within the body,” says Potente, who is Professor for Translational Vascular Biomedicine at the Berlin Institute of Health at Charité (BIH) and a guest researcher at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC). His Angiogenesis & Metabolism Laboratory is part of the Berlin Center for Translational Vascular Biomedicine, an interdisciplinary facility that is a joint focus area of the BIH, Charité – Universitätsmedizin Berlin, and the MDC.

Potente and his international team have now made some important progress: Writing in Nature Metabolism, the researchers report that two proteins named YAP and TAZ play a crucial role in allowing vessels to sprout, even under challenging metabolic conditions. The proteins are part of the Hippo signaling pathway, which regulates organ growth and size in almost all living things. “If these two molecules are active in the cells of the vessels’ inner wall – the endothelium – they read genes that lead to increased growth of certain surface transporters,” says Potente. “These allow the vessel cells to absorb more nutrients that are important for growth and cell division.” YAP and TAZ, which both function in a similar way, therefore act as a kind of door-opener.

“This increased absorption of nutrients leads to the activation of another protein, called mTOR,” says Potente. mTOR is an important control point in the cells that triggers growth and cell division. “This allows new blood vessel networks to expand,” he explains. However, the team does not yet know which signals regulate the activity of YAP and TAZ in endothelial cells.

Insights from mouse retinas

The study’s lead author is Dr. Yu Ting Ong from the Max Planck Institute for Heart and Lung Research in Bad Nauheim in western Germany. Before moving to Berlin, Potente led a lab there. Also involved in the report was Professor Holger Gerhardt, head of the Integrative Vascular Biology Laboratory at the MDC, who works next door to Potente in the Käthe Beutler Building in Berlin-Buch. “Together, we’ve discovered a mechanism that enables blood vessels to align their growth closely to the situation in their surroundings,” says Gerhardt. “The mechanism stops endothelial cells from dividing if the metabolic resources needed for the process aren’t there.”

The findings are based on mouse experiments. The mouse retina is an ideal model for studying blood vessel development. “Using genetically modified mouse lines, we showed how endothelial cells that don’t produce YAP and TAZ almost never divide,” says Potente. “This inhibited vessel growth in the mice.” The TAZ protein plays an especially important role in this process, while YAP is the decisive factor in most other types of cell.

Important molecular machinery

“Because new blood vessels frequently form in tissues with a poor blood supply, endothelial cells must be able to grow in the most challenging metabolic conditions,” says Potente. “That’s why it’s so important for these cells to have molecular machinery that recognizes and reacts to subtle changes in the extracellular milieu.”

Together with their teams, Potente and Gerhardt now want to study how much the mechanism – which they described during tissue development – is also involved in regeneration and repair processes that rely heavily on blood vessels. “We’re primarily interested in finding out whether and, if relevant, how malfunctions in that signaling pathway can cause vascular diseases in humans,” says Potente.

Text: Anke Brodmerkel

Further information

Photo: Growing blood vessel network in mouse retina made visible by immunofluorescence staining and confocal microscopy. Shown are the cells of the inner vessel wall - the endothelial cells (turquoise/white), which migrate into the surrounding tissue to form new connections. © AG Potente

Source: Joint press release by the Max Delbrück Center for Molecular Medicine and the Berlin Institute of Health at Charité
What makes blood vessels grow?

 

Education / 20.06.2022
Richtfest für eine 4-zügige Grundschule mit Sporthalle an der Karower Chaussee

Richtfest für eine 4-zügige Grundschule mit Sporthalle an der Karower Chaussee

Am heutigen Montag fand das Richtfest für den Neubau einer 4-zügigen Grundschule mit Sporthalle und Außenanlagen der Berliner Schulbauoffensive (BSOII) in der Karower Chaussee 97 in 13125 Berlin statt. Die Grundschule wird in Amtshilfe für den Bezirk Pankow von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen geplant und gebaut.

Konzept der Compartmentschule

Umgesetzt wird hier das schulpädagogische Konzept der Compartmentschule, die Klassen- und Teilungsräume um einen Forumsraum gruppiert und so vielfältige Lehrsituationen ermöglicht.

Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Astrid-Sabine Busse: „In der Karower Chaussee entsteht eine der ersten neuen Grundschulen in Berlin, die nach dem Raumkonzept der Berliner Lern- und Teamhäuser gebaut werden. Mit diesem sogenannten Compartmentprinzip können die zeitgemäßen pädagogischen Anforderungen an inklusive und ganztägige Bildung mustergültig umgesetzt werden. Die Compartments bieten flexible und offene Lernlandschaften, die zugleich auch Platz für Rückzug und Erholung schaffen. Was mich besonders freut, ist die beschleunigte Bauweise, die durch die modulare Bauweise, aber auch durch verbesserte Planungsprozesse möglich wurde. Damit können jetzt 576 dringend benötigte Schulplätze im attraktiven Norden Berlins schnell geschaffen werden - im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive.“

Die Generalplaner Bruno Fioretti Marquez GmbH aus Berlin konnten Ende 2018 in einem Realisierungswettbewerb für mehrere Schulstandorte mit ihrem modular aufgebauten Entwurf für das Schulgebäude und die Sporthalle überzeugen: Die Vor- und Rücksprünge des Baukörpers erlauben eine optimale Belichtung aller Räume und binden auch die grünen Außenbereiche gut ein.

Staatssekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung Ülker Radziwill: „Erneut erhebt sich ein Richtkranz über den Rohbau einer Schule, die bald Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ideale Bedingungen zum Lernen und Lehren bieten wird. Darauf sind wir stolz, zeigt es doch, dass die Schulbauoffensive hält, was versprochen wurde: schnelles Bauen, moderne, vielfältig nutzbare Räume, energieeffiziente Gebäude und viel Platz für Sport und Spiel. Dafür danken wir allen an der Planung und am Bau Beteiligten.“

Bezirksbürgermeister Sören Benn: „Mit dem Schulneubau werden insgesamt 576 Schulplätze für die Kinder der Ortsteile Buch und Karow geschaffen. Wie groß der Bedarf ist, sieht man daran, dass bereits zum neuen Schuljahr im August 2022 vier erste Klassen eingerichtet werden, die bis zur Fertigstellung des Neubaus Karower Chaussee in drei umliegenden Schulen ihre ersten Schulmonate verbringen werden. Schon jetzt warten diese 100 Kinder gespannt und neugierig auf ihre neue tolle Schule."

Vielseitige Raumnutzung

Im Erdgeschoss des barrierefreien Gebäudes sind neben der Mensa und einem großen Mehrzweckraum auch Unterrichtsräume angeordnet. In den drei Obergeschossen befinden sich weitere Unterrichtsräume als Compartment gruppiert, die Fachräume, eine Bibliothek und der Verwaltungsbereich. Die barrierefreie Sporthalle – die auch außerschulisch durch Vereine genutzt werden kann – besteht aus drei Hallenteilen, einer Zuschauergalerie sowie einem Empfangs- und Begegnungsbereich im Erdgeschoss.

Die Energiestandards nach KfW-Effizienzhaus 55 finden ebenso Anwendung wie ein Regenwassermanagement, eine extensive Dachbegrünung, eine Photovoltaikanlage sowie die Verwendung nachhaltiger Baustoffe in Verbindung mit einem Recyclingkonzept.

Der modulare Aufbau von Schulgebäude und Sporthalle ermöglicht dem Generalunternehmer KLEBL GmbH aus Neumarkt in der Oberpfalz, der nach einem offenen Vergabeverfahren Anfang 2021 einen Rahmenvertrag für bis zu zwölf Schulstandorte erhielt, den Einsatz eines hohen Anteils von gleichen vorgefertigten Bauteilen wie z.B. Brüstungen, Stützen und Deckenelementen, die maßgeblich zu einer kurzen Bauzeit beitragen.

Die Gesamtkosten für diesen Standort belaufen sich auf ca. 50 Mio. Euro.

 

Research / 17.06.2022
Maike Sander named to lead the Max Delbrück Center

Prof. Dr. Maike Sander (Foto: Peter Himsel/MDC)
Prof. Dr. Maike Sander (Foto: Peter Himsel/MDC)

Maike Sander has been selected to direct the Max Delbrück Center for Molecular Medicine (MDC). The Supervisory Board appointed the diabetes researcher and professor of pediatrics and cellular and molecular medicine as the Scientific Director and Chair of the Board on June 16, 2022.

On November 1, 2022, Prof. Maike Sander will take the reins as Scientific Director and Chair of the Board of the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC). The Supervisory Board of the MDC formally appointed her to the post on Thursday, June 16, 2022. The MDC, which is celebrating its 30th anniversary this year, is one of five Health Centers in the Helmholtz Association of German Research Centers. The internationally renowned researcher and experienced science manager Maike Sander will be succeeding Prof. Thomas Sommer, who has directed the MDC on an interim basis since 2019. That will make Sander the first woman to head one of the Helmholtz Health Centers.

“The MDC has distinguished itself as an internationally renowned center for highly innovative biomedical research,” says Maike Sander. “Work at the MDC lays the foundation for better medicine of the future. The MDC provides on outstanding environment for research and attracts talent from around the globe. I had the opportunity to experience this first-hand as a visiting professor at the MDC. As Scientific Director, my goal will be to further strengthen the MDC’s role as a leading biomedical research center and to deepen partnerships with other institutions in Berlin and beyond, so that our discoveries can be rapidly turned into medical innovations.” Sander emphasizes that “medical innovation needs strong basic science, clinical science and industry partners – components that are all part of the vibrant Berlin biomedical ecosystem,” she points out. “The Berlin region is developing into a flourishing biotech pharma hub and I see the MDC as a principal driver of innovation in this landscape. I very much look forward to working with all stakeholders across Berlin.”

Novel therapeutic approaches for diabetes

Maike Sander’s research focuses on identifying novel therapeutic approaches for diabetes. To this end, Sander studies the molecular mechanisms that underlie the formation and function of the different cell types in the pancreas, in particular the insulin-producing beta cells. Her goal is to identify strategies for replacing beta cells in diabetes using beta cells derived from human pluripotent stem cells. 

Since 2012, Sander has served as the Director of the Pediatric Diabetes Research Center at the University of California, San Diego (UC San Diego), where she is also a Professor in the Departments of Pediatrics and Cellular & Molecular Medicine. In Berlin, Maike Sander will be appointed as Professor at the Charité – Universitätsmedizin.

German Research Minister: An outstanding scientist with international experience

“Maike Sander is an outstanding scientist with a track record of innovation in biomedical research,” says Bettina Stark-Watzinger, Germany’s Federal Minister of Education and Research. “I am delighted we have been able to bring her back to Germany after many years in the United States and to win her as the new Scientific Director of the Max Delbrück Center. It demonstrates the attractiveness of Berlin as a hub for biomedical research. As a scientist and administrator, Prof. Sander is the perfect match for the MDC with its mission to improve human health through transformative biomedical research. Also, having a female leader is an important signal. Prof. Sander’s appointment represents a significant gain for German research.”

Berlin’s Senator for Higher Education and Research, Health, Long-Term Care and Gender Equality, Ulrike Gote, says: “In Prof. Maike Sander, the Max Delbrück Center has gained an internationally renowned scientist as its new Scientific Director. I warmly welcome her to the science and healthcare metropolis Berlin. Prof. Sander’s expertise and experience provide the ideal background for future development of the MDC and for increasing the international visibility of the vibrant life sciences community at the MDC and in Berlin. As the senator in charge of higher education, research, and gender equality, I am delighted to see a woman at the helm of a Helmholtz Health Center.”

Wiestler: The Helmholtz Association stands to benefit tremendously

“I got to know Maike Sander as an expert in diabetes and stem cells when she was a visiting professor at the MDC,” says Otmar D. Wiestler, President of the Helmholtz Association. “With her high scientific standing and international experience, she is the ideal person to determine the future direction of the MDC as Scientific Director and Chair of the Board. With Prof. Sander we are gaining an excellent scientist whose expertise will be of tremendous benefit to the Helmholtz Association. A critical focus area is the development of precision medicine approaches. The MDC is at the forefront of advancing research in this important area. I look forward to working with Prof. Sander and to a vivid exchange of ideas.”

About Maike Sander

Maike Sander, a native of Göttingen, is 54 years old. After graduating with a medical degree from the University of Heidelberg Medical School in 1994, she conducted research at the University of California, San Francisco. Before moving to UC San Diego in 2008, she held faculty positions at Hamburg Medical School and the University of California, Irvine. An expert on insulin-producing pancreatic beta cells, she has nearly 30 years of experience in medicine and diabetes research.  

Sander is an elected member of the German National Academy of Sciences Leopoldina, the Association of American Physicians, and the American Society of Clinical Investigation. In addition, she is a member of two NIH consortia: The Human Islet Research Network and the NIH Impact of Genomic Variation on Function Consortium, which seeks to define basic mechanisms of gene regulation. 
 
She is a recipient of the Grodsky Award of the Juvenile Diabetes Research Foundation, the 2022 Albert Renold Prize of the European Association for the Study of Diabetes, and the Alexander von Humboldt Foundation Research Award. Since 2019, Sander has been an Einstein Visiting Fellow at the Berlin Institute of Health at Charité (BIH).

Source: Press Release MDC
Maike Sander named to lead the Max Delbrück Center

Research / 16.06.2022
Cancer Grand Challenge: Solving the mystery of DNA rings

Circular DNA: fluorescently labeled ecDNA (green) in tumor cell nuclei (blue). © AG Henssen, MDC
Circular DNA: fluorescently labeled ecDNA (green) in tumor cell nuclei (blue). © AG Henssen, MDC

Pediatric oncologist Anton Henssen and a group of researchers from the US and the UK have won funding for a Cancer Grand Challenge. The international team will receive almost €24 million to research the role that ring-shaped strands of DNA play in the development of cancer, and how to fight them.

In 2014, Professor Anton Henssen discovered something unusual in the cells of pediatric cancer patients: small rings of DNA, which meant that part of the genetic information was no longer packaged in the chromosomes as normal. It was very clear that the rings disturbed the rest of the genome so much that the children’s cells began to mutate.

Once he had made the discovery, Henssen (36) couldn’t stop thinking about it. A researcher and physician, Henssen has been leading the Emmy Noether Research Group “Genomic Instability in Pediatric Cancer” at the Experimental and Clinical Research Center (ECRC), a joint institution of Charité – Universitätsmedizin Berlin and the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC), since 2019.

The role of the rings

“When I began getting interested in the circular DNA and its role in the development of cancer, I was pretty much on my own,” says Henssen, who in addition to his research work also treats young cancer patients at the Department of Pediatric Oncology and Hematology at Charité. The field is now attracting more scientific interest, he says.

Henssen and his project, CancerCirculome, have been receiving support for roughly two years now, thanks to a Starting Grant from the European Research Council. The funding initiative Cancer Grand Challenges, which was founded in 2020 by the two largest funders of cancer research worldwide (Cancer Research UK and the National Cancer Institute, part of the National Institutes of Health in the US), is also aware of the possibly underestimated role of the tiny DNA rings. It chose the topic of extrachromosomal DNA, or ecDNA for short, as one of the nine challenges in its latest funding round.

Cancer Grand Challenges currently supports more than 700 researchers and advocates across 10 countries, representing 11 teams are supported to take on 10 of the toughest challenges in cancer research. On 16 June, 4 new teams were announced.

Berlin team to get £1 million

“When I saw that, I knew I wanted to participate in the challenge,” says Henssen, who on June 1 began a Mildred Scheel Professorship funded by German Cancer Aid at Charité. He explains that just a handful of groups are working on ecDNA worldwide. Now the team he is part of – which brings together researchers from the US, the UK, and Germany and is led by Professor Paul Mischel of Stanford Medicine in California – has won funding from Cancer Grand Challenges for its project entitled eDyNAmiC (extrachromosomal DNA in Cancer). The team will receive £20 million over the next five years. Roughly one million of that will be available to Henssen and his team in Berlin.

Henssen says scientists now know that nearly a third of all childhood and adult tumors have DNA rings in their cells and that these tumors are almost always highly aggressive: “Now we want to find out what exactly makes the rings so dangerous, how they form, and how we can slow them down – so that we can develop more effective therapies.” Biologists and physicians aren’t the only ones tackling this challenge; mathematicians and computer scientists are also involved.

The prospect of brand-new therapies

Henssen and his Berlin team, which also includes researchers from the Berlin Institute of Health at Charité (BIH), plan to start by looking at the structure of the rings in more detail to find out how their DNA is packaged in histones and other proteins, and how their gene expression is regulated. “It’s possible that changes in gene expression mean the rings help the tumors become resistant to existing therapies,” says Henssen.

It’s not surprising that Henssen is delighted to see his once “niche” topic garnering such attention and support: “It’s the best thing that could have happened, as far as I’m concerned.” He now hopes that it won’t be too long before he can help his young patients – who have their whole lives ahead of them – with a novel therapy that attacks the rings and cause the fatal tumors to disappear.

Text: Anke Brodmerkel

Further information

The DNA artist – a portrait of Anton Henssen

Department of Pediatric Oncology and Hematology at Charité

Anton Henssen honored with Berlin science award

Anton Henssen receives ERC Starting Grant

Source: Joint press release by Charité – Universitätsmedizin Berlin and the Max Delbrück Center for Molecular Medicine
Cancer Grand Challenge: Solving the mystery of DNA rings

Research / 10.06.2022
AI identifies cancer cells

National Cancer Institute / NIH
National Cancer Institute / NIH

How do cancer cells differ from healthy cells? A new machine learning algorithm called “ikarus” knows the answer, reports a team led by MDC bioinformatician Altuna Akalin in the journal Genome Biology. The AI program has found a gene signature characteristic of tumors.

When it comes to identifying patterns in mountains of data, human beings are no match for artificial intelligence (AI). In particular, a branch of AI called machine learning is often used to find regularities in data sets – be it for stock market analysis, image and speech recognition, or the classification of cells. To reliably distinguish cancer cells from healthy cells, a team led by Dr. Altuna Akalin, head of the Bioinformatics and Omics Data Science Platform at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC), has now developed a machine learning program called “ikarus.” The program found a pattern in tumor cells that is common to different types of cancer, consisting of a characteristic combination of genes. According to the team’s paper in the journal Genome Biology, the algorithm also detected types of genes in the pattern that had never been clearly linked to cancer before.

Machine learning essentially means that an algorithm uses training data to learn how to answer certain questions on its own. It does so by searching for patterns in the data that help it to solve problems. After the training phase, the system can generalize from what it has learned in order to evaluate unknown data. “It was a major challenge to get suitable training data where experts had already distinguished clearly between ‘healthy’ and ‘cancerous’ cells,” relates Jan Dohmen, the first author of the paper.

A surprisingly high success rate

In addition, single-cell sequencing data sets are often noisy. That means the information they contain about the molecular characteristics of individual cells is not very precise – perhaps because a different number of genes is detected in each cell, or because the samples are not always processed the same way. As Dohmen and his colleague Dr. Vedran Franke, co-head of the study, reports, they sifted through countless publications and contacted quite a few research groups in order to get adequate data sets. The team ultimately used data from lung and colorectal cancer cells to train the algorithm before applying it to data sets of other kinds of tumors.

In the training phase, ikarus had to find a list of characteristic genes which it then used to categorize the cells. “We tried out and refined various approaches,” Dohmen says. It was time-consuming work, as all three scientists relate. “The key was for ikarus to ultimately use two lists: one for cancer genes and one for genes from other cells,” Franke explains. After the learning phase, the algorithm was able to reliably distinguish between healthy and tumor cells in other types of cancer as well, such as in tissue samples from liver cancer or neuroblastoma patients. Its success rate tended to be extraordinarily high, which surprised even the research group. “We didn’t expect there to be a common signature that so precisely defined the tumor cells of different kinds of cancer,” Akalin says. “But we still can’t say if the method works for all kinds of cancer,” Dohmen adds. To turn ikarus into a reliable tool for cancer diagnosis, the researchers now want to test it on additional kinds of tumors.

AI as a fully automated diagnostic tool

The project aims to go far beyond the classification of “healthy” versus “cancerous” cells. In initial tests, ikarus already demonstrated that the method can also distinguish other types (and certain subtypes) of cells from tumor cells. “We want to make the approach more comprehensive,” Akalin says, “developing it further so that it can distinguish between all possible cell types in a biopsy.”

In hospitals, pathologists tend only to examine tissue samples of tumors under the microscope in order to identify the various cell types. It is laborious, time-consuming work. With ikarus, this step could one day become a fully automated process. Furthermore, Akalin notes, the data could be used to draw conclusions about the tumor’s immediate environment. And that could help doctors to choose the best therapy. For the makeup of the cancerous tissue and the microenvironment often indicates whether a certain treatment or medication will be effective or not. Moreover, AI may also be useful in developing new medications. “Ikarus lets us identify genes that are potential drivers of cancer,” Akalin says. Novel therapeutic agents could then be used to target these molecular structures.

Home-office collaboration

A remarkable aspect of the publication is that it was prepared entirely during the COVID pandemic. All those involved were not at their usual desks at the Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB), which is part of the MDC. Instead, they were in home offices and only communicated with one another digitally. In Franke’s view, therefore, “The project shows that a digital structure can be created to facilitate scientific work under these conditions.”

Text: Janosch Degg

 

Source: Press Release MDC
AI identifies cancer cells

Research / 09.06.2022
Immunotherapy may get a boost

Photo: Rita Elena Serda, NIH
Photo: Rita Elena Serda, NIH

T cells are usually very good at eliminating diseased cells. But they seem to fail when it comes to tumor cells. MDC researchers have recently discovered what inhibits this immune function. In JCI Insight, they describe how they can release the brake and boost the immune response against cancer.

T cells are the immune system’s SWAT team. Their job is to constantly patrol the blood, lymphatic system, tissues, and organs. If they come across cells that are contaminated with or damaged by pathogens, they eliminate them. They can also recognize and destroy cancer cells. The problem, though, is that the tumor cells find ways of escaping this line of defense. Researchers around the world are working to prevent these evasive maneuvers and harness T cells for targeted immunotherapies against cancer.

The labs led by Dr. Armin Rehm and Dr. Uta Höpken at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) in Berlin have now identified a mechanism that tumor cells use to dodge the body’s immune response. “In many cases, tumor cells read the EBAG9 gene especially often. The cells then produce a protein that protects them. But EBAG9 also influences the cells of the immune system because T cells produce it too. In T cells, EBAG9 inhibits the secretion of enzymes that act as poison to kill tumor cells,” says Rehm. Writing in the journal JCI Insight, the researchers describe how they released this brake in mice: “We shut down the EBAG9 gene,” says co-lead author Dr. Anthea Wirges, who works in Rehm’s research group. “This meant we could stop EBAG9 being produced in the T cells and strengthen the immune response to cancer for the long term.”

EBAG9 disarms immune cells

Scientists already know that cancer cells can outwit immune cells. This knowledge led to the development of checkpoint inhibitors, a type of immunotherapy that is already in clinical use. Checkpoint inhibitors make it hard for the cancer cells to trick T cells into thinking they’re harmless. “But EBAG9 gives cancer cells another line of defense against our immune system,“ says Rehm. “It disarms the immune cells and stops them from secreting substances that would harm the cancer cells.”

Rehm and Höpken have long suspected that EBAG9 inhibits T cells. In 2009, Rehm’s ream developed a mouse model in which the researchers switched off the EBAG9 gene. “The mice’s immune system worked better without EBAG9 and they were able fight infections much more effectively,” says Rehm. Höpken’s team then crossed the EBAG9-free mice with another genetically modified mouse model that spontaneously developed leukemia. “We observed these doubly modified mice over a long period of time,” says Höpken. “Their tumors developed much more slowly than in the mice with EBAG9.”

Cancer and infections trigger different immune responses

Wirges checked the effects of the EBAG9 gene on the T cells using single-cell RNA sequencing and bioinformatic methods. As well as confirming that EBAG9 inhibits the T cell response, the data also showed that the immune response to cancer differs from the one triggered by infections.

“Knowledge about how the immune system develops a ‘memory’ comes from infection models. It can’t be transferred 1:1 to tumors,” says Rehm. T cells recognize diseased or infected cells by the signaling molecules on their surface. When they detect these harmful structures, they differentiate into cytotoxic T cells and memory T cells. The cytotoxic T cells secrete proteins that punch holes in the target cell’s membrane so that they can penetrate it and kill it by poisoning. Infected tissue also produces inflammatory signaling molecules, such as cytokines, that summon more T cells and cause them to mature into memory T cells. The memory cells record the immune response so that the immune system doesn’t have to start from scratch every time the T cells detect a disease.

The idea: Create CAR T cells without an immune brake

Tumors don’t cause inflammation in their early stages. Previously, scientists assumed that this was because T cells can’t identify tumor cells very well. “Because they’re produced by the body, tumor cells have very few surface molecules that are identifiable as foreign,” says Höpken. But it seems as if these minimal differences are enough for the T cells to spot the tumor cells: When the researchers switched off EBAG9, the reaction was astonishing. “The uninhibited T cells eliminate tumor cells very early and very radically,” notes Rehm. This also creates lasting protection against tumor cells. “The stronger the initial T cell reaction, the better the subsequent T cell memory,” says Rehm.

“Based on these findings, we now want to develop CAR T cells without EBAG9 as an immunotherapy for leukemia,“ says Wirges. CAR stands for chimeric antigen receptor – an artificial receptor that detects tumor cells and is integrated into the patient’s own T cells. When patients have a CAR T-cell infusion, it equips their body with cells capable of fighting the cancer. The MDC researchers expect the CAR T cells to be even more effective without EBAG9. Although it will be a while before the cells reach the clinical trial stage, it could well be worth the wait: “We aren’t just hoping that this therapy will result in more efficient treatments for leukemia and lymphoma. We’re hoping that it will cure them,” says Rehm.

Text: Jana Ehrhardt-Joswig

Further information

AG Höpken, Microenvironmental Regulation in Autoimmunity and Cancer
AG Rehm, Translational Tumorimmunology

Literature

Armin Rehm et al. (2022): “EBAG9 controls CD8 + T cell memory formation responding to tumor challenge in mice.” JCI Insight, DOI: 10.1172/jci.insight.155534

Research, Innovation, Living, Patient care / 08.06.2022
Neue Ausgabe des Standortjournals buchinside erschienen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Berlin braucht dringend neuen und insbesondere bezahlbaren Wohnraum. Hier in Berlin-Buch werden in den nächsten Jahren zwei neue, nachhaltig angelegte Quartiere mit bis zu 3.500 Wohnungen entstehen. Das größere davon, das Quartier Am Sandhaus, ist eines der 16 neuen Stadtquartiere, die das Land Berlin entwickeln wird. Mindestens 30 Prozent des entstehenden Wohnraums soll für niedrige Einkommen vorbehalten sein, weitere Wohnungen für Menschen mit mittlerem Einkommen erschwinglich sein. Auch im historischen Ludwig Hoffmann Quartier wird weiter gebaut – dort kommen noch etwa 500 Wohnungen hinzu. Die Zahl der Einwohner von Buch, die derzeit fast 17.000 beträgt, kann auf längere Sicht um
etwa ein Drittel steigen.

Schon seit geraumer Zeit wird Buchs soziale Infrastruktur sichtbar ausgebaut, bekommen Bildung, Freizeit und Erholung neue Orte. Der Bau des überregional ausstrahlenden Bildungs- und Integrationszentrums könnte im nächsten Jahr starten. Weitere Schulen und Kitas werden im Zuge der neuen Quartiere folgen. Zu diesen Entwicklungen gibt der Bezirksbürgermeister von Pankow, Sören Benn, im Titelthema
Auskunft.

Ein wichtiger Teil der Planungen sieht vor, dass der BiotechPark Flächen in unmittelbarer Nähe des Campus erhält. Hintergrund ist, dass die Zahl der Firmen steigt, die innovative medizinische Therapien und Diagnostik entwickeln und expandieren, und der BiotechPark mit dem Neubau des Gründerzentrums BerlinBioCube an seine Grenzen stößt.

Davon, wie aus Wissenschaft Wirtschaft wird, konnten sich im April der Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, und die Regierende Bürgermeisterin Berlins, Franziska Giffey,bei ihrem Besuch im BiotechPark überzeugen. Die Campus-Akteure aus Forschung
und Biotech stellten Beispiele erfolgreichen Wissenstransfers vor. Auf einem Rundgang vermittelten die Campus-Akteure auch, welche Unterstützung der Zukunftsort Buch benötigt, um auch das weitere Wachstum von Gesundheitswirtschaft und Arbeitsplätzen vor Ort zu ermöglichen.

Der Zukunftsort Berlin-Buch hat großes Potenzial – sowohl an Innovationskraft als auch an Flächen. Hier entsteht eine Green Health City, in der umweltfreundliche Mobilität dominiert und sich Arbeiten, Wohnen und Leben gut verbinden lassen.

Dr. Christina Quensel und Dr. Ulrich Scheller
Geschäftsführende der Campus Berlin-Buch GmbH


Hier finden Sie die neue Ausgabe zum Download.
 

Research, Innovation, Living, Patient care, Education / 07.06.2022
Noch freie Plätze bei den Forscherferien!

Keine Langeweile in den Sommerferien: Im Gläsernen Labor werdet ihr selbst zu Forschern. Zusammen mit Wissenschaftlern vom Campus könnt ihr Versuche aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten durchführen.

Es gibt täglich andere Kurse - für jeden ist mit Sicherheit etwas dabei. Bei diesen Ganztagskursen findet ihr noch etliche freie Plätze:

 

12.07.22 9:00 bis 16:00 Uhr
Wundersame Wasserexperimente

Wenn du dich schon immer mal gefragt hast, warum Wasserläufer nicht untergehen, bist du bei diesem Kurs genau richtig. Entdecke mit uns, was es mit der "Wasserhaut" auf sich hat und warum Wasser sich oft anders verhält als andere Flüssigkeiten.
Und warum sagt man dazu auch "das kostbare Nass"?
Am Nachmittag wird es ein Bootsrennen mit selbstgebauten Booten geben.

Für wen? Kinder von 6 bis 9 Jahren

* * *

11.08.22 09:00 bis 16:00 Uhr
Wald & Boden

Als Feldforscher haben ihr die Aufgabe, den Boden als Lebensraum kennenzulernen. Ihr sammelt Bodentiere, Blätter, Früchte und Bodenproben. Im Labor wird alles unter die Lupe genommen Dabei werden die Aufgaben von unterschiedlichen Bodenbewohnern, wie z.B. dem Regenwurm oder der Assel besprochen. Und was wird aus dem Laub, dass von den Bäumen fällt?

Für wen? Kinder von 8 bis 10 Jahren

* * *

19.08. 22 09:00 bis 16:00 Uhr
Klebende Steine

Wie entstehen Magnete und wie sind sie aufgebaut? Was hat die Erde und ein Kompass damit zu tun? Wo werden überall Magnete eingesetzt? Finde es mit uns gemeinsam heraus.

Für wen? Kinder von 6 bis 9 Jahren

* * *

Zum vollständigen Ferienprogramm geht es hier:

www.forscherferien-berlin.de

Patient care / 01.06.2022
Dependance der renommierten ENDO-Klinik Hamburg öffnet im Helios Klinikum Berlin-Buch

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ab dem 01.06. Partnerklinik von Europas größter Spezialklinik für Endoprothetik, Sportorthopädie und Wirbelsäulenchirurgie – der ENDO-Klinik Hamburg. Nach zwei Jahren der Vorbereitung steht damit allen Patientinnen und Patienten in der Region eine wohnortnahe endoprothetische Versorgung auf medizinisch höchstem Niveau offen.

Ein Prothesenwechsel stellt hohe Anforderungen an den Chirurgen, aber auch an die Ausstattung einer Klinik. Endoprothetik von Hüfte und Knie ist Behandlungsschwerpunkt der Orthopädie im Helios Klinikum Berlin-Buch. Aufgrund der jahrelangen Erfahrungen von Prof. Dr. med. Daniel Kendoff, Chefarzt Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie im Helios Klinikum Berlin-Buch, ist das Orthopädie-Team nationales und internationales Referenzzentrum in der Primär- und Revisionsendoprothetik, insbesondere für Infekte und einzeitigen Wechsel. Der Wechsel infizierter Prothesen im „einzeitigen“ Verfahren ist ein ganz spezielles Verfahren, das nur ganz wenige Kliniken in Deutschland anwenden und das Prof. Kendoff während seiner langjährigen oberärztlichen Tätigkeit in der ENDO-Klinik Hamburg perfektioniert hat.
Sowohl bei seiner Tätigkeit in der ENDO-Klinik Hamburg, als auch als Chefarzt im Helios Klinikum Berlin-Buch hat Prof. Kendoff eine Vielzahl von endoprothetischen Eingriffen aller Schwierigkeitsgrade durchgeführt und Patientinnen und Patienten unter Einhaltung der erfolgreichen Prinzipien der ENDO-Klinik Hamburg mit künstlichen Gelenken (Endoprothesen) versorgt.

Helios ENDO-Klinik Berlin
In den letzten zwei Jahren wurden nun im Helios Klinikum Berlin-Buch die organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen geschaffen, um auch hier die Qualitätsstandards der ENDO-Klinik Hamburg konsequent umzusetzen. „Das erfolgreiche Konzept und die medizinische Expertise der ENDO-Klinik Hamburg jetzt in Berlin umsetzen zu können, freut mich besonders. Ich bin sehr stolz auf mein erfahrenes und eingespieltes Team: wir stehen für rund 2000 Hüft- und Knie-Endoprothetik-OPs im Jahr und die ersten 150 roboterassistierten Knie-Operationen sind umgesetzt. Bereits heute gehören wir zu den medizinischen Vorreitern auf diesem Gebiet in ganz Deutschland. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und werden die ENDO-Klinik Berlin“, betont Prof. Kendoff.

Maximale und ganzheitliche Versorgung vor Ort
Mit der jetzt gestarteten Kooperation möchte das Team der Orthopädie im Helios Klinikum Berlin-Buch landesweit Maßstäbe im Ersatz von Knie- und Hüftgelenken setzen. „Wir erweitern die Versorgungslandschaft im Bereich der Endoprothetik nicht nur im Kreis Berlin/Brandenburg, sondern auch über die regionalen Grenzen hinweg. Das Konzept der Behandlung aus einer Hand setzt das Helios Klinikum Berlin-Buch seit Jahren konsequent um“, betont Prof. Dr. Sebastian Heumüller, Klinikgeschäftsführer im Helios Klinikum Berlin-Buch und Regionalgeschäftsführer der Helios Region Ost.
Prof. Dr. med. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor im Helios Klinikum Berlin-Buch, ergänzt: „Im Mittelpunkt der ENDO-Klinik Berlin steht die spezialisierte orthopädische Behandlung.  Darüber hinaus kann dem Patienten die oft notwendige umfassende Behandlung durch die anderen Spezialabteilungen unseres Klinikums als Maximalversorger angeboten werden. Dieses ist insbesondere für die Patienten von Bedeutung, die zusätzlich mehrere internistische Erkrankungen aufweisen. Dieses „Zusammenspiel unter einem Dach“ gibt es nur an Kliniken der Maximalversorgung wie dem Helios Klinikum Berlin-Buch.“

Helios ENDO-Klinik Hamburg
Das Konzept der ENDO-Klinik Hamburg setzt auf eine intensive Betreuung der Patientinnen und Patienten, die in jedem Schritt klar definierte Kriterien erfüllen soll. Jährlich werden dort über 8.000 gelenkchirurgische Eingriffe vorgenommen — die Klinik hat sich seit ihrer Gründung 1976 einen Weltruf erarbeitet. „Dieses Renommee beruht auf standardisierten Prozessen, die auch in Berlin-Buch erfolgreich angewendet werden. Von der Primärversorgung eines Kunstgelenkes bis zur komplizierten Austauschoperation können alle Eingriffe unter Verwendung hochwertiger Implantate und modernster OP-Techniken angeboten werden“, sagt Dr. Thorsten Gehrke, Ärztlicher Direktor der Helios ENDO-Klinik Hamburg.

Modernste OP-Technik
Seit Mai 2021 setzt das orthopädische Team um Prof. Kendoff auf die Unterstützung eines sogenannten semi-aktiven Roboters namens ROSA© im Operationssaal. Die halb-aktiven Roboter gelten als die sicherste Form in der Robotik. Hier trifft die Praxiserfahrung der Operateure auf die Präzision der Roboter. „Es optimiert die Anpassung der Gelenkprothese und sorgt für deren perfekten Sitz. Die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit ihrem künstlichen Gelenk wird somit nochmals gesteigert“, erklärt Prof. Kendoff.

Informationshotline
Im Rahmen der operativen und konservativen Behandlung orthopädischer Erkrankungen bietet die ENDO-Klinik Berlin zahlreiche Spezialverfahren an. Am Donnerstag, 09. Juni von 12 bis 16 Uhr sowie am Donnerstag, 16. Juni von 12 bis 16 Uhr können sich Interessierte und Betroffene über die Informationshotline detaillierter zu Terminen und allgemeinen Abläufen rund um das Thema Endoprothetik und Revisionsendoprothetik informieren -  zusätzlich zum regulären Angebot der Endoprothetik-Hotline. Die Rufnummer der Informationshotline ist (030) 9401-12345. Die Hotline ist kostenfrei und ohne Anmeldung nutzbar.

Kontakt:
Helios Klinikum Berlin-Buch
Fachbereich Orthopädie
ENDO-Klinik Berlin
Chefarzt: Prof. Dr. med. Daniel Kendoff
Schwanebecker Chaussee 50
13125 Berlin
T: (030) 9401-12345 (Erreichbarkeit Montag bis Donnerstag: 08:00 bis 16:00 Uhr, Freitag: 08:00 bis 15:00 Uhr)
www.helios-gesundheit.de/endoklinik-berlin
 

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Hauttumorzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert.
Gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zum Barnim, ist das Klinikum mit der S-Bahn (S 2) und Buslinie 893 oder per Auto (ca. 20 km vom Brandenburger Tor entfernt) direkt zu erreichen.
Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 125.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 22 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 10,9 Milliarden Euro.
In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 17 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 75.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.
Quirónsalud betreibt 56 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, 88 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 17 Millionen Patient:innen behandelt, davon 16,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro.
Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 39 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.600 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 133 Millionen Euro.
Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.


Foto: Ein neues computerbasiertes Assistenzsystem unterstützt seit Mai 2021 das Ärzte-Team der Orthopädie im Helios Klinikum Berlin–Buch bei Gelenkoperationen. Es optimiert die Anpassung der Gelenkprothese und sorgt für deren perfekten Sitz. (Foto: Thomas Oberländer/Helios Kliniken)

 

www.helios-gesundheit.de/endoklinik-berlin

Research, Innovation / 30.05.2022
Unternehmen der Wohnungswirtschaft für Projekt „WohnZukunft“ mit „Innovationspreis Reallabore“ des BMWK ausgezeichnet

Nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz - Campus Berlin-Buch als eines der Reallabore

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat im Rahmen einer Festveranstaltung das Projekt „WohnZukunft“ mit dem „Innovationspreis Reallabore“ ausgezeichnet. Damit würdigt das Ministerium herausragende Testräume für Innovation und Regulierung, die sich durch ihren Vorbildcharakter und ihren Beitrag für ein modernes und innovationsfreundliches Recht auszeichnen.

Die Gestalter des Projektes waren die ABG Paradies aus Berlin, die GWG eG aus Lübben und die Wohnbau Eisleben GmbH. Wissenschaftlich geleitet wurde das Projekt von der HTW Berlin, Initiator und Koordinator waren die Frequenz eG sowie als Projektträger das Netzwerk „green with IT“.

Dazu das BMWK: „Reallabore erproben die digitale und nachhaltige Transformation zunächst im Kleinen, um sie dann später im Großen auszurollen. Den Preisträgern des Innovationspreises Reallabore gelingt es auf vorbildliche Weise, digitale Technologien wie etwa Künstliche Intelligenz (KI) im Reallabor in die konkrete Anwendung zu bringen und damit echten Mehrwert zu schaffen, besonders auch für den Klima- und Umweltschutz. So steuert und unterstützt KI ganze Wohnquartiere und spart dabei Energie“.

Mit dem Juryentscheid gelingt es der Wohnungswirtschaft erstmals, die gesellschaftlich herausragende Rolle der Quartiere und den Einbezug von Mietern mit einem bedeutenden bundesweiten Preis ins Rampenlicht zu rücken. Dies ist umso beeindruckender, da die Wohnungswirtschaft im kontinuierlichen Themenwettbewerb mit Infrastrukturprojekten aus Verkehr-, Mobilität- und regenerativer Energie steht. Die Mittlerrolle der kommunalen und genossenschaftlichen Vermieter bei der Gestaltung des Klimawandels wird offenbar, da der Konsens mit den Mietern die Basis für die Einsparung von Heizenergie darstellt.

Zum Juryentscheid für das Projekt „WohnZukunft“ erklärt Dr. Kai Hielscher, Leiter der Geschäftsstelle Reallabore im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: „Die Entscheidung war denkbar knapp. Ausschlaggebend war die frühe Pilotierung innovativer Technologien wie KI und zukunftsweisender Smart-Meter-Gateway-Anwendungen.“

Dazu der Projektleiter Jörg Lorenz: „Schon 2014 war uns klar, dass nur die Zangenbewegung aus Anlageneffizienz und Dekarbonisierung zu Nullemissions-Quartieren führen kann. Der damit verbundene gesellschaftliche Transformationsprozess beginnt bei den Mietern, die zwingend ins Boot geholt werden müssen. Alle Projektbeteiligten freut es sehr, dass die gründliche Planung, Umsetzung, Validierung und Berichtslegung nun mit diesem besonderen Preis gewürdigt werden. Ein hoffnungsfroher Tag für die Wohnungswirtschaft; ist doch die digital gestützte Energieeffizienz und ihre Umsetzung ins Bewusstsein der Ministerien gerückt. Für uns sind dies verbesserte Aussichten für die positive Entscheidung zukünftiger Förderanträge.“

Axel Gedaschko, Präsident des GdW, hatte bereits 2021 dieses Projekt branchenintern gewürdigt und beim Verleih des DW-Zukunftspreises dafür plädiert, dass diese Projektinhalte breit ausgerollt werden. Der Verein green with IT, eine Initiative von 23 Unternehmen, bestehend aus Partnern wissenschaftlicher Einrichtungen und KMU. Schwerpunkt ist die Implementierung disruptiver Lösungen zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz und die Schaffung neuer Wertschöpfungsketten mit digitalen Energieeffizienz-Systemen.


Text: Jörg Lorenz

 

Ü B E R  D I E   P R E I S T R Ä G E R

Die 1902 gegründete Arbeiter-Baugenossenschaft Paradies e. G. verfügt über insgesamt 873 Wohnungseinheiten in der Gartenstadt Berlin-Bohnsdorf sowie im Stadtteil Prenzlauer Berg. Gegründet wurde die ABG von Gustav Voigt, der ab 1886 den Selbsthilfegedanken popularisierte. So wurden Möglichkeiten eröffnet, aus der Wohnungsnot und dem Mietwucher herauszukommen.
www.abg-paradies.de

Die Genossenschaftliche Wohngemeinschaft Lübben eG wurde 1954 als AWG „Neues Leben” des ehemaligen Trikotagenwerkes „Spree” Lübbengegründet und in der Wendezeit in die „GWG Lübben eG“ umorganisiert. Sie verfügt heute über ca. 1.300 Wohnungen mit insgesamt ca. 74.000 qm Wohnfläche in Lübben ebenso in Golßen, Neu Zauche, Drahnsdorf, Straupitz, Groß Leuthen und Schönwalde. Der überwiegende Anteil der Gebäude wurde in Plattenbauweise errichtet.
www.gwg-luebben.de

Die Wohnungsbaugesellschaft der Lutherstadt Eisleben GmbH ist seit 1994 der größte Wohnungsanbieter in Eisleben. Mit der Entwicklung und Förderung neuer Wohnformen und maßgeschneiderter Angebote für eine sich wandelnde Gesellschaft gestalten sie die Zukunft aktiv mit und versteht sich als Partner im Stadtumbauprozess. Die WOBAU lässt sich von der Vision eines attraktiven Wohnens in individueller Vielfalt leiten.
www.wobau-eisleben.de

Der Campus Berlin-Buch ist ein moderner Wissenschafts- und Biotechnologiepark. Alleinstellungsmerkmale sind der klare inhaltliche Fokus auf Biomedizin und das enge räumliche und inhaltliche Zusammenwirken von Forschungsinstituten, Kliniken und Biotechnologie-Unternehmen. Seit Jahren setzt die CBB konsequent auf Energieeffizienz. Dennoch lässt sich an vielen Stellen weiterhin Energie einsparen oder durch erneuerbare Energien ersetzen, um den Ausstoß an Kohlenstoffdioxid zu verringern. Um diese Potenziale zu ermitteln und auszuschöpfen, hat die CBB eigenständig ein Energiemanagementsystem entwickelt und eingeführt. Dieses System wurde nun an den erneuerten Standard DIN EN ISO 50001:2018 angepasst
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Weiere Informationen:

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/05/20220531-ausgezeichnete-reallabore.html

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Wettbewerb/Finalisten/innovationspreis-reallabore-wohnzukunft.html

 

Research / 20.05.2022
Chloridionenkanal ASOR bringt Vesikel zum Schrumpfen

Seit Entdeckung des Chloridionenkanals ASOR vor drei Jahren suchen Forscher nach dessen biologischen Funktionen. Jetzt ist das Team um Prof. Thomas Jentsch vom FMP und MDC in Berlin fündig geworden: ASOR ist essenziell für das Schrumpfen von Makropinosomen – besonders großen Vesikeln, die unspezifisch große Mengen extrazellulärer Flüssigkeit inklusive Ionen und Proteinen aufnehmen. Dieser Prozess ist besonders wichtig für bestimmte Immun- und Krebszellen. In der Tat war unter nährstoffarmen Bedingungen das Wachstum von Tumorzellen, denen ASOR fehlte, verbessert. Die Arbeit präsentiert zudem zum ersten Mal ein konsistentes Modell für das ionenabhängige Schrumpfen dieser Vesikel. Die Ergebnisse wurden in „Nature Cell Biology“ publiziert.

Unsere Zellen nehmen ständig Wasser, Salze und Nährstoffe auf. Dies geschieht neben einem spezifischen, Protein-vermitteltem Transport über die äußere Zellmembran auch über kleine Bläschen (Vesikel), die von der (Plasma)Membran abgeschnürt werden. Der Inhalt dieser Vesikel wird weiterverarbeitet oder nach Abschnüren kleinerer Vesikel in das äußere Medium zurücktransportiert. Makropinosomen sind besonders große Vesikel, die durch eine spezielle Form der Endozytose, die Makropinozytose, gebildet werden. Dieser Prozess kommt praktisch in allen Zellen vor, ist aber besonders ausgeprägt in spezialisierten Immunzellen (Makrophagen) und Tumorzellen.

Die zelluläre Verarbeitung der Vesikel und seiner Inhaltsstoffe erfordert ihre Schrumpfung, was aber nicht allein durch das Abschnüren kleiner Vesikel erfolgen kann. Vielmehr muss Wasser, osmotisch getrieben von passivem Salztransport über spezifische Ionenkanäle, die Vesikel verlassen. Fehlt diese osmotische Schrumpfung, können sich auch keine kleineren Vesikel mehr abschnüren. Vor wenigen Jahren konnte eine kanadische Gruppe zeigen, dass zwei spezifische endosomale Natriumkanäle für die Schrumpfung von Makropinosomen notwendig sind. Die Identität der für den Natriumchlorid-Transport zwingend erforderlichen parallelen Chloridkanäle blieb aber ungeklärt. Kandidaten für die Chloridtransporter waren CLC Chlorid-Protonenaustauscher, der schwellaktivierte Anionenkanal VRAC sowie ASOR – alles Proteine, die von dem Berliner Ionenkanalforschers Prof. Dr. Thomas Jentsch entdeckt wurden.

Doch weder die CLCs noch VRAC sind für die Schrumpfung der Vesikel von Bedeutung, wie Jentschs Team am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) nun in einer aktuellen Arbeit zeigen konnte. Die Hauptrolle spielt der Chloridkanal ASOR. Diesen säureempfindlichen Ionenkanal hatte Jentschs Gruppe erst 2019 entdeckt. Bis dato war unklar, warum praktisch alle menschlichen Zellen den Kanal besitzen.

Schrumpfung wird durch säureempfindlichen Kanal und pH-Wert geregelt

„Wir konnten jetzt zeigen, dass ASOR absolut notwendig für das Schrumpfen von Makropinosomen ist“, sagt Thomas Jentsch. „Alle anderen Kandidaten, die wir untersucht haben, zeigten keinen Effekt.“ Damit konnten Jentsch und sein Team dem „Acid-Sensitive Outwardly Rectifying Anion Channel“ eine wichtige biologische Funktion zuweisen.

Um den Prozess zu untersuchten, isolierten die Forschenden Makrophagen aus verschiedenen Knock-out-Mauslinien, denen jeweils ein bestimmter Chloridtransporter fehlte. Da sich Makropinosomen aufgrund ihrer Größe von 1 bis 3 Mikrometern gut durch das Lichtmikroskop betrachten lassen, konnten sie zusehen, wie die Vesikel in den Zellen schrumpften. Dabei zeigte sich: Vesikel der ASOR-Knock-out-Mäuse schrumpften wesentlich langsamer als die Wildtyp-Vesikel. Und: Die Schrumpfung ist pH-abhängig. Wurde nämlich die Ansäuerung der Vesikel verhindert, war auch der Volumenverlust eingeschränkt.

„Das ergibt Sinn, denn ASOR wird durch Säure aktiviert “, sagt die Erstautorin der Studie Maria Zeziulia. „Inzwischen wissen wir, dass ASOR eben nicht nur in der Plasmamembran vorkommt, wo der gut regulierte pH-Wert fast nie die für die Kanalaktivierung notwendigen sauren Werte annimmt, sondern auch in verschiedenen intrazellulären Organellen, Endosomen, die ja bekanntlich angesäuert werden. Die luminale Azidifizierung spielt also – neben den beiden Natriumkanälen und ASOR – eine ganz wesentliche Rolle bei der Schrumpfung dieser Vesikel“, fasst die MDC-Wissenschaftlerin die wesentlichen Ergebnisse zusammen.

Modell mit hoher Vorhersagekraft entwickelt

Die Forscher integrierten ASOR, die Natriumkanäle und die Vesikel ansäuernde Transportprozesse in ein einfaches mathematisches Modell. Dies erlaubt nicht nur eine Überprüfung der Plausibilität des vorgeschlagenen Mechanismus, sondern auch semiquantitative Vorhersagen von nur schwer messbaren Parametern wie der sich langsam einstellenden elektrischen Spannung über die Vesikelmembran. „Die mathematischen Modelle sagen unsere Resultate sehr schön voraus, so dass wir zum ersten Mal ein konsistentes Modell für das Schrumpfen dieser Vesikel haben“, erklärt Thomas Jentsch.

Doch wozu ist das Schrumpfen der Vesikel eigentlich gut? Es ist notwendig für die Abschnürung von Transportvesikeln, die unter anderem den Rücktransport aufgenommener Substanzen nach außen ermöglichen und dadurch der Degradation durch Enzyme aus Lysosomen, mit denen Makropinosomen später fusionieren, entgehen. Auch wichtige Oberflächenproteine wie Signal-Rezeptoren müssen „recycelt“ werden. Andererseits dient die Degradation aufgenommener Proteine zur Ernährung von Tumorzellen und zur Herstellung von Proteinbruchstücken, die für die Erkennung von Antigenen durch Immunzellen notwendig ist. Degradation und Recycling müssen also der Aufgabe entsprechend balanciert werden.

Ohne ASOR wachsen Tumorzellen besser

Was passieren kann, wenn dieser ausgeklügelte Mechanismus nicht richtig funktioniert, konnten die Wissenschaftler in Experimenten mit Tumorzellen zeigen: Zellen, bei denen ASOR eliminiert war, wuchsen schneller in der Abwesenheit extrazellulärer Aminosäuren, aber Anwesenheit extrazellulärer Proteine. Warum? Verringertes Schrumpfen bedeutet weniger Recycling, so dass sich die Tumorzellen mehr Proteine aus der ansonsten nährstoffarmen Umgebung holen konnten, vor allem das physiologisch in hohen Konzentrationen vorliegende Eiweiß Albumin. „Die Makropinozytose ist zum Beispiel bei Tumoren mit Mutationen in dem Onkogen K-RAS überaktiv“, berichtet Thomas Jentsch. „Das führt dazu, dass die Tumorzellen vermehrt extrazelluläre Proteine aufnehmen, die sie dann lysosomal degradieren und für ihre Ernährung und Wachstum verwenden. Öffentliche Tumordatenbanken unterstützen diese Schlussfolgerung: Pankreaskarzinompatienten überlebten schlechter, wenn ihr Tumor weniger ASOR enthielt.“

Im nächsten Schritt wollen die Berliner Forscher weitere Transporter und auch Wasserkanäle untersuchen, die möglicherweise ebenfalls an der Schrumpfung von Makropinosomen beteiligt sind. Neue Daten werden das Vesikelmodell vervollständigen.

 

Publikation
Maria Zeziulia, Sandy Blin, Franziska W. Schmitt, Martin Lehmann, Thomas J. Jentsch. Proton-gated anion transport governs macropinosome shrinkage. Nature Cell Biology, doi: 10.1038/s41556-022-00912-0, https://www.nature.com/articles/s41556-022-00912-0.

Die Pressemitteilung inkl. Abbildung ist in Deutsch und Englisch auf der FMP-Website abrufbar: https://www.leibniz-fmp.de/de/press-media/press-releases/press-releases-single-view1/article/chloride-ion-channel-asor-is-required-for-vesicle-shrinkage

Research / 20.05.2022
Proteinlandkarten von Tumoren

Die Eigenschaften von Krebszellen kann man mithilfe von Deep Visual Proteomics besser verstehen, schreibt ein deutsch-dänisches Team in „Nature Biotechnology“. Fabian Coscia hat das Verfahren mitentwickelt und wird es am MDC weiter verfeinern – um auch für resistente Tumore Therapien zu finden.

Um zu begreifen, was eine entartete Zelle so gefährlich, aber womöglich auch verwundbar macht, reicht es nicht aus, ihre Gene anzuschauen. „Entscheidend für die Funktionen aller Zellen sind vielmehr die Proteine“, sagt Dr. Fabian Coscia, der seit Juni 2021 am Berliner Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) die Arbeitsgruppe „Spatial Proteomics“ leitet.

In seiner Zeit als Postdoc hat Coscia gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Andreas Mund am Novo Nordisk Foundation Center for Protein Research (CPR) der Universität Kopenhagen in der Gruppe von Professor Matthias Mann daher ein Verfahren entwickelt, das mithilfe künstlicher Intelligenz das Proteom, also die Gesamtheit aller hergestellten Proteine, von Krebszellen analysiert. Die Teams stellen die Methode namens Deep Visual Proteomics (DVP) jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Biotechnology“ vor.

Tiefer Blick ins Tumorgewebe

„Wenn in unseren Zellen etwas schiefläuft und wir krank werden, können wir sicher sein, dass Proteine in vielfältiger Weise daran beteiligt sind“, erläutert Mann, der nicht nur in Kopenhagen forscht, sondern am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München auch die Forschungsabteilung „Proteomics und Signaltransduktion“ leitet und das noch recht junge Fachgebiet der Proteomik mitgegründet hat. „Deshalb kann uns die Kartierung der Proteinlandschaft dabei helfen, herauszufinden, warum sich bei einem bestimmten Patienten ein Tumor entwickeln konnte, welche Schwachstellen dieser Tumor hat und welche Behandlungsstrategie die nützlichste sein könnte.“

Mit Deep Visual Proteomics lassen sich die Proteine unterschiedlicher Krebszellen so detailliert wie nie zuvor erfassen. Das Verfahren besteht im Prinzip aus vier Schritten. Zunächst erstellt ein hochauflösendes Mikroskop ein genaues Bild der Gewebeprobe. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden die einzelnen Zellen der Probe im nächsten Schritt anhand ihrer visuellen Merkmale, die für ein menschliches Auge kaum zu erfassen sind, in verschiedene Gruppen eingeteilt. Ein Laserstrahl schneidet die Zellen anschließend Gruppe für Gruppe automatisiert aus dem Gewebe heraus und fasst sie in jeweils einer neuen Probe zusammen. Im letzten Schritt ermittelt ein Massenspektrometer in den unterschiedlichen Proben die genaue Zusammensetzung der Proteine.

Ein Werkzeug für alle Krebsarten

„Mit der Kombination modernster mikroskopischer und massenspektrometrischer Verfahren sowie dank künstlicher Intelligenz erreichen wir einen bislang noch nie dagewesenen Einblick in das Krankheitsgeschehen bei Krebs“, sagt Coscia. „Inzwischen reichen uns weniger als hundert Zellen aus, um in ihnen Tausende von Proteinen gleichzeitig zu erfassen.“ Zudem erhalte man ein gänzlich unvoreingenommenes Bild von den Abläufen in verschiedenen Krebszellen und könne womöglich noch unbekannte Proteine entdecken, die zum Beispiel an der Ausbreitung der Zellen im Körper und somit an der Entstehung von Metastasen beteiligt sind. Auch Wechselwirkungen zwischen den Krebszellen und dem sie umgebenden Gewebe kann Deep Visual Proteomics besser erfassen.

In ihrer aktuellen Publikation haben sich die Forschenden auf Zellen von Haut- und Speicheldrüsenkrebs beschränkt. „Aber natürlich lassen sich mit dem Verfahren auch alle anderen Tumorarten näher charakterisieren“, sagt Coscia. Einige von ihnen will sich der Wissenschaftler nun im Rahmen des Projekts MSTARS (Multimodale klinische Massenspektrometrie für die Untersuchung von Therapieresistenz) vornehmen, an dem neben dem MDC auch die Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Berliner Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik und die Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt sind.

Therapien auch für andere Erkrankungen

„Das Gute an Proteinen ist unter anderem, dass sie so stabil sind“, sagt Coscia. Mit der neuen Methode könne man daher auch in Formalin fixierte Gewebeproben von Patient*innen untersuchen, die bereits viele Jahre alt seien, und die Ergebnisse mit den klinischen Daten dieser Menschen vergleichen. „Auf diese Weise wollen wir erkennen, warum eine bestimmte Therapie in dem einen Fall vielleicht besonders gut angeschlagen, in dem anderen aber leider versagt hat“, erläutert der Forscher. Sein Ziel sei es, neue Angriffspunkte für individuelle, also auf die Patient*innen maßgeschneiderte Krebstherapien – auch für bislang behandlungsresistente Tumore – zu finden.

Doch nicht nur das Krebsgeschehen lässt sich per Deep Visual Proteomics besser verstehen. Auch auf andere Krankheiten ist das Verfahren anwendbar. „Man kann zum Beispiel die Proteine in Nervenzellen analysieren und so herausfinden, was bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson in den Zellen genau passiert“, sagt Coscia. Er freue sich jedenfalls sehr, wenn das von ihm und seinen Kolleg*innen entwickelte Tool künftig auch von Forschenden vieler anderer Fachrichtungen genutzt werde, um mit dessen Hilfe zu neuen biomedizinischen Erkenntnissen zu gelangen.

Weiterführende Informationen
MDC-Arbeitsgruppe „Spatial Proteomics
Proteomik-Konsortium „MSTARS“ in Berlin
Wie Fabian Coscia Krebszellen besser verstehen will
Forschungsabteilung „Proteomics und Signaltransduktion“ am Max-Planck-Institut für Biochemie in München

Literatur
Andreas Mund, Fabian Coscia et al. (2022): „Deep Visual Proteomics defines single cell identity and heterogeneity“. Nature Biotechnology, DOI: 10.1038/s41587-022-01302-5

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Der Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das MDC fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete MDC zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin. www.mdc-berlin.de

 

Quelle: Pressemitteilung MDC
Proteinlandkarten von Tumoren

Research, Innovation, Patient care, Education / 13.05.2022
Das MDC beim Salon Sophie Charlotte: Für immer jung – für immer gesund?

Der Blick einer Ärztin und der einer Künstlerin auf die Editierung des Erbguts mit CRISPR unterscheiden sich grundlegend. Doch beide zeigen uns Möglichkeiten, wie wir das Leben mit der Natur gestalten können. Wissenschaft trifft Kunst: das Max-Delbrück-Centrum beim Salon Sophie Charlotte 2022 in Berlin.

Pandemie, Klimakrise und Krieg machen die Fragilität des Lebens deutlich erlebbar. Zugleich mobilisieren wir ungeahnte Kräfte, um neue Formen zu finden, die das Leben – immer noch – lebenswert machen. „still, LIFE IS LIFE“ ist deshalb der Salon Sophie Charlotte 2022 überschrieben. Am Abend des 21. Mai 2022, von 18 bis 24 Uhr, lädt die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) dazu ein, Fragen nach der Lebensvermessung und -gestaltung zu diskutieren. 

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) ist zum ersten Mal beim Salon Sophie Charlotte dabei. Im ersten Obergeschoss der BBAW, Raum 3, bietet das Centrum zwei Perspektiven auf die Möglichkeiten, die uns die Editierung des Erbguts mit CRISPR eröffnet: die der Künstlerin Emilia Tikka und die der Forscherin und Ärztin Simone Spuler.

ÆON – Trajectories of Longevity and CRISPR

Als Artist in Residence konnte Emilia Tikka 2018 in den Laboren des MDC erleben und selbst ausprobieren, was CRISPR bereits kann. Basierend auf dieser Erfahrung hat die Finnin mit ihrem Werk „ÆON – Trajectories of Longevity and CRISPR“ ein spekulatives Szenario einer möglichen Zukunft entworfen: 

Ein Mann, eine Frau. Ein Liebespaar. Er ist jung, und er wird es bleiben. Dank CRISPR/dCas9. Sie hingegen wird alt, hat sich bewusst gegen ewige Jugend entschieden. Und Sie? Was würden Sie tun: inhalieren und die Unsterblichkeit wählen? Emilia Tikka möchte mit ÆON zum Nachdenken über eine mögliche Zukunft anregen. Ab 19:30 Uhr diskutiert sie mit den Salon-Gästen, Teile des Kunstwerks sind ab 18:00 Uhr im Raum zu sehen.

Vom Verstehen und Verändern: Die Zukunft der Genomforschung

Für die Patient*innen mit genetisch bedingten Muskelerkrankungen geht es nicht um ewige Jugend. Professorin Simone Spuler will sie vor dem Verfall ihres Muskelgewebes bewahren – oder dieses sogar reparieren. Für Krankheiten, die bisher als unheilbar galten, könnte es künftig dank Stammzellen und CRISPR/Cas9 zumindest Linderung geben. 

Simone Spuler forscht am Experimental and Clinical Research Center, einer gemeinsamen Einrichtung des MDC und der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Berlin-Buch. Das Team um die Medizinerin betreut in einer Hochschulambulanz etwa 2000 Patient*innen. Gleichzeitig leitet Spuler die Arbeitsgruppe „Myologie“ und legt dort die Grundlagen für erste Therapieansätze. Sie weiß, dass Gentherapien nicht nur Hoffnungen machen, sondern auch Ängste auslösen. In ihrem Vortrag diskutiert sie ab 21:00 Uhr daher unter anderem die technischen und ethischen Grenzen und will mit den Salon-Gästen ins Gespräch kommen.

Quiz: Schnipp, schnapp – das Gen ist ab

Sie kennen die Genschere CRISPR und haben die Kontroversen in den vergangenen Jahren verfolgt? Mit dem Quiz „Schnipp, schnapp – das Gen ist ab“ versucht das MDC dennoch, die Salon-Besucher*innen aufs Glatteis zu führen. Auf zehn Quizkarten können sie im Ausstellungsraum 3 ihr Wissen testen und herausfinden, was heute schon mit CRISPR möglich ist, was möglich werden könnte und was Fantasie ist und bleibt.

Für immer jung – für immer gesund?
21. Mai 2022, 18 bis 24 Uhr beim Salon Sophie Charlotte
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW)
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
Erstes Obergeschoss, Raum 3

Anmeldung hier 

Weiterführende Informationen

Salon Sophie Charlotte 2022 „still, LIFE IS LIFE“ (Anmeldung erforderlich)

Porträt von Simone Spuler: „Die Muskelretterin

Über das Projekt von Emilia Tikka: „Für immer jung?“

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das MDC fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete MDC zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin.

 

Innovation / 12.05.2022
Eckert & Ziegler with Sales Growth in the First Quarter of 2022

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700, TecDAX) increased its sales by 13% to EUR 49.9 million in the first quarter of 2022. The net profit of EUR 6.7 million or EUR 0.32 per share was below the previous year's quarter. This earnings gap compared to the previous year is due to a one-off effect of around EUR 6.8 million in the first quarter of 2021, in which the Group sold its tumour irradiation business at a profit. Despite the pandemic and the war in Ukraine, the Q1 figures reflect a stable start to the year.

Revenue in the Medical segment was EUR 20.1 million in the first quarter, EUR 1.2 million or 5% below the previous year's figure. Taking into account the loss of sales of EUR 1.1 million due to the deconsolidation of the tumour irradiation business, the sales level was maintained compared to the previous year.

The Isotope Products segment achieved revenue of EUR 29.8 million, which is EUR 7.0 million or about 31% higher than in the first three months of 2021, due to rising oil and gas prices and an associated exceptional demand in radiometric components for energy companies. Around EUR 1.9 million of the increase is attributable to the acquisition of the Argentinian company Tecnonuclear SA in January 2022.

The results of the first quarter of 2022 are in line with the expectations of the Executive Board. The forecast for the 2022 financial year published in March remains unaffected. The Executive Board continues to expect sales of around EUR 200 million and a net profit of around EUR 38 million. The forecast is subject to the assumption that the developments in Ukraine do not result in any major disruptions.

The complete quarterly report can be viewed here: https://www.ezag.com/fileadmin/user_upload/ezag/investors-financial-reports/englisch/euz122e.pdf

About Eckert & Ziegler.
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with more than 900 employees is a leading specialist for isotope-related components in nuclear medicine and radiation therapy. The company offers a broad range of services and products for the radiopharmaceutical industry, from early development work to contract manufacturing and distribution. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the TecDAX index of Deutsche Börse.
 

www.ezag.de

Innovation / 11.05.2022
Eckert & Ziegler Cooperates with Czech Research Center UJF to Produce Pharmaceutical Alpha Radioisotopes

Eckert & Ziegler AG (ISIN DE0005659700, TecDAX), a specialist in medical radioisotopes, has entered into a long-term cooperation agreement with the Nuclear Physics Institute of the Czech Academy of Sciences (Ústav jaderné fyziky, UJF) to produce the alpha emitter Actinium-225. The agreement envisions Eckert & Ziegler to provide the UJF research center with several million euros for investments in equipment and hot cells, as well as radium-226 as a starting material for experiments and irradiations. In return, the Eckert & Ziegler group gets exclusive access to the capacities of a pilot unit being built within the next two years close to Prague and joint rights to the process steps developed for a large-scale Ac-225 commercial production.

Actinium-225 is used as an active ingredient in cancer treatment. The radioisotope emits powerful, high-energy cascade of alpha particles with short penetration depths that enable precise treatment of tumor cells, including difficult-to-target micro metastases, with minimal impact on surrounding healthy tissue. For this purpose, Actinium-225 is combined with a suitable carrier (e.g. antibody or peptide) that specifically binds to cancer cells to selectively target them. Currently, Actinium-255-based radiopharmaceuticals are being tested in many clinical indications, including prostate tumors, colorectal cancer, and leukemia. Specialists expect the demand for Actinium-225 to increase exponentially over the next decade.

"The collaboration with Eckert & Ziegler helps to create efficient plants for the production of therapeutic radiopharmaceuticals in the European Union," explained Dr. Petr Lukáš, Director of the UJF. "Corona and the recent political crises in the East of Europe show how vulnerable global supply chains can get and how important it can be for producers of novel radiopharmaceuticals to develop parts of their value chain with local partners," added Prof. Dr. Ondřej Lebeda, Head of the Department Radiopharmaceuticals of the UJF.

"With UJF, we have a competent partner for the complex tasks involved in the production of Actinium-225 just 90 minutes by car from our site in Saxony," added Dr. Lutz Helmke, Executive Director and COO of the Medical segment. "We are gaining a valuable ally in the attempt to expand our leading position in the global market for therapeutic radioisotopes. As a starting material, we are drawing on a stock of radium-226 that we have accumulated in our recycling business during the take-back of medical radiation sources. This reprocessing of the sources, by the way, provides an example of how well recycling concepts work within the industry."

About Eckert & Ziegler.
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with more than 900 employees is one of the world's largest providers of isotope-related components for nuclear medicine and radiation therapy. The company offers services for radiopharmaceuticals at its worldwide locations, from early development to commercialization. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the TecDAX index of Deutsche Börse.
Contributing to saving lives.

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Research, Innovation / 03.05.2022
FMP & LMU spin-off Tubulis closes €60 million Series B financing to accelerate its ADC Pipeline

Great relief after the contract was signed: Ingo Lehrke, Christian Hackenberger, Marc-André Kasper, Dominik Schumacher and Jonas Helma-Smets (Foto: Tubulis)
Great relief after the contract was signed: Ingo Lehrke, Christian Hackenberger, Marc-André Kasper, Dominik Schumacher and Jonas Helma-Smets (Foto: Tubulis)

The company Tubulis announced today the closing of a Series B financing round totaling €60 million to advance the development of a novel class of highly stable and efficient antibody drug conjugates (ADCs) for treating cancer, and to expand its breadth of platform technologies.

Tubulis has a set of proprietary technologies for producing novel and particularly stable antibody drug conjugates (ADCs). Their portfolio enables the company to link a wide range of drugs to an antibody specific to the relevant indication by way of stable coupling (conjugation). One positive aspect of this is that adverse side effects in healthy tissue can be minimized, since biophysical properties of the ADC are optimized and the drug is prevented from separating from the antibody prematurely, a common side effect from current compounds on the market. In addition, the company’s proprietary technologies offer the potential to generate previously inaccessible protein-drug combinations, enabling a broader therapeutic window.

“Our research group is very proud to be part of Tubulis’ success story. Together with Prof. Heinrich Leonhardt’s group at LMU München, we have developed new methods to generate the novel ADCs that form the scientific basis that Tubulis uses. Closing the Series B round is a big step forward and the proceeds will enable the company to deliver the true therapeutic potential of ADCs through further innovation of novel payload classes and identification of new cancer targets.” remarks Professor Dr. Christian Hackenberger, Head of Chemical Biology at the FMP and Leibniz-Humboldt Professor at the Humboldt-Universität zu Berlin and co-founder of Tubulis.

 “This funding emphasizes that Tubulis is uniquely positioned to consolidate the findings of the last 20 years in the ADC field and translate this understanding into meaningful therapeutic benefits for patients. We have reached an important inflection point in the development of our platform technologies as well as our pipeline of highly novel protein-drug conjugates and we are now focused on unlocking new avenues in the treatment of solid tumors bringing safe and effective ADCs to patients,” said Dominik Schumacher, PhD, CEO and co-founder of Tubulis. “With this capital in place, we will execute on our growth strategy, including important focus areas for our pipeline and for how we can apply our proprietary technologies, biologic insights and new mechanisms of action to enable the true therapeutic value inherent in targeted therapeutics.”

In conjunction with the round, Sofia Ioannidou, PhD, Partner at Andera Partners, Thomas Hanke, PhD, EVP, Head of Academic Partnerships at Evotec as well as Jan Van den Bossche, Partner at Fund+ will join Tubulis’ Board of Directors consisting of Sebastian Pünzeler, PhD, Principal at coparion, Dominik Schumacher, PhD, CEO of Tubulis and Christian Grøndahl, MD, DVM, PhD, MBA, the Chairman of the Board. In addition, Valentin Piëch, PhD, Partner at BioMedPartners will take over the board seat from Michael Wacker, PhD, General Partner at BioMedPartners.

Tubulis was founded as a spin-off of the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin and the Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München in 2019.

Press release at the website of the FMP

tubulis.com

Living, Education / 28.04.2022
Freiluftkino Buch startet am 6. Mai

Das Freiluftkino Buch startet am 6. Mai 2022 und widmet sich in diesem Jahr unter dem Titel "Grenzenlos" den Themen Migration, Flucht, Mobilität und Integration und zeigt möglichst mehrsprachige Filme.

Es wird in diesem Jahr drei Filmvorführungen geben. Diese finden zweimal im Garten des Bucher Bürgerhauses und einmal auf dem Panke-Platz statt. Die drei Filme, die dieses Jahr gezeigt werden, wurden aus jeweils fünf Filmen unter anderem von Kindern und Jugendlichen mittels Abstimmung ausgewählt.

1. Termin:
- Film: "Transit" (Deutsch/ Französisch mit deutschen Untertiteln)
- Altersempfehlung: FSK 12
- Datum/Uhrzeit: 06. Mai, 20:45 Uhr (Einlass 19:45 Uhr)
- Ort: Garten des Bucher Bürgerhauses, Franz-Schmidt-Str. 8-10, 13125 Berlin

2. Termin:
- Film: "Deine Schönheit ist nichts wert." (Deutsch/ Türkisch mit deutschen Untertiteln)
- Altersempfehlung: FSK 6
- Datum/Uhrzeit: 03. Juni, 21:30 Uhr (Einlass 20:30 Uhr)
- Ort: Panke-Platz, zwischen dem S-Bahnhof Buch und der Hufeland-Schule gleich neben den Tennisfeldern

3. Termin:

- Film: "Heute bin ich Samba" (Deutsch/ eventuell mit arabischen Untertiteln)
- Altersempfehlung: FSK 6
- Datum/Uhrzeit: 26. August, 20:45 Uhr (Einlass 19:45 Uhr)
- Ort: Garten des Bucher Bürgerhauses, Franz-Schmidt-Str. 8-10, 13125 Berlin

 

Förderer:

Das Freiluftkino wird in diesem Jahr durch das Bezirksamt Pankow Amt für Weiterbildung und Kultur gefördert. Veranstalter sind das Stadtteilzentrum Buch und der Bildungsverbund Buch in Kooperation mit Nomadenkino, Frauenberatung BerTa und Willkommenskulturprojekt Buch sowie mit Unterstützung durch das Sport- und Umweltamt Pankow.

Research / 26.04.2022
ERC Advanced Grant für Herzforschung am MDC

Die kontraktilen und elastischen Eigenschaften des Herzens sind fein abgestimmt und ermöglichen einen hohen Wirkungsgrad und schnelle Anpassung. Michael Gotthardt erforscht am MDC die zugrundeliegenden molekularen und biomechanischen Regulationsmechanismen. Dafür erhält er nun einen ERC Advanced Grant.

MERAS steht auf dem kürzlich bewilligten Projektantrag. Die Abkürzung bedeutet: „Mechanoregulation des alternativen Spleißens“. Worum geht es bei MERAS? „Wir wollen verstehen, wie das Herz es schafft, auf Umwelteinflüsse zu reagieren und seine elastischen Eigenschaften so einzustellen, dass es optimal arbeiten kann“, sagt Professor Michael Gotthardt. Der Wissenschaftler leitet am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) die Arbeitsgruppe „Neuromuskuläre und kardiovaskuläre Zellbiologie“. Für sein Vorhaben erhält er jetzt einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von 2,5 Millionen Euro. 

 

Der ERC Advanced Grant geht an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit mehr als zehn Jahren Forschungserfahrung, die in ihrem Gebiet bereits eine prägende Rolle gespielt haben. Insgesamt hatten sich 1735 Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa und allen Disziplinen beworben, 253 waren erfolgreich. 

Verantwortlich für die Pumpleistung des Herzens sind die Sarkomere, die kleinsten kontraktilen Einheiten des Herzmuskels. Sie bestehen aus Aktin- und Myosinfilamenten, welche die Kontraktion ermöglichen, und dem Riesenprotein Titin. Letzteres ist elastisch und beeinflusst wesentlich die mechanischen Eigenschaften der Herzmuskelzellen. Dabei können unterschiedliche Titin-Varianten (Isoformen) auf Basis eines einzelnen Gens exprimiert werden – jeweils perfekt angepasst an die aktuelle Belastungssituation des Herzens. Diesen Prozess – das alternative Spleißen – wollen die Forschenden im Detail untersuchen.

Raffinierte regulatorische Rückkopplung

„Bei ersten Analysen der Proteinzusammensetzung des Sarkomers fanden wir nicht nur die bekannten Strukturproteine, sondern auch einige bekannte Signalstoffe, die sowohl mit dem Stoffwechsel als auch mit der Regulation der Genexpression und dem alternativen Spleißen zu tun haben. Es sind Proteine, die man normalerweise im Zellkern erwarten würde – aber nicht im Sarkomer“, betont Michael Gotthardt. „Offenbar kommuniziert das Sarkomer dem Zellkern direkt, wie es sich anpassen muss.“ Ein raffinierter regulatorischer Rückkopplungsmechanismus, der erklären würde, wie sich Sarkomere auf die jeweils aktuelle mechanische Belastung einstellen. Das ist eine neue Hypothese, der die Forschenden auf den Grund gehen wollen.

Ein detailliertes Verständnis des gesamten Regelprozesses wäre auch von therapeutischem Nutzen – etwa für Menschen mit Herzinsuffizienz. Bei ihnen sind die Ventrikelwände durch „falsche“ Titine so versteift, so dass sich die Herzkammern nicht mehr ausreichend füllen können. Könnte man am richtigen Punkt medikamentös in den Prozess eingreifen, ließe sich ein kranker Herzmuskel etwas elastischer oder steifer machen, damit er wieder effektiver arbeiten kann.

Ein zweiter ERC Grant

Im ERC-Auswahlverfahren wurden die Forschungsvorhaben dieses Jahr erstmals nicht nur in Papierform, sondern auch als Kurzvortrag präsentiert – Corona-bedingt natürlich online. „Vier Folien in acht Minuten für ein 2,5-Millionen-Euro-Projekt“, fasst Michael Gotthardt zusammen. Für den Wissenschaftler, der an der Charité – Universitätsmedizin Berlin eine Professur für „Experimentelle und translationale Kardiologe“ innehat, ist es nach dem ERC Starting Grant 2011 bereits die zweite umfangreiche EU-Förderung. Sie ist auf fünf Jahre angelegt. „Das gibt uns die Möglichkeit, Kooperationen auszubauen und nun auch langfristig ausgelegte Vorhaben umzusetzen. Umfangreiche, kostenintensive Sequenzierarbeiten, die zur Erforschung des alternativen Spleißens nötig sind, ließen sich sonst kaum finanzieren.“

Gotthardts Team arbeitet mit genetischen Mausmodellen, an künstlichem Herzgewebe aus Patientenzellen sowie an Einzelzellen. Bisher sind Experimente zur Einzelzellmechanik echte Feinstarbeit. „Die Herzmuskelzelle muss dafür zunächst isoliert, unter einem besonderen Mikroskop fixiert und elektrisch stimuliert werden. Dann kann man sehen, welche aktiven und passiven Kräfte sie entwickelt“, sagt Michael Gotthardt. Damit wäre genau eine Zelle untersucht. Für aussagekräftige Studien sind jedoch sehr viele solcher Experimente nötig.

Das Ziel: neue Technologien für Einzelzellmechanik und Multi-Omik

Um zu verstehen, welche Titin-Isoformen unter Belastung oder bei Krankheitsprozessen gebildet werden, ist ebenfalls aufwendige Handarbeit nötig. Im Vergleich zu einem großen Gewebestück enthält eine Einzelzelle verhältnismäßig wenige RNA-Moleküle, so dass Untersuchungen der Genexpression oft an der Nachweisgrenze stattfinden. „Die Analyse des alternativen Spleißens ist insbesondere für die bis zu 100.000 Basen langen Titin-Isoformen erschwert – denn die verfügbaren kurzen Sequenzabschnitte müssen wie ein Puzzle zusammengesetzt werden, bei dem oft wichtige Teile fehlen“, sagt Michael Gotthardt. Mit dem ERC-Geld will er unter anderem neue Technologien für die Einzelzellmechanik, -transkriptomik und -proteomik entwickeln, die diese Arbeiten erleichtern und einen höheren Durchsatz erlauben.

Weiterführende Informationen

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. www.mdc-berlin.de

Pressemitteilung auf der Webseite des MDC:
ERC Advanced Grant für Herzforschung am MDC

Research, Innovation, Patient care / 25.04.2022
Where science turns into business

Dr. Christina Quensel presented the Campus Berlin-Buch together with the campus stakeholders (Photo: Peter Himsel)
Dr. Christina Quensel presented the Campus Berlin-Buch together with the campus stakeholders (Photo: Peter Himsel)

On April 25, 2022, Federal Commissioner for East Germany, Minister of State Carsten Schneider, and Governing Mayor of Berlin Franziska Giffey visited Campus Berlin-Buch to see how the “Zukunftsort” (place of the future) is developing.

Following the invitation of Campus Berlin-Buch, the Federal Commissioner for Eastern Germany, Minister of State Carsten Schneider, and Berlin Mayor Franziska Giffey, visited the science and technology hub on April 25th, 2022. They were accompanied by Pankow District Mayor Sören Benn. On campus, the guests gained insights into the BiotechPark Berlin-Buch.

The research campus is one of Berlin's eleven “Zukunftsorte“ (places of the future), attracting excellent scientists from all over the world. Berlin-Buch stands for the future of medicine. For decades, research and healing, invention and therapy have been combined at the health location Berlin-Buch. Established companies work alongside life science start-ups, and teams of doctors and researchers cooperate closely with each other.

Internationally renowned research institutions such as the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) and the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), the Charité – Universitätsmedizin Berlin, the Berlin Institute of Health in the Charité (BIH) as well as biotechnology companies and clinics form a network. Building on the first spin-offs at the beginning of the 1990s, the campus is now one of the largest biotech parks in Europe. With a clear focus on biomedicine, it represents the entire value chain from knowledge to development to the production of marketable innovations and has outstanding growth potential.

The investments are worthwhile

"Since 1992, more than 600 million Euros have been invested in research and biotech infrastructure on the campus by the EU, the federal government and the state. And on our campus it is evident that these investments are worthwhile," said Dr. Christina Quensel, Managing Director of Campus Berlin-Buch GmbH. "By closely combining basic and clinical research, state-of-the-art technology platforms and with the goal of bringing biomedical findings into application, science is turning into business in Berlin-Buch."

A visible sign of the continuing growth is the new construction of the “BerlinBioCube” start-up center in the BiotechPark. The "BerlinBioCube" will open in 2023 and offer 8,000 square meters of space for start-ups in biotechnology, medical technology and related fields. When it is completed next year, around 30 biotech start-ups will be able to work in state-of-the-art laboratories and offices and start their business operations. Dr. Ulrich Scheller, Managing Director of Campus Berlin-Buch GmbH, and Dr. Quensel explained plans for the expansion of the campus, the extension of the biotech park to neighboring areas in the city and for the increased establishment of biotech companies.

During their campus tour, the politicians met with researchers and successful entrepreneurs. They visited the laboratories of T-knife, one of the most successful start-ups in the biotech scene, whose technology for novel immune therapies against cancer is based on decades of basic research at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine.

One of the world’s best

In a discussion at the corporate headquarters of Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, the guests discussed current issues of business development in technology and start-up centers, questions and best-practice examples of value-creating networking between research and business, the expansion of the regional transport infrastructure and the coordinated development of commercial and residential building potential areas at the future location of Berlin-Buch with representatives from companies and research institutions on the campus.

"The Berlin-Buch campus with its numerous players from science and the health industry is an example of successful transformation into a modern technology hub for clinical research, molecular medicine and molecular pharmacology. Buch proves how targeted innovation management leads to success and global networking when it is supported by active settlement and funding policies that involve business and science and that think transport and living and working together. Thank you to all our hosts for inspiring impressions," said Franziska Giffey.

Minister of State Carsten Schneider also thanked the campus actors. "Today, we gained highly exciting insights into the biotech sector in Berlin-Buch. Innovative research and work is being done here. This makes the Berlin-Buch campus one of the world's best," explained Schneider. "With the research funding from the federal government, we are creating long-term structures."

www.campusberlinbuch.de

Research, Education / 21.04.2022
Ein Ferientag auf dem Campus Berlin-Buch für ukrainische Kinder

Im Gläsernen Labor herrschte am Vormittag des 20. April reger Betrieb: Zwölf Kinder und Jugendliche von 13 – 17 Jahren extrahierten DNA aus Früchten, ihrer Mundschleimhaut und aus Bakterien. Um an ihre eigene DNA zu gelangen, mussten sie mit einem Schluck Trinkwasser gurgeln und das Ergebnis in ein Reagenzröhrchen speien. Ein Schluck aus einem Reagenzröhrchen ist schon ungewöhnlich, und spätestens beim Gurgeln im Labor mussten viele über sich lachen.

Wer dem Treiben zusah, konnte zunächst kaum einen Unterschied zu den üblichen Ferienkursen des Schülerlabors auf dem Campus Berlin-Buch entdecken. Anders als sonst existierte jedoch eine Sprachbarriere. Die Zahl der Betreuenden war viel höher als sonst, denn die Anweisungen wurden auf Englisch und Ukrainisch gegeben.

Die Kurse des Gläsernen Labors für ukrainische Kinder anzubieten, geht auf die Initiative des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) zurück. „Die Resonanz auf meine E-Mail-Umfrage am MDC war enorm. Es ist toll, wie viele bereit sind zu helfen“, sagt Dr. Luiza Bengtsson, die am MDC für Wissenstransfer zuständig ist. Der erste Kurs mit Unterstützung der Freiwilligen vom MDC fand bereits am 13. April statt.

Neugierig auf die Biologie

Nach dem Mittagessen in der Mensa konnten die Kinder etwas entspannen, um dann Führungen Forschungslabore des MDC zu erleben. Sie lernten eine Technologieplattform zur Tierphänotypisierung kennen, besuchten die Arbeitsgruppe „Ankerproteine und Signaltransduktion“ von PD Dr. Enno Klußmann und die Arbeitsgruppe von Professor Thomas Willnow, die unter anderem Ursachen und Therapien von Alzheimer erforscht.

MDC-Doktorandin Oleksandra Kalnytska war eine der Freiwilligen, die die Kinder an diesem Tag begleiteten. Sie erlebte die Kinder und Jugendlichen als sehr aufgeschlossen. „Einige von ihnen kamen aus innerer Neugierde auf die Biologie, andere, um etwas Interessantes zu sehen, wieder andere, um neue Leute kennen zu lernen und möglicherweise Freundschaften zu schließen. Sie waren extrem neugierig und stellten viele Fragen, vor allem während der Laborbesuche“, sagt Kalnytska. „Ein 13-jähriges Mädchen fragte mich immer wieder nach der Alzheimer-Krankheit und ob es Möglichkeiten gibt, sie zu verhindern. Sie war begeistert von den Gehirn-Organoiden und wollte wissen, ob es möglich sei, ein echtes Gehirn zu züchten. Sie hofft, eines Tages Psychologin zu werden. Ein anderes Mädchen, 14 Jahre alt, fragte nach Lernmaterial über Biologie, da sie später gern Wissenschaftlerin werden würde.“

Auch Dr. Ihor Minia, Wissenschaftler am MDC, gehörte zu den Unterstützer*innen bei den Kursen für die ukrainischen Kinder. Er steuerte einige Experimente für den Kurs bei und verstand es, komplexe Themen wie die Plasmidbildung bei Bakterien so leicht zu erklären, dass sogar ein 10-Jähriger es verstand.

Oleksandra Kalnytska, die wie Ihor Minia aus der Ukraine stammt, engagiert sich seit Beginn des Krieges für Hilfe und Spenden für die Ukraine. Für das Ferienangebot ist sie sehr dankbar: „Ich denke, dass der Tag eine sehr positive Erfahrung für die ukrainischen Kinder war. Hier konnten sie zumindest für ein paar Stunden der Last des Flüchtlingsdaseins entfliehen und in eine neue Welt der wissenschaftlichen Wunder eintauchen.“

www.glaesernes-labor.de

Research, Education / 20.04.2022
Neu: Wissen erweitern in der CampusVital LOUNGE

CampusVital lädt alle Interessierten herzlich zur Auftaktveranstaltung der CampusVital LOUNGE am Mittwoch, den 27. April 2022 von 12:30-13:00 Uhr im Café rock-raper (Mensafoyer) ein.

Die CampusVital LOUNGE wird monatlich interessante Themen aus verschiedensten Wissensgebieten präsentieren. Dabei soll auch der Stand der Gesundheitsforschung auf dem Campus Berlin-Buch einfließen. In der ersten Veranstaltung stellt Dr. Katharina Nimptsch vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) das Thema „Krebsprävention durch Ernährung“ vor.

Katharina Nimptsch ist Ernährungswissenschaftlerin und Epidemiologin am MDC. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich vor allem mit dem Einfluss der Ernährung auf das Krebsrisiko, insbesondere auf die Entstehung von Darmkrebs. Sie ist an verschiedenen Projekten im Rahmen großer, europaweiter und amerikanischer Kohortenstudien beteiligt. In der CampusVital LOUNGE stellt Dr. Nimptsch wissenschaftlich fundierte Ernährungsempfehlungen zur Krebsprävention vor und erläutert diese.

Ort:

Campus Berlin-Buch
Mensafoyer, Haus A14
Café rock-paper
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Research, Patient care / 13.04.2022
COVID-19 therapy: better in combination than alone

© Judith Bushe/ Anne Voß, FU Berlin
© Judith Bushe/ Anne Voß, FU Berlin

More and more drugs are available for the treatment of COVID-19. Researchers from Charité, FU and MDC in Berlin have investigated the mechanisms of action of antiviral and anti-inflammatory substances. In the journal "Molecular Therapy" they describe that a combination of both works best.

SARS-CoV-2 infections continue to result in hospitalizations. According to estimates by the Robert Koch Institute, the current COVID-19 hospitalization rate is approximately six to seven per 100,000 of the resident population. Hospitalized COVID-19 patients now have access to a range of drugs which can reduce the severity of the disease or, in the most severe cases, reduce the risk of death. Some of these drugs target the virus itself; others fight the inflammation associated with infection.

First-line treatments include monoclonal antibodies and dexamethasone, a drug with strong anti-inflammatory properties. Antibody treatments neutralize the virus by sticking to the surface of its spike protein, preventing it from entering human cells. This type of treatment is used within seven days after symptom onset. Hospitalized COVID-19 patients who require oxygen therapy usually receive dexamethasone, a glucocorticoid which, for approximately 60 years, has been used to treat inflammatory conditions caused by an overactive immune response. In COVID-19, too, the drug has been shown to reliably dampen the body’s inflammatory response. However, as the drug is associated with various side effects, including an increased risk of fungal infections, it should only be used in a specific and targeted manner.

Severe course in the dwarf hamster

Researchers from Charité, the Berlin Institute of Medical Systems Biology (BIMSB) at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine (MDC) and FU Berlin have now studied the mechanisms of action of both types of treatment. “We uncovered evidence to suggest that combination therapy of antibodies and dexamethasone is more effective than either of these treatments alone,” says first author Dr. Emanuel Wyler, a researcher at the MDC’s ‘RNA Biology and Posttranscriptional Regulation’ research group, which is led Prof. Dr. Markus Landthaler.

As not all lung compartments can be studied using lung tissue samples obtained from patients, the research group’s first step last year was to search for a suitable model. That task fell to co-last author Dr. Jakob Trimpert, a veterinarian and research group leader at the FU Berlin’s Institute of Virology, who subsequently developed COVID-19 hamster models. As animals which both contract the same virus variants as humans and develop similar disease symptoms, hamsters have proven the most important non-transgenic model for the study of COVID-19. Symptoms and progression, however, vary between different species of hamster. While symptoms usually remain moderate in Syrian hamsters, for example, Roborovski hamsters will develop severe disease reminiscent of that seen in COVID-19 patients requiring intensive care.

Interplay of signalling pathways

“In the current study, we tested the effects of single and combined antiviral and anti-inflammatory therapies for COVID-19, meaning we used the existing models with monoclonal antibodies, dexamethasone, or a combination of the two,” explains Dr. Trimpert. The FU Berlin’s veterinary pathologists then examined infected lung tissue under a microscope to establish the extent of lung tissue damage. Dr. Trimpert and his team also determined the quantities of infectious virus and viral RNA present in the tissues at various time points. This enabled the researchers to check whether and how viral activity might change over the course of treatment. “Thanks to a detailed analysis of various COVID-19 parameters, which is only possible in an animal model, we were able to improve our understanding of the basic mechanisms of action of two important COVID-19 drugs. Moreover, we found clear evidence of the potential benefits associated with a combination therapy of monoclonal antibodies and dexamethasone”, says Dr. Trimpert.

Using single-cell analyses, the researchers demonstrated the drugs’ effects on the complex interplay of various cellular signaling pathways and the number of immune cells present. Individual cells obtained from a particular sample were loaded onto a chip, where they were first barcoded and then encapsulated into minute droplets of aqueous fluid. Once prepared, the single cells underwent RNA sequencing, a process used to establish the sequence of genetic building blocks which a cell has just read. Thanks to barcoding, this RNA is later identifiable as originating from a particular cell, enabling the researchers to determine cellular function at the single-cell level with a high degree of accuracy. “We were able to observe that the antibodies are effective at reducing the amount of virus present,” explains Dr. Wyler. He adds: “This was not much use in our model, though.” This is because it is not the virus that damages the lung tissue, but the strong inflammatory response triggered by the virus. The immune cells fighting the invading pathogens release messenger substances to call in reinforcements. When these defensive forces arrive in large numbers, the lungs can become clogged. “Obstructed blood vessels and unstable vessel walls can subsequently result in acute lung failure,” explains Dr. Wyler.

Well known drug as a gamechanger?

A surprise came in the shape of the well-known drug dexamethasone. “This anti-inflammatory exerts a particularly strong effect on a specific kind of immune cell known as neutrophils,” says the study’s co-last author Dr. Geraldine Nouailles, Research Group Leader at Charité’s Department of Infectious Diseases and Respiratory Medicine. Neutrophils are a type of white blood cell responsible for mounting a prompt response to viral and bacterial infections. “The corticosteroid preparation suppresses the immune system and prevents the neutrophils from producing messenger substances which would attract other immune cells,” explains Dr. Nouailles. She continues: “This makes the drug extremely effective at preventing an escalation of the immune response.”

The best treatment outcomes were achieved when the researchers administered a combination of antiviral and anti-inflammatory treatments. “This type of combination therapy is not included in existing clinical guidelines,” emphasizes Dr. Nouailles. “What is more, current guidance stipulates that, in high-risk patients, antibody therapy can only be given in the first seven days following symptom onset. In clinical practice, dexamethasone is only used once a patient requires oxygen therapy, i.e., at an extremely advanced stage of the disease. Its use in combination, however, opens entirely new treatment time windows.” This new approach must now be evaluated in clinical trials before it can be adopted in clinical practice.

Text: Jana Ehrhardt-Joswig

Photo:

Images at x 600 magnification showing: healthy lung tissue with open alveoli (left); severe SARS-CoV-2 infection with tissue damage and immune cells (center); visibly reduced level of destruction and improved gas exchange following combination therapy (right).© Judith Bushe/ Anne Voß, FU Berlin

Source: A joint press release by Charité, the MDC and FU Berlin
COVID-19 therapy: better in combination than alone

Living / 12.04.2022
Fördermittel zur Unterstützung geflüchteter Menschen aus der Ukraine in Pankow

Das Integrationsbüro des Bezirksamts Pankow stellt ab sofort zwei neue Fördermöglichkeiten bereit, um Organisationen, Initiativen und Vereine im Bezirk bei ihrem Engagement für geflüchtete Menschen aus der Ukraine zu unterstützen.

I. #SolidarischesPankow: Im neu eingerichteten Projektfonds #SolidarischesPankow stehen Gelder in Gesamthöhe von 20.000 Euro zur Verfügung. In einem vereinfachten Verfahren können Sachmittel bis zu 2.000 Euro pro Organisation, Initiative oder Freiwilligen beantragt werden. Möglich ist beispielsweise die Anschaffung von Unterrichtsmaterialien, Hygieneartikeln, Fahrkarten, Eintrittskarten oder mobilen Internetzugängen. Auch verhältnismäßige Aufwandsentschädigungen können beantragt werden. Anträge können ab sofort laufend gestellt werden, eine Frist für die Einreichung gibt es nicht.  Die Förderentscheidung wird zeitnah nach Antragseingang getroffen.

2. #SonderprojekteUkraine: Die zweite Fördermöglichkeit #SonderprojekteUkraine ist ausschließlich für Projekte von Pankower Migrant:innenselbstorganisationen (MSO) vorgesehen und hat ein Gesamtvolumen von 100.000 Euro. Schwerpunkt der Maßnahme ist die Schaffung von Angeboten für Menschen, die im Zusammenanhang mit dem Kriegsgeschehen aus der Ukraine geflohen sind. Dabei kann es sich um die Unterstützung von Familien, Frauen und Kindern oder die Beratung und Begleitung von Schutzsuchenden handeln. Die Förderung bezieht sich auch auf Geflüchtete aus der Ukraine, die nicht die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen. Migrant:innenselbstorganisationen mit Sitz in Pankow können diese Zuwendungen für Projekte beantragen, die frühestens im Juni 2022 starten und die maximal bis Ende Dezember 2022 dauern. Die Frist zur Antragseinreichung im Integrationsbüro ist der 5. Mai 2022 (postalischer Eingang).

Bezirksbürgermeister Sören Benn: „Unser Integrationsbüro bietet mit diesen zwei neuen Fördertöpfen zwar keinen riesigen Fonds, aber jeder Euro zählt! Der Topf #SolidarischesPankow ist bürokratiearm angelegt und spricht eine breite Zielgruppe an. Mit #SonderprojekteUkraine soll gezielt die Arbeit der migrantischen Organisationen im Bezirk gestärkt werden. Ich danke allen, die sich für die Unterstützung der Geflüchteten einsetzen von Herzen für das unermüdliche Engagement!“

Antragsunterlagen für beide Fördermöglichkeiten befinden sich auf der Website des Integrationsbüros:
https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/beauftragte/integration/informationen-fuer-organisationen-und-initiativen/artikel.1189080.php

Research / 11.04.2022
Magenentzündungen: wie eine bakterielle Infektion das Gewebe verändert

Wenn Bakterien die Magenschleimhaut besiedeln, drohen Entzündungen oder gar Magenkrebs. Ein Forschungsteam von Charité und MDC erklärt nun in „Nature Communications“, wie sich die Magendrüsen im Zuge einer Infektion verändern. Daraus könnte sich ein neuer Ansatzpunkt für Krebstherapien ergeben.

Eine Besiedelung des Magens mit Helicobacter pylori tritt weltweit bei etwa der Hälfte der Menschheit auf; sie zählt damit zu den häufigsten chronischen bakteriellen Infektionen. In der Folge können sich Entzündungen des Magens (Gastritis) oder Magenkrebs entwickeln. Wegen des ständigen Kontakts mit der Magensäure erneuert sich die gesunde Magenschleimhaut innerhalb weniger Wochen komplett, wobei ihre Struktur und Zusammensetzung stets unverändert bleibt. „Bisher ging man davon aus, dass eine Helicobacter-Infektion die Drüsenzellen der Magenschleimhaut direkt schädigt“, erklärt Professor Michael Sigal, Letztautor der Studie. „Unser Team hat nun herausgefunden, dass die komplexen Interaktionen verschiedener Zellen und Signale, die für die Stabilität des Gewebes sorgen, durch eine Infektion gestört werden.“

Michael Sigal ist Emmy Noether-Arbeitsgruppenleiter an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie der Charité und am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB), das zum MDC gehört. Um die Veränderungen der Magendrüsen durch eine Helicobacter-Infektion nachzuverfolgen, hat sich das Team um Michael Sigal zusammen mit Forschenden vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie komplexe Mausmodelle zu Nutze gemacht, bei denen sich bestimmte Zellen der Magendrüsen mittels modernster Technologien – wie Bildgebung und Einzelzellsequenzierung am Gewebe – visualisieren, isolieren und genau untersuchen lassen. Darüber hinaus entwickelten sie im Labor spezielle organähnliche Mikrostrukturen – sogenannte Organoide –, um damit den Einsatz von Tiermodellen einschränken zu können. Mithilfe dieser winzigen Miniaturmägen konnten sie viele Eigenschaften der Drüsen nachempfinden und den Einfluss verschiedener Signale auf die dortigen Stammzellen, aus denen verschiedene Zelltypen entstehen können, untersuchen.

Stromazellen unterdrücken BMP-Signalweg

„Wir haben herausgefunden, dass die sogenannten Stromazellen, welche die Drüsen umgeben, nicht – wie bisher gedacht – nur für die mechanische Stabilität verantwortlich sind. Sie produzieren auch verschiedene Botenstoffe, die das Verhalten der Drüsen maßgeblich beeinflussen“, beschreibt Michael Sigal. Zu diesen Botenstoffen gehört auch das „Bone Morphogenetic Protein“ (BMP), das für die Gewebeentwicklung von Bedeutung ist. Die Forschenden konnten zeigen, dass Stromazellen, die die Drüsenbasis umgeben, den BMP-Signalweg fortwährend unterdrücken und so die Teilung der dortigen Stammzellen anregen. Hingegen aktivieren Stromazellen an der Drüsenspitze den Signalweg und unterbinden dort die Zellteilung. Dieser Einfluss der Umgebung ist die Grundlage für die stabile Drüsenstruktur. Durch eine Helicobacter-Infektion kommt es hingegen zur Ausschüttung von Endzündungsstoffen wie Interferon-gamma (IFN-γ). Im Zuge dieser Entzündungsreaktion werden nun vermehrt Botenstoffe produziert, die die Zellteilung der Stammzellen in den Drüsen anregen. Das führt schließlich zur sogenannten Hyperplasie – also dazu, dass sich das Gewebe vergrößert und Krebsvorläufer entstehen können.

„Unsere Erkenntnisse zeigen, dass eine Infektion und damit einhergehende Entzündung viel mehr Effekte im Gewebe hat als bisher angenommen: Klassische Entzündungsstoffe wie IFN-γ haben nicht nur eine direkte antimikrobielle Wirkung, sondern beeinflussen auch die Zellteilung und das Verhalten von Stammzellen im Gewebe. Bei einer Gewebeschädigung kann eine schnelle Zellteilung sehr sinnvoll sein, um eine rasche Heilung zu ermöglichen. Bei einer chronischen Entzündung im Zuge einer Helicobacter-Infektion könnte sie jedoch die Entwicklung von Krebsvorläufern begünstigen“, resümiert Michael Sigal. Die Signalwege bei der Interaktion zwischen dem Immunsystem und Stammzellen, die auch für andere Organe als den Magen bedeutsam sein könnten, stellen somit einen Ansatzpunkt für neue Therapien – sowohl in der Krebsvorsorge als auch in der regenerativen Medizin – dar.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von Charité und MDC
Magenentzündungen: wie eine bakterielle Infektion das Gewebe verändert

Innovation, Patient care / 08.04.2022
Eckert & Ziegler: Radboud University Medical Center Netherlands to Image First Patient with PENTIXAFOR

Radboud University Medical Center (RUMC) in Nijmegen, one of the largest centres of excellence in the Netherlands for adrenal diseases, treated the first patient with primary aldosteronism with the Ga-68-based diagnostic PENTIXAFOR as part of the CASTUS study.

Developed by PentixaPharm, PENTIXAFOR is an innovative imaging PET tracer that targets the chemokine-4 receptor (CXCR4) and is used to diagnose various oncological and inflammatory diseases. The Ga-68-based PET radiodiagnostic is expected to have the potential to significantly improve the diagnosis of these disorders and to direct patients to the appropriate therapy.

Primary aldosteronism (PA), also known as Conn’s disease, is an abnormality of the adrenal gland characterised by either a unilateral aldosterone-producing adenoma (APA) or bilateral adrenal hyperplasia (BAH). Regardless of the location of the pathological tissue, adrenal tumours cause hypersecretion of aldosterone, which leads to hypertension and is therefore closely associated with high vascular morbidity. The prevalence of PA in patients with hypertension, about 20 million patients in Germany, is about 5.9 %. The number of unreported cases is even higher due to the complicated and invasive standard diagnosis by adrenal vein sampling (AVS).

The CASTUS study is a clinical research programme aiming to evaluate the accuracy of PENTIXAFOR in the diagnosis of primary aldosteronism. The Ga-68-based PET radiodiagnostic will be used to detect the unilateral or bilateral nature of aldosterone hypersecretion in primary aldosteronism. This distinguishing feature determines patient management and medical therapy. Compared to the previous diagnostic procedure, in which hormone levels are measured on the adrenal gland using a complex invasive catheterisation procedure, PENTIXAFOR is a non-invasive diagnostic method. In order to investigate the potential of PENTIXAFOR, the RUMC is recruiting up to 300 patients.

RUMC has started imaging the first patient with PENTIXAFOR with great success. High-resolution images show the potential of the non-invasive PET radiodiagnostic PENTIXAFOR. One of the investigators of the CASTUS study, Professor J. F. Langenhuijsen explained: "The high sensitivity of PENTIXAFOR allows us to determine the location of the adrenal tumour much more accurately and may replace the previous, invasive gold standard AVS for diagnosis in the future. Further studies are needed to determine the promising prognostic value of PENTIXAFOR at baseline or during treatment evaluation."

"The fact that one of the leading centres in the Netherlands, such as RUMC, has decided to work on PENTIXAFOR itself shows the great interest in finding a new diagnostic for adrenal disease and could pave the way for additional therapeutic alternatives. The CASTUS trial provides PentixaPharm with the opportunity to enter another therapeutic area in addition to its core development strategy in oncology," commented Dr Hakim Bouterfa, founder and managing director of PentixaPharm GmbH. "We are pleased to have Professor J. F. Langenhuijsen, Professor J. Deinum and Professor M. Gotthardt as principal investigators for this study."

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, TecDAX), the owner of the rights to the underlying [68Ga]Ga-PentixaFor PET compound, is supporting the RUMC team by providing PENTIXAFOR. In return, Eckert & Ziegler receives access to the study results. PENTIXAFOR is being developed by Eckert & Ziegler subsidiary PentixaPharm GmbH as a highly sensitive diagnostic for a portfolio of haemato-oncological malignancies, including myeloma and lymphoma.

In 2021, the European Medicines Agency (EMA) gave Eckert & Ziegler the green light to jump directly into a phase III clinical trial for PENTIXAFOR, allowing the company to save a number of time-consuming evaluation steps. Since end of December, the Phase III study design has been submitted for review in Amsterdam. However, the EMA recently had to postpone the start of the review, which was scheduled for March 7, 2022, by two months because an "exceptionally high number of applications" faced a pool of reviewers decimated by Corona and its processing capacities were insufficient. The phase III clinical trial is expected to start approximately 5 months after the start of the review and will include about 500 patients in a PAN cancer trial with European participation.

The CASTUS study is sponsored by ZonMW, the Dutch national organisation for health research and innovation in healthcare.

About Eckert & Ziegler.
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with more than 900 employees is one of the world's largest providers of isotope-related components for nuclear medicine and radiation therapy. The company offers services for radiopharmaceuticals at its worldwide locations, from early development to commercialization. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the TecDAX index of Deutsche Börse.
 

Source: Press release EZAG
Eckert & Ziegler: Radboud University Medical Center Netherlands to Image First Patient with PENTIXAFOR

Research / 06.04.2022
High-ranking naked mole-rats are more resilient

Encounters in the tunnel are status contests: the higher-ranking animal moves over its inferior. © Colin Lewin
Encounters in the tunnel are status contests: the higher-ranking animal moves over its inferior. © Colin Lewin

Naked mole-rats are full of surprises. The latest is that higher-ranked mole-rats most likely have an immunological advantage over animals with lower social status, a discovery made by Professor Gary Lewin’s lab at the MDC. The team is now reporting its findings in Open Biology.

Naked mole-rats not only look strange, they have a strange lifestyle, too: they spend their entire lives underground. They also feel very little pain, rarely develop cancer and are exceptionally long-lived for a rodent – living up to 37 years. All this makes the hairless burrow-dwellers prime candidates for scientific study.

For nearly 20 years, Professor Gary Lewin at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) has been researching these extraordinary animals. “The naked mole rats live in strictly organized colonies,” Lewin says. “Each animal knows its rank and the tasks it has to perform.” Now Lewin’s team in the Molecular Physiology of Somatic Sensation Lab, together with scientists at the German Cancer Research Center (DKFZ), Freie Universität Berlin and the University of Pretoria, has made a new discovery: The researchers report in Open Biology that naked mole-rats of higher social rank have a larger spleen. The organ plays a key role in the immune system and is involved in the formation, maturation and retention of immune cells. “This could mean that higher-ranking animals have better built-in defenses than animals below them on the social hierarchy,” says lead author Dr. Valérie Bégay of Lewin’s team.

No sign of disease, despite an enlarged spleen

The shriveled sausages on four legs are so special that Bégay carefully examines each naked mole-rat used in an experiment. She noticed that some of the animals had a much larger spleen than others. That got her wheels turning. “We initially thought that the animals with the larger spleens were sick,” the researcher recounts. That’s because the organ swells up when the body fights inflammation and disease, as many types of immune cells are manufactured and stored there. “But we couldn’t find anything, not even inflammatory markers in the blood or any other evidence of disease,” she reports. “There had to be another explanation for the enlarged spleen.”

With the help of Dr. Alison Barker, Bégay found out that spleen size is linked to the animal’s social status. The scientist, who recently studied mole-rat dialects, is very experienced in conducting behavioral research experiments. They determined rodent rank by having two naked mole-rats run towards each other in a tube. “The higher-ranked animal will always climb over the lower-ranked animal,” Barker says. “It keeps the upper hand, so to speak.”

Higher-ranking animals cope better with disease

It was through this method that the researchers learned that the higher-ranked animals had enlarged spleens. Bégay then studied the organs at the molecular level. She used RNA sequencing and tissue sample analysis to classify the different immune cells in the spleen. This showed that the number of macrophages is increased in the enlarged organs. Macrophages act as the body’s defense soldiers. They kill invading pathogens by surrounding and swallowing them. That’s why they are also called scavenger cells. “The enlarged spleen might enable the higher-ranked animals to fight infections better and deal with inflammation and injury more easily,” Bégay explains.

A stronger immune system in higher-ranking animals is not unique to naked mole-rats. In macaques, too, the higher-ranked group members are better equipped to fight disease. But instead of an enlarged spleen, the monkeys have a differently organized system of immune protection. “It really surprised us that there could be such large differences in spleen size without disease being present,” Lewin says. “The rank of a naked mole-rat depends on how it behaves in the group. The size of the spleen is linked in turn to rank. This would ultimately mean that behavior directly affects the physical characteristics of the immune system, or vice versa.”

The queen never experiences menopause

The researchers also suspect that the spleen influences an animal’s longevity. Successful naked mole-rats – that is, those able to get their way with other colony members – live longer. The queen does not typically die of old age, but is usually killed during a “coup” – namely, when another female gathers male followers around her and removes the old queen. “Up until her last day, the queen is fertile,” says Lewin. “She never experiences menopause – as if her organism did not age.” This suggests at the very least that a strong immune system slows down the aging process. Mammals do not usually produce offspring until the end of their lives: they have a post-reproductive lifespan.

The scientists are now asking new questions. For instance, which comes first: the larger spleen or the higher rank? This has not yet been determined. The only thing that is clear is that naked mole-rats are not born into their social status, but work their way up. The desire for sex may be their driving force: Only the highest-ranking members – the queen and two to three pashas – are allowed to reproduce. “This could be a selection mechanism,” Lewin says. “By allowing only the most successful to mate, it ensures that the animals with the strongest immune systems pass on their genes.” Lewin also hopes to gain new insights into cancer. Naked mole-rats have a very efficient defense system against the disease. Whether the spleen plays a role in this remains to be seen. First, the scientists must conduct further cell analysis. “We are still at the very beginning,” he stresses.

Text: Jana Ehrhardt-Joswig

Source: Press Release MDC
High-ranking naked mole-rats are more resilient

Patient care / 05.04.2022
Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch ist Teil des EURACAN Netzwerkes

EU-weiter Zusammenschluss von Expertenzentren

Seit dem 17. März ist es offiziell: Das Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch ist jetzt Teil des Europaweiten Netzwerkes für seltene Tumoren bei Erwachsenen (European Reference Network EURACAN). Damit ist das Bucher Klinikum nach einem zweijährigen Bewerbungs- und Auswahlprozess die einzige Helios Klinik, die im EURACAN Netzwerk vertreten ist. Ziel dieses Netzwerkes ist die Verbesserung der Versorgungsqualität für alle europäischen Bürgerinnen und Bürger, die von seltenen Krebserkrankungen betroffen sind, sowie die Gewährleistung des Zugangs zu Innovationen in allen Mitgliedstaaten der EU.

Sarkome sind eine der komplexesten Krebsdiagnosen. Die Zahl der Sarkom-Neuerkrankungen in Deutschland wird auf ungefähr 5.000 pro Jahr geschätzt. Die Tumoren sind selten, oft aggressiv und schwer zu behandeln. Gerade deswegen sollten Betroffene die Sarkomtherapie in ausgewiesenen Spezial- bzw. Referenzzentren durchführen lassen. Das Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch wurde nun offiziell als EURACAN Expert Center im europäischen Referenznetzwerk (ERN) aufgenommen und ist somit eines von vier wichtigen Onkologischen Zentren in Deutschland, die sich auf die Sarkombehandlung spezialisiert haben und im EURACAN Referenznetzwerk vertreten sind. Hier werden Betroffene von ausgewiesenen Expertinnen und Experten behandelt.

Priv.-Doz. Dr. med. Peter Reichardt, Chefarzt der Klinik für Onkologie und Palliativmedizin und Leiter des Sarkomzentrums, erklärt: „Von der herausfordernden Diagnostik, über die verschiedenen Möglichkeiten in der chirurgischen Therapie und der Strahlentherapie, bis hin zu innovativen Ansätzen in der medikamentösen Therapie von Sarkomen: Das Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch verfügt über eine außergewöhnliche Expertise in der Behandlung und Erforschung dieser Krebsart, die wir fachübergreifend zum Wohle der Patientinnen und Patienten bündeln.“

Priv.-Doz. Dr. med. Per-Ulf Tunn, Chefarzt der Klinik für Tumororthopädie und ebenfalls Leiter des Sarkomzentrums im Helios Klinikum Berlin-Buch, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Bewerbung und auf den Austausch sowie die Zusammenarbeit in diesem internationalen Team. Wir hoffen mit unserer Fachexpertise die Versorgung von Betroffenen mit seltenen Tumorerkrankungen nachhaltig verbessern zu können.“

European Reference Network (ERN)

Bei den sogenannten ERNs handelt es sich um 24 europäische Referenznetzwerke, in denen mehr als 900 Einheiten aus 300 Krankenhäusern in Europa zusammenarbeiten. Diese patientenzentrierten virtuellen Netzwerke, an denen Gesundheitsdienstleister und Patientenvertreter aus ganz Europa beteiligt sind, zielen darauf ab, komplexe oder seltene Krankheiten und Leiden zu bekämpfen, die eine hochspezialisierte Behandlung sowie konzentriertes Wissen und Ressourcen erfordern. Als Teil der European Reference Networks befasst sich EURACAN speziell mit der Optimierung der Behandlung von erwachsenen Patientinnen und Patienten mit seltenen soliden Tumoren (RAre CANcers). EURACAN deckt insgesamt zehn Krankheitsdomänen ab. Eine Domäne davon ist der Bereich „Sarkome“.

Im Rahmen der Bewerbung für eine Domäne des Europäischen Referenznetzwerkes wird die Qualifikation eines Zentrums individuell geprüft. Das Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch wurde durch die internationalen Gutachterinnen und Gutachter für die Sarkome positiv bewertet. Durch die Mitarbeit im ERN unterstützt das Bucher Sarkomzentrum das EURACAN Netzwerk in der Umsetzung seiner Ziele. Diese umfassen zum Beispiel den verbesserten Zugang zu molekularer Diagnostik oder zu modernen Therapieverfahren in ganz Europa. Verwirklicht wird dies durch die Entwicklung von klinischen Leitlinien und durch die Ausarbeitung gemeinsamer Fort- und Weiterbildungskonzepte. Des Weiteren dient das Netzwerk als Plattform für den Austausch mit Patientinnen und Patienten und erleichtert die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit.

Einen Überblick zum Referenznetzwerk EURACAN gibt es unter: euracan.ern-net.eu

Über das Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch

Das Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch ist national und international eines der größten Zentren mit umfassender Expertise und jahrzehntelanger Erfahrung bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Knochen- und Weichgewebssarkomen. Wenige spezialisierte Zentren haben die nötige Erfahrung mit den seltenen Tumoren. Unser Sarkomzentrum ist seit Oktober 2008 von der Arbeitsgemeinschaft Knochentumoren e.V. als erstes „Interdisziplinäres Zentrum für Knochentumoren“ in Deutschland anerkannt. Im Sarkomzentrum wird die enge fachübergreifende Zusammenarbeit besonders spezialisierter Ärztinnen und Ärzte aus den Fachgebieten Medizinische Onkologie, Tumororthopädie, Chirurgische Onkologie, Thoraxchirurgie, Strahlentherapie, Kinderonkologie, Radiologie und Gewebediagnostik unter Einbeziehung der Psychoonkologie, des psychosozialen Dienstes und der Physiotherapie sichergestellt.

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Hauttumorzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert.

Gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zum Barnim, ist das Klinikum mit der S-Bahn (S 2) und Buslinie 893 oder per Auto (ca. 20 km vom Brandenburger Tor entfernt) direkt zu erreichen.
Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 125.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 22 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 10,9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 17 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 75.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 56 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, 88 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 17 Millionen Patient:innen behandelt, davon 16,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 39 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.600 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 133 Millionen Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Research, Education / 05.04.2022
Science you can touch

Claudia Jacob (Photo: Peter Himsel)
Claudia Jacob (Photo: Peter Himsel)

Claudia Jacob is a trained biologist who has a passion for explaining how things work. As head of the Life Science Learning Lab (Gläsernes Labor) on Campus Berlin-Buch, she gives schoolchildren a hands-on opportunity to explore the life sciences – from conducting lab experiments to discussing ideas with scientists – and perhaps even a chance to become a scientist themselves one day.

When she welcomes new participants to a neurobiology course, Claudia Jacob has the schoolchildren put on special glasses and then lets them play with various balls in the foyer of the Max Delbrück Communications Center. Laughter spreads rapidly through the group as they realize how awkward and clumsy they have become. The glasses change the angle of vision, making throwing and catching virtually impossible – this is what it feels like when our brains and nervous systems aren’t working properly. “Starting the course with this activity sparks curiosity in the subject matter,” Jacob says. She heads the Life Science Learning Lab (Gläsernes Labor), a youth education center at the science and biotechnology park Campus Berlin-Buch. It is run jointly by the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC), the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) and Campus Berlin-Buch GmbH. The learning laboratory also receives support from numerous funding institutions and sponsors, including the campus-based company Eckert & Ziegler.

Jacob has led the Life Science Learning Lab since 2015. After training as a chemical-biological research assistant, she studied biology and environmental management. She financed her studies with a part-time position at Freie Universität Berlin. While working with younger students, Jacob noticed that she liked to explain things. So she became a lecturer – and eventually joined the Life Science Learning Lab, becoming its head in 2004. “The lab is a real gem,” she says. In this interview, she explains why this is so.

Here schoolkids can learn to CRISPR

When was the Life Science Learning Lab launched?

Claudia Jacob: The Life Science Learning Lab opened its doors in 1999. The idea for the lab came from MDC founding director Prof. Detlev Ganten: It was originally conceived as an information center to keep the general public abreast of developments in genetic engineering and biotechnology. Scientists were to conduct experiments together with citizens, and explain to visitors what happens on Campus Berlin-Buch, what basic research is and how science works. However, teachers quickly expressed a need for opportunities to conduct extracurricular experiments. And so the Life Science Learning Lab soon became one of the largest student labs in Germany. Every year some 14,000 students and teachers, mainly from Berlin and Brandenburg, visit us.

What does the Life Science Learning Lab offer?

Claudia Jacob: We have a total of six laboratories in which we offer more than 20 experimental courses for schoolchildren and secondary school students. The courses cover topics such as molecular biology, cell biology, neurobiology, chemistry, radioactivity and ecology. We are one of the few student labs in Germany where young people can conduct experiments with CRISPR-Cas9. We also offer experiments for elementary school kids and, in our research garden, even for small children of kindergarten age. In addition, we have working groups in which students can learn about careers in the life sciences and do experiments on things like biodiversity, 3D printing and natural science phenomena. There are also vacation courses that enable young people to get acquainted with lab work, and which include a tour of a real research lab and a chance to talk with scientists.

Creating understanding, generating enthusiasm

So you are promoting, so to speak, the life sciences to young people?

Claudia Jacob: Our aim is to get children and young people interested in the life sciences and, ideally, get them excited about these subjects. And yes, we do offer advice on study and training options. Not everyone has to go to university. There are many traineeships here on campus. In addition to biology and chemistry lab technicians, you can also become an animal keeper, an IT specialist for systems integration, a medical laboratory assistant or an office administration clerk. For one project, we portrayed an animal keeper who enthusiastically explains how important her job is for scientific research and how highly animal welfare is regarded in the campus’s labs. Young people can also complete a Voluntary Ecological Year at the Life Science Learning Lab. This allows them to find out if a scientific profession is right for them. But our work with young people goes beyond that.

In what way?

Claudia Jacob: As part of the Collaborative Research Centre “Scaffolding of Membranes: Molecular Mechanisms and Cellular Functions” (SFB 958) – the spokesperson is Prof. Stephan Sigrist of Freie Universität Berlin (FU) – there is a subproject on public relations headed by Prof. Petra Skiebe-Corrette and Prof. Dirk Krüger, both also of the FU. The Life Sciences Learning Lab and the NatLab of the FU are involved. PhD students in SFB 958, FU students studying to become teachers, schoolchildren, schoolteachers and interested members of the public can participate in the project to learn how science communication works. The PhD students are creating short videos for this purpose. In another subproject of SFB 958, the research lab of Prof. Oliver Daumke of the MDC is developing an experiment on the crystallization and X-ray structure analysis of membrane proteins. This experiment will be integrated into our existing neurobiology courses for schoolchildren as well as those of the NatLab at the FU. The videos will help the kids gain insights into membrane research.

Teaching the teachers – and TV editors too

The courses of the Life Science Learning Lab are not just targeted at schoolchildren?

Claudia Jacob: No. We also offer continuing education courses and lectures for biology and chemistry teachers. We are currently experiencing a surge of interest, especially because of the shortage of teachers. In addition, our Life Science Learning Lab Academy offers further education opportunities for life science professionals. These feature courses on topics ranging from PCR technology and good clinical practice to refresher courses for project managers and biological safety and patent law officers. One course covers what career paths are available in science. The lecturers come from the MDC, the FMP, and sometimes from business and industry.

That’s quite a lot.

Claudia Jacob: But that’s not the whole of it. Film and television have started turning to us as experts. We recently received an inquiry from ZDF, a German television network, about vaccine production. The editors wanted to know whether they had portrayed the laboratory situation correctly. I was very glad about this! I always get annoyed when I see labs on TV where glass flasks bubble, hiss and steam, since this has nothing to do with reality.

Do you regularly work with scientists at the MDC?

Claudia Jacob: Of course, and we want to intensify our work with them. The ideas and impulses from the research labs are very important to us. For instance, when we cover the topic of Alzheimer’s disease in the neurobiology course, it’s great that Prof. Thomas Willnow is able to give me a section of a brain specimen. Other times a nice story is all we need.

Personal stories make kids more receptive to the topics

Can you give an example?

Claudia Jacob: Stories that help us illustrate the research in an interesting way. For instance, we know that Prof. Willnow originally comes from cardiovascular research and stumbled onto the topic of Alzheimer’s more or less by chance. Today he is an expert in this field. Students usually find it very exciting to hear personal stories like these.

Has the coronavirus changed things at the Life Science Learning Lab?

Claudia Jacob: Now, as a result of the lockdown, we often deal with young people who have never seen the inside of a lab or held a pipette in their hands. We also offered video experimental courses for the first time during this phase. It was a big experiment for us too. We had to rearrange the whole lab, as it was no easy task to find space for the lighting and the camerawoman. A colleague did the experiments at home, joining us virtually via video conferencing. That was an exciting experience. But I’m very glad that our courses are being held again on campus in our labs. Face-to-face encounters are simply better.

Imparting scientific knowledge is more important than ever

Do you get feedback on the courses?

Claudia Jacob: Many students tell us that we are better equipped than the universities. We’re a bit proud of that. When I joined the Life Science Learning Lab, it wasn’t like that. We applied for lots of grants and financed better equipment that way. We often hear from parents that the research vacation programs, which we also offer for the children of campus employees, were a great experience for their children – that makes us very happy of course. Then there are the many teachers who have been coming to us with their pupils for years. But we often see the same young people more than once, too. After a course, it is not uncommon for pupils to ask if they can do an internship with us to prepare for the presentation exam in the tenth grade. We are happy to arrange this for them. For instance, we once had a pupil who wanted to use microscopic analysis to determine which starch – corn, potato or rice starch – was most suitable for ecological diapers. Rice starch proved to be best suited. I also hear time and again from the staff at our training center that most of the applicants had been to the Life Science Learning Lab as schoolchildren. I assume that means they liked it here.

What do you especially like about your work?

Claudia Jacob: It’s important to me to teach young people to be scientifically literate – especially today when there are so many science skeptics out there who are offering up their own invented truths on the internet. For many people it is very difficult to distinguish between real facts and so-called alternative facts. I hope that I can help in this respect.

Jana Ehrhardt-Joswig conducted the interview.

First published here https://www.mdc-berlin.de/news/news/science-you-can-touch

Source: Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC)
Science you can touch

Education / 05.04.2022
#EUwomen: Ausstellung zur Gleichberechtigung und Rolle der Frauen in der EU noch bis 4. Mai 2022 im Rathaus Pankow

Besucher:innen können Ideen zur Zukunft Europas einreichen

Wenn es um die Geschichte der Europäischen Union geht, dann ist oft von Vordenkern und Gründervätern die Rede. Dass auch Frauen aktiv und wegweisend an der Entwicklung und Umsetzung der europäischen Idee mitgewirkt haben, ist dagegen wenig bekannt. Die Wanderausstellung „#EUwomen. Frauen in der europäischen Politik. Erfolge, Chancen und Hürden“ beschäftigt sich mit Frauen, die die europäische Integration mitgestaltet haben oder noch heute mitgestalten. Im Vorfeld der diesjährigen Europa-Woche wird sie noch bis zum 4. Mai 2022 im Rathaus Pankow gezeigt. Die Ausstellung präsentiert Pionierinnen der europäischen Politik und greift darüber hinaus weitere Aspekte zur Chancengleichheit in EU-Institutionen und ihren Mitgliedstaaten auf.

Wer die Ausstellung im Rathaus Pankow besucht, kann in eigene Meinungen und Vorschläge zu wichtigen Zukunftsthemen der europäischen Politik aufschreiben und in eine aufgestellte Box einwerfen. Diese „Boxen-Aktion“ findet im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas statt. Die Zukunfts-Konferenz bietet bei vielfältigen Veranstaltungen und Foren interessierten Bürger:innen die Möglichkeit, sich über die künftige Entwicklung in Europa austauschen. Die im Rathaus Pankow eingereichten Hinweise werden von der EU-Beauftragten des Bezirks Pankow, Dr. Ute Waschkowitz nach dem Ende der Ausstellung gesichtet und an die Plattform der Konferenz zur Zukunft Europas weitergeleitet. Das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission haben sich verpflichtet, die Empfehlungen aus allen EU-Ländern in ihrem weiteren Handeln aufzugreifen. 

Die Wanderausstellung #EUwomen ist ein Projekt der Europaabteilung der Freien Hansestadt Bremen, gefördert durch die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Im Anschluss wird sie im Mai im Fontanehaus in Reinickendorf und im Juni im Rathaus Spandau gezeigt.

Noch bis zum 4. Mai 2022 ist #EUwomen von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr in der 2. Etage des Rathauses Pankow (Breite Straße 24a-26, 13187 Berlin) kostenfrei zugänglich. Das Rathaus bleibt an Feiertagen geschlossen.

Weitere Informationen zur Konferenz zur Zukunft Europas: https://futureu.europa.eu

Research / 01.04.2022
Award-winning science communication

F.l.t.r.: Stephanie Sturm, Jana Schlütter, Jutta Kramm, Karoline Knop, Felix Petermann; from top to bottom: Anke Brodmerkel, freelance writer and author of the text, Christina Anders, Silvio Schwartz, © Felix Petermann, MDC
F.l.t.r.: Stephanie Sturm, Jana Schlütter, Jutta Kramm, Karoline Knop, Felix Petermann; from top to bottom: Anke Brodmerkel, freelance writer and author of the text, Christina Anders, Silvio Schwartz, © Felix Petermann, MDC

One of the MDC's most cited press releases last year revealed that naked mole-rats speak in different dialects. The communications team now has another reason to feel proud of this particular press release, because it has won first prize in this year's Award for Science Communication presented by science information service idw (Informationsdienst Wissenschaft).

The communications department at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine (MDC) has been recognised for its media work in 2021, having won first prize in the idw Award for Science Communication. The award is presented by idw in recognition of press releases that are of high professional quality, outstanding news value and high scientific importance. The news that naked mole-rat colonies develop their own dialects – just as German speakers communicate not only in standard German but also in Bavarian or Saxon, for example – resonated with the international media last year. It was reported in Die Zeit, GEO magazine, New Scientist and Flemish daily De Standaard, and was covered by the German radio station Deutschlandfunk as well as the BBC and ARTE. To accompany its award-winning press release, the MDC communications team also produced a variety of video, image and audio material for the media. “There's still a lot of interest in this subject,” says deputy head of communications Jana Schlütter. “Even today, we're still receiving enquiries on the topic.” In total, 84 press offices in Germany, Austria, Switzerland and Italy nominated themselves for the idw award.

The jury explained that its decision was based on the fact that the press release is “a clearly structured flowing text with an understandable, entertaining and at the same time comprehensive presentation of the interdisciplinary research achievements. Not only do we learn a great deal about how naked mole rats communicate, but the text also brings them closer to us as social creatures. The story put the naked mole rat on the cover of 'Science'. The multimedia package of text, images and – of course, especially important for this topic – sound certainly contributed to the great international media response.”

“Very encouraging”

Jutta Kramm, head of communications at the MDC, commented: “We're absolutely thrilled and we'd like to thank the jury for selecting us for this award. It’s very encouraging. We aim to make basic biomedical research at the MDC accessible, understandable and engaging for everyone and explain the processes involved in scientific research. We don’t exaggerate and we don’t promise too much. At the moment, with science sceptics becoming ever louder, the importance of this is more obvious than ever.”

A team of 14 people at the MDC are responsible for communicating the organisation’s research output to the public – in the form of press releases, photos, videos, exhibitions, social media activities, a newsletter and the MDC website. They also organise scientific conferences and events for the general public, for example during the”'Long Night of the Sciences”, Berlin Science Week, and for schools. The department works hand in hand with MDC researchers and many communications teams at partner institutions in Germany and abroad.

Naked mole-rats are some of the more unusual animal models used at the MDC: they are insensitive to pain, highly resistant to cancer and very long-lived. They form states and in the wild they live in extreme conditions. “This makes them extremely interesting to scientists – and to the public,” says Jana Schlütter. “We also have a responsibility to explain the animal experiments involved and show what purpose they serve.”

High-impact press release

The award-winning press release presents a study by the working group Molecular Physiology of Somatosensory Perception, headed by Professor Gary Lewin. Together with Dr Alison Barker from his team and researchers at the University of Pretoria in South Africa, Lewin used algorithms to analyse the quiet twittering of 166 naked mole-rats. The researchers found that each individual animal had its own distinctive voice and that each colony had its own dialect. This increases cohesion within the

naked mole-rat state while helping to maintain boundaries. “Humans and naked mole-rats seem to be much more alike than anyone could have guessed,” says Lewin. “Naked mole-rats have their own language culture that developed long before humans even existed.”

The second-placed press release came from the Institute for the World Economy. Third prize went to the press office of Philipps Universität Marburg. The first prize is worth €2,000, the second prize €1,000 and the third prize €500.

 Text: Jana Ehrhardt-Joswig

Further information

 

Research / 31.03.2022
Hyper-CEST NMR technique reveals missing structure of a novel container molecule

Hyper-CEST as ultra-sensitive NMR spectroscopy tool reveals two previously "hidden" structures of metal-organic cages. Visualization: Barth van Rossum, FMP
Hyper-CEST as ultra-sensitive NMR spectroscopy tool reveals two previously "hidden" structures of metal-organic cages. Visualization: Barth van Rossum, FMP

Using the Hyper-CEST NMR technique, the team led by Leif Schröder from the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) and the Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) has managed to reveal two previously little researched variants of a type of transport container from the class of metal–organic polyhedra (MOPs). The researchers want to use this knowledge to develop a novel type of contrast agent in MR (magnetic resonance) imaging.

The concept of a modular construction system proves useful in many applications for assembling complex structures for specific functions from individual, repeated sub-units. In chemistry, the principle can be used to construct a self-assembling network from smaller molecular units that acts as a transport container of a defined size. For example, several metal ions can be linked with organic molecules. These MOPs (metal–organic polyhedra) are used, for instance, to capture greenhouse gases or to pave the way for more effective chemotherapeutic agents by loading them with certain drugs, which they then release in the tumor. Several aspects of the behavior of these structures have not yet been adequately explored. This is partly because there are not always appropriate techniques available to observe the loading and unloading of these MOPs at the molecular level – often, no differences can be measured between the empty and loaded variants for either the container or its contents.

In cooperation with a team from the University of Oulu in Finland, Leif Schröder’s research group has now investigated MOPs that spontaneously assemble in solution from iron ions and an organic compound to form tetrahedra. In the process, the organic struts can be attached differently to the iron “nodes”. Essentially, this influences the properties of MOPs, such as their capacity to kill tumor cells. In the case of the MOP under study, however, it was previously thought that only one of the three theoretically predicted variants existed. The other two variants were considered too unstable because no analytical methods were able to detect them. Using a new method of magnetic resonance (hyper-CEST NMR), Schröder’s team member Jabadurai Jayapaul has now succeeded in demonstrating that these previously unknown variants do exist. The colleagues from Finland were able to confirm the signals of these “hidden” MOPs using theoretical calculations. Although they only occur in very small proportions, the measurements showed that altering the attachment of struts causes dramatic changes in the loading and unloading of containers. Certain sub-types of containers can be selected to speed up the process. The researchers are now using this knowledge to develop a novel type of contrast agent in MR imaging in which the loading of the container influences the MRI signal. But observations also show that there is greater potential for new insights for further optimizing drug carriers. In other words, the first impression gained of these structures may not always be the right one. A substantial part of their nature may remain hidden until we are able to detect them using far more sensitive methods.

Source:
Jabadurai Jayapaul, Sanna Komulainen, Vladimir V. Zhivonitko, Jiři Mareš, Chandan Giri, Kari Rissanen, Perttu Lantto, Ville-Veikko Telkki, and Leif Schröder; Hyper-CEST NMR of metal organic polyhedral cages reveals hidden diastereomers with diverse guest exchange kinetics; Nature Communications; doi.org/10.1038/s41467-022-29249-w

Innovation / 30.03.2022
Eckert & Ziegler mit Rekordergebnis im GJ 2021 und positivem Ausblick

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700, TecDAX) erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 180,4 Mio. EUR (Vj. 176,1 Mio. EUR). Der Konzernjahresüberschuss erreichte mit 34,5 Mio. EUR (Vj. 22,9 Mio. EUR) oder 1,67 EUR pro Aktie (Vj. 1,11 EUR) eine neue Rekordmarke.

Im Segment Isotope Products stieg der Umsatz um 7% auf 95,8 Mio. EUR. Der Umsatzanstieg verteilte sich über alle Produktbereiche.
Aufgrund der Entkonsolidierung des Tumorbestrahlungsgeschäfts ging der Umsatz im Segment Medical um 2% auf 84,5 Mio. EUR zurück. Bereinigt um diesen Einmaleffekt generierte das Segment im Vergleich zum Vorjahr zusätzliches Umsatzwachstum. Wachstumstreiber ist weiterhin das Geschäft mit pharmazeutischen Radioisotopen.

Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2021 betrug 93,7 Mio. EUR. Gegenüber dem Jahresende 2020 entspricht dies einer Zunahme um 6,2 Mio. EUR. Da das Unternehmen weiterhin profitabel und selbstfinanzierend arbeitet, sieht sich der Vorstand mit den Barmitteln für anstehende Wachstumsinvestitionen gut gerüstet.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnet der Vorstand mit einem Umsatzanstieg auf rund 200 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss von rund 38 Mio. EUR. Die Prognose basiert auf einem gewichteten Durchschnittskurs von 1,20 USD pro Euro und steht unter dem Vorbehalt, dass aus den Entwicklungen in der Ukraine weiterhin keine größeren Verwerfungen resultieren.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR pro dividendenberechtigter Aktie (Vj. 0,45 EUR) vorschlagen

Den vollständigen Jahresabschluss 2021 finden Sie hier:
https://www.ezag.com/fileadmin/user_upload/ezag/investors-financial-reports/deutsch/euzj21d.pdf

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 900 Mitarbeitern zu den größten Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet an seinen weltweiten Standorten Dienstleistungen für Radiopharmazeutika an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.

Pressemitteilung auf der Webseite von Eckert & Ziegler:
Pressemitteilung EZAG

Research, economic development, Innovation, Patient care / 28.03.2022
„Zulassung und Refinanzierung sind eine Herausforderung“

Interview mit Dr. Christina Quensel, Campus Berlin-Buch GmbH, und Dr. Kai Uwe Bindseil, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, erschienen in der Ausgabe „Smarte Medizin“ der Plattform Life Sciences 1/22


Berlin ist ein Hotspot der deutschen Biotechszene. Start-ups treffen auf gewachsene Unternehmen. Immer mehr Investoren und Risikokapital zieht es in die Stadt. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens sorgt für zusätzlichen Schub.

Plattform Life Sciences: Frau Dr. Quensel, wie definieren Sie eigentlich „smarte Medizin“? Welche Trends sehen Sie?

Dr. Quensel: Smarte Medizin bedeutet vor ­allem, dichter am Patienten zu sein. Auch wenn Begriffe wie „personalisiert“ oder ­„individualisiert“ schon länger genutzt werden, sind wir im Bereich der digitalisierten Medizin noch relativ am Anfang. Manche Begriffe werden in die Welt gesetzt, bevor wir wirklich auf dem Weg sind. Natürlich ­haben wir im Bereich der Technologie­entwicklung und Datenauswertung in den vergangenen Jahren immense Fortschritte gesehen: Wir können einzelne Zellen auf DNA- und RNA-Level sequenzieren oder das Proteinlevel und den metabolischen Zustand qualitativ und quantitativ bestimmen sowie die entsprechenden Daten anschließend mit Algorithmen auswerten. Ähnlich verhält es sich in der Bildauswertung. All diese Dinge muss man zusammenbringen, vor allem mit den Phänotypen, also den Krankheitsbildern, um eine zielgerichtete Behandlung und ­Therapie zu entwickeln. Auch die Gentherapie gewinnt mit den neuen Technologien eine ganz neue Bedeutung. Man geht neue Wege, weg von den klassischen Vektoren. Smarte Medizin umfasst nicht nur die digitale, sondern auch die biologische Welt.

Am Campus Berlin-Buch sind Sie mit Start-up-Themen sehr vertraut. Wie entwickelt sich aus Ihrer Sicht das Gründungsgeschehen im Bereich der smarten Medizin?

Dr. Quensel: T-knife mit seiner 110-Mio.-USD-Finanzierung aus dem vergangenen Jahr ist natürlich ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft unseres Standorts. Aktuell sind weitere Ausgründungen aus dem ­benachbarten Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC Berlin) in der Pipeline, beispielsweise ein Projekt im ­Bereich Muskelstammzellen von Dr. med. Verena Schöwel-Wolf aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. med. Simone Spuler, sowie ­weitere Projekte aus der Stammzellforschung. Weiterhin sehen wir eine zunehmende Spezifizierung im Diagnostikbereich.

Herr Dr. Bindseil, welche Rolle spielt die smarte Medizin auf der nächsten BIONNALE?

Dr. Bindseil: In die smarte Medizin spielt der digitale Aspekt natürlich sehr hinein. Hier setzen wir auf der BIONNALE einen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit der pharma­zeutischen Industrie. Es präsentieren sich kleine und mittelgroße Unternehmen im Rahmen der Veranstaltung, aber auch die großen Pharmakonzerne. „Precision Medicine“ ist ein weiterer Schwerpunkt, speziell mRNA und Immuntherapien. Erstmalig kommt das große Thema Nachhaltigkeit.

Dr.Quensel: Auf der BIONNALE trifft sich die gesamte Biotechbranche aus Berlin-Brandenburg. Zusätzlich wollen wir Ausgründungen an das Event heranbringen und auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, für die das Thema Ausgründung aktuell noch keine Rolle spielt.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen gewachsenen Unternehmen und jungen Akteuren im Bereich der smarten Medizin?

Dr. Bindseil: Dass kleine und große Unternehmen, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten müssen und frühzeitig Medizin in die Lebenswissenschaften einbezogen werden muss, all das hat sich inzwischen durchgesetzt. Gerade in einem regulierten Markt muss man häufig von hinten aus ­denken: Wer verschreibt und bezahlt ein Produkt? Wer setzt es tatsächlich ein? Wer kann es produzieren? Wir sehen viele Teams, die sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette finden und zusammenkommen. Auch Big Pharma sucht vermehrt die Kooperation mit Start-ups, ebenso wie größere IT-getriebene Firmen. Auf der ­BIONNALE haben wir auch entsprechende Partnering-Formate. Zudem will Big Pharma immer häufiger auch frühe Technologien ­sehen. Die Zeiten sind vorbei, als man eine Phase II oder Phase III abgewartet hat, um dann einen Produktkandidaten einzulizenzieren oder aufzukaufen. Ein gutes Beispiel ist das Projekt „Virchow 2.0 – Innovationscluster für zellbasierte Medizin in Berlin-Brandenburg“. Ziel des Projekts ist es, die Kluft zwischen Grundlagenforschung und klinischen Anwendungen zu überbrücken und zellbasierte Medizin in die Klinik zu bringen. „Virchow 2.0“ ist einziger Berliner Finalist der zweiten Wettbewerbsrunde der Clusters4Future-Initiative des BMBF und geht aktuell in die Konzeptionsphase.

Wie muss ein Inkubator aufgestellt sein, um Ausgründungen im Bereich der Wirk­stoffentwicklung oder Gen- und Zellthera­pien eine starke Unterstützung zu sein?

Dr. Quensel: „Inkubator“ ist ein dehnbarer Begriff. Als Landesunternehmen sind wir vollständig selbstfinanziert. Auf Fördermittel können wir für größere Projekte zurückgreifen, etwa zur Errichtung unseres neuen Gründerzentrums BerlinBioCube. Anders sieht es bei den zu vermietenden Einheiten für Start-ups aus: Die Laborflächen, die wir anbieten, sind komplett leer, es sei denn, ­Geräte und anderes Inventar können vom Vormieter übernommen werden. Das bedeutet, dass die Projekte in der Wissenschaft so weit gegründet sein müssen, dass sie tatsächlich schon als Firma existieren und eine gewisse Grundfinanzierung mitbringen. In der Regel kennen wir natürlich die Start-up-Projekte und stehen mit den entsprechenden Technologietransferstellen in Verbindung. Wir versuchen beispielsweise, mittels unserer Netzwerke auch frühzeitig Kontakte zu Investoren herzustellen. Über die Akademie des Gläsernen Labors haben wir Programme aufgesetzt, um Entrepreneurship zu fördern. Wenn ein Start-up einmal größere Geräte benötigt, sind wir auf dem Campus mit unseren über 50 Biotechfirmen und den Forschungseinrichtungen ausgezeichnet vernetzt und können hier die entsprechenden Kontakte herstellen.

Hat die Pandemie zu verstärkten ­Investments in die risikobehaftete ­Biotechnologie geführt?

Dr. Bindseil: Ja – Investoren schauen verstärkt auf die Biotechnologie. Gleichzeitig erleben wir, dass auch neue Investoren aus anderen Branchen sich vermehrt für Life Sciences interessieren. Im vergangenen Jahr wurden in Berlin 10 Mrd. von in Deutschland insgesamt 15 Mrd. EUR Venture Capital investiert. Davon flossen aber nur rund 1 Mrd. EUR in die Lebenswissenschaften, wobei Berlin auch hier das größte Stück vom Kuchen abgreifen konnte. Einerseits sind das beeindruckende Zahlen, ­andererseits ist der Anteil der Life Sciences immer noch vergleichsweise klein. Trotzdem glauben Investoren wieder mehr an Biotechnologie und Pharmaentwicklung. Aber da muss mehr gehen! Natürlich sind wir glücklich über eine BioNTech-Erfolgsstory. In der digitalen Gesundheit kommen parallel neue Investoren hinzu. Gerade internationale ­Investoren wissen mittlerweile um das ­Potenzial der Lebenswissenschaften in Berlin. Nehmen wir die Finanzierungsrunden von T-knife, Ada Health oder caresyntax, einem Spezialisten für OP-Software. Persönlich ­erwarte ich in Zukunft auch stärkere Engagements von Corporate-Investoren.

Welche Hürden sehen Sie auf dem weiteren Siegeszug der smarten Medizin?

Dr. Quensel: Auf jeden Fall sehe ich Hürden im Bereich der Zulassung und Refinanzierung. Zahlreiche Firmen werden mit ihrer Technologie zunächst ins Ausland gehen. An unserem Standort gibt es z.B. das Unternehmen ASC Oncology, welches sich auf ­individualisierte Krebsdiagnostik spezialisiert hat. Dies wird aber noch nicht über das deutsche Gesundheitssystem refinanziert. Die Patienten zahlen heute diese Diagnostik selbst, denn der Outcome belegt, welche Art von Therapie eingesetzt werden kann, wenn diese in der 3D-Zellkultur anschlägt. Zukünftig ist größte Hürde für solche Technologien wahrscheinlich die Einführung der neuen EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR). Diese stellt einen enormen personellen und finanziellen Aufwand für die Etablierung von Qualitätsmanagementstrukturen und deren Akkreditierung dar, um neue Medizinprodukte überhaupt auf den Markt bringen zu können. Gerade für kleine Firmen ist das nur schwer zu stemmen. Beim Thema Zelltherapie wird es spannend werden, zu beobachten, wie man Entwicklungen belohnen kann, damit noch mehr Investoren in dieses Thema einsteigen. Ein Problem während der Corona­pandemie war aber auch, dass Zulassungen, sofern sie sich nicht explizit mit COVID-19 ­beschäftigen, häufig auf die lange Bank ­geschoben wurden. Es gibt viele Krankheiten, die wesentlich tödlicher sind als Corona.

Dr. Bindseil: Es existiert eine Vielzahl von Hürden, gerade in Sachen Regulierung. Doch gerade am Beispiel Coronaimpfstoffentwicklung lässt sich beobachten: Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und der Nutzen klar vorhanden ist, kann eine Entwicklung sehr schnell vorangetrieben werden. Neben der Erstattung geht es auch um das Thema Datenschutz. Nehmen wir die Beispiele „elektronische Patientenakte“ oder „elektronisches Rezept“ – hier liegen die Bremsklötze nicht nur bei der Politik, sondern auch bei den Lobbygruppen von Pharma und Medizinern. Auch hier müssen wir gemeinsam zu dem Punkt kommen: Das wollen wir! „Real World Evidence Data“ ist das Schlagwort. Und natürlich: Lebenswissenschaften kosten Geld. Es müssen weiterhin Anreize geschaffen werden, in zukunftsweisende Technologien zu investieren, und zwar nicht nur bei Milliardären, sondern auch bei breiteren Bevölkerungsschichten. Entsprechende Erträge dürfen nicht steuerlich belastet werden.

Frau Dr. Quensel, Herr Dr. Bindseil, ich bedanke mich für das interessante Gespräch!

Zu den Personen

Dr. Christina Quensel ist Geschäftsführerin der Campus Berlin-Buch GmbH – Center for Biotechs.

Dr. Kai Uwe Bindseil ist Head of Division Life Sciences/Healthcare Industry bei der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.

Das Interview erscheint in der Ausgabe „Smarte Medizin“ der Plattform Life Sciences 1/22.

 

Quelle: GoingPublic Redaktion /hg - 23. März 2022
„Zulassung und Refinanzierung sind eine Herausforderung“

Research / 23.03.2022
Aid for Ukraine

© Feraye Kocaoglu, MDC
© Feraye Kocaoglu, MDC

Colleagues are donating money for medicines, working groups are offering jobs for Ukrainian researchers, and the student lab is opening its doors to children from Ukraine. The war in Ukraine has inspired great solidarity at the MDC. Overview.

Feraye Kocaoglu is feeling overwhelmed. She hadn't expected so much money and such great willingness to help. Kocaoglu, an assistant to several MDC research groups, is currently organising support actions for Ukrainian refugees. Together with Joanna Kaldrack from the Research Funding department, and at the request of management and the crisis committee of the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC), she is coordinating the centre’s activities. The team can be contacted at ukraine@mdc-berlin.de. To quickly collect donations for medicines, only a few days after the Russian invasion Feraye Kocaoglu organised a bake sale at Campus Buch and at the Berlin Institute for Medical Systems Biology, part of the MDC.

Money for prescription medicines

“Many employees baked cakes and gave donations. Rather than set prices, people could pay whatever they wanted for a slice of cake. The action raised a staggering 3,223 euros”, says Feraye Kocaoglu. MDC researchers with a licence to practise medicine are using these funds to procure prescription medicines. The drugs are being transported to Ukraine and distributed locally by the Initiative für Wissensaustausch, Empowerment und Kultur (IWEK). In view of this tremendous success, the two women are now planning a sale of international finger food.

Material donations – toiletries, over-the-counter medicinal products such as painkillers or bandages and non-perishable foods – are being collected at the MDC, with strong support from technical assistant Margareta Herzog. Coordinated by the postdoctoral researcher Oleksandra Kalnytska, Ukrainian volunteers are collecting these donations regularly and transporting them to the border. MDC employees can find further information on a Ukraine aid website on the intranet, including useful options for personal donations. Specific calls for assistance are also posted here, for example a request for furniture donations for a refugee family.

Dr Luiza Bengtsson from the MDC communications team is an expert in knowledge transfer and works closely with the student lab at Campus Buch. Together with colleagues from the Life Science Learning Lab, she is now organising a course for refugee children from Ukraine. “The response to my email survey at the MDC was enormous. It's great to see how many people want to help,” she says. Two dates have already been scheduled: On 13 and 20 April 2022, children from six to twelve years of age are invited to take part in “research holidays” at Campus Buch, which will include activities such as experiments, play and handcrafts.

Offers for Ukrainian researchers 

Dr Joanna Kaldrack and Dr Oksana Seumenicht are looking after funding opportunities for Ukrainian researchers. Because as well as providing rapid humanitarian assistance, the aim is also to help refugee researchers quickly get back to work. The MDC is represented on solidarity lists of various scientific organisations and initiatives. “We advertise ourself as a partner institution for Ukrainian researchers on these lists, for activities such as joint applications for funding,” explains Joanna Kaldrack. Researchers can contact the MDC through the solidarity lists of the European Molecular Biology Organization (EMBO), EU-LIFE, the Bündnis der biowissenschaftlicher Spitzenforschungsinstitute Europas or the Initiative Science for Ukraine. Different MDC working groups have registered with their scientific focus.

Joanna Kaldrack is available to advise interested parties on work opportunities at the MDC. A matching programme is also in the pipeline to connect MDC group leaders with Ukrainian researchers. “It is still unclear how the administrative aspects of these positions will be managed and funded, and the MDC cannot yet offer any specific jobs,” explains Joanna Kaldrack. The refugee initiative of the Helmholtz Association Initiative and Networking Fund is looking after refugees from Ukraine seeking a position in administration or technical assistance. Joanna Kaldrack is helping with applications in this area, too.

Many MDC employees are also getting involved on a personal level. For example, the molecular biologist Dr Emanuel Wyler. He has assisted at Berlin Central Station on several occasions, including providing Ukrainian families with information on Covid: “We have developed an information sheet at the MDC explaining the disease and measures such as 3G in easily understandable terms. Two colleagues have now translated this into Ukrainian and Russian,” explains the researcher. Plans are also in place to distribute the information to major accommodation providers in Berlin that will soon receive people from Ukraine.

Text: Wiebke Peters

Ukrainian aid at the MDC can be contacted centrally at ukraine@mdc-berlin.de. Refugees from Ukraine are welcome to get in touch.

Further Information

Innovation / 23.03.2022
Eckert & Ziegler liefert Lutetium-177 für klinische Studien der kanadischen Alpha-9 Theranostics

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, TecDAX) hat mit dem kanadischen Biotechunternehmen Alpha-9 Theranostics Inc. (Alpha-9) einen Vertrag über die Lieferung von Lutetium-177 (non-carrier-added 177Lu) unterzeichnet. Das Radiopharmazeutikum wird für die Markierung von Prüfarzneimitteln eingesetzt, die Alpha-9 momentan in der klinischen Prüfung hat.

Zur Herstellung einer hochreinen Form von Lu-177 n.c.a. hat Eckert & Ziegler ein innovatives und einzigartiges Verfahren entwickelt. Alpha-9 wird das Radionuklid für die klinische Prüfung seiner therapeutischen Kandidaten gegen solide und hämatologische Tumore verwenden.

Mit dem Betastrahler Lutetium-177 lassen sich eine Vielzahl tumorspezifischer Medikamente markieren, die die strahlende Wirkung des Isotops direkt zur Tumorzelle bringt.

"Der Liefervertrag mit dem kanadischen Unternehmen Alpha-9 unterstreicht erneut unsere herausragende Kompetenz bei der Versorgung der pharmazeutischen Industrie mit Isotopen. Mit Produktionsstandorten in Europa, Asien und Nordamerika sind wir hervorragend aufgestellt, um die wachsende Nachfrage nach relevanten Isotopen und den damit verbundenen Entwicklungs- und Produktionsdienstleistungen zu bedienen", erklärt Dr. Harald Hasselmann, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für das Segment Medical bei Eckert & Ziegler. "Unser kürzlich geschlossenes Joint Venture mit Atom Mines LLC verschafft uns einen exzellenten Zugang zu der knappen und unverzichtbaren Vorstufe Ytterbium-176 und ermöglicht es uns, Lutetium-177 n.c.a. in höchster Reinheit und zuverlässig an Pharmakunden weltweit zu liefern."

Alpha-9 fokussiert sich darauf, sein Portfolio an klinischen Kandidaten für die Radioligandentherapie weiterzuentwickeln und mögliche Therapien zu erforschen, um Patienten zu helfen.

Die Radionuklidtherapie mit Lutetium-177, die sich derzeit in einem späten Stadium der klinischen Entwicklung für verschiedene Krebsarten befindet, kann eine wertvolle Behandlungsalternative innerhalb der Präzisionsonkologie eröffnen.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 900 Mitarbeitern zu den größten Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet an seinen weltweiten Standorten Dienstleistungen für Radiopharmazeutika an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.
Wir helfen zu heilen.

Über Alpha-9 Theranostics

Alpha-9 Theranostics ist ein radiopharmazeutisches Unternehmen und entwickelt diagnostische und therapeutische Wirkstoffe für solide und hämatologische Tumore. www.alpha9tx.com

Innovation / 22.03.2022
Eckert & Ziegler erweitert Liefervertrag mit Sirtex Medical auf chinesischen Markt

Die Eckert & Ziegler AG (ISIN DE0005659700, TecDAX) und Sirtex Medical (Sirtex) haben ihren langfristigen Liefervertrag über die Verwendung von Yttrium-90 in Sirtex-Mikrosphären zur Behandlung von Leberkrebs auf den chinesischen Markt ausgeweitet. Die Vereinbarung garantiert EZAG einen maßgeblichen Anteil an der steigenden weltweiten Nachfrage von Y90-basierten Mikrosphären. Von seinen Produktionsstätten in Braunschweig und Boston (MA), USA versorgt Eckert & Ziegler die Sirtex Standorte in Frankfurt, Boston und Singapur mit Yttrium-90.

„Wir freuen uns, dass die Sirtex-Mikrosphären nun die Zulassung für China erhalten haben und wir damit unsere langfristige strategische Partnerschaft sowohl volumenseitig als auch regional ausbauen werden,“ erklärt Dr. Harald Hasselmann, Vertriebsvorstand der Eckert & Ziegler AG. „Bereits seit 2019 sind wir mit unserer Radiopharma-Sparte in China, einem der am stärksten wachsenden Gesundheitsmärkte und treiben den Ausbau unserer Aktivitäten stetig voran. Dabei setzen wir vor allem auf Kundennähe. Mit der Eröffnung einer eigenen Produktionsstätte in Jintan ab Ende 2024 wollen wir unseren globalen Pharmakunden vor Ort mit der Lieferung medizinischer Isotope und Dienstleistungen bestmöglich zur Seite stehen und damit am Wachstum des chinesischen Gesundheitsmarktes partizipieren.“

"Der Abschluss dieses Liefervertrags stärkt die bereits enge Beziehung zwischen den beiden Unternehmen im Hinblick auf den Eintritt von Sirtex in den chinesischen Markt," ergänzt Grant Spindler, Global Head of Operations bei Sirtex Medical Limited.

Bei der Radioembolisation oder selektiven internen Radiotherapie (SIRT) werden winzige radioaktive Kügelchen direkt in die Lebertumore eingebracht. Die klinischen Daten dieser Therapieform, die bereits seit 2002 angewendet wird, überzeugen immer stärker. Das renommierte britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) erteilte im Februar 2021 eine positive Empfehlung für die Behandlung von fortgeschrittenen Leberkarzinomen mit SIR-Spheres® Y-90 Mikrosphären.
Nach Schätzungen von GLOBOCAN 2020 sind die Morbiditäts- und Mortalitätsraten für Leber- und Darmkrebs in China etwa doppelt so hoch wie die durchschnittlichen weltweiten Werte. In China gab es im Jahr 2020 410.000 neue Fälle von Leberkrebs mit 390.000 Todesfällen und mehr als 550.000 neue Fälle von Darmkrebs mit mehr als 280.000 Todesfällen.

Im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach radiopharmazeutischen Substanzen erweitert Eckert & Ziegler momentan seine Produktionsstandorte. Der Standort Boston (MA), USA wurde vor kurzem um eine neue GMP-Anlage ergänzt. Am Standort Berlin werden die GMP-Anlagen ebenfalls ausgebaut:  im zweiten Quartal 2022 ist eine GMP-Gesamtfläche von rund 270 m² betriebsbereit, weitere GMP-Laborflächen werden folgen. In Jintan (China) investiert Eckert & Ziegler bis zu 50 Mio. EUR in den Bau einer Produktionsstätte für Radiopharmazeutika.

Mit dieser Expansionsstrategie positioniert sich Eckert & Ziegler als globaler Partner der radiopharmazeutischen Industrie und bietet neben der Lieferung von Isotopen komplette Frühentwicklungsdienstleistungen an, einschließlich Prozessentwicklung und Scale-up, CMC-Entwicklung, Herstellung und Verpackung, Produktfreigabe und Stabilitätsprogramme. Das Unternehmen wird damit in der Lage sein, als radiopharmazeutischer Auftragsfertiger Produkte im klinischen Maßstab der Phasen I, II und III und für den kommerziellen Einsatz herzustellen.

Über Eckert & Ziegler.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG gehört mit über 800 Mitarbeitern zu den größten Anbietern von isotopentechnischen Komponenten für Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Das Unternehmen bietet an seinen weltweiten Standorten Dienstleistungen für Radiopharmazeutika an, von der frühen Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Die Eckert & Ziegler Aktie (ISIN DE0005659700) ist im TecDAX der Deutschen Börse gelistet.
 

Quelle: Pressemitteilung EZAG
Eckert & Ziegler erweitert Liefervertrag mit Sirtex Medical auf chinesischen Markt

17.03.2022
Voraussetzungen für 10-Minuten-Takt von Buch nach Bernau geschaffen

Länder Berlin und Brandenburg unterzeichnen Finanzierungsvereinbarung für 13 weitere Teilmaßnahmen (2. Tranche) mit Deutscher Bahn. Darunter: der zweigleisige Ausbau zwischen Buch und Bernau

Die Länder Berlin und Brandenburg haben eine Finanzierungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn für weitere Teilmaßnahmen zur Weiterentwicklung und Engpassbeseitigung im Berliner S-Bahnnetz unterzeichnet. Für die kommenden Projektplanungen stehen nach einer ersten Tranche über 32 Mio. Euro vom Februar 2021 jetzt weitere 35 Mio. Euro Landesmittel für die zweite Tranche zur Verfügung. Der Netzausbau ist Bestandteil des Infrastrukturprojektes i2030, in dem sich die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zusammengeschlossen haben. Für die gesamte Hauptstadtregion sollen damit mehr und bessere Schienenverbindungen geschaffen werden.

Die 35 infrastrukturellen Einzelmaßnahmen, zu denen sich die i2030-Partner verständigt haben, sind zur Bestellung zusätzlicher Verkehrsleistungen, zur Verbesserung der Betriebsqualität und für die geplanten Streckenausbauten im Berliner S-Bahnnetz erforderlich. Die im Februar 2021 abgeschlossene Sammelvereinbarung regelt die finanzielle Absicherung der Planung von der Vor- bis hin zur Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 2 bis 4) durch die Länder Berlin und Brandenburg. In einer zweiten Tranche stehen nun 35 Mio. Euro Landesmittel zur Fortführung der Planungen von 13 Teilmaßnahmen bereit. Für die noch offenen Maßnahmen wird die Bildung von weiteren Tranchen in den kommenden Monaten angestrebt.

Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin:

 „Wir binden Berlins Peripherie besser an und schaffen neue Mobilitätsangebote für die Menschen in der Hauptstadtregion. Berlin investiert gemeinsam mit Brandenburg, der Bahn und dem VBB in das Schienenausbau-Projekt i2030, das diese neuen Verbindungen stärkt, innerhalb der Stadt, bis an den Stadtrand und darüber hinaus. Mit der zweiten Finanzierungstranche verbessern wir das Berliner S-Bahn-Netz, schaffen mehr Flexibilität und Kapazität für die wichtigsten Strecken in und um Berlin. Die S-Bahn kann so verlässlich mehr Fahrgäste transportieren – und wir liefern endlich die Voraussetzungen für 10-Minuten-Taktungen auf bestehenden Außenstrecken, etwa zwischen Bernau und Buch. Das sind genau die Verbesserungen, die wir brauchen, um Pendlerinnen und Pendler vom Umstieg auf die Bahn zu überzeugen.“

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:

„Die S-Bahn ist ein wichtiges Bindeglied zwischen unseren beiden Ländern. Sie trägt damit wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Hauptstadtregion bei. Deshalb wollen wir mit i2030 gemeinsam Engpässe beseitigen, die Angebote ausbauen und so die Pendlerströme zwischen Berlin und Brandenburg entzerren. Gleichzeitig bringen wir mit der klimafreundlichen S-Bahn die Verkehrswende voran. Mit der jetzt startenden Planung zum zweigleisigen Ausbau der S-Bahn zwischen Buch und Bernau schaffen wir die Voraussetzungen für den betrieblich möglichen 10-Minutentakt auf dem Nordast der S2. Die S5 nach Strausberg ist schon Gegenstand der 1. Tranche gewesen.“

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern:

„Nicht nur Streckenverlängerungen bringen mehr und neue Fahrgäste in das System Bahn. Wenn die Mobilitätswende wirklich Realität werden soll, braucht auch das bestehende S-Bahnnetz Verbesserungen in Qualität und Quantität. In der 2. Tranche des S-Bahnpakets in i2030 schaffen wir als Deutsche Bahn gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg die Voraussetzungen für mehr Fahrgäste in noch pünktlicheren und häufiger fahrenden Zügen u.a. durch zahlreiche neue Abstell- sowie Zugbildungsanlagen.“

Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB):

„Die Berliner S-Bahn ist seit Jahrzehnten eine tragende Säule des Öffentlichen Verkehrs in Berlin und Brandenburg. Sie ist eine Hauptschlagader des ÖPNV im VBB-Land. Mit der jetzigen Finanzierungsvereinbarung wird die Zukunftsfähigkeit der S-Bahn weiter abgesichert. Die vorgesehenen Verbesserungen bringen neben mehr Material besonders auch mehr Qualität für die Fahrgäste sowie absolute Klimafreundlichkeit. Es braucht jetzt alle gebündelten Kräfte, um die 35 Einzelmaßnahmen für die Berliner S-Bahn und die weiteren acht i2030-Korridore in den kommenden Jahren umzusetzen. Das ist essentiell für eine gelingende Verkehrswende.“

Der Fokus bei der zweiten Tranche liegt auf dem Ausbau von Abstellanlagen im Zuge der S-Bahnausschreibung mit einer Erweiterung der Zugflotte und Angebotsverdichtung in den kommenden Jahren. Die zusätzlich benötigte Infrastruktur wird auch innerhalb von i2030 geplant und umgesetzt. Weitere Schwerpunkte sind der Streckenausbau zur Ermöglichung eines 10-Minuten-Taktes zwischen Buch und Bernau und die Realisierung der Verkehrsstation Kamenzer Damm. Darüber hinaus sollen die S-Bahnverkehre auf der Ringbahn durch neue Weichenverbindungen und Bahnsteigkanten, den Ausbau der Energieversorgung und die Ergänzung moderner Leit- und Sicherungstechnik stabilisiert werden.

Hintergrund Berliner S-Bahn: Die S-Bahn leistet einen wichtigen Beitrag für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt und auf den Siedlungsachsen im nahegelegenen Umland. Sie ist komplett elektrifiziert und fährt vollständig mit Ökostrom. Die Fahrgäste profitieren von einem gut ausgebauten Netz und kurzen Fahrzeiten durch die großflächige Stadt. Die S-Bahn vernetzt den Innenstadtbereich mehrmals die Stunde mit den Umlandgemeinden. Sie bringt bereits heute täglich etwa 1,5 Millionen Menschen von A nach B. Seit Jahren entscheiden sich immer mehr Menschen für die S-Bahn. So stiegen die Fahrgastzahlen von 2012 bis 2018 um 21 Prozent. Der aktuelle Berliner Nahverkehrsplan rechnet bis 2030 mit einer weiteren Nachfragesteigerung von bis zu 42 Prozent für die öffentlichen Verkehrsangebote.

 

Die 2. Tranche umfasst folgende Teilmaßnahmen:

  1. Abstellanlage Beusselstraße/Westhafen

  2. Zweigleisiger Ausbau zwischen Buch – Bernau

  3. Abstellanlage Frohnau

  4. Umwandlung Haltepunkt Westkreuz in einen Bahnhof durch zusätzliche Weichenverbindung

  5. Abstellanlage Waidmannslust

  6. Abstellanlage Marzahn

  7. Zugbildungsanlage Nordbahnhof

  8. Abstellanlage Lichterfelde Süd

  9. 3. Bahnsteigkante Halensee

  10. 3. Bahnsteigkante Messe Nord und Anbindung Kehranlage

  11. 3. Bahnsteigkante Westend

  12. Verkehrsstation Kamenzer Damm

  13. Abstellanlage Hundekehle

 

Das i2030-Maßnahmenpaket für die Berliner S-Bahn ermöglicht die Umsetzung folgender Ziele:

  • Mehr Züge: Angebotsausweitung und mehr Kapazität

  • Ausweitung des 10-Minuten-Taktes auf Außenästen des Netzes

  • Verbesserung der Pünktlichkeit und der Zuverlässigkeit

  • Erweiterung des Netzes für einen stabilen Verkehr nicht nur im Regelbetrieb, sondern auch bei planmäßigen Abweichungen wie Baustellen oder Instandsetzungsarbeiten sowie im Störungsfall

  • Veränderung des Modal Split zu Gunsten des ÖPNV

  • Senkung des CO2-Ausstoßes

 

Mehr Informationen zum Projekt finden sich auf www.i2030.de/sbahn

Research / 17.03.2022
Two ERC Consolidator Grants go to MDC researchers

Dr. Jan-Philipp Junker (left) and Dr. Darío Lupiáñez © Felix Petermann, MDC
Dr. Jan-Philipp Junker (left) and Dr. Darío Lupiáñez © Felix Petermann, MDC

How can a heart heal itself? And what determines the sex of a living organism? The European Research Council (ERC) has awarded Consolidator Grants to Dr. Jan Philipp Junker and Dr. Darío Lupiáñez to tackle these questions. Each researcher will receive €2 million over five years for their research.

Their labs are right next to each other, and now they have a reason to celebrate together: Dr. Jan Philipp Junker and Dr. Darío Lupiáñez have each been awarded a Consolidator Grant by the European Research Council (ERC). The two junior group leaders at the Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) of the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) are among the 61 grant winners from Germany. Out of the 2,652 researchers from across Europe who applied for the grants this year, 313 were chosen. These highly sought-after grants provide €2 million in funding over a period of five years. They give the best and brightest minds free rein to explore their ideas and advance their projects.

This is the second grant that Jan-Philipp Junker has received from the ERC. “It’s not just about the money, but about the visibility that comes with an ERC grant. It also allows you to think bigger and gives you more flexibility,” says the head of the Quantitative Developmental Biology Lab. Junker has been conducting research at the MDC since 2015. In the project “Heart States,” he wants to look at how the different cells of the zebrafish heart coordinate in a spatial and temporal way and thus enable the organ to heal itself. “The heart also serves as a model for our studies,” he says. “For example, how does a complex system respond to a perturbation?”

When he was a postdoctoral researcher, Dario Lupiáñez had already showed that the three-dimensional structure of the genome has consequences for the biology of an organism. “Back then, we were the first to demonstrate a connection,” says the head of the Epigenetics and Sex Development Lab. He has been conducting research at the MDC since 2017, and the project “3D Revolution” gives him another opportunity to do pioneering work. What interests him is how the way the DNA strand is packaged into the nucleus affects sex development in different animal species. “We want to shed light on the molecular mechanisms that allow species to adapt to their habitats and that drive their evolution,” he says. He will continue his project as a lab head at the Andalusian Center for Developmental Biology (CABD) in Seville starting in 2023.

Here are more details about the projects:

Zebrafish hearts heal themselves

When a human suffers a heart attack, permanent scar tissue is formed and the organ cannot fully recover. In zebrafish the situation is quite different. If the animal’s heart becomes injured, it simply heals itself. Medicine would like to copy this feat – at least some aspects of it. But there is still a long road ahead. Scientists first need to fundamentally understand the processes involved.

Junker’s Heart States project is investigating how the various cells in the heart manage to coordinate in such a spatiotemporal way as to bring about restored organ function. “For example, we have developed a sort of molecular time machine,” he says. This allows his team to track which genes the cells express at two different points in time. “These data show us which cell types in the zebrafish respond to the heart injury and temporarily enter an activated state, as well as the extent of the response.”

In a second step, Junker and his colleagues analyze what happens in each of these cells during this process: What mechanisms trigger the activation and what programs are switched on by the change in cell state? The third step concerns the coordination among the cells. “To orchestrate the healing process in the heart, the cells must communicate with each other,” Junker says. “And this requires us to know which cells were neighbors and whether receptors and ligands were spatially close.” Little by little, Junker’s team hopes to single out the key switches and verify their role in experiments, thereby creating the first comprehensive overview of how cell state transitions lead to the regeneration of a complex organ.

Focusing on a mature organ like the heart is also a gamble for him, Junker says. “My background is in developmental biology. So I’m all the more grateful to Daniela Panáková, who has been researching the zebrafish heart for a long time and who helped us a great deal with her knowledge and ideas during the conceptual phase.” The project is a perfect fit for the MDC, he says. All the expertise and resources needed to study the heart using a systems medicine approach can be found here, such as bioinformatics analyses, spatial transcriptomics and human cardiology. “Of course, it would be great to awaken the regenerative potential of the human heart,” Junker says. “But we will first have to perform experiments on mice: Perhaps mammalian hearts receive the right signals but can no longer respond to them?”

Gender issues have fascinated humans for 3,000 years

In the neighboring lab, Lupiáñez is also exploring a phenomenon that can work quite differently in the animal kingdom than in humans. “With our 3D Revolution project, we aim to answer a question that has fascinated humanity for almost 3,000 years: How is the sex of an individual determined?” Lupiáñez says. Ancient civilizations tried to explain this through mythology. “Now we use genetics.”

Evolution has come up with many different ways to determine sex – and the famous Y chromosome exists only in mammals. In birds, it is the females that carry the decisive chromosome. In amphibians such as frogs, the sex chromosomes are not well differentiated. And in more extreme cases, like turtles, temperature can determine whether an embryo will be male or female. “We will look at the 3D organization of genomes to understand how this rapidly evolving process happens at the molecular level,” Lupiáñez says.

Two meters of DNA are packed into each cell nucleus, which is about 200 times smaller than a pinhead. Yet still it is be able to deliver, on demand, all the information an organism needs for its development and survival. “The packaging is anything but random,” he says. “We have shown that alterations in the 3D organization of the genome can affect its regulation and lead to certain diseases. However, these changes can also contribute to the evolution of species and to a better adaptation to their habitats.”

He and his team will look at the exact time point when the sex is determined during the development of mammals, birds, amphibians and turtles. They will sift through the data and compare what the 3D gene regulatory landscapes have in common and what is susceptible to evolve. “This is unchartered territory; nobody has looked at this before,” Lupiáñez says. One reason is that the capability to read, interpret and modify genomes has constrained researchers in the past. “Now we have novel tools to link genomic variation to phenotypes,” he adds. “And the ERC grant will allow us to scale our efforts up. I am immensely grateful to my team who made great efforts in producing the necessary preliminary data.”

Further information

Research / 14.03.2022
Cooperation for better medical imaging

Signing the contract (from top to bottom): Prof. Thoralf Niendorf (MDC), Prof. Dr. Georg Rose (STIMULATE Research Campus and OVGU), Prof. Heike Graßmann (MDC) and Prof. Dr. -Ing. Jens Strackeljan (OGVU) © Peter Himsel/MDC
Signing the contract (from top to bottom): Prof. Thoralf Niendorf (MDC), Prof. Dr. Georg Rose (STIMULATE Research Campus and OVGU), Prof. Heike Graßmann (MDC) and Prof. Dr. -Ing. Jens Strackeljan (OGVU) © Peter Himsel/MDC

The Max Delbrück Center for Molecular Medicine and the Otto von Guericke University Magdeburg and will cooperate in the field of medical imaging in the future. A cooperation agreement was signed on Friday, 11 March 2022 at the Research Campus in Berlin-Buch.

The STIMULATE research campus of Otto von Guericke University Magdeburg (OVGU) and the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) from Berlin want to cooperate in the future. On this behalf, a contract was signed in Berlin on 11 March 2022. The Rector of OVGU, Professor Jens Strackeljan, said after the signing: “I am very pleased that the agreed close cooperation of the MDC with the STIMULATE research campus of our university will establish a strong medical technology axis between Berlin and Magdeburg.”

“The research profiles of our two institutions are suitable for generating synergy effects and mutually optimizing resources and competencies,” added MDC Administrative Director Professor Heike Graßmann. Both institutions want to jointly develop medical technology, especially in diagnostic and interventional imaging.

The partners see the more intensive scientific cooperation as a long-term task. In addition to research, translation and teaching, both contract partners named the promotion of young scientists as an important concern.

Joint symposia and summer schools

Specifically, the aim is to use third-party funding to establish a platform for magnetic resonance imaging (MRI) together with academic and industrial partners from both sides. This aims to define the future of the technology. In addition, the two institutions want to organize joint symposia and summer schools and set up an incubator for start-ups.

The MDC and the OVGU are already involved in the “Artificial Intelligence in Digital Health (AIDHeal)” network together with Berlin and Potsdam universities. “Artificial intelligence is a technology driver for modern medical imaging. That is why we link developers and users in the AIDHeal network to increase the international visibility and competitiveness of 'Digital Healthcare, made in Germany',” said Professor Thoralf Niendorf, who heads the Experimental Ultra-High Field MR group at the MDC.

“The complementary expertise of both locations, the excellent basic research of the MDC and the transfer-oriented research combined with the start-ups that have already emerged at the STIMULATE research campus, are key to the continuous translation of solutions into society," said the spokesperson of the Magdeburg research campus, Professor Georg Rose. Medical imaging and translational application are the focus, although socio-political issues are also to be considered, which methodologically require increased interdisciplinarity.

The MDC is one of the internationally leading biomedical research centers. With the STIMULATE research campus, OVGU inhibits one of the most important international centers for image-guided minimally invasive interventions. Both institutions possess excellent expertise in imaging. 

Photo: Signing the contract (from top to bottom): Prof. Thoralf Niendorf (MDC), Prof. Dr. Georg Rose (Spokesperson of the STIMULATE Research Campus and Chair of Medical Telematics and Medical Technology, Otto von Guericke University Magdeburg), Prof. Heike Graßmann, Administrative Director (MDC) and Prof. Dr. -Ing. Jens Strackeljan (Rector of Otto von Guericke University Magdeburg). © Peter Himsel/MDC

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Research / 14.03.2022
Using mRNA delivery to improve muscle strength

The human muscle stem cells fused into multinucleated myotubes following mRNA-mediated CRISPR-Cas9 gene editing. A myosin heavy chain is seen in green and the nuclei in blue. Photo: Spuler Lab
The human muscle stem cells fused into multinucleated myotubes following mRNA-mediated CRISPR-Cas9 gene editing. A myosin heavy chain is seen in green and the nuclei in blue. Photo: Spuler Lab

Mutations that lead to muscle atrophy can be repaired with the gene editor CRISPR-Cas9. A team led by ECRC researcher Helena Escobar has now introduced the tool into human muscle stem cells for the first time using mRNA, thus discovering a method suitable for therapeutic applications.

It may be only a tiny change in the genome, but this small difference can have fatal consequences: Muscular dystrophies are almost always caused by a single faulty gene. As different as the mutations are in this group of approximately 50 disorders, they all ultimately lead to a very similar outcome. “Due to the genetic defect, changes occur in muscular structure and function so that sufferers experience progressive muscle atrophy,” explains Professor Simone Spuler, head of the Myology Lab at the Experimental and Clinical Research Center (ECRC), a joint institution of the Berlin-based Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) and Charité – Universitätsmedizin Berlin. This condition can be fatal especially if the respiratory or cardiac muscles are affected.

The method has already proven successful in mice 

Muscular dystrophies are currently incurable, and that is exactly what Spuler and her team want to change. Their latest paper, which is appearing in the journal Molecular Therapy Nucleic Acids, paves the way for a clinical trial in which a therapy developed at the ECRC will be tested for the first time on patients with hereditary muscle atrophy. We have for several years been pursuing the idea of taking muscle stem cells from diseased patients, using CRISPR-Cas9 to correct the faulty genes, and then injecting the treated cells back into the muscles so that they can proliferate and form new muscle tissue,” explains Dr. Helena Escobar, a postdoctoral researcher in Spuler’s lab and along with her co-last author of the current paper.

A while back, the researchers were able to show that the method worked in mice suffering from muscle atrophy. “Yet our method had a catch,” Escobar says, explaining:. “We introduced the genetic instructions for the gene editor into the stem cells using plasmids – which are circular, double-stranded DNA molecules derived from bacteria.” But plasmids could unintentionally integrate into the genome of human cells, which is also double stranded, and then lead to undesirable effects that are difficult to assess. “That made this method unsuitable for treating patients,” Escobar says.

Targeted correction of genetic defects 

So the team set out to find a better alternative. They found it in the form of messenger RNA (mRNA), a single-stranded RNA molecule that recently gained acclaim as a key component of two Covid-19 vaccines. “In the vaccines, the mRNA molecules contain the genetic instructions for building the virus’s spike protein, which the pathogen uses to invade human cells,” explains Christian Stadelmann, a doctoral student in Spuler’s lab. Along with Silvia Di Francescantonio from the same team, he is one of the co-lead authors of the study. “In our work we use mRNA molecules that contain the building instructions for the gene-editing tool.” 

To get the mRNA into the stem cells, the researchers used a process called electroporation, which temporarily makes cell membranes more permeable to larger molecules. “With the help of mRNA containing the genetic information for a green fluorescent dye, we first demonstrated that the mRNA molecules entered almost all the stem cells,” Stadelmann explains. In the next step, the team used a deliberately altered molecule on the surface of human muscle stem cells to show that the method can be used to correct gene defects in a targeted manner.

A clinical trial is in the works 

Finally, the team tried out a tool similar to the CRISPR-Cas9 gene editor that does not cut the DNA, but only tweaks it at one spot with pinpoint accuracy. “This allows us to work with even greater precision, yet this tool is not suitable for every mutation that causes muscular dystrophy,” Stadelmann explains. In petri dish experiments, he and his team have now been able to show that the corrected muscle stem cells are just as capable as healthy cells of fusing with each other and forming young muscle fibers.  

“We are now planning to launch a first clinical trial with five to seven patients suffering from muscular dystrophy toward the end of the year,” Spuler says. The Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Federal Institute for Vaccines and Biomedicines, which is responsible for approving the clinical trial, has been supporting the idea in an advisory meeting, she adds. Of course we cannot expect miracles, says the researcher, adding: “Sufferers who are in wheelchairs won’t just get up and start walking after the therapy. But for many patients, it is already a big step forward when a small muscle that is important for grasping or swallowing functions better again. The idea of repairing larger muscles, such as those needed for standing and walking, is already under consideration.” Yet for this to become a real-world therapy, the molecular tools would have to become so safe that they could be introduced without any reservations – not only into isolated muscle stem cells, but also directly into the degenerated muscle. 

Text: Anke Brodmerkel

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Spuler Lab

Myology

A pioneer in muscle repair

Science / June 30, 2021

Literature 

Christian Stadelmann, Silvia Di Francescantonio et al. (2022): „mRNA-mediated delivery of gene editing tools to human primary muscle stem cells“. In: Molecular Therapy Nucleic Acids, DOI: 10.1016/j.omtn.2022.02.016

Photo: The researchers used mRNA to introduce the gene editor CRISPR-Cas9 into human muscle stem cells. These cells fused into multinucleated myotubes following mRNA-mediated CRISPR-Cas9 gene editing. A myosin heavy chain is seen in green and the nuclei in blue. © Spuler Lab, MDC Berlin

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Living / 11.03.2022
Pankower Wochen gegen Rassismus bieten vom 14. bis 27. März vielfältiges Programm

Am 14. März 2022 starten die Wochen gegen Rassismus, die von einem Netzwerk aus Vereinen, Einrichtungen, Bibliotheken und Teilen der Bezirksverwaltung veranstaltet werden. Die Besucher:innen erwartet ein zweiwöchiges Programm mit Workshops, Kiezaktionen, Ausstellungen, Sportveranstaltungen, einer Fahrraddemo und noch vielem mehr. Das Motto ist auch in diesem Jahr: „Mach mit!“  Die Veranstaltungen bieten Alt- und Neu-Pankower:innen sowie Jung und Alt eine Plattform, um ihre Stimmen gegen Rassismus zu erheben und sie im gemeinsamen Dialog zu vereinen. Dabei werden z.B. interessante Zusammenhänge zwischen Rassismus, Kolonialismus und Diversität sowie auch Klimawandel und der Reflexion eigener Privilegien hergestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen - das Programm ist auf der Homepage www.pankow-gegen-rassismus.de zu finden.

Dass auch in Pankow ein Bedarf an lokalen Zeichen und Aktionen gegen Alltagsrassismus und rassistische Gewalt besteht, ist erneut nach den Angriffen auf die 17-jährige Dilan Sözeri am 5. Februar an der Greifswalder Straße deutlich geworden. Auch im Lichte dieses Vorfalls betont Bezirksbürgermeister Sören Benn: „Unsere wichtigste Aufgabe während der Wochen gegen Rassismus in Pankow ist es, die Bürger:innen zu ermutigen, Zivilcourage zu zeigen und sich für ein offenes und couragiertes Pankow zu engagieren. Betroffene von rassistischen Beleidigungen und Gewalt müssen unsere aktive Unterstützung erfahren.“

Dazu passt auch das Faustsymbol der diesjährigen Kampagne, das sich aus vielen verschiedenen Menschen zusammensetzt. Rassismus geht alle an, egal ob als betroffene Person oder Teil der Mehrheitsgesellschaft. Es liegt an uns allen, für eine vielfältige und rassismuskritische Gesellschaft zu kämpfen!
 

Überblick der Programm-Highlights:

Sa., 12.03. | 12 Uhr | Fahrraddemo: Auf/ Rollen gegen Rassismus durch Buch & Karow
Mo., 14.03. | 17 Uhr | Auftaktveranstaltung in der Heinrich-Böll-Bibliothek (Greifswalder Str. 87, 10409 Berlin)
Sa., 19.03. |14 – 18:30 Uhr | digitales Barcamp pARTizipation


Gemeinsame Kiezaktionen - Triff unser Netzwerk!
Di., 22.03. | 9 – 14 Uhr | Vorplatz Heinrich-Böll-Bibliothek (Prenzlauer Berg)
Mi., 23. März | 15 – 18 Uhr | Antonplatz (Weißensee)
Fr., 25. März | 10 – 14 Uhr | Breite Straße (Pankow Zentrum)


Die Öffentlichkeitsarbeit der Wochen gegen Rassismus in Pankow wird gefördert durch das Bezirksamt und die Partnerschaften für Demokratie Pankow Nord, Süd und Ost im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kontakt und weitere Infos:
Roxane Josten (Öffentlichkeitsarbeit der Pankower Wochen gegen Rassismus): info@pankow-gegen-rassismus.de
Web: www.pankow-gegen-rassismus.de
Instagram: pankowgegenrassismus
Facebook: Pankow gegen Rassismus

Research / 11.03.2022
One step closer to artificial rhino eggs

First author Dr. Vera Zywitza working in the laboratory. © Jan Zwilling, BioRescue
First author Dr. Vera Zywitza working in the laboratory. © Jan Zwilling, BioRescue

To prevent the extinction of the northern white rhino, the international consortium BioRescue is attempting to create artificial egg cells from stem cells. A team led by MDC’s Sebastian Diecke and Micha Drukker of Leiden University has now revealed in Scientific Reports that they are one step closer to achieving this goal.

Fatu and Najin are the last two northern white rhinos in the world – and they are both female. As a result, this subspecies can no longer reproduce naturally, and extinction seems inevitable. However, the BioRescue consortium is working against the clock to ensure that the northern white rhino does not disappear from our planet forever. The researchers are pursuing a two-pronged approach: First, they are developing advanced assisted reproduction techniques; second, they want to use skin cells taken from the northern white rhinoceros to create induced pluripotent stem (iPS) cells in the lab, which can eventually develop into immature egg cells, or oocytes. The team from the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC), together with partners in Munich, the Netherlands and Japan, has now taken a major step towards this goal. In the journal Scientific Reports, they reveal that they have managed to obtain and conduct in-depth studies on pluripotent rhino stem cells.

“Our paper sheds new light on pluripotency – the ability of stem cells to differentiate into all cells of the body,” says lead author Dr. Vera Zywitza of the Pluripotent Stem Cells Platform at the MDC, which is led by Dr. Sebastian Diecke. “It therefore represents an important milestone on the road to artificially generated rhino oocytes.”

The BioRescue project has received €4 million in funding from the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF). The international consortium, which includes the MDC, is led by the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (IZW) and cooperates with many more partners, including Helmholtz Zentrum München in Germany.

The fine art of cell engineering

iPS cells in a petri dish have the potential to develop into any cells of the body – including the primordial germ cells that the BioRescue scientists want to cultivate. The researchers are working closely with the lab of Professor Katsuhiko Hayashi, a Japanese stem cell researcher at Kyushu University. In 2016, Hayashi succeeded in generating egg cells from the skin of mice, artificially fertilizing these cells, and implanting them in females. The mice conceived by this method were born healthy and fertile.

Stem cell researcher Professor Micha Drukker and his teams at Helmholtz Zentrum München and at Leiden Academic Centre for Drug Research at Leiden University used a process known as episomal reprogramming to successfully produce northern white rhino iPS cells. This involved the researchers introducing foreign DNA molecules called “plasmids” into skin cells they had obtained. These plasmids contained genes to reprogram the skin cells into iPS cells. The rhino stem cells generated in this way are remarkably similar to their human equivalent. “Viewed under the microscope, they are barely distinguishable from human iPS cells,” says Drukker, adding: “They also respond very similarly to external influences.”

A promising start for germline cell cultivation

iPS cells have different states: they can be naïve – the “ground state” of pluripotency – or primed. Cells in the latter state are thought to have reached a slightly more advanced stage of embryonic development. Experiments with stem cells generated from mice show that they are particularly good at producing germline cells when converting from the primed to the naïve-like state. However, when the scientists first attempted to convert the rhino cells to a naïve-like state, the cells died. The researchers therefore introduced a gene into the rhino cells that prevents cell death – and with this, they successfully obtained naïve iPS cells. “We have characterized the cells in detail by, among other things, analyzing transcriptome data,” Zywitza explains. “The successful conversion to a naïve-like state of pluripotency is a promising starting point for generating germline cells.”

Nevertheless, Zywitza and her colleagues cannot yet move onto the next stage. “The iPS cells we have cultivated contain persistent foreign genetic material – namely, the reprogramming factors and the gene that prevents cell death,” Zywitza explains. “This means we can’t use them to make germ cells, as there is a risk these would be pathologically altered.” But these cells are still extremely useful for studying rhino stem cells in general and gaining a better understanding of their different states in specific. With their help, scientists can explore the molecular mechanisms that take place in stem cells. “For example, we can study why the gestation period of a rhinoceros is 16 months whereas that of a mouse is only 21 days, or how organs develop in different species,” the scientist explains. This teaches us a lot about evolution.”

Ovarian tissue is needed too

In the meantime, Diecke’s team has generated further iPS cells. They used RNA viruses instead of plasmids to introduce the reprogramming factors. These new iPS cells do not contain anything that does not belong there. Now the scientists are trying to produce primordial germ cells from them.

And that’s not all: primordial germ cells only mature into egg cells when they are surrounded by ovarian tissue. It is nearly impossible to obtain such tissue from living or deceased rhinos. “So we have to create not only primordial germ cells but also ovarian tissue,” Zywitza explains. The Berlin-based scientists are working closely with Hayashi to achieve this. Last year he successfully cultivated ovarian tissue from mouse stem cells.

14 embryos created so far using assisted reproduction

Meanwhile, progress is also being made with assisted reproduction. In January of this year, scientists at IZW, in collaboration with the Kenya Wildlife Service, the Wildlife Research and Training Institute, the Dvůr Králové Safari Park, and Ol Pejeta Conservancy, collected immature egg cells called oocytes from Fatu. These were matured at Avantea’s laboratories in Italy and inseminated with thawed sperm from a deceased bull. There are now a total of 14 northern white rhino embryos, which are stored in liquid nitrogen at minus 196 degrees Celsius. In the near future the embryos will be implanted into southern white rhino surrogates, with the aim of creating a healthy northern white rhino calf.

The production of 14 embryos represents a great success in reproductive biology, but this is not a large amount if the goal is to rebuild the northern white population to a self-sustaining level. “Najin and Fatu are also closely related and their genetic makeup is largely identical,” says Professor Thomas Hildebrandt of IZW, who leads the BioRescue research consortium. “Due to age and reproductive tract issues, we were unable to collect any oocytes from Najin that could be developed into embryos, so all 14 embryos are from Fatu. We therefore urgently need a complementary strategy for creating gametes – eggs and sperm – from significantly more individuals.”

Protecting the world’s species – before it’s too late

“Generating functional eggs of the northern white rhinoceros would be the crowning achievement of our research,” Diecke says. This approach could serve as a model for other endangered species. If reproduction from stem cells works, the technique could be used to revive many more threatened or already extinct species. More than 10,000 living cell cultures from more than 1,000 endangered species are stored in the Frozen Zoo at the Arnold and Mabel Beckman Center for Conservation Research in San Diego and in IZW’s biobank in Berlin. “This invaluable resource could be used to bring back species from the brink of extinction,” Diecke says. The northern white rhino would then be just the beginning – although he adds that he “would rather we never had to use our technique and did more to preserve species before it was too late.”

But for Zywitza, one thing is certain: If a northern white rhino is born someday thanks to stem cell technologies, she would love to meet it.

Text: Jana Ehrhardt-Joswig

Further information

Literature

Vera Zywitza et al. (2022): “Naïve-like pluripotency to pave the way for saving the northern white rhinoceros from extinction”, Scientific Reports, DOI: 10.1038/s41598-022-07059-w


Joint press release by MDC and Leibniz-IZW

www.mdc-berlin.de

Research / 11.03.2022
ERC-Starting Grant for exploring the effect of isotopes in Chemical Biology

Live cell imaging of native cell surface receptors (here GLP1R in red) in living cells (nucleus in green, scale bar = 5 micrometer). Author: Johannes Broichhagen and Ramona Birke
Live cell imaging of native cell surface receptors (here GLP1R in red) in living cells (nucleus in green, scale bar = 5 micrometer). Author: Johannes Broichhagen and Ramona Birke

The prestigious Starting Grant from the European Research Council (ERC) was awarded to Dr. Johannes Broichhagen from the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP).

Dr. Broichhagen will use the 1.5-million-euro grant to work on different fronts to visualize and manipulate biomolecules to fundamentally understand their localization and function. A dream of many cell biologists and imaging specialist is to image a molecule as is. And how it behaves in living cells, as it would allow the unperturbed interrogation of biological samples. This means that no genetic engineering, no singlet oxygen generation and no need to introduce additional molecules could trouble a biological sample. As such, Dr. Broichhagen envisions the use of a bio-orthogonal entity that remains “unseen” by a cell’s biology and metabolism, yet displays a signature that can be “seen” by the experimenter. In his work, he seeks to overcome this leap by introducing deuterium to small molecules in a step-by-step development. This ground-breaking approach can only be achieved with organic synthesis, which is flexible to introduce deuterium at desired positions on molecular scaffolds. Knowledge needs to be built, and as such, deuterated chromophores (i.e. fluorescent dyes and small molecule photoswitches) will be synthesized for distinctive Chemical biology disciplines, for instance in programs to elucidate receptor location and activity in endocrine and nervous tissue. Furthermore, to gain a deeper knowledge in physiological and pathological states, and to use the unique properties of a carbon-deuterium bond in imaging to allow “label-free labelling”, he aims to quickly and cleanly assess pharmacokinetics of approved drugs with not yet fully identified action mechanisms.

Title of the project: deuterON: Introducing deuterium for next generation chemical biology probes and direct imaging

About the ERC Grants: The funding program of the European Research Council (ERC) is one of the most prestigious in Europe. Starting Grants support excellent researchers beginning with their own independent research team or programme and are endowed with up to 1.5 million euros over five years.

www.leibniz-fmp.de

Research / 10.03.2022
Wie SARS-CoV-2 die Proteinfabrik der Zelle kapert

Bislang wurde widersprüchlich diskutiert, wie Coronaviren es schaffen, Wirtszellen zu kapern und dabei die körpereigene Abwehr zu blockieren. Forschende um Marina Chekulaeva vom MDC haben nun den entscheidenden Mechanismus entschlüsselt. Ihre Ergebnisse stellen sie im Fachjournal „RNA“ vor.

Etwas mehr als zwei Jahre sind seit dem Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 vergangen. Um das Virus in Schach zu halten und seine pandemische Ausbreitung zu stoppen, stehen bislang hauptsächlich Impfstoffe zur Verfügung. Diese vermögen derzeit die Übertragung des Virus jedoch nicht vollständig zu stoppen. Zudem ist damit zu rechnen, dass künftige Virusvarianten derart verändert sind, dass sie den Impfschutz umgehen können. Daher ist es von großer Bedeutung, das Virus und die Mechanismen, mit denen es Zellen infiziert, eigene Eiweißmoleküle herstellt und schließlich neue Viruspartikel produziert, besser zu verstehen. So lassen sich mögliche Angriffspunkte für die gezielte Therapie einer Infektion mit SARS-CoV-2 finden.

Ein Forschungsteam um Dr. Marina Chekulaeva am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat gemeinsam mit Kolleg*innen des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften in Dortmund herausgefunden, wie das Virus die Proteinfabrik der Zelle für sich einnimmt – um virale Proteine zu synthetisieren, gleichzeitig die Produktion von körpereigenen Eiweißstoffen zu blockieren und so die Immunantwort der Wirtszelle auszuhebeln. Im Fachjournal „RNA“ stellen die Wissenschaftler*innen ihre Ergebnisse vor.

NSP1 unterdrückt die Proteinproduktion in der Zelle

Schon länger hatten Forschende in diesem Zusammenhang ein virales Protein mit dem Kürzel NSP1 im Visier. Es ist das erste Virusprotein, das nach der Infektion der Wirtszelle entsteht. „NSP1 unterdrückt die Proteinproduktion der Zelle, ohne dabei die Synthese viraler Proteine zu beeinträchtigen“, sagt Marina Chekulaeva. „Darüber, wie das gelingt, gab es bislang sehr widersprüchliche Hypothesen. Wir haben beschlossen, diesen Mechanismus mit Lucija Buinic zu erforschen, der Erstautorin des Manuskripts. Sie hat während des Lockdowns in unserem Labor ihre Masterarbeit geschrieben.

Marina Chekulaeva ist es mit ihrem Team gelungen, diesen Prozess aufzudecken. Bekannt war bereits, dass sich das NSP1-Protein an die Ribosomen heftet, die der Zelle als Proteinfabriken dienen. Genauer gesagt, verankert es sich im Tunnel, durch das die messenger-RNA (mRNA) in das Ribosom eintritt, damit die Bauanleitung abgelesen und schließlich in Proteine übersetzt werden kann. Dadurch ist das Ribosom quasi blockiert: Zelluläre mRNAs gelangen nicht mehr in die Proteinfabrik, die Synthese wichtiger zellulärer Eiweißmoleküle der Zelle kann nicht stattfinden. Das betrifft letztlich auch die Immunantwort, die auf diese Weise unterdrückt wird.

Haarnadelstruktur dient als Passierschein

Allerdings benötigen auch virale mRNAs Zugang zu den Proteinfabriken, damit letztlich neue Viruspartikel entstehen können. Wie aber umgehen diese die Blockade, die das Virus verursacht hat? Marina Chekulaeva und ihr Team haben festgestellt, dass dabei bestimmte Nukleotide in einer speziellen Struktur der viralen mRNA, der sogenannten Haarnadel oder Stammschleife, eine Rolle spielen. Diese Haarnadel scheint als eine Art Passierschein zu dienen: Sie interagiert mit NSP1, das dadurch den Weg in das Ribosom freigibt. Das virale Protein kann synthetisiert werden.

„Wir haben damit drei mögliche Angriffspunkte für die antivirale Therapie entdeckt“, sagt Marina Chekulaeva. Eine Möglichkeit wäre, das NSP1-Protein selbst anzugreifen, sodass es nicht mit dem Ribosom interagieren kann. Alternativ könnte die Interaktion zwischen dem NSP1-Protein und der viralen mRNA unterbunden werden. Dazu könnte man etwa die Stelle blockieren, an der NSP1 mit der Haarnadelstruktur interagiert.

Es wäre auch denkbar, gezielt virale mRNA zu beseitigen. Chekulaeva und ihr Team haben dafür chemisch veränderte und dadurch stabilisierte Oligonukleotide hergestellt, die sich an die Haarnadelstruktur heften. So entsteht ein RNA-DNA-Hybrid, der von der Zelle beseitigt wird. Da diese Haarnadelstruktur spezifisch ist für virale mRNA, ist ein solcher Eingriff sehr spezifisch – die zelluläre mRNA und damit die Proteinsynthese der infizierten Zelle werden nicht beeinträchtigt. „Zudem handelt es sich um eine sehr wichtige Struktur, von der wir mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen dürfen, dass sie kaum mutiert“, sagt Chekulaeva. „Eine Resistenzbildung wäre also eher unwahrscheinlich.“

Zumindest im Experiment in der Kulturschale sind alle drei Möglichkeiten denkbar. Welche davon sich letztlich für die Therapie eignet, werden künftige Untersuchungen zeigen müssen.
 

Weitere Informationen

Literatur

Lucija Bujanic et al (2022): “The key features of SARS-CoV-2 leader and NSP1 required for viral escape of NSP1-mediated repression“, in: RNA, DOI: 10.1261/rna.079086.121

 

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10.03.2022
Darmkrebs-Vorsorge kann Leben retten - Telefonsprechstunde am 14. März

Telefonsprechstunde zum Thema Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge am 14. März

Der März steht ganz im Zeichen der Aufklärung und Prävention von Darmkrebs, denn frühes Erkennen könnte Darmkrebsfälle verhindern oder heilen. Anlässlich des bundesweiten Darmkrebsmonats informieren drei Experten aus dem zertifizierten Darmkrebszentrum im Helios Klinikum Berlin-Buch im Rahmen einer Telefonsprechstunde Interessierte, Betroffene und Angehörige über Vorsorge und Früherkennung sowie Therapiemöglichkeiten bei Darmkrebs

Prof. Dr. med. Frank Kolligs, Prof. Dr. med. Martin Strik und Priv.-Doz. Dr. med. Robert Siegel haben ein gemeinsames Ziel. Sie wollen mehr Menschen zur Darmkrebsvorsorge bewegen, denn keine andere Krebsart bietet durch Früherkennung so große Heilungschancen. Die drei Experten bieten am Montag, 14. März von 16 bis 17 Uhr eine Telefonsprechstunde zum Thema Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge an und klären individuelle Fragen.

Darmkrebs, genauer Krebs des Dickdarms oder Mastdarms, gehört zu den häufigsten Krebsarten in den westlichen Ländern. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 61.000 Menschen an einem bösartigen Darmtumor, fast 25.000 sterben daran. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko einer bösartigen Veränderung der Darmschleimhaut, meist spüren Betroffene zu Beginn der Erkrankung nichts. „Die Erkrankung entwickelt sich schleichend und wird daher oft erst spät erkannt. Daher ist es besonders wichtig, mögliche Warnzeichen ernst zu nehmen und zur Darmkrebsvorsorge zu gehen“, erklärt Prof. Dr. med. Frank Kolligs, Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie, Leiter des Interdisziplinären Endoskopiezentrums sowie stellv. Leiter des Darmkrebszentrums im Helios Klinikum Berlin-Buch. Um Darmkrebs zu verhindern, sollten Männer spätestens ab dem 50. und Frauen spätestens ab dem 55. Lebensjahr zur Früherkennung gehen.

Vorsorge und Früherkennung

Darmkrebs zeigt am Anfang meist keine Symptome und kann zunächst unbemerkt bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, hängt von genetischen und anderen Faktoren ab. Die meisten davon sind beeinflussbar. Eine Darmspiegelung ermöglicht den Experten die frühzeitige Erkennung bösartiger Veränderungen der Darmschleimhaut. „Mithilfe moderner Endoskope können wir in hochauflösender Qualität und besonders schonend Polypen, die eine Vorstufe von Darmkrebs darstellen, erkennen und frühzeitig behandeln“, betont Prof. Kolligs. Angst vor einer Darmspiegelung braucht niemand zu haben, beruhigt der Mediziner: „Es besteht die Möglichkeit die Untersuchung unter Kurznarkose durchzuführen. Patienten werden diese dann im wahrsten Sinn des Wortes verschlafen.“

Abgesehen von einer Vorsorge, gibt es aber auch verschiedene Beschwerden, die die Betroffenen ernst nehmen sollten. Dazu gehören krampfartige Schmerzen im linken Unterbauch, sehr unregelmäßiger Stuhlgang, mit Schmerzen verbunden, Blut im Stuhl, teerfarbener Stuhl, starke Gewichtsabnahme und Blutarmut. Diese Symptome können jedoch auch auf andere Erkrankungen hinweisen, was eine medizinische Abklärung umso wichtiger macht. 

Diagnose Darmkrebs: Was nun?

Sollte ein Tumor diagnostiziert werden, ist es wichtig, dass er in einem zertifizierten Darmkrebszentrum behandelt wird. Hier arbeiten mehrere Fachdisziplinen eng zusammen und können gezielt die erforderlichen Therapiemaßnahmen zusammenstellen. „Für jeden Betroffenen entwickeln wir eine individuelle Therapie. Entscheidend ist, dass der Betroffene engmaschig betreut wird und ein Behandlungsschritt unverzüglich auf den nächsten erfolgen kann. Das Zusammenwirken der Disziplinen spielt dabei eine wichtige Rolle“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Robert Siegel, Bereichsleiter kolorektale Chirurgie und CED-Zentrum sowie Koordinator des zertifizierten Darmkrebszentrums im Helios Klinikum Berlin-Buch. 

Eine Vielzahl der Operationen bei Darmkrebs können inzwischen minimalinvasiv durchgeführt werden. „Durch die sogenannte Schlüsselloch-Technik genesen die Patienten schneller, haben weniger Schmerzen und geringere Wund- und Narbenbeschwerden“, sagt Prof. Dr. med. Martin Strik, Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums sowie Chefarzt der Chirurgie, und ergänzt: „Auch im Stadium mit Metastasen können wir durch neueste Behandlungsmethoden oft die Lebensqualität der Betroffenen erhalten und die Lebenszeit verlängern.“

Telefonsprechstunde

Um mehr Menschen für eine Vorsorge-Untersuchung zu motivieren und über Therapiemöglichkeiten aufzuklären, bieten die drei Mediziner am Montag, 14. März, von 16 bis 17 Uhr eine Telefonsprechstunde an. Fragen zu Vorsorgeuntersuchungen, zur Behandlung von Dick- und Mastdarmkrebs, zur operativen Therapie bei Darmkrebs und weitere Fragen rund um das Thema Darmkrebs können im Rahmen der Sprechstunde besprochen werden. Unter der Rufnummer (030) 9401-5 4444 können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte beraten lassen. Die Sprechstunde ist kostenfrei und ohne Anmeldung nutzbar.

Gut zu wissen:

Das zertifizierte interdisziplinäre Darmkrebszentrum im Helios Klinikum Berlin-Buch bietet eine umfassende medizinische Versorgung auf höchstem Niveau mit Beratung von Risikopersonen, Prävention und Früherkennung, endoskopischer und radiologischer Diagnostik, medikamentöser und operativer Therapie, Bestrahlung und strukturierter Nachsorge. Bei jedem Darmkrebspatienten erfolgt die individuelle Festlegung des Behandlungskonzeptes in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz.

Weitere Infos zum Thema Darmkrebs unter: www.helios-gesundheit.de/darmkrebsmonat

Kontakt:

Helios Klinikum Berlin-Buch

Zertifiziertes Darmkrebszentrum Berlin-Buch

Schwanebecker Chaussee 50, 13125 Berlin

T (030) 94 01-12720/23

robert.siegel@helios-gesundheit.de

www.helios-gesundheit.de/berlin-buch

 

Foto (Archivbild): (v.l.n.r.) Prof. Dr. med. Frank Kolligs, Prof. Dr. med. Martin Strik und Priv.-Doz. Dr. med. Robert Siegel wollen im Rahmen einer Telefonsprechstunde mehr Menschen für eine Vorsorge-Untersuchung motivieren und über Therapiemöglichkeiten aufklären. (Foto: Thomas Oberländer/Helios Kliniken)

Research / 07.03.2022
Lipid-Kinase Klasse II PI3K: Struktur von neuem Arzneimitteltarget aufgeklärt

Die Phosphoinosit 3-Kinase, kurz PI3K, ist eine Gruppe von Lipid-Kinasen, die Schlüsselfunktionen im menschlichen Körper, etwa bei der Zellteilung, beim Stoffwechsel und beim Zellwachstum ausüben. Während die Klasse I PI3-Kinase-α gut erforscht und ein wichtiger Angriffspunkt für Krebsmedikamente ist, ist über die Klasse II dieser Lipid-Kinase-Familie bisher wenig bekannt. Nun konnten Forscher vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) deren Struktur und Funktionsweise aufklären. Erste Resultate sind wegweisend für die Entwicklung neuartiger Blutplättchenhemmer. Zudem erhärtet sich der Verdacht, dass die Hemmung der Klasse II Kinase PI3KC2α die Angiogenese von Tumoren stoppen könnte. Die Arbeit ist jetzt in „Nature Structural & Molecular Biology“ erschienen. Eine zweite in „Science“ publizierte Arbeit führt zu einer weiteren wichtigen Spur.

Lipid-Kinasen gehören zu den vielversprechenden Targets neuer Arzneimittel-Klassen. Das liegt vor allem an der Klasse I PI3-Kinase-α, die bei der Entstehung von Krebs und Metastasen eine bedeutende Rolle spielt. In 30-40% aller Tumore ist dieses Enzym hyperaktiv, was zu unkontrolliertem Zellwachstum führt. Seit zwei Jahrzehnten wird diese gut erforschte Lipid-Kinase darum als Angriffspunkt für Krebsmedikamente genutzt.
Dagegen weiß man bislang nur wenig über das Schwester-Enzym, die Klasse II PI3-Kinase-α. Sie soll ebenfalls an zahlreichen biomedizinischen Vorgängen beteiligt sein, zum Beispiel an der Aggregation von Blutplättchen oder der Bildung neuer Blutgefäße, der sogenannten Angiogenese. Doch um Fehlfunktionen besser zu verstehen und medikamentös anzugehen, muss man wissen, wie diese Kinase im Detail aussieht und wie sie funktioniert.
Genau das ist Forschern vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) jetzt gelungen. Mit einer Kombination aus Röntgenkristallografie und Kryoelektronenmikroskopie (Kryo-EM) konnte die Arbeitsgruppe von Prof. Volker Haucke die Struktur der Klasse II PI3-Kinase-α (PI3KC2α) aufklären und zum ersten Mal den Aktivierungsmechanismus des Enzyms beschreiben. Dadurch ergeben sich nun völlig neue therapeutische Ansatzpunkte. Die Arbeit ist jetzt in „Nature Structural & Molecular Biology“ erschienen.

Hemmung der Kinaseaktivität könnte etlichen Patienten helfen
„Man kann davon ausgehen, dass die Hemmung der Kinaseaktivität in vielen biomedizinischen Anwendungen eine Rolle spielt, etwa dem Wachstum oder der Angiogenese von Tumoren“, erklärt Volker Haucke. „Und sie dürfte auch für die Hemmung der Blutplättchenaggregation wichtig sein.“
So weiß man, dass die Kinase benötigt wird, damit Blutplättchen einen Thrombus bilden. Interessant ist dabei, dass die Funktion der Kinase PI3KC2α strömungsabhängig ist, also abhängig vom Blutdruck. Würde man nun die Kinase medikamentös hemmen, würde die Plättchenaggregation vor allem im Fall eines Blutdruckanstiegs gestoppt. Die meisten „Blutverdünner“, die Patienten heute zur Vermeidung thromboembolischer Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen, wirken dagegen auch bei normalem Blutdruck, was fatale Nebenwirkungen wie Hirnblutungen haben kann. PI3KC2α-Kinase Inhibitoren hätten ein deutlich besseres pharmakologisches und biomedizinisches Profil als die bisherigen Blutplättchenhemmer, vermuten die FMP-Forscher.
Erste Experimente mit potenziellen Wirkstoffkandidaten zeigten auch schon, dass eine Hemmung der Kinase grundsätzlich möglich ist. Die Aufklärung der Struktur und des Aktivierungsmechanismus war dafür essentiell.

Voraussetzung für neue Medikamente geschaffen
Die Forschenden haben nämlich herausgefunden, wie die Bindetasche der Kinase beschaffen ist, die das Lipid und Adenosintriphosphat (ATP) als „zelluläre Währung“ bindet, um so die Übertragung einer Phosphatgruppe auf das Lipid zu ermöglichen. Außerdem wissen die Forscher nun, welche Art von "molekularer Gymnastik" die Kinase durchlaufen muss, um genau an der richtigen Stelle in der Zelle aktiviert zu werden.
„Diese Informationen sind die entscheidenden Voraussetzungen, um einen spezifischen Inhibitor zu entwickeln, der eben ausschließlich PI3KC2α hemmt und kein anderes verwandtes Enzym“, so Wen-Ting Lo, der Erstautor der Studie. Das Team um Volker Haucke und Wen-Ting Lo arbeitet bereits mit anderen Wissenschaftlern des Instituts an spezifischen Hemmstoffen, welche die ATP Bindetasche des Enzyms besetzen und somit die enzymatische Reaktion verhindern.

Kinase am letzten Stadium der Zellteilung beteiligt
Doch die FMP-Forscher haben noch mehr über PI3KC2α herausgefunden. Gemeinsam mit der Gruppe von Emilio Hirsch, Universität Turin, konnten die Forschenden zeigen, dass die Kinase auch am letzten Stadium der Zellteilung beteiligt ist, der sogenannten Zytokinese.
Ausgangspunkt der in „Science“ publizierten Arbeit waren Patienten, bei denen die Kinase aufgrund von Mutationen fehlt. Diese Personen leiden neben diversen Organdefekten an einer Linsentrübung, dem sogenannten Katarakt. An Mäusen und Zebrafischen konnte das Forscherteam aufzeigen, wie der Funktionsverlust des Enzyms zum „Grauen Star“ führt.
Bei der Zellteilung verdoppelt sich das Erbmaterial und wird anschließend auf die beiden Tochterzellen verteilt. Ein Schnitt durch die Zellmembran trennt schließlich die Tochterzellen voneinander. Doch wenn die Kinase fehlt, kommt es nicht zu diesem letzten Schnitt, weil ein entscheidendes Lipid, das nur von PI3KC2α hergestellt werden kann, fehlt. Die Epithelzellen der Augenlinse bleiben deshalb in der Zellteilung stehen. Damit ist nun geklärt, warum diese Patienten an einem Katarakt leiden. Der Fund hat aber noch eine weitere darüber hinausgehende Bedeutung: Die Erkenntnis, dass die Kinase eine maßgebliche Komponente der Zytokinese, also der Trennung der Tochterzellen, ist – dieser Mechanismus könnte auch für Tumore, die auf ständige Zellteilung angewiesen sind, von großer Bedeutung sein. Damit würden PI3KC2α Hemmstoffe möglicherweise auch neue Perspektiven in der Krebstherapie eröffnen.

Abbildung:
Strukturmodell der aktiven PI3KC2α an der Plasmamembran. In dieser offenen Konformation assoziieren die distalen PX und C2 Domänen mit Plasmamembranlipiden, während die Ras-bindende Domäne (RBD) an ein bislang unbekanntes Rab Protein bindet. (Abb.: Wen-Ting Lo, FMP)

www.leibniz-fmp.de

Research, Innovation, Patient care, Education / 03.03.2022
Campus Berlin-Buch kürte Regional-Sieger von „Jugend forscht“

Von einer Schul-App für Covid-Schnelltests über Methoden der Makrofotografie bis zum smarten Rollator – beim 57. Regionalwettbewerb wurden in Buch viele spannende Projekte bewertet

Am 1. März 2022 präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsarbeiten beim Online-Wettbewerb „Jugend forscht“ unter dem Motto „Zufällig genial?“ auf dem Campus Berlin-Buch. Insgesamt 38 Projekte betreute der Campus für den Berliner Regionalwettbewerb. Für die Umsetzung sorgten drei Pateneinrichtungen des Campus: das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), die Campus Berlin-Buch GmbH und – assoziiert – das Experimental and Clinical Research Center (ECRC) von MDC und Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Campus-Sonderpreis: Ein Tag im Labor
Bei der Siegerehrung am 2. März 2022 wurden zehn erste Preise vergeben, verteilt auf die Wettbewerbssparten „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Ein Projekt im Fachbereich Arbeitswelt gewann zusätzlich als „bestes interdisziplinäres Projekt“. Damit rücken insgesamt elf Projekte auf die nächste Stufe des bundesweiten Wettbewerbs: Die Gewinnerinnen und Gewinner dürfen beim Landeswettbewerb an der TU Berlin teilnehmen.

Zusätzlich zu den 1. bis 3. Plätzen ging der Sonderpreis „Plus-MINT“ an eine zehnjährige Schülerin und ihr Projekt einer „Smiley-Maske“, die Gesichtsausdrücke trotz Bedeckung zeigen kann. Den Sonderpreis „Energiewende“ erhielt das Projekt-Team „Windkraft-Anlage an Hochhäusern“.

In den Fachgebieten Physik, Arbeitswelt und Technik qualifizierten sich darüber hinaus drei Teams und ein Schüler mit Einzelprojekt für den Campus-Sonderpreis: Sie können demnächst einen Tag im Labor verbringen und erhalten dabei Einblicke in die Forschung der jeweiligen Institute.

Der Sonderpreis des MDC geht an das Team Faris Alagic, Lilly Persch und Konrad Vogt. Die drei erhielten außerdem im Fachgebiet Arbeitswelt den ersten Preis. Die Schüler*innen des Humboldt-Gymnasiums in Berlin-Tegel haben während der Corona-Pandemie 2021 in ihrem Informatik-Leistungskurs und in der Freizeit eine Software entwickelt, mit der Covid-Schnelltests an ihrer Schule besser organisiert und digitalisiert wurden. Auf der Grundlage dieser Software konnte zudem eine App entwickelt werden, die erfolgreich genutzt wird. „Die Schüler*innen haben mit Sachverstand, Phantasie, geradezu unternehmerischer Initiative und persönlichem Engagement für ihre Schulgemeinschaft sehr viel bewegt“, sagte Kirstin Bodensiek, Leiterin der Rechtsabteilung des MDC, bei der Preisverleihung. „Besonders beeindruckt mich, dass die Nachwuchs-Informatiker*innen ihr Projekt immer weiter verbessern und einfach nicht aufgeben. Außerdem haben sie mit ihrer Erfindung auch etwas für die Umwelt getan – denn sie spart viel Papier.“

Das FMP zeichnet Mono Bergheim, einen Schüler des Primo-Levi-Gymnasiums, aus. Er verglich verschiedene Methoden und Aspekte der Makrofotografie. Professor Volker Haucke, Direktor des FMP, bemerkte zu dieser Arbeit: „Die Ernsthaftigkeit und Genauigkeit, mit der Mono Bergheim die optischen Grundlagen der Makrofotografie bearbeitet hat und die augenfälligen Ergebnisse sind bemerkenswert. Kleinste Details sichtbar zu machen, ist ein wesentlicher Aspekt der Wissenschaft, den er im Rahmen seiner Möglichkeiten hervorragend ausgeschöpft hat.“

Rolli, der Rollator der Zukunft

Professor Friedemann Paul, Direktor des ECRC, zeigte sich beeindruckt von der Arbeit von Christian Diem, 13 Jahre, und Ferdinand Stein, 12 Jahre. Ihre Arbeit wurde nicht nur mit dem Campus-Sonderpreis, sondern auch mit dem ersten Preis im Fachbereich Technik ausgezeichnet. Die Schüler des Humboldt-Gymnasiums haben in der Sparte Technik eine Lösung für ein Alltagsproblem entwickelt. Sie hatten beobachtet, dass einer der Großväter Schwierigkeiten hatte, seinen Rollator beim Gehen zu bremsen und dadurch in Gefahr geriet zu stürzen. Dies spornte sie an, „Rolli“ zu entwickeln, einen Rollator, der bremst, wenn der Nutzer zu schnell wird, und damit Unfälle verhindert. „Mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln wie Legobausteinen und sinnvoll durchdachter Programmierung mit schülerverständlicher Software konnte bei diesem Projekt in hervorragender Eigenleistung ein Rollator entwickelt werden, der hoffentlich in naher Zukunft Anwendung finden könnte“, so Professor Paul.

In der Sparte „Schüler experimentieren“, Fachgebiet Physik, erhielten Theo Suchomski, Minh-Nhat Le und Justus Stephan vom Humboldt-Gymnasium einen Sonderpreis für ihren Bau einer Nebelkammer. Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführer der Campus Berlin-Buch GmbH, würdigte ihr Projekt bei der Preisübergabe: "Radioaktive Strahlung – eingesetzt in der Krebstherapie oder als Ersatz für fossile Energiequellen – ist ein Thema, das sicherlich kontroverse Diskussionen hervorrufen kann. Damit man sich ein umfassendes Bild machen kann, muss man zu allererst verstehen: Was ist Radioaktivität, und wo kommt sie her? Eine Nebelkammer zu bauen, um die Radioaktivität sichtbar zu machen, ist dafür ein guter Ansatz. Wenn dann noch auf das sonst übliche gefrorene Kohlenstoffdioxid verzichtet werden kann, ist das ein hervorragender Beitrag zur Klimarettung. Mit Hilfe des Vaters von Theo Suchomski konnten die jungen Forscher, zwischen elf und zwölf Jahren alt, den physikalischen Eigenschaften der Radioaktivität schon sehr früh und mit Erfolg auf die Spur kommen.“

Im nächsten Jahr wird der Campus den „Jugend forscht“-Wettbewerb gern wieder unterstützen – hoffentlich in Präsenz und nicht mehr im Online-Format. „Es ist uns wichtig, die Begeisterung für MINT-Fächer und fürs Forschen so früh wie möglich zu fördern“, so Dr. Ulrich Scheller. „Der Wettbewerb ‚Jugend forscht‘ ist ein Baustein unserer naturwissenschaftlichen Bildungsarbeit auf dem Campus.“
 

Weiterführende Informationen


Kontakt
Annett Krause
Öffentlichkeitsarbeit
Campus Berlin-Buch
Tel.: +49-(0)30-9489-2920
a.krause@campusberlinbuch.de

 

www.campusberlinbuch.de

Research, Innovation, Patient care / 01.03.2022
Berliner Zukunftsorte starten Kampagne „Zukunft ist, wenn…“

Die Berliner Zukunftsorte starten in dieser Woche eine breit angelegte Kampagne. Innovative Motive veranschaulichen, wie in Berlin an wichtigen Aufgaben für die Zukunft der Stadt gearbeitet wird. Auf 146 City-Light-Säulen und 237 Public-Video-Stations sowie mit Social-Media-Werbung werden die Zukunftsthemen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Drei Motive machen den Anfang. Über das Jahr verteilt werden dann weitere Motive in der Stadt gezeigt.

Die Geschäftsstelle der Berliner Zukunftsorte ist ein von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe seit 2017 eingerichtetes Regionalmanagement mit den Kernaufgaben Vermarktung, Vernetzung und Kommunikation. Ein Ziel ist es, die elf Berliner Zukunftsorte und die Standortvorteile Berlins sichtbarer und bekannter zu machen, in dem anschaulich gezeigt wird, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen innovative Produkte und Leistungen entstehen.

Hervorgehoben werden bei der Kampagne: „Zukunft ist, wenn …“ folgende Herausforderungen: Wie können wir die Welt vom Plastikmüll befreien, die Artenvielfalt erhalten oder Krankheiten wie Krebs besiegen? Ist es möglich, das Leben für alle Menschen lebenswerter zu machen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen? Die Kampagne stellt zum Start unter folgenden Slogans drei Lösungen vor:

  1. „Zukunft ist, wenn Plastikmüll Geschichte ist.“ (zukunftsorte.berlin/plastik)
    Am Zukunftsort „Berlin Adlershof“ entwickeln Forschende aus der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V., Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, eine digitale Technik, Mikropartikel im Abwasser so aufzuspüren, dass sie herausgefiltert werden können und nicht in unsere Gewässer gelangen.
  1. „Zukunft ist, wenn die Bienen wiederkommen.“ (zukunftsorte.berlin/bienen)
    Am Zukunftsort „Technologie-Park Berlin Humboldthain“ wurde das Projekt „Sens4Bee“ vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM ins Leben gerufen. Das Ziel ist, mithilfe von Sensoren in Bienenstöcken und an Einzeltieren genügend Daten zu erheben, um die Verbindung von Bienenwohl und Umweltereignissen zu analysieren.
  1. „Zukunft ist, wenn Krebs nur noch ein Tier ist.“ (zukunftsorte.berlin/krebs)
    Am Zukunftsort „Berlin-Buch“ entwickelt T-knife neuartige Immuntherapien gegen Krebs: Sie bringen den T-Zellen von Patient:innen bei, solide Tumoren zu erkennen und zu bekämpfen. T-knife ist ein Spin-off des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) zusammen mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

 

Zukunftsorte Berlin

T-knife

Research / 28.02.2022
Multiples Myelom: Warum der Krebs wiederkehrt

Mit zukunftsweisenden Methoden der Proteomanalyse hat ein interdisziplinäres Berliner Forschungsteam einen bisher unbekannten Mechanismus entschlüsselt, der einen Rückfall von Knochenmarkskrebs verursachen kann. Das berichten die Teams um Jan Krönke und Philipp Mertins in „Nature Communications“.

Selbst nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung kehrt ein Multiples Myelom, der häufigste Knochenmarkkrebs in Deutschland, fast immer zurück. Die Ursachen für die Therapieresistenz, wie genetische Veränderungen, und die damit verbundene Rückkehr der Erkrankung sind jedoch nur in wenigen Fällen bekannt. Wie ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) jetzt zeigt, macht die vermehrte Produktion eines bestimmten Proteins den Krebs unempfindlich gegen die Therapie. Die im Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlichten Ergebnisse eröffnen neue Behandlungsperspektiven.

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der Immunzellen im Knochenmark, die Plasmazellen, entarten. Das kann zur Schwächung des Immunsystems, Nierenversagen und starkem Knochenabbau und daraus folgenden Knochenbrüchen führen. Die durchschnittliche Überlebensdauer der Betroffenen hat sich mittlerweile durch neue Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert. Beispielsweise drängt eine Therapie mit den Medikamenten Lenalidomid und Pomalidomid den Krebs häufig erfolgreich zurück. Allerdings wird der Tumor in fast allen Fällen unempfindlich gegen die Medikamente, entwickelt also eine Therapieresistenz. Trotz Behandlung fängt er wieder an zu wachsen, was mit einer schlechten Prognose für die Patientinnen und Patienten einhergeht.

Ein neuer Ansatz für die Behandlung

Mit zukunftsweisenden Methoden der Proteomanalyse hat ein interdisziplinäres Berliner Forschungsteam jetzt einen bisher unbekannten Mechanismus entschlüsselt, der einen solchen Rückfall verursachen kann. „Wir konnten zeigen, dass der Zellteilungsregulator CDK6 von den Krebszellen zum Zeitpunkt der Therapieresistenz übermäßig stark produziert wird“, erklärt Professor Jan Krönke von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie am Charité Campus Benjamin Franklin und einer der beiden Leiter der Studie. „Auf Basis unserer Daten gehen wir davon aus, dass die Hemmung von CDK6 ein neuer Ansatz für die Behandlung eines zurückgekehrten Multiplen Myeloms sein könnte.“

Beim Multiplen Myelom wurden bislang trotz umfangreicher DNA-Sequenzierung nur selten Veränderungen auf der genetischen Ebene, wie beispielsweise Mutationen oder Genverluste, gefunden, die die Therapieresistenz erklären. „Das deutet darauf hin, dass es in den Krebszellen auf anderer Ebene Veränderungen geben muss, die den Rückfall erklären“, sagt der zweite Studienleiter Dr. Philipp Mertins. Der MDC-Forscher leitet die Technologieplattform „Proteomics“ von MDC und BIH. „Zum Beispiel können die Gene der Krebszellen auch auf Proteinebene unterschiedlich reguliert sein. Das ist ein Effekt, den wir hier für das Protein CDK6 beobachtet haben.“ Um herauszufinden, ob solche Veränderungen auf Proteinebene den Tumor resistent gegen die Therapie machen, nutzte das Forschungsteam neueste Entwicklungen der Massenspektrometrie-Technologie. So gelang es, in Tumorproben, die bei Patientinnen und Patienten vor und nach dem Rückfall entnommen wurden, mehr als 6.000 Proteine zu quantifizieren.

Die Proteinanalyse lenkte den Blick auf ein einzelnes Enzym 

Die Forschenden stellten auf diese Weise für eine ganze Reihe von Proteinen fest, dass sie in den Krebszellen nach dem Rückfall in größeren oder auch kleineren Mengen vorlagen als vor der Therapie. Ein Großteil dieser Effekte ließ sich jedoch durch statistische und bioinformatische Analysen auf ein einzelnes Protein zurückführen: CDK6. Die Abkürzung steht für Cyclin Dependent Kinase 6 und bezeichnet ein Enzym, das in der Zelle den Eintritt in die Zellteilung reguliert. 

Dass CDK6 eine zentrale Rolle in der Entwicklung einer Therapieresistenz beim Multiplen Myelom spielt, wies das Forschungsteam zunächst in der Zellkultur nach. „Als wir die Menge von CDK6 in kultivierten Myelomzellen künstlich erhöhten, wurden diese Zellen unempfindlich gegen die Wirkstoffe Lenalidomid und Pomalidomid“, erläutert Dora Ng, Wissenschaftlerin an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie am Charité Campus Benjamin Franklin und Erstautorin der Studie. „Gaben wir jedoch zusätzlich einen CDK6-Hemmer hinzu, zeigten die Medikamente wieder Wirkung und die Krebszellen gingen zugrunde. Das zeigt, dass sich die Resistenz der Myelomzellen gegen die Therapie zumindest teilweise aufheben lässt, indem man CDK6 hemmt.“

Einige CDK6-Hemmer sind bereits zugelassen

Diesen Effekt konnte das Team ebenso im Tiermodell bestätigen: Wurde neben Pomalidomid auch ein CDK6-Hemmer verabreicht, waren die Überlebenschancen bei einer solchen Erkrankung deutlich besser. „Diese Daten weisen darauf hin, dass auch Patientinnen und Patienten mit einem therapieresistenten Multiplen Myelom von einer zusätzlichen CDK6-Hemmung profitieren könnten“, sagt Krönke, der durch das Emmy Noether-Programm der DFG gefördert und auch Wissenschaftler des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Partnerstandort Berlin ist: „Um diese Annahme zu überprüfen, sind nun weitere Studien nötig. Dabei ist von Vorteil, dass einige CDK6-Hemmer bereits für die Behandlung von Brustkrebs zugelassen sind.“ 

Dr. Evelyn Ramberger, zweite Erstautorin der Studie, hat die Proteinanalysen für das Projekt durchgeführt. Die Postdoktorandin an der Charité und Technologieplattform „Proteomics“ von MDC und BIH ist von dem hohen Nutzen der Methode für die Krebsforschung überzeugt: „In Zukunft wollen wir den neuen Ansatz moderner, umfassender Proteinanalysen an Tumorgewebe beim Multiplen Myelom und weiteren Krebserkrankungen zur Aufdeckung therapeutischer Ziele und Biomarker für die personalisierte Krebsmedizin weiterverfolgen“, sagt sie. 

Über die Studie
Unterstützt wurde das Projekt durch das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Arbeit ist innerhalb des Konsortiums MSTARS (Multimodal Clinical Mass Spectrometry to Target Treatment Resistance) entstanden. Darin bündeln Forschungsgruppen der Charité und des MDC mit weiteren Berliner Partnern ihre herausragende Expertise in der Massenspektrometrie zu einem Forschungskern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt seit 2020 mit rund 5,7 Millionen Euro.

Massenspektrometrie
Die Massenspektrometrie ist ein technisches Verfahren zur Analyse der Masse von Molekülen und Atomen. Die zu untersuchende Substanz wird dabei in eine Gasphase überführt und ionisiert. Die Ionen werden mithilfe eines elektrischen Feldes stark beschleunigt und in der Analyseeinheit des Massenspektrometers nach dem Verhältnis ihrer Masse zu ihrer Ladung gemessen. Das Massenspektrum einer Substanz gibt Aufschluss über ihre molekulare Zusammensetzung. Daher eignet sich die Massenspektrometrie zur Identifizierung, Charakterisierung und Quantifizierung einer Vielzahl von Biomolekülen, wie Proteinen, Metaboliten, Zuckern und Fetten, die sich je nach Krankheitsbild und Individuum anders verhalten.

Weiterführende Informationen
Gemeinsame Pressemitteilung von Charité, BIH und MDC vom 17.06.2021 zur Leistungsfähigkeit der Proteinanalyse: Tiefer Einblick in Tumore
Gemeinsame Pressemitteilung von Charité, BIH und MDC vom 10.02.2020 zum MSTARS-Konsortium: Massenspektrometrie für die Präzisionsmedizin
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie (CBF)
Technologieplattform „Proteomics“ von MDC und BIH
BIH Core Unit Proteomics
Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung DKTK

Literatur
Dora Ng, Evelyn Ramberger et al. (2022): „Proteomic profiling reveals CDK6 upregulation as a targetable resistance mechanism for lenalidomide in multiple myeloma”. Nat Communications. DOI: 10.1038/s41467-022-28515-1

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das MDC fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete MDC zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin. www.mdc-berlin.de 

Gemeinsame Pressemitteilung der Charité und des BIH mit dem MDC auf der Website des MDC:
Multiples Myelom: Warum der Krebs wiederkehrt

Research / 28.02.2022
Cholesterol-lowering drugs may slow down metastase

Many people have to take statins to lower their cholesterol levels. But statins may be able to do even more: Researchers led by Ulrike Stein of the ECRC and Robert Preißner of Charité report in Clinical and Translational Medicine that these drugs inhibit a gene that promotes cancer cell metastasis.

Cancer patients rarely die from the primary tumor but rather from the metastases – even after successful tumor surgery. This is because cancer cells sometimes spread to other parts of body early in the disease, when the tumor is still very small and may not have even been discovered yet. To do this they must break away from the extracellular matrix and migrate into neighboring lymphatic vessels or blood vessels that transport them to new tissue, where they settle and proliferate.

Understanding the molecular mechanisms of metastasis is therefore a key piece of the puzzle in the fight against cancer. More than ten years ago, Professor Ulrike Stein and her lab at the Experimental and Clinical Research Center (ECRC) were able to discover an important driver of this process in human colorectal cancer: the metastasis-associated in colon cancer 1 (MACC1) gene. The ECRC is a joint institution of the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) and Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Drug screening identified statins

When cancer cells express MACC1, their ability to proliferate, move around the body, and invade other tissues is enhanced. “Many types of cancers spread only in patients with high MACC1 expression,” Stein explains. MACC1’s role as a key factor and biomarker of tumor growth and metastasis – not only in colorectal cancer, but in more than 20 solid tumors such as gastric, liver and breast cancer – has since been studied by many other researchers worldwide and confirmed in more than 300 publications. Now together with Dr. Robert Preißner of Charité, Stein has discovered what could disrupt metastatic progression in such cases: Statins, which are prescribed as cholesterol-lowering drugs, inhibit MACC1 expression in tumor cells. The scientists are presenting their findings in the journal Clinical and Translational Medicine.

In their search for MACC1 inhibitors, the researchers conducted high-throughput drug screening with colleagues at the European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg, Germany. They independently hit upon statins. They tested this discovery on various tumor cell lines, with favorable results: All seven drugs tested reduced MACC1 expression in the cells but to varying degrees. The scientists then administered the cholesterol inhibitors to genetically modified mice with increased MACC1 expression. This almost completely suppressed the formation of tumors and metastases in the animals. “What is particularly remarkable is that the benefits continued in the animals even after we reduced the animal dose to a human equivalent dose,” Stein says.

Statins have one big advantage: they are already approved

Robert Preißner and scientists at the University of Virginia also examined data from a total of 300,000 patients who had been prescribed statins. This analysis found a correlation: “Patients taking statins had only half the incidence of cancer compared to the general population,” Preißner explains.

Stein advises against taking statins as a preventive measure without consulting a doctor and having their lipid levels checked, so as to ensure no serious side effects occur.

“We are still at the very beginning,” the scientist stresses. “Cell lines and mice are not human beings, so we cannot directly transfer the results.” The experimental studies and retrospective data analysis will now be followed up by a clinical trial, she says. Only after that will it be possible to say with certainty whether statins actually prevent or reduce metastasis in patients with high MACC1 expression.

Source: Press Release MDC
Cholesterol-lowering drugs may slow down metastase

Living / 28.02.2022
Veranstaltungen zum Pankower Frauenmärz 2022

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März finden auch in Pankow zahlreiche Veranstaltungen der bezirklichen Fraueneinrichtungen statt.
Im Fokus der Veranstaltungen steht das Empowerment von Frauen in einer Gesellschaft, die noch immer von einer Vielzahl geschlechtsspezifischer Benachteiligungen geprägt und in der eine alltägliche Gleichstellung von Frauen und Männern noch längst nicht erreicht ist. Verstärkt werden diese Benachteiligungen durch eine weltweite Pandemie, weshalb der Pankower Frauenmärz und seine Veranstaltungen wichtiger denn je sind.
Ob zum Thema Catcalling (verbale sexuelle Belästigung) im öffentlichen Raum, Frauen in der Literatur und Kunst, auch und insbesondere im Kontext von Migration und Flucht, das Arbeiten und Leben in familiären Belastungssituationen - alle Veranstaltungen bieten Raum für einen solidarischen Austausch, Begegnung und Vernetzung.

Das Bezirksamt Pankow beteiligt sich am Pankower Frauenmärz mit zwei Aktionen: So setzt es am 7. März mit Hängung der Equal-Pay-Day-Fahne am Rathaus Pankow ein solidarisches Zeichen für die Schließung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Am 10. März wird die Fürsorgerin Gertrud Pincus durch eine Platzbenennung in Prenzlauer Berg gewürdigt und dadurch mehr Sichtbarkeit für Frauenpersönlichkeiten im öffentlichen Raum geschaffen.

Alle Termine und weitere Informationen sind im Frauenmärz-Programm auf der Website der Gleichstellungsbeauftragten im Bezirksamt Pankow zu finden: www.berlin.de/ba-pankow/gleichstellung.

Research / 28.02.2022
Always toward the arteries

Blood vessels of a zebrafish embryo: expression of the Wiskott-Aldrich gene is reduced in the right image. The actin filaments in the cell cytoskeleton are shown in black, nuclei of endothelial cells in red. (© Andre Angelo Sousa Rosa/Gerhardt Lab, MDC)
Blood vessels of a zebrafish embryo: expression of the Wiskott-Aldrich gene is reduced in the right image. The actin filaments in the cell cytoskeleton are shown in black, nuclei of endothelial cells in red. (© Andre Angelo Sousa Rosa/Gerhardt Lab, MDC)

Until now, it was unknown how a new blood vessel obtains the suitable diameter. A team led by MDC researcher Holger Gerhardt has published a paper in the journal Development outlining how targeted migration of newly formed cells from the veins toward the arteries is crucial in this process.

Stretching some 150,000 kilometers, human blood vessels form a widely branching network, which supplies even remote parts of the body with oxygen and nutrients. The more vessels leading away from the heart branch out, the finer they become. While the main artery in the body, the aorta, has a diameter of around three centimeters, the tiniest capillaries are just a few microns in diameter.

The situation is similar on the way back to the heart. The diameter of tiny venules, which transport oxygen-poor blood, is in the two- to three-digit micron range. But the two vena cavae that flow into the heart have a diameter of two centimeter.

Understanding malformations of the blood vessels

“It was previously unknown how a newly formed vessel obtains the suitable diameter and continually maintains this throughout its entire length,” says Professor Holger Gerhardt, leader of the Integrative Vascular Biology Lab the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) in Berlin. Together with researchers from the German Centre for Cardiovascular Research (DZHK) in Berlin, the Berlin Institute of Health (BIH) and the University of Edinburgh in Scotland, Gerhardt and his team have been investigating this question.

“Our research can contribute to a better understanding of congenital vascular malformations – such as the development of shunts in which arteries and veins are directly connected, which means that the tissue can no longer be adequately supplied with fresh blood through the capillaries,” Gerhardt explains. His study, which recently appeared in the scientific journal Development, was funded by the DZHK, the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF), the European Research Council (ERC) and the Leducq Foundation. The lead authors of the publication are the developmental biologist Dr. André Rosa and the mathematician Dr. Wolfgang Giese, both postdocs in Gerhardt’s lab.

Migration against the bloodstream

“In experiments with transparent zebrafish larvae, we were able to observe how arteries and veins initially form,” Gerhardt reports. His team focused on the endothelium, the inner lining of blood vessels, to understand how vessels sprout and connect. “This involved following each individual endothelial cell as it migrated through the organism,” the researcher says. The scientists then analyzed numerous live recordings on a computer using mathematical models.

The number of cell divisions determines the diameter of the veins. In arteries, on the other hand, the diameter is determined by the targeted migration of cells from the veins. “So the cells actively migrate against the flow of blood into the forming arteries,” Gerhardt explains. “If they don’t do this, the veins become too thick and the arteries too thin – and shunts are also formed and remain in place.”

A protein regulates migration

In the next step, the researchers looked into whether cell migration from veins into arteries is controlled by a specific gene. “We first examined the genetic material that regulates the actin cytoskeleton, which is involved in all cell movements in the organism,” Gerhardt recounts. “Surprisingly, we saw that the gene for a protein called WASp is extremely active in endothelial cells.”

The abbreviation WASp stands for “Wiskott-Aldrich syndrome protein,” which is essential for the function of the cytoskeleton. If it is defective, it can cause a hereditary immune disorder. “Until now, it had been thought that the WASp gene was expressed only in white blood cells,” says Gerhardt. “It did not seem to play a major role in endothelial cells.”

However, this assumption turned out to be false. “After we specifically switched off the WASp gene in some zebrafish larvae, the targeted migration of endothelial cells toward the arteries did not occur and shunts became more frequent,” Gerhardt reports. This observation is particularly interesting because people with an altered WASp gene sometimes suffer from recurrent aneurysms. An aneurysm is a balloon-like bulge in the wall of blood vessels, usually occurring in arteries. If it ruptures, it can result in a life-threatening loss of blood.

Research using human tissue

Now Gerhardt and his colleagues would like to verify the extent to which their observations can be transferred to humans. “We want to find out whether the mechanism we have discovered plays a role in the development of diseases and, if so, to what extent this can be influenced,” Gerhardt says. His research not only focuses on the rare Wiskott-Aldrich syndrome. It is also conceivable that an altered WASp gene could lead to pulmonary hypertension, which occurs much more frequently.

Text: Anke Brodmerkel

Figure: Blood vessels of a zebrafish embryo: expression of the Wiskott-Aldrich gene is reduced in the right image. The actin filaments in the cell cytoskeleton are shown in black, nuclei of endothelial cells in red. (© Andre Angelo Sousa Rosa/Gerhardt Lab, MDC)

Further information

Literature

André Rosa, Wolfgang Giese et al. (2022): „WASp controls oriented migration of endothelial cells to achieve functional vascular patterning“, Development, DOI: 10.1242/dev.200195

www.mdc-berlin.de

Living / 23.02.2022
Beirat für Menschen mit Behinderungen konstituiert sich neu

Engagierte für neue Wahlperiode gesucht

Nach den Wahlen im Herbst konstituiert sich auch der Beirat für Menschen mit Behinderungen neu. Aktuell sind Interessierte, die künftig in dem Gremium mitwirken möchten, aufgerufen, sich beim Bezirksamt Pankow zu bewerben.

Erwartet wird eine regelmäßige, aktive Teilnahme der Mitglieder an den turnusmäßigen Sitzungen, die alle zwei Monate freitags stattfinden. Engagierten Menschen mit Behinderungen, Träger der öffentlichen Verwaltung und Vereine der Inklusionshilfe können bis zum 25. März 2022 ihr Interesse an der Mitarbeit bekunden. Ein entsprechendes Formular und alle Kontaktdaten gibt es auf der Seite der Beauftragten für Menschen mit Behinderung im Bezirksamt Pankow unter:

https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/beauftragte/menschen-mit-behinderung/

Bezirksbürgermeister Sören Benn: "Lassen Sie uns gemeinsam das Leben der Menschen mit Behinderungen erleichtern und in unserem Bezirk die Umsetzung des Landesgleichberechtigungsgesetzes beleben und gestalten. Pankow steht für eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen".

Weitere Informationen und Anforderung des Formulars bei Ilona Struck, E-Mail: Ilona.Struck@ba-pankow.berlin.de, Tel.: 030 90295-2568.

Research / 21.02.2022
What the gut reveals about the heart

Drugs can affect the gut microbiota in different ways. © Isabel Romero Calvo/EMBL
Drugs can affect the gut microbiota in different ways. © Isabel Romero Calvo/EMBL

Changes in the gut microbiome can ultimately lead to cardiovascular disease. Yet some of the alterations appear to normalize in chronic conditions, a team led by ECRC researcher Sofia Forslund reports in Nature Medicine. This finding may have clinical implications.

The bacteria of the human gut have a major impact on health. To date, however, scientists have only a rudimentary understanding of the complicated relationships between the gut microbiome and disease development. The Swedish bioinformatician Dr. Sofia Forslund, who heads the Host-Microbiome Factors in Cardiovascular Disease Lab at the Experimental and Clinical Research Center (ECRC), has once again succeeded in identifying changes in the complex interplay of intestinal microbiota that apparently play a decisive role in the development of major common diseases. The ECRC is a joint institution of the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC) and Charité – Universitätsmedizin Berlin.

 

Back in December, Forslund published a study as lead author in the journal Nature in which she and her colleagues analyzed data from 2,173 European patients to find out how the microbiome and cardiometabolic diseases – such as heart disease and diabetes – influence each other and what role prescribed drugs play in this.

The microbiome is involved from the start

In her current paper in the journal Nature Medicine, Forslund and an international team of 62 other researchers describe several important alterations in the gut microbiome that play a role in cardiovascular disease development, focusing in particular on coronary heart disease (CHD). In this disease the blood vessels that supply oxygen to the heart muscle are constricted. CHD is the most frequent cause of death in Western countries. Forslund is one the of six lead authors of the paper, which may open up new avenues for preventing heart disease.

For the study, the researchers recruited 1,241 middle-aged Europeans, both healthy individuals and patients with CHD at three distinct clinical stages – acute coronary syndrome, chronic CHD, and CHD with heart failure. Also recruited were patients without CHD but with metabolic diseases such as obesity or type 2 diabetes. Other institutions collaborating on the study included the German Centre for Cardiovascular Research (DZHK) in Berlin, the European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg, and the Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel.

The scientists analyzed the gut metagenome and the blood and urine metabolome in all subjects. The metagenome contains the genomic information of all the microorganisms that inhabit the gut, while the metabolome comprises all the molecules involved in metabolism. “When taking lifestyle factors and medication effects into account, we have found that about three-quarters of the microbiome and metabolome characteristics that distinguish people with CHD from healthy individuals are also present in people with metabolic disease,” Forslund says. “This suggests that the microbiome and metabolome are altered long before the apparent onset of cardiovascular disease, even in the early stages of metabolic disease.” That in turn, she says, strongly suggests that the microbiome is involved in the early pathogenesis of heart disease.

Some characteristics return to normal

In a further step in the research, Forslund’s team analyzed microbiome and metabolome characteristics that are specific to CHD and the three clinical stages being studied – in order to facilitate accurate diagnosis in the future. “We also wanted to find out to what extent these signatures were associated with a change in medication,” Forslund reports. “What came as a surprise in all our analyses was the observation that some anomalies we find in acute disease seem to normalize in chronic conditions.” She says she plans to examine these differences in greater detail: “Eliminating them could help stabilize acutely ill patients.”

In addition, Forslund says, the results show that caution is needed in future clinical trials. “Many of the signatures we found are not specific to cardiovascular disease,” she says. That is something that must be addressed in further studies of patients, she adds. Forslund also recognizes the limitations of her current work: “As this is a cross-sectional study, we can’t determine causality but only associations.”

Further insights into the human heart

It now remains to be seen whether longitudinal data will confirm the results. “Such data will be provided, for example, by the BeLOVE (Berlin Long-term Observation of Vascular Events) study, for which we are recruiting some 10,000 patients with cardiovascular disease,” says Forslund. The researcher anticipates that the first findings from the study, in which the MDC, Charité and the Berlin Institute of Health (BIH) are involved, will be available in a few years. Forslund is also looking forward to data from another study. Together with colleagues, she is currently analyzing the microbiome of heart failure patients whose heart’s pumping capacity is limited.

The ECRC researcher was also involved in another paper published simultaneously in Nature Medicine. In this publication, the authors profiled the blood microbiome and metabolome of 199 patients with acute coronary syndrome for abnormalities. Among other things they found that the affected individuals, who were treated in two large Israeli hospitals, had significantly lower levels of a previously unknown bacterial species from the Clostridiaceae family compared to people without the life-threatening cardiovascular condition.

Text: Anke Brodmerkel

Press release at the website of the MDC
What the gut reveals about the heart

 

Research / 21.02.2022
IT Girls in der Biomedizin - Was macht eine Informatikerin in der Gesundheitsforschung?

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) lädt am 28. April von 9.15 - 14 Uhr Schülerinnen ein:

Herzlich willkommen zum Girls‘ Day am MDC !

Wir nehmen Euch für einen Tag mit in unsere Labore! Unsere Azubis, Forscherinnen und IT-Fachfrauen zeigen Euch ihren Berufsalltag und erzählen Euch warum sie ihren Beruf gewählt haben, wie ihr Weg dahin ausgesehen hat und was daran so cool ist. Einblicke in die biomedizinische Spitzenforschung sind mit auf dem Menu. Dieses Angebot ist ab Klassenstufe 8 (mind. 13 Jahre alt).

Mehr Information zum Ablauf und zu den Themen findest Du unten.  Zur Anmeldung klicke bitte auf „Register now

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Die Hälfte der Forschenden sind Frauen; sie haben meist Biologie, Medizin oder Physik studiert, und es gibt auch Mathematikerinnen und Bioinformatikerinnen; viele haben erst nach dem Studium mit Informatik angefangen. Computer-gestützte Wissenschaft und Methoden der künstlichen Intelligenz spielen bei der Forschung eine immer wichtigere Rolle. Forschung funktioniert nur, weil sie von zahlreichen Menschen aus verschiedensten Berufsgruppen unterstützt wird, besonders von IT-Fachleuten.

Programm

9:15

Ankommen am MDC in Berlin-Buch bzw. am BIMSB in Berlin Mitte

9:30-10:20 Begrüßung und Kennenlernen der ganzen Gruppe. Was ist das MDC? Was bedeutet „Data Science“ und IT für die Arbeit am MDC?

10:20-10:30

Blitzlicht: die sechs gastgebenden Gruppen* („Hosts“) stellen sich kurz vor; Aufteilung auf die Gruppen (2 Mädchen/Gruppe)

10:30-12:30

Zeit in den Gruppen; Einblick in den Berufsalltag; Aktionen; Fragen und Antworten

12:35-13:15

Alle kommen zusammen  zum abschließenden Austausch und Feedback, Zusammenfassung, Verabschiedung

13:30-14:00

Gemeinsames Mittagessen in der Mensa in Buch bzw. Cafeteria in Mitte
Ende ca. 14 Uhr

Diese Gruppen laden jeweils zwei von Euch ein, ihren Berufsalltag kennenzulernen:

  1. Brigitte Bouman und das Team von Laleh Haghverdi entwickelt neue mathematische, computergestützte Methoden zur Analyse von biologischen Datensätzen.
  2. Untersuchungen zur Entwicklung des Nervensystems am Modell der Fliege könnt Ihr mit Miriam Faxel aus dem Team von Robert Zinzen erleben.
  3. Rebecca Knoll und Theda Bartolomäus aus dem Team von Sofia Forslund untersuchen anhand von Computermodellen, wie Herz-Kreislauf-Leiden das Leben im Darm beeinflussen und umgekehrt.
  4. Isabella Douzoglou Munoz und Johanna Elisabeth Fritsch aus dem Team von Melissa Birol erforschen, was „tanzende Spagetti“ im Gehirn anrichten.
  5. Petra Lange und ihre Kolleginnen führen Euch auf eine Roadshow durch die IT. Dort erfahrt Ihr, was Frauen in der IT alles leisten, und wie sie mit Mut, Können und manchmal Glück in diese Berufe gefunden haben.

Veranstaltungsort:

MDC (Buch und Mitte)
Robert-Rössle-Straße 10 bzw. Hannoversche Straße 28
13125 Berlin
Germany

Girl's Day 2022 am MDC

17.02.2022
Neue Kleingewässer im Landschaftsschutzgebiet Buch

Im Landschaftsschutzgebiet Buch sollen im Rahmen der Kompensation von Eingriffen durch den Ausbau der Autobahn A114 fünf Kleingewässer mit einer Gesamtfläche von 1.290 Quadratmetern angelegt werden. Drei kleinere Senken werden mit etwa 50 bis 80 cm Tiefe und zwei größere Mulden mit einer Tiefwasserzone von bis zu zwei Metern gebaut. Die geplanten Biotope bieten Vögeln, Amphibien und Insekten Lebensraum und Nahrungsmöglichkeiten.

Die Prüfung des Areals ergab jetzt, dass von dem Projekt keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind und auf eine aufwendige Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet werden kann. Maßgebend für die Einschätzung waren die nur geringen Einflüsse hinsichtlich der Nutzungs- und Schutzkriterien sowie die positiven Effekte auf Reichtum, Verfügbarkeit, Qualität und Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ressourcen, insbesondere Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt des Gebiets. „Vorbehaltlich eines zeitnahen Abschlusses des Plangenehmigungsverfahrens und entsprechender Vergabemöglichkeit an einen Landschaftsbaubetrieb kann der Bau voraussichtlich im Winter 2022 beginnen und bis Frühjahr 2023 abgeschlossen sein“, erklärt die Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlicher Raum, Manuela Anders-Granitzki.

Die Unterlagen, welche der Entscheidung zugrunde liegen, sind bei Interesse im Umwelt- und Naturschutzamt Pankow zur Einsicht zu erfragen und im Internet unter dem folgen Link veröffentlicht:

https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=D812625E-8451-43AD-9AA5-CAADA4E1F4F1&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-be&docid=D812625E-8451-43AD-9AA5-CAADA4E1F4F1

Living / 16.02.2022
Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes - Bezirksamt Pankow warnt vor Betreten der Grünanlagen

Das Straßen- und Grünflächenamt Pankow warnt für den 16. und 17. Februar 2022 ausdrücklich und dringend vor dem Betreten der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen. Es liegt eine aktuelle Sturmwarnung auch bis in die Nacht zum Samstag, 19.02.2022 des Deutschen Wetterdienstes vor. Örtlich kann es orkanartige Böen geben.

Aufgrund der langen Trockenperioden der vergangenen Jahre sind viele Bäume stark geschwächt und aktuell besonders gefährdet.

Trotz regelmäßiger Überprüfung der Bäume auf Verkehrssicherheit kann es daher zum Umsturz von Bäumen oder dem Abbrechen starker Äste kommen. Für Menschen, die sich in Parks und Grünanlagen aufhalten, besteht daher Lebensgefahr.

Research / 11.02.2022
Neuer Omikron-Subtyp auf dem Vormarsch

Ähnlich wie zuvor in Dänemark breitet sich in Berlin ein weiterer Subtyp der Omikron-Variante aus: BA.2. Das ergab die Auswertung von Abwasserproben am MDC in Kooperation mit den Berliner Wasserbetrieben und dem Berliner Labor der amedes-Gruppe. Durch BA.2 könnte sich die derzeitige Corona-Welle verlängern.

Das Coronavirus mutiert ständig. Nach Alpha und Beta kam Delta, auch Gamma, Lambda, Epsilon und Iota kursieren in Teilen der Welt. Seit Omikron auf den Plan getreten ist, ist Delta in Deutschland fast vollständig verschwunden. Von Omikron sind zwei Subtypen bekannt, BA.1 und BA.2. In Berlin dominiert bislang BA.1. Doch Wissenschaftler*innen des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und des Laborunternehmens amedes konnten nun im Berliner Abwasser die Omikron-Untervariante BA.2 nachweisen: Anfang Januar war der Anteil kaum sichtbar, doch bereits am 13. Januar machte BA.2 ungefähr sechs und am 19. Januar ungefähr zwölf Prozent aus. Er wächst also schnell an.

 

Die beiden Subtypen unterscheiden sich in etwa 20 Mutationen voneinander. In Dänemark und in Südafrika hat BA.2 den Subtyp BA.1 nahezu verdrängt, in Großbritannien nimmt der Anteil von BA.2 seit Anfang Januar ebenfalls schnell zu. Eine Untersuchung dänischer Forscher*innen zeigt, dass BA.2 sich offenbar noch schneller verbreitet als BA.1. „Es ist möglich, dass BA.2 die derzeitige Omikron-Welle etwas verlängert“, sagt der MDC-Molekularbiologe Dr. Emanuel Wyler aus der Arbeitsgruppe „RNA-Biologie und Posttranscriptionale Regulation“ von Professor Markus Landthaler. „Die bisherigen Daten aus Großbritannien und Dänemark deuten aber eher darauf hin, dass bezüglich Krankheitsschwere und Wirkung der Impfung BA.1 und BA.2 vergleichbar sind.“

Computer-Tool sagt voraus, ob Inzidenz zu- oder abnimmt

Bei ihrer Vorhersage stützen sich die MDC-Wissenschaftler*innen auf ein computergestütztes Tool, das Vic-Fabienne Schumann und Dr. Rafael Cuadrat von der Technologie-Plattform „Bioinformatics and Omics Data Science“ von Dr. Altuna Akalin am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des MDC zusammen mit Kolleg*innen entwickelt haben. Mit „PiGx SARS-CoV-2“ können sie die Ausbreitung von SARS-CoV-2 sowie die Häufigkeit von Mutationen oder Virusvarianten aufdecken. Es funktioniert unabhängig von der Anzahl der Coronatests und den Krankheitsverläufen.

Ihre Ergebnisse decken sich mit denen der Berliner Wasserbetriebe, die in Kooperation mit dem Berliner Labor der amedes-Gruppe unter der Leitung von Dr. Martin Meixner ein eigenes Nachweis-Modell inklusive der Sequenzierung der Virusvarianten sowie eine App für die Visualisierung der Daten entwickelt haben. MDC und die Berliner Wasserbetriebe teilen sich die Arbeit auf: Während der Fokus der Wasserbetriebe auf der schnellen Bestimmung und Übermittlung der Viruslast liegt, analysiert das MDC vorrangig Untertypen und Mutationen.

Seit mehr als einem Jahr suchen die Forschenden im Berliner Abwasser nach dem Erbgut des Coronavirus. Einmal wöchentlich bereiten die Berliner Wasserbetriebe, die aktuell eine eigene Virus-Sequenzierung in ihrem Labor einrichten, Abwasserproben auf und senden diese ans BIMSB sowie an amedes. Die Wissenschaftler*innen reichern die Viruspartikel an und vervielfältigen das Virus-Erbgut mithilfe der PCR. In einem nächsten Schritt können sie mit Hochdurchsatz-Sequenzierungen sehen, welchen Anteil die einzelnen Virusvarianten unter den gefundenen Coronaviren ausmachen. Für die Abwasser-Sequenzierung am BIMSB ist insbesondere die Arbeitsgruppe von Markus Landthaler sowie die Genomik-Plattform unter der Leitung von Dr. Janine Altmüller verantwortlich.

Werden Proben aus dem Hals-Rachenraum sequenziert, wird bislang nicht zwischen Virusvarianten unterschieden. Abwasseranalysen machen das leichter: „Für ein aussagekräftiges Ergebnis über die Verbreitung neuer Virusvarianten müssen deutlich weniger Proben untersucht werden als bei der Analyse von Nasen-Rachenabstrichen“, sagt Markus Landthaler. „Außerdem können sie zur Frühwarnung dienen, da sie mit einigen Tagen Vorsprung zeigen, welche Variante im Umlauf ist. Die Daten zu BA.2 zeigen, wie empfindlich und effizient das Abwasser-Monitoring ist beim Bestimmen von Krankheitserregern. Das ist auch über SARS-CoV-2 hinaus von Bedeutung.“

Untersuchungen des Abwassers sind in Deutschland noch nicht als Teil eines Corona-Frühwarnsystems etabliert – weder für bekannte noch für ganz neue Virusvarianten. Das könnte sich jetzt ändern: Berlin ist einer von 20 Pilotstandorten im Abwasser-Monitoring-Programm, das die Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), für Gesundheit (BMG) sowie für Bildung und Forschung (BMBF) mithilfe von EU-Mitteln fördern. Projektpartner sind die Berliner Wasserbetriebe und das Landesamt für Gesundheit und Soziales. Ziel ist ein nationales Abwasserüberwachungssystem. Es soll Daten über SARS-CoV-2 und insbesondere seine Varianten im Abwasser erheben und an die zuständigen Gesundheitsbehörden sowie an eine europäische Austauschplattform übermitteln.

Weiterführende Informationen

 

Research / 11.02.2022
ERC Proof of Concept Grant for Gaetano Gargiulo

© David Ausserhofer, MDC
© David Ausserhofer, MDC

High-throughput methods that help search for new cancer drugs often rely on oversimplified models. For example, they do not account for the most common cell states found in patients with cancer. MDC researcher Gaetano Gargiulo has now received an ERC Proof of Concept Grant to seek a solution to this problem.

Cancer cells deceive the body in insidious ways. Not only do they change their DNA and thus become more diverse, they can also change states over and over again. “If you want to tackle cancer cells with precise therapies, you have to take into account all their heterogeneity and factor in possible evasive maneuvers,” says Dr. Gaetano Gargiulo, head of the Molecular Oncology Lab at the Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC). It is becoming increasingly clear that cell states are an essential part of this process. He and his colleagues have invented a technology that can visualize and document the transitions from one cell state to another.

The cells of many solid tumors, including common cancers like those of the lung, breast, colon and pancreas, take advantage of a cellular program that occurs in embryonic development: epithelial-mesenchymal transition (EMT). When epithelial tumor cells transition into the mesenchymal state, they can travel through the body more easily and respond to anti-cancer therapies differently. Using their new technology, Gargiulo and his team were able to show, for example, that immune cells can become collaborators in this process. They help glioblastoma cells in the brain transition to a mesenchymal state and thus become resistant to chemotherapy. The team has also followed these cell state changes in lung cancer. “And they are hardly a one-way street,” Gargiulo says.

The invention of the molecular reporters that visualize the transition was part of a project that the European Research Council (ERC) is already funding with a Starting Grant. Gargiulo and his team quickly realized that the technology was not only relevant to their own research questions, but also could make the search for new drugs against cancer more effective. The ERC shares this view and is now funding the first steps toward commercialization of the discovery with a Proof of Concept (PoC) Grant of €150,000. Gargiulo is one of 166 researchers from all over Europe who is receiving PoC funding this year, paving the way for them to translate their findings into broadly applied solutions.

Searching more efficiently for new cancer drugs

Garguilo’s project aims to improve the high-throughput methods that scientists and the pharmaceutical industry use to search for new cancer drugs. Established cell lines are the standard models for testing large compound libraries in one screening. “However, this approach is currently oversimplified, as information on cell states is neither obtained nor accounted for in the process,” Gargiulo says. “Yet cell states have a profound impact on whether therapeutics can be effective or not. And there is consensus that in the future a combination of different agents will be employed to prevent possible evasive maneuvers.” With the help of the PoC Grant, he and his colleagues now intend to develop a toolbox that makes molecular reporters available for frequently used cell lines. They also want to specify the culture media in such a way that they purposefully push the cells into one state or another.

“As scientists, we can develop a prototype,” Gargiulo says, “but that’s only one step toward broad implementation.” Intellectual property expertise and a strategy that promotes discovery value creation, he says, are also essential – for example in collaboration with the MDC’s technology transfer team. “The ERC grant gives us time to focus on these steps. It’s an important boost.” He is convinced it will be pay off. After all, shortcomings in drug development currently eat up billions of euros and small optimizations might have a significant impact on the economy and society – and on the countless patients who need effective therapies.

Further information

economic development, Innovation / 09.02.2022
Eckert & Ziegler to Supply Telix with Lutetium-177 for Clinical Trials

Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700, TecDAX) has executed with Telix Pharmaceuticals Limited (ASX:TLX, Telix) a comprehensive global supply agreement for Eckert & Ziegler’s therapeutic radioisotope Lutetium-177 (non-carrier-added 177Lu). The radiopharmaceutical will be used to advance Telix’s portfolio of Molecularly Targeted Radiation (MTR) investigational products.

EZAG will immediately commence supply of n.c.a. 177Lu for use in clinical trials of Telix’s therapeutic candidates TLX591 (177Lu-rosopatamab for advanced prostate cancer) and TLX250 (177Lu-girentuximab for kidney cancer).

Lutetium-177 is used in precision oncology for targeted radionuclide therapy. The radioisotope Lutetium-177, is linked to tumor specific drugs which then incorporates the radiating element of the radioisotope into the tumor cells, while largely sparing healthy tissue.

"The agreement underlines our outstanding expertise in delivering isotopes to the pharmaceutical industry. With our production facilities in Europe, Asia and in North America, we are excellently positioned to meet the increasing demand for this isotope and related development and manufacturing services," explained Dr. Harald Hasselmann, Executive Director and responsible for the Medical segment of Eckert & Ziegler. “Our recently concluded joint venture with Atom Mines LLC provides us with excellent access to the scarce and indispensable precursor ytterbium-176, enabling us to supply lutetium-177 n.c.a. in highest purity and reliably to pharmaceutical customers worldwide.”

Dr. Gabriel Liberatore, Telix Group Chief Operating Officer continued, “We are pleased to have established this agreement with EZAG, a premier supplier of high-quality medical radioisotopes, who are now part of our global network of lutetium suppliers. We are committed to working with global partners with a reputation for delivering the highest quality isotopes, and a demonstrated commitment to environmentally sustainable production technologies. Telix’s relationship with EZAG is a multi-isotope partnership and we are delighted to include 177Lu access as part of the supply chain.”

Radiotherapeutic agents that are coupled with Lutetium-177 prior to injection are currently under late-stage clinical development for several types of cancer.

About Eckert & Ziegler.
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with more than 900 employees is one of the world's largest providers of isotope-related components for nuclear medicine and radiation therapy. The company offers services for radiopharmaceuticals at its worldwide locations, from early development to commercialization. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the TecDAX index of Deutsche Börse.

About Telix Pharmaceuticals
Telix is a biopharmaceutical company focused on the development of diagnostic and therapeutic products using Molecularly Targeted Radiation (MTR). Telix is headquartered in Melbourne, Australia with international operations in Belgium, Japan, Switzerland and the United States. Telix is developing a portfolio of clinical-stage products that address significant unmet medical needs in oncology and rare diseases. Telix is listed on the Australian Securities Exchange (ASX: TLX)

Source: Press Release EZAG
Eckert & Ziegler to Supply Telix with Lutetium-177 for Clinical Trials

www.ezag.de

Living, Patient care / 07.02.2022
Impftag in Buch am 16. Februar 2022

Mobiles Impfteam des Gesundheitsamtes Pankow im Bucher Bürgerhaus

Das Mobile Impfteam des Gesundheitsamtes Pankow ist am Mittwoch, dem 16. Februar 2022 von 9 bis 14 Uhr im Bucher Bürgerhaus, Franz-Schmidt-Straße 8, 13125 Berlin, im Einsatz.

Geimpft werden Personen ab dem 12. Lebensjahr, Minderjährige nur in Begleitung eines/einer Erziehungsberechtigten, Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Zum Einsatz kommt der Impfstoff BioNTech/Pfizer für Erst- und Zweitimpfung sowie die Boosterimpfung nach aktuellen Empfehlungen der STIKO. Vorgelegt werden muss ein Lichtbildausweis bzw. ein gültiges Ausweisdokument, Impfpass ist wünschenswert.

Dazu sagt Dr. Cordelia Koch, Stadträtin für Gesundheit: „Impfen schützt Leben. Impfen schützt vor schweren Krankheitsverläufen. Schon ab dem 1. Piks. Ich freue mich daher sehr über unseren Impftag und ich hoffe, dass viele Menschen am 16. Februar 2022 ins Bucher Bürgerhaus kommen.“

Weitere Informationen auf der Seite des Gesundheitsamtes:

https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/aemter/gesundheitsamt/artikel.1173657.php

Research / 03.02.2022
Solving puzzles of the chloride ion channel ASOR

(c) FMP
(c) FMP

The chloride ion channel ASOR is found in almost all our cells. But apart from its involvement in cell death, not much is known about its physiological role. Two years ago, researchers of the FMP and MDC led by Prof. Thomas Jentsch were able to identify the gene encoding this acid-sensitive ion channel. Now, in collaboration with Prof. Long (New York), they have gained astonishing insight about its structure and activation mechanisms. The findings, now published in Science Advances, are another step on the way to solving the puzzle of ASOR.

Ion channels have vital functions: They ensure that ions such as chloride, potassium or sodium can flow in and out of our cells. Thereby they regulate the electrolyte content of cells and their environment and can generate electrical signals. Ion channels are also very important for the function of intracellular organelles. ASOR is a pH sensitive chloride channel that is present both in outer and inner membranes of cells.

Until now, little has been known about the Acid-Sensitive Outwardly Rectifying Anion Channel - ASOR for short. In 2019, the team of Prof. Thomas Jentsch from the Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) and Max Delbrück Center for Molecular Medicine (MDC) in Berlin identified the gene for the acid-sensitive ion channel, in parallel with another group in the USA. Long before, it was known that this channel only opens when the extracellular environment becomes very acidic. This is unusual, because such a low pH normally only occurs when cells die - for example, in case of stroke or heart attack.

To date, it is unclear why virtually all human and animal cells possess this ion channel. Recent data suggest that ASOR plays an important role in intracellular vesicles, whose pH is acidic enough to activate ASOR. However, the mechanism of this activation, and the structure of the chloride-conducting pore were unknown. Knowledge of these properties is, however, a prerequisite for designing pharmaceuticals that may affect ASOR. In close collaboration with structural biologists in New York, the Berlin researchers have now gained important new insights: For the first time, the structure of the open channel was shown and a novel activation mechanism was identified.

Structure of the open channel described
Using cryo-electron microscopy, the collaborating team led by Professor Steve Long at the Memorial Sloan Kettering Cancer Institute in New York, obtained high-resolution structures of the channel at different pH values. Models for the molecular mechanisms underlying ASOR’s function were derived from a comparison of these structures. They were tested by the Berlin team using replacements of single amino acids and subsequent electrophysiological analysis. "What we found is quite unusual for an ion channel", says postdoctoral researcher Maya Polovitskaya, one of the study's first authors. "Changes in pH lead to contraction of the channel's extracellular domain, which thereby pulls on membrane-spanning helical segments of the channel protein. Unlike other channels, where opening of the pore involves only relatively small changes in the position of a single or a few amino acids, we see a dramatic change in the membrane-spanning segment of ASOR. This process, which we call transmembrane metamorphosis, results in the formation of a pore through which chloride flows. This remodeling is strikingly different from the opening mechanism of other known channels."

Acid leads to channel metamorphosis via electrical forces
By comparing the channel structures at neutral and acidic pH, the researchers also tracked down the underlying activation mechanism. For each subunit of the channel, which is composed of three identical proteins, there are three pairs of negatively charged amino acids in the extracellular domain. They normally repel each other electrically. At acidic pH, i.e., a high concentration of H+ (protons), these positively charged particles intercalate between the negative side chains of the amino acid pairs and 'stick' them together. This results in the contraction of the extracellular part described above and the formation of the membrane pore. This mechanism explains the strong pH dependence of ASOR.

The sodium channel ASIC, known for decades, is also opened by acidic pH. However, the mechanism of pH sensitivity and the iris-like opening of ASIC’s pore are fundamentally different from ASOR. "In our work, we have discovered new mechanisms and laid a foundation for the development of ASOR-influencing compounds", says Polovitskaya.

The question remains: what is ASOR actually good for? Some time ago, a group from the USA showed that the ion channel plays a fatal role in stroke. Knock-out mice in which ASOR was switched off survived the stroke with less permanent damage than their counterparts with a functioning channel.

Cell death may not be the only purpose of ASOR
"ASOR definitely plays a role in acid-induced cell death, but a role in intracellular processes, for example in the transport of vesicles, is now coming to the fore", says research group leader Prof. Thomas Jentsch. He has already discovered a number of ion channels, described their biological functions and showed that some of them are mutated in human disease. The researcher is confident that he will also be able to solve the mystery of ASOR. "We already have evidence that inhibiting the channel could mitigate brain cell death in stroke. But being basic researchers, we naturally also want to understand the biological function in healthy organisms", Jentsch says. "Much of our effort is directed towards solving this exciting question."

Source:
Chongyuan Wang, Maya M. Polovitskaya, Bryce D. Delgado, Thomas J. Jentsch, Stephen B. Long. Gating choreography and mechanism of the human proton-activated chloride channel ASOR. Science Advances, Vol 8, Issue 5, DOI: 10.1126/sciadv.abm3942

Press release on the website of the FMP:
Solving puzzles of the chloride ion channel ASOR

Research, Innovation, Patient care, Education / 02.02.2022
Campus Berlin-Buch promotes "Jugend forscht"

© Jugend forscht
© Jugend forscht

Young talents from the fields of mathematics, computer science, natural sciences and technology (MINT) will start in February in Berlin at the nationwide competition for young scientists "Jugend forscht". This year's motto is: "Ingenious by chance?".

The Buch Campus is one of the four locations of "Jugend forscht" in Berlin. The Max Delbrück Center for Molecular Medicine in the Helmholtz Association (MDC), the Leibniz Research Institute for Molecular Pharmacology (FMP), Campus Berlin-Buch GmbH and - associated - the Experimental and Clinical Research Center (ECRC) of MDC and Charité - Universitätsmedizin Berlin are hosting the competition as sponsors.

A total of 38 projects by students between the ages of 10 and 18 were assigned to the Campus Buch. The sponsoring institutions design a program for the regional competition - from the introductory event to the design of the presentations and their evaluation by the jury to the award ceremony.

"The competition is exciting every time," says Dr. Ulrich Scheller, managing director of Campus Berlin-Buch GmbH. "Whether 'accidentally ingenious' or simply enthusiastic about implementing their own ideas - 'Jugend forscht' is a very good incentive to try out the natural sciences and technology and to come into contact with research institutions or companies."

Text: CBB

Further information

Living / 02.02.2022
Vorstellung Masterplan „Pankower Tor“ - Digitales Bürgerforum mit Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey am 9. Februar 2022

Leben, Einkaufen, Arbeiten im neuen Stadtquartier „Pankower Tor“: Mit der Fertigstellung des Masterplans wurde jetzt ein wichtiger planerischer Meilenstein des Großprojekts erreicht. Vor dem nun folgenden ersten Beteiligungsschritt im Bebauungsplanverfahren begrüßt die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey alle Interessierten am 9. Februar 2022 um 18 Uhr im Rahmen eines digitalen Bürgerforums via Live-Stream auf www.pankower-tor.de

In Bürgerforum stellen Vertreter:innen des Bezirksamts Pankow, des Senats und der Krieger Handel SE zusammen mit dem Planerteam den Masterplan „Pankower Tor“ anhand eines Modells vor. Über einen Live-Chat können Fragen an die Mitwirkenden gestellt werden.

Der Masterplan für die Hauptfläche des Vorhabengebiets zwischen Mühlenstraße und Prenzlauer Promenade ist die Grundlage für den Entwurf des Bebauungsplans, mit dem das Planungsrecht für das neue Quartier geschaffen werden soll.

In Kürze werden die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie parallel die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durchgeführt. Der konkrete Beteiligungszeitraum wird nach erfolgter Beschlussfassung durch das Bezirksamt noch gesondert öffentlich bekannt gemacht. Nach den frühzeitigen Beteiligungsschritten erfolgt (den gesetzlichen Vorgaben entsprechend) vor dem Abschluss des Verfahrens mindestens noch eine weitere Beteiligung der Öffentlichkeit zum Entwurf des Bebauungsplans.

economic development / 01.02.2022
Glycotope to spin-out its Service Business to the newly formed FyoniBio GmbH

Glycotope GmbH, a biotechnology company developing antibodies against proteins carrying tumor-specific carbohydrate structures, and CantonBio Deutschland GmbH, a subsidiary of Canton Biologics Co. Ltd., a leading Chinese CDMO, today announced the successful completion of CantonBio’s acquisition of Glycotope’s service business under the newly formed FyoniBio GmbH.

The spin-out completes Glycotope’s refocus solely towards drug discovery and development, utilizing its proprietary technology platform to develop uniquely tumor-specific monoclonal antibodies. FyoniBio, now as part of Canton Biologics Group, will continue the contract development service business and offer a broad range of ISO-9001 compliant services from cell line development to clinical bioanalysis.

Henner Kollenberg, Glycotope’s Chief Executive Officer, said “We look forward to collaborating with FyoniBio for our development needs, while Glycotope’s renewed focus solely on drug discovery and development sharpens our profile as a platform company for tumor targeting antibodies with unique specificity.”

Dr. Lars Stöckl, Managing Director of FyoniBio said “We are also looking forward to continuing the service business with a great team of long-term colleagues and long-standing existing partners as well as potential new collaborators.”

Dr. Hans Baumeister, Managing Director of FyoniBio added; “We are so happy to be able to offer extended one-stop service packages from clone and cell line development all the way to GMP manufacturing. Our portfolio in clinical bioassay services performed under GCLP quality regulations is surely an add-on for the CDMO service offered by FyoniBio and Canton Biologics.”

Dr. Xiao Shen, Founder and Chief Executive Officer of Canton Biologics said, “The acquisition of FyoniBio not only supports the international growth strategy of Canton Biologics, more importantly, through FyoniBio, Canton Biologics can significantly extend our technology platforms and service scope to better support international clients in Europe and worldwide.”

About Glycotope
Glycotope is a biotechnology company utilizing a proprietary technology platform to develop uniquely tumor-specific monoclonal antibodies. Glycotope antibodies target specific tumor-associated carbohydrate structures or protein/carbohydrate combined glyco-epitopes (GlycoTargets). Glycotope has to date discovered in excess of 150 GlycoTargets with antibodies against several of these targets currently under development.

Based on their superior tumor-specificity, Glycotope antibodies are suitable for development in an array of different modes of action including naked antibodies, bispecifics, antibody-drug-conjugates, cellular therapies or fusion-proteins.

Currently six clinical and pre-clinical programs based on this technology are under development by Glycotope or its licensing partners. Visit www.glycotope.com.

About FyoniBio
FyoniBio is a newly formed contract development and clinical lab company continuing the service business of Glycotope on the biotech campus Berlin Buch. FyoniBio is offering 20 years of experience in developing biopharmaceuticals to customers. FyoniBio is an ISO 9001 certified company and operates in part under GCLP. Comprehensive one-stop shop services, from clone development to RCB for CHO and GEX cell lines, process development ready to transfer to the GMP facility of your choice, cutting edge know-how in glycobiology (analytics and cell biology), bioassay development for a wide range of proteins. Excellent know-how in clinical PK, biomarker and immunogenicity analysis of clinical samples under good clinical and laboratory practice (GCLP). Visit www.fyonibio.com.

About Canton Biologics
Canton Biologics Co., Ltd. is a private-funded science-driven high-tech enterprise located in Canton Greater Bay Area. It is in process of international-leading cell line development, upstream, downstream process development, formulation development, physicochemical analysis and bioanalysis method development technology platforms in its R&D centre, as well as fed-batch and perfusion cGMP manufacturing in 50-2000L SUBs under the most stringent regulatory requirement in its commercial manufacturing site. Since the establishment in 2016, Canton Biologics has provided biopharmaceutical and biotech companies with high quality one-stop CMC services covering a broad range of biomacromolecule drugs including monoclonal (mono- and multi-specific) antibodies, recombinant and fusion proteins, probiotic bacteria, vaccines and recombinant viruses for cell and gene therapy. Visit www.cantonbio.com.

Quelle: GLYCOTOPE GmbH
Glycotope to spin-out its Service Business to the newly formed FyoniBio GmbH

Living / 29.01.2022
Wasserpumpe und Sonnenliegen: Die Grünfläche rund um die Gänseplastik in Buch wird 2022 erneuert

Das Bucher Bürgerhaus gegenüber der zukünftigen Baustelle feiert 2022 sein zehnjähriges Bestehen

Kunst gibt es in den Pankower Quartieren überall zu entdecken: Brunnen, Plastiken aus Sandstein oder Bronzefiguren, wie die Gruppe von Gänsen auf der Grünfläche an der Franz-Schmidt-Straße in Buch. Schon 1980 warf der Künstler Nikolaus Bode mitten im Plattenbaugebiet einen wehmütigen oder auch belustigten Blick auf das dörfliche Leben längst vergangener Zeiten. Doch die Bucher – ob jung oder alt – lieben ihre Gänse. Seit Jahren trägt jede von ihnen im Winter einen passenden, handgemachten Wollschal – der oder die Urheber:innen dieser Art von Aktionskunst blieben bisher unerkannt, auch wenn die Mitarbeiter:innen im Bucher Bürgerhaus einen direkten Blick auf die Fläche haben.

Das Bürgerhaus ist mit seinen Angeboten seit der Eröffnung 2012 ein wichtiger Anlaufpunkt für den gesamten Ortsteil geworden: Nach dem Umbau der ehemaligen Kita mit Stadtumbaumitteln sind hier das Bürgeramt Karow/Buch sowie die Eltern- und Familienberatung und ein Familienzentrum eingezogen, außerdem zahlreiche weitere Angebote freier Träger, u.a. das Stadtteilzentrum, die Stadtteilzeitung Bucher Bote und ein Second-Hand-Laden. 2022 feiert das Bucher Bürgerhaus sein zehnjähriges Bestehen – coronabedingt steht noch nicht fest, in welcher Form. Wir werden es rechtzeitig ankündigen.

In diesem Jahr wird mit Mitteln der Nachhaltigen Erneuerung auch die gegenüberliegende Grünfläche um die Gänseplastik behutsam aufgewertet und barrierefrei gestaltet. Dieser Wunsch ist unter der aktiven Bucher Bürgerschaft weit verbreitet. Schon 2019 fand dazu eine öffentliche Beteiligungsveranstaltung statt, deren Ergebnisse in die Planung des Büros Belvedere Landschaftsarchitekten einflossen.

Die Wege werden teilweise mit einem berollbaren, aber wasserdurchlässigen Natursteinbelag (Markenname Luwadur) ausgestattet. Im neuen Mosaikpflaster des zentralen Platzes mit dem Kunstwerk findet sich auch das Gänsemotiv wieder. Liegen, eine Baumrundbank, Parkbänke und Sitzauflagen auf der Beton-Einfassung des Pflanzrings aus Stauden, Gräsern und Gehölzen bieten Platz für die verschiedensten Erholungsansprüche.

Die vorhandenen Baumgruppen werden ergänzt: Kirschen, Birken-, Linden und Ahornbäume betonen die verschiedenen Zugänge. Wildsträucher und Zieräpfel schirmen die Grünfläche von der Straße ab und bieten Schutz für Vögel und Insekten. Und auch die Menschen aus der Nachbarschaft können weiterhin ihre Verbundenheit mit ihrem Quartier zeigen, z. B. wenn sie bei trockenem Wetter die Beete und jungen Bäume wässern. Möglich macht es die neue Wasserpumpe – dieser Aspekt des traditionellen Dorflebens ist in den Zeiten der Klimakrise modern und nachhaltig.

Text: Anka Stahl

www.stadtentwicklung.berlin.de

Research, Innovation / 26.01.2022
Vereint gegen Krebs: ASC Oncology erhält ab 2022 hochkarätig besetzten Beirat

Die Verbesserung der Behandlung von Krebspatienten ist ein zentrales Thema für Betroffene, Angehörige, Onkologen und Forscher weltweit. Die
grenzüberschreitende, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Etablierung personalisierter Behandlungsmethoden sind hierfür essenzielle Schritte. Durch die Gründung des mit internationalen Experten besetzten Beirates eröffnet ASC Oncology zusätzliche Perspektiven mit dem Ziel, das Reverse Clinical Engineering® für Krebspatienten in die Regelversorgung zu integrieren.

Das hochkarätig besetzte Gremium setzt sich für die Jahre 2022/2023 aus Vor- und Nachdenkern zusammen, die mit ihrer herausragenden Expertise in verschiedenen relevanten Bereichen strategisch unterstützend tätig werden:

Vorsitzende: Prof. Dr. med Angela Brand (Utrecht, Niederlande)
Die Kinderärztin und Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen ist Professorin an der medizinischen Fakultät der Universität Maastricht, am Maastricht Wirtschafts- und Sozialforschungsinstitut für Innovation und Technologie der Vereinten Nationen sowie an der Fakultät für Lebenswissenschaften an der Universität Manipal in Indien. Ihre mehrjährige berufliche Erfahrung im klinischen, ministeriellen und akademischen Bereich im In- und Ausland bringt sie derzeit als Direktorin und Beiratsmitglied in diversen internationalen Gremien ein, wie etwa der Digital Health Society, dem global Health Foresight der Weltgesundheitsorganisation sowie des internationalen Konsortiums zur personalisierten Medizin.

Dr. med. Dr. rer. nat. Saskia Biskup (Tübingen, Deutschland)
Als Fachärztin für Humangenetik führt sie in Tübingen eine Praxis für Humangenetik und ist die Mitgründerin der CeGaT GmbH. Sie forscht an genetischen Erkrankungen und deren Diagnostik, einer ihrer weiteren Schwerpunkte ist die Anwendung neuer Methoden im klinischen Alltag.

Prof. Tony Ng (London, Vereinigtes Königreich)
Tony Ng ist Leiter der Fakultät für Krebs und Pharmazeutische Wissenschaften sowie Richard Dimbleby Professor für Krebsforschung am King’s College London. Darüber hinaus ist er Professor für molekulare Onkologie am University College London Cancer Institute. Seine Expertise als Wissenschaftler umfasst u.a. die Fachbereiche Medizin, Immunologie, Krebszellbiologie, Biochemie, optische Bildgebung und Zellbiophysik.

Bettina Ryll, MD, PhD (Uppsala, Schweden)
Dr. Ryll ist Ärztin und promovierte Wissenschaftlerin der Biomedizin. Sie ist Gründerin des Melanoma Patient Network Europe und war zwischen 2015 und 2018 Vorsitzende der ESMO Patient Advocacy Working Group - das erste Mal, dass diese Position von einer Nicht-Onkologin besetzt wurde. Seit Oktober 2019 ist sie Mitglied des Cancer Mission Board der Europäischen Kommission. Als Patientenfürsprecherin hat sie ein besonderes Interesse an evidenzbasierter Patientenfürsprache und der aktiven Beteiligung von Patienten an aktueller Forschung.

Till Willebrand, M.Sc. (Berlin, Deutschland)
Till Willebrand ist als Senior-Unternehmenskundenbetreuer Gesundheitswirtschaft bei der Berliner Sparkasse tätig. In dieser Funktion unterstützt er Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie Medizintechnik- und Pharmaunternehmen mit Finanzierungslösungen. Er bereichert als Finanzexperte den Beirat und ASC Oncology in wirtschaftsstrategischen Fragen.

Gemeinsam mit allen Mitgliedern des neu konstituierten Beirates arbeitet ASC Oncology daran, die personalisierte Behandlung von Patienten als neuen Standard in der Krebstherapie zu etablieren. Die herkömmliche Leitlinientherapie, nach der Krebspatienten behandelt werden, zeigt in lediglich 30 bis 80 Prozent der sogenannten Erstlinientherapien Wirkung. Bei der zweiten und dritten Therapierunde nimmt die Erfolgsquote drastisch ab. Das Reverse Clinical Engineering®-Testverfahren von ASC Oncology ist deshalb der konsequente, nächste Schritt der personalisierten Medizin. Onkologen und Betroffene werden von Behandlungsbeginn an mit evidenzbasierten, wissenschaftlichen Daten bei der Wahl der bestmöglichen individuellen Therapie unterstützt.

Über ASC Oncology
ASC Oncology wurde von neun führenden Wissenschaftlern der Kompetenzfelder Pathologie, Tumorbiologie, Biochemie, Biotechnologie und Molekularbiologie 2019 mit dem Ziel gegründet, sich der wichtigsten Herausforderung der modernen Onkologie anzunehmen: Patienten zur richtigen Zeit mit der richtigen Therapie zu versorgen. Dabei treten die Wissenschaftler von ASC Oncology an, durch das Reverse Clinical Engineering®-Verfahren mehr Patienten besser zu versorgen als je zuvor in der Geschichte der Onkologie. ASC Oncology - Rethink Oncology.

Research, Innovation, Living, Education / 24.01.2022
Ausstellung würdigt Pionierinnen

Dass die Nobelpreisträgerin Emmanuelle Charpentier in Berlin forscht, ist bekannt. Doch welche Forscherinnen haben die Stadt ebenso geprägt? All diesen Pionierinnen ist eine Ausstellung des BIH und der Senatskanzlei Berlin gewidmet, die bis zum 9. März am MDC und jederzeit online zu sehen ist.

Die Wanderausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ stellt insgesamt 22 außergewöhnliche Forscherinnen vor, die Berlin als Stadt und Wissenschaftsstandort geprägt haben und heute noch prägen. Es sind Pionierinnen ihres Faches und Wegbereiterinnen für künftige Generationen von Wissenschaftlerinnen: von Agnes Harnack, die sich im Jahr 1908 als erste Studentin der Stadt offiziell immatrikulieren durfte, über Marlis Dürkop-Leptihn, die nach 118 männlichen Vorgängern im Jahr 1992 zur ersten Präsidentin der Berliner Humboldt-Universität gewählt wurde, bis zur Chemie-Nobelpreisträgerin des Jahres 2020, Emmanuelle Charpentier.

Die Inhalte können alle Interessierten auf deutsch in der Mediathek der BIH-Website abrufen. Beschäftigte des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) sowie Besucher*innen des Gläsernen Labors haben außerdem vom 24. Januar bis zum 9. März 2022 die Chance, sich die Ausstellung vor Ort im Foyer des MDC.C anzuschauen. Leider ist aufgrund der Omikron-Welle kein weiterer Besuchsbetrieb möglich.

„Die Welt der Wissenschaft gehört Euch“

Die Ausstellung ist eine Initiative des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, und des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH). Um Wissenschaftlerinnen in der öffentlichen Wahrnehmung mehr Sichtbarkeit zu geben, haben BIH-Expertinnen gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern in sogenannten Edit-a-thons neue Wikipedia-Einträge von Berliner Hochschullehrerinnen und Forscherinnen erstellt oder bestehende Einträge überarbeitet.

Zur Vernissage am 19. Oktober im Roten Rathaus sagte Müller: „Viele großartige Wissenschaftlerinnen haben Berlin über Jahrzehnte zu der führenden Innovationsmetropole gemacht, die sie heute ist. Wir wollen nicht nur informieren, sondern besonders die kommenden Generationen inspirieren und jeder Schülerin und jungen Frau zurufen: Die Welt der Wissenschaft gehört Euch!“ Auch zwei Wissenschaftlerinnen, die auf dem Campus Berlin-Buch wirkten, sind auf den Tafeln der Ausstellung gewürdigt: Dr. Cécile Vogt und Dr. Gudrun Erzgräber.

Dr. Cécile Vogt und Dr. Gudrun Erzgräber

Cécile Vogt (1875-1962) war promovierte Neurologin und gilt gemeinsam mit ihrem Ehemann Oskar Vogt als eine der Begründerinnen der modernen Hirnforschung. Sie leistete herausragende Arbeit am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung, das 1929 in Buch einen modernen Forschungsbau in Buch bekam. Ihre bahnbrechenden Arbeiten trugen zur Aufklärung des Gehirnaufbaus bei, außerdem erforschte sie Erkrankungen des Nervensystems. Nach Angaben der Nobelstiftung war Vogt die erste Frau, die für einen Nobelpreis in Medizin oder Physiologie nominiert war, insgesamt 13-mal zwischen 1922 und 1953. 1932 nahm sie die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zusammen mit Oskar Vogt als Mitglied auf, eine hohe Auszeichnung in Deutschland.

Gudrun Erzgräber (*1939) ist Kernphysikerin. Sie promovierte am Zentralinstitut für Molekularbiologie der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Buch, lebte und arbeitete etliche Jahre in der Sowjetunion. Mitte der 1980er Jahre kehrte sie nach Buch zurück und begann eine Karriere als Wissenschaftsmanagerin, 1992 am Campus Berlin-Buch. Hier war sie maßgeblich an der Entwicklung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) beteiligt. Sie warb 66 Millionen Euro an Fördermitteln von Bund, Land und EU für die Entwicklung des Wissenschafts- und Technologiestandorts Buch ein und baute mit großem Engagement den Biotechnologiepark auf. Unter ihrer Leitung entstand zudem das Gläserne Labor. Das Land Berlin und die Bundesrepublik Deutschland haben Gudrun Erzgräber für ihre herausragenden Leistungen jeweils mit einem Verdienstorden geehrt. Über die Ausstellung freut sie sich: „Ich denke, das ist das auch ein kleines Element dafür, dass Frauen mehr in die Wissenschaft gehen, mehr in Führungspositionen gehen, in Vorstände, in Aufsichtsräte.“

Weiterführende Informationen

Pressemitteilung auf der Webseite des Max Delbrück Centrums für Molekulare Medizin (MDC)
Ausstellung würdigt Pionierinnen

Education / 24.01.2022
Naturwissenschaften hautnah

Das Lernen von zu Hause fiel manchen Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie besonders schwer. Für diese Schülerinnen und Schülern aus Buch bietet das Gläserne Labor deshalb ab Februar Arbeitsgemeinschaften (AGs) und Projektwochen, um naturwissenschaftliche Inhalte nachzuholen und anschaulich zu vermitteln. Über den Dachverband der Schülerlabore „Lernort Labor“ wird dies vom Bundeswirtschafts- und vom Bundesfamilienministerium gefördert und ist daher kostenfrei.

Angewandter 3D-Druck und Biodiversität
Für Jugendliche aus der Hufeland-Schule gibt es zwei AGs mit je 10 Plätzen, Anmeldungen sind noch möglich. In der AG „3D-Druck“ dürfen sie einen 3D-Drucker aufbauen, lernen Kunststoffe kennen und können eigene Modelle entwerfen und drucken. Dabei kommen Chemie und Mathe zum Einsatz, auch die Wiederverwendbarkeit von Kunststoffen ist Thema. Die zweite AG beschäftigt sich mit Insekten und der rückläufigen Biodiversität. Welche Insekten lassen sich auf dem Campus und in dessen Umgebung finden, und wie viele sind auf definierten Teilbereichen der Wildblumenwiesen zu zählen? Biologie wird auch greifbar, wenn Honig der Campusbienen untersucht wird, insektenfreundliche Pflanzen gepflanzt und Insektenhotels gebaut werden.

Grundschul-Kinder entdecken Naturphänome
Mit 10 Kindern der Evangelischen Grundschule kann die „Forscher-AG“ starten. Hier steht im Mittelpunkt, mit allen Sinnen die Naturphänomene und den eigenen Körper zu entdecken. Bei letzterem wird es um Ernährung gehen, um Tastsinn und Sehvermögen. Im Labor wird dazu experimentiert, das Programm folgt auch den Interessen der Kinder. Am Ende gibt es ein Forscherdiplom.

Spannende Projektwochen
Je 12 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die von den Lehrkräften empfohlen werden, können sich für die drei Projektwochen zur Systembiologie, zu Verfahren der Klonierung und zur Genschere CRISPR/Cas bewerben. Sie schlüpfen in dieser Zeit in die Rolle von Wissenschaftler:innen und Technischen Assistent:innen. Im Labor planen sie die Experimente, führen sie durch, protokollieren den Verlauf, werten sie aus und präsentieren die Ergebnisse vor Experten. Die Projektwochen vermitteln auch berufliche Möglichkeiten in der Molekular- und Systembiologie, Biotechnologie sowie Bioinformatik: Von Ausbildungen wie Technische Assistent:in, Chemie- oder Biologie-Laborant:in bis hin zu Studienfächern wie Biologie, Biotechnologie und Medizin.

Weitere Informationen zu den Arbeitsgemeinschaften: https://www.glaesernes-labor.de/de/arbeitsgemeinschaften

Weitere Informationen zu den Projektwochen: https://www.glaesernes-labor.de/de/fit-studium

Living / 21.01.2022
Der Opfer gedenken, neuen Faschismus verhindern

Lichterkette zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2022

Die Lichterkette vor dem ehemaligen Jüdischen Waisenhaus in der Berliner Straße 120-121 in 13187 Berlin findet am 27. Januar 2022 ab 18 Uhr statt. Die Veranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktags führt die Kommission für Bürgerarbeit in Pankow in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) durch. Bezirksbürgermeister Sören Benn eröffnet die Lichterkette um 18 Uhr. Anschließend findet in der Alten Pfarrkirche Pankow um 19 Uhr eine kleine Andacht mit Pfarrerin i.R. Ruth Misselwitz statt.

Weitere Informationen unter www.lichterkette-pankow.de.

Education / 21.01.2022
MINT-Berufe kennenlernen und ausprobieren

Welche Berufsbilder bieten Naturwissenschaft und Technik? Das Gläserne Labor hilft Jugendlichen bei der Orientierung

Schülerinnen ab Klasse 9 bietet das Gläserne Labor seit dem vergangenen Jahr die Chance, in der Reihe „NATürlich Ausbildung!“ Berufe in den Naturwissenschaften und mit Technik-Bezug kennenzulernen. Sie lernen dort Frauen kennen, die in MINT-Ausbildungsberufen arbeiten, können selbst experimentieren und sich mit anderen naturwissenschaftlich Interessierten austauschen. Die Reihe wird bis 2023 fortgesetzt und findet abwechselnd im NatLab der Freien Universität Berlin, im Gläsernen Labor und im Mikroskopierzentrum des Naturkundemuseums statt. Hier erfolgt die Anmeldung über das NatLab. 

Am 16. und 17. März 2022 findet auf dem Campus Buch im Max-Delbrück-Communications Centrum die Ausbildungsmesse vocatium Berlin focus statt. Unter anderem gibt dort das Gläserne Labor Einblicke in MINT-Ausbildungsberufe auf dem Campus Berlin-Buch, stellt die Reihe „NATürlich Ausbildung!“ vor und lädt zu Workshops ein, die den Berufsalltag von Biologie- und Chemielaborant:innen zeigen.

Entdecken Sie das Programm von "NATürlich Ausbildung!“

News auf der Website des Gläsernen Labors
MINT-Berufe kennenlernen und ausprobieren

Research, Innovation / 21.01.2022
Combination is key – new treatments for lung and colon cancer?

Researchers from the Experimental Pharmacology and Oncology (EPO) in Berlin-Buch in cooperation with academic partners identified new experimental approaches to treat therapy resistant cancer. Patients with advanced colon cancer have limited treatment options as tumors frequently metastasizes to the peritoneum or the liver. Together with the Charite, Alacris, the Max-Plack-Institute for Molecular Genetics in Berlin and the University of Graz, scientists have identified genetic instability and mutations in the mitogen-activated protein kinase pathway (MAPK) as common markers for therapy resistance in experimental colon cancer models.

Evaluation of new therapy combinations, targeting specific pathways revealed strong tumor growth inhibition in those otherwise resistant colon cancers. The study was recently published by Marlen Keil and colleagues (1) in Cancers and is demonstrating, that molecular profiling allows identification of colon cancer subgroups for personalized combination treatments. Genetically stable colon cancers with mutations in the MAPK pathway (KRAS and BRAF) have shown responses to the combination of drugs inhibiting EGFR (cetuximab), MEK (trametinib), and BRAF (regorafenib), providing a strong hypothesis for further clinical evaluation. In addition we have seen that PI3K, mTOR and RET inhibition by everolimus or regorafenib seems to be additive with EGFR inhibition (cetuximab) in selected colon cancers with those activated pathways.

A second study is addressing lung cancer without targetable oncogenic mutations, still a major challenge for oncologists. Lung tumors can be conceived as an organ constituted of different cell types with distinct biologic functions, building a Cellular Tumorigenic Network. Next to the neoplastic cells, originating from critical genetic alterations, non-neoplastic cells such as cancer associated fibroblasts, endothelial cells and immune cells comprise a heterogenic tumor microenvironment. The simultaneous inhibition of signaling within the Cellular Tumorigenic Network and suppression of cellular interdependency by targeting critical paracrine signaling axes is intended to inhibit tumor cell proliferation and thus to
overcome drug resistances. Bioinformatics analysis of gene expression profiles provides evidence of a relationship between the expression of the paracrine signaling pathway members and common drug resistances.

Based on this hypothesis, Stefan Langhammer (2) together with scientists from the University of Kiel and EPO compiled a low-dose targeted drug regimen combining drugs inhibiting tumor, endothelial and immune cell as well as cancer associated fibroblasts function by blocking VEGFR and HGFR (cabozantinib), SDF1α and CXCR4 (plerixafor), the EGFR pathway (afatinib), and COX2 (etoricoxib). For experimental validation of this hypothesis, highly resistant patient derived lung cancer xenograft (PDX) models have been subjected to treatment with the proposed drug combination regimen. All 16 PDX tumors were completely growth suppressed by this drug regimen, leading to an Objective Response Rate of 81% and a Clinical Benefit Rate of 100% with an excellent safety profile. These results strongly encourage the further validation of this cabozantinib, afatinib, plerixafor and etoricoxib combination therapy in preclinical and clinical studies for advanced stage lung cancer patients without current therapeutic options.

(1) Keil et al. Modeling of Personalized Treatments in Colon Cancer Based on Preclinical Genomic and Drug Sensitivity Data. Cancers (2021)
https://www.mdpi.com/2072-6694/13/23/6018

(2) Guergen et al. Breaking the crosstalk of the Cellular Tumorigenic Network by low-dose combination therapy in lung cancer patient-derived xenografts. Commun Biol 5, 59 (2022)
https://www.nature.com/articles/s42003-022-03016-5

www.epo-berlin.com

Living / 19.01.2022
Verteilung von kostenlosen FFP2-Masken für Bedürftige im Bezirk Pankow

Ausgabe an den drei Rathausstandorten ab 20. Januar 2022

Im Land Berlin gilt derzeit wieder eine verschärfte Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Bezirk Pankow verteilt ab dem 20. Januar 2022 die vom Berliner Senat zur Verfügung gestellten FFP2-Masken an Personen mit geringem Einkommen. Dazu gehören zum Beispiel:

• Personen mit Anspruch auf den Berlinpass
• Bezieher:innen von Leistungen nach dem SGB II
• Bezieher:innen von Leistungen nach SGB XII
• Empfänger:innen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
• Empfänger:innen des Kinderzuschlags nach Bundeskindergeldgesetz (BKGG) etc.

Die Verteilung erfolgt in den Rathäusern Pankow (Breite Str. 24a-26, 13187 Berlin), Weißensee (Berliner Allee 252-260, 13088 Berlin) und Prenzlauer Berg (Fröbelstraße 17, 10405 Berlin) jeweils im Eingangsbereich in der Pförtnerloge während der Öffnungszeiten der Rathäuser (Mo. bis Fr. 8 bis 18 Uhr, außer an Feiertagen).

Am ersten Ausgabetag (20.01.2022) beginnt die Ausgabe voraussichtlich erst ab 10:00 Uhr.

Pro berechtigter Person können bis zu fünf Schutzmasken ausgegeben werden. Die Ausgabe erfolgt solange der Vorrat reicht. Die Bedürftigkeit ist durch geeignete Dokumente (BerlinPass, BaFög, ALG, Grundsicherung u. ä.) zu belegen.

Research / 13.01.2022
Omikron hat Berlin im Griff

Der Anteil von Omikron liegt in Berlin bei 90 Prozent. Das zeigen jüngste Abwasser-Analysen des Max-Delbrück-Centrums und der Wasserbetriebe. Anfang Dezember lag der Anteil noch bei fünf Prozent. MDC-Teams haben ein computerbasiertes Werkzeug für solche Untersuchungen entwickelt.

Wer sich mit Corona ansteckt, scheidet das Erbgut der Viren unweigerlich aus. Unabhängig davon, ob Symptome da sind oder nicht, und auch nicht nur mit der Atemluft oder dem Speichel: Im Stuhlgang infizierter Menschen ist die RNA von SARS-CoV-2 ebenfalls zu finden. Und von der Toilette aus gelangt sie mit dem Abwasser zügig in die Kläranlage.

Im Februar 2021 begannen mehrere Teams des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), im Berliner Abwasser nach dem Erbgut des Coronavirus zu suchen. Sie sequenzierten es, interpretierten die erhaltenen Daten und visualisierten die Ergebnisse in anschaulichen Grafiken. Das Resultat der gemeinsamen Arbeit haben Vic-Fabienne Schumann und Dr. Rafael Cuadrat von der Technologie-Plattform „Bioinformatics and Omics Data Science“ von Dr. Altuna Akalin, der das Projekt koordiniert hat, jetzt gemeinsam mit ihren Kolleg*innen veröffentlicht. Das am MDC entwickelte Tool ist dadurch anderen Wissenschaftler*innen, die mit ihm arbeiten wollen, zugänglich.

Von fünf auf 90 Prozent in vier Wochen

Seit Dezember fahnden die die MDC-Forscher*innen auch nach der neuen Omikron-Variante. Erste Zwischenergebnisse liegen nun vor: So stieg der Anteil von Omikron in den Abwasserproben, die das MDC untersucht hat, bereits im Laufe des Dezembers 2021 rasant: von fünf Prozent am 8. Dezember über 40 Prozent am 23. Dezember bis hin zu 65 Prozent am 29. Dezember. Am 5. Januar 2022 lag der Anteil bei 90 Prozent, Delta war praktisch verdrängt. Das Ergebnis bestätigt Analysen, die das Labor der Berliner Wasserbetriebe gemacht hat. Auch sie zeigen im Verlauf des Dezembers steigende Anteile der Omikron-Variante.

Die trübe Flüssigkeit der Berliner Kanalisation zu nutzen, um schnelle und detaillierte Informationen zur Verbreitung des Coronavirus in der Hauptstadt zu erhalten, war die Idee von Professor Nikolaus Rajewsky. Der Direktor des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des MDC nahm vergangenes Jahr Kontakt zu den Berliner Wasserbetrieben auf, die ihr Abwasser gerne zu Forschungszwecken zur Verfügung stellten.

Auf der Preprint-Platform „medRxiv“ stellen die Forscher*innen um Akalin, der Letztautor der Studie ist, das Werkzeug namens „PiGx SARS-CoV-2“ nun detailliert vor. „Es handelt sich um ein computergestütztes Tool, mit dem wir die Infektionsdynamik und die zirkulierenden Varianten von SARS-CoV-2 zeitgleich an verschiedenen Standorten grafisch darstellen können“, erläutert Schumann. „Das Wichtigste, was man in diese End-to-End-Pipeline einspeisen muss, sind die Resultate der RNA-Sequenzierungen aus dem Abwasser, die Informationen über die zu untersuchenden Varianten und ein paar Nebeninformationen zu den Daten.“

Die Ergebnisse, die „PiGx SARS-CoV-2“ in Grafiken präsentiert, sind zum einen unabhängig von der Zahl der Coronatests und der symptomatischen Krankheitsverläufe. Zum anderen können sie der Frühwarnung dienen: „Sie sagen verlässlich vorher, ob die Inzidenz in den kommenden Tagen zu- oder abnehmen wird“, sagt Schumann.

Neue Varianten frühzeitig entdecken

Um ihre Pipeline zu prüfen, analysierten die Forscher*innen von Februar bis Juni 2021 insgesamt 38 Abwasserproben aus vier Berliner Klärwerken. „Wir konnten mit unserem Werkzeug die Dynamik der besorgniserregenden Alpha-Variante rekonstruieren und haben zudem die charakteristische Mutation der Delta-Variante und deren Anstieg Anfang Juni entdeckt“, berichtet Schumann. „Somit haben wir gezeigt, dass die Pipeline funktioniert.“ 

Für die Abwasser-Sequenzierungen am MDC ist insbesondere die BIMSB-Arbeitsgruppe „RNA Biologie und Posttranscriptionale Regulation“ von Professor Markus Landthaler verantwortlich. „Der große Vorteil unserer computergestützten Methoden besteht darin, dass wir zeitgleich nach allen bekannten Variationen des Virus suchen und neue Mutationen womöglich früher als bisher erkennen können“, erläutert Dr. Emanuel Wyler, Postdoktorand in der AG Landthaler. „Mithilfe der von uns entwickelten mathematischen Modelle lassen sich bedenkliche Varianten vielleicht sogar aufspüren, bevor sie klinisch relevant werden.“

Abgeordnetenhaus debattiert

Aktuell verfeinert das Team die gezielte Suche nach Varianten wie Omikron im Abwasser und rekonstruiert die Infektionsdynamik. „Denn noch ist umstritten, wie gut sich völlig neue Virusvarianten mit unseren Methoden aufspüren lassen“, erklärt Schumann: „Bislang ist nicht ganz klar, ob die Viren-RNA im Abwasser ähnlich vollständig ist wie im Blut von Patientinnen und Patienten.“

Untersuchungen des Abwassers sind in Deutschland noch nicht als Teil eines Corona-Frühwarnsystems etabliert – weder für bekannte noch für ganz neue Virusvarianten. Dennoch überwachen die Berliner Wasserbetriebe seit Juli 2021 regelmäßig und aus eigenen Mitteln an mehreren Stellen das Abwassernetz und stehen dazu im Austausch mit dem Berliner Senat und dem LAGeSo. Derzeit berät die Politik, ob ein bundesweites Monitoring-Programm aufgelegt und mit EU-Geldern gefördert werden soll – und welche Rolle Berlin dabei spielen kann. Am 19. Januar 2022 soll es dazu eine Anhörung im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses geben – mit den Wasserbetrieben und Daten aus dem MDC.

„Andere Länder, beispielsweise Schweden, die Niederlande und Italien, sind da sehr viel weiter“, sagt MDC-Forscherin Schumann. „Vielleicht hilft unser Tool aber dabei, die Situation auch hierzulande zu verändern.“

Literatur

Vic-Fabienne Schumann, Rafael Ricardo de Castro Cuadrat, Emanuel Wyler et al. (2021): „COVID-19 infection dynamics revealed by SARS-CoV-2 wastewater sequencing analysis and deconvolution“. MedRxiv, DOI: 10.1101/2021.11.30.21266952

Hinweis: Es handelt sich um Zwischenergebnisse und ein Manuskript, das auf einem Preprint-Server der Wissenschaft zur Verfügung steht. Bislang gab es noch keine wissenschaftliche Begutachtung der Methode (Peer Review). Bis zur offiziellen Veröffentlichung kann noch einige Zeit vergehen, möglicherweise müssen die Autor*innen das Manuskript anpassen und / oder erweitern. Da das Thema aufgrund der besorgniserregenden Omikron-Variante derzeit sehr dringlich ist, stellt das MDC es dennoch hier vor.

Weiterführende Informationen

 

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das MDC fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC ) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete MDC zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin. www.mdc-berlin.de

Education / 13.01.2022
Noch Plätze für kleine Forscher im Ferienprogramm des Campus Berlin-Buch

Das Gläsernen Labor lädt Ferienkinder wieder ein, selbst zu Forschern zu werden:

Normalerweise experimentiert ihr bei uns zusammen mit Wissenschaftlern im Labor. Doch auch in diesem Winter werden wir online mit euch experimentieren. Wir vom Labor aus, und ihr von zu Hause. Damit wir genügend Zeit haben, auf Entdeckungsreise in den Naturwissenschaften zu gehen, werden wir drei Stunden mit euch gemeinsam verbringen. Und damit bei all dem Forschen die Bewegung nicht zu kurz kommt, wollen wir mit euch auch eine halbe Stunde Sport machen. Lasst euch überraschen, was wir alles für euch vorbereitet haben.

So ist der Ablauf geplant:
10:00 - 11:00 Uhr Experimentieren
11:00 - 11:30 Uhr Pause
11:30 - 12:00 Uhr Sport am Platz
12:00 - 13:00 Uhr Experimentieren


31. 01. Schillernde Welt der Seifenblasen

10:00 bis 13:00 Uhr, für Kinder von 6 bis 10 Jahren

Stelle mit uns eine Seifenblasen-Lösung her, damit wir viele Fragen Rund um die Seifenblasen klären können. Sind sie immer rund und wie kann man sie haltbarer machen? Und was hat das Dach des Münchner Olympiastadions mit Seifenblasen zu tun? Wie kann man sich einen Seifenblasenautomat basteln?

 

01. 02. Das Gute in der Milch

10:00 bis 13:00 Uhr, für Kinder von 6 bis 11 Jahren

Was steckt alles in der Milch? Warum ist sie so gesund? Warum ist die Milch eigentlich weiß und was kann man alles aus Milch herstellen? Das probierst du mit uns gemeinsam aus.


02. 02. Luftballon Experimente

10:00 bis 13:00 Uhr, für Kinder von 6 bis 11 Jahren

Luftballons sind sehr dekorativ und man kann mit diesen elastischen Hohlkörpern eine Menge spannender Experimente machen.
Wusstest du, dass der erste Ballon aus Rohgummi 1824 in London von dem Naturforscher Michael Faraday für seine Experimente zum Einsatz kam? Lass' uns gemeinsam spannende Experimente mit Luftballons machen.


03. 02. Lustige Küchenexperimente

10:00 bis 13:00 Uhr, für Kinder von 6 bis 12 Jahren

Die Küche ist das beste Chemielabor. Probiert es mit uns gemeinsam aus wie viel Spaß Küchenchemie machen kann. Nur wenige "Zutaten" werden benötigt.


04. 02. Was steckt in deiner Nahrung?

10:00 bis 13:00 Uhr, für Kinder von 8 bis 12 Jahren

Mineralstoffe, Vitamine, Kohlenhydrate - das soll alles in unserer Nahrung drin sein?! Was ist das eigentlich und wie kann man das nachweisen? Mit einfachen Lösungen aus der Apotheke können wir dem auf der Spur sein. Wir wollen verschiedene Lebensmittel untersuchen.

www.forscherferien-berlin.de

Zur Buchung geht es hier

Patient care / 12.01.2022
Geburtenanstieg im Helios Klinikum Berlin-Buch setzt sich fort

Erneut wurde ein historischer Entbindungsrekord in Berlin-Buch erreicht: Das Team der Geburtshilfe im Helios Klinikum Berlin-Buch half im vergangenen Jahr 3.381 Kindern auf die Welt. Darunter waren 97 Zwillingsgeburten und zwei Drillingsgeburten.

„Unsere Freude ist riesig. Das sind nochmal 80 Kinder mehr als in 2020 und da hatten wir bereits einen Babyboom zu verzeichnen. Trotz Corona-Pandemie waren in 2020 so viele Kinder auf die Welt gekommen, wie seit der Wende nicht mehr. Das zeigt den guten Ruf unseres Geburtenzentrums in der Region. Ich bin stolz auf mein Team und bedanke mich bei allen Familien, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben“, betont Prof. Dr. Michael Untch, Chefarzt der Geburtshilfe und Gynäkologie im Helios Klinikum Berlin-Buch. Und weiter: „Der größte Dank geht an unsere Hebammen, die Pfleger und Pflegerinnen sowie Ärzte und Ärztinnen in den Sprechstunden und insbesondere in unseren Kreißsälen und auf den Stationen der Geburtshilfe, weil sie immer das Wohl der Kinder und Mütter als oberste Priorität sehen, auch in Coronazeiten. Das ist nicht selbstverständlich und ging durch zusätzliche Herausforderungen wie Streiks in anderen Häusern an die Belastungsgrenzen unserer Teams. Umso mehr ist es ein Ansporn die Bedürfnisse unserer Teams genauso wichtig zu nehmen, wie das Sicherheitsbedürfnis und das Bedürfnis nach Geborgenheit der Schwangeren und Gebärenden sowie ihrer Kinder.“

Das Helios Klinikum Berlin-Buch gehört zu den größten und modernsten Geburtskliniken Deutschlands. Monatlich kommen hier mehr als 250 Babys zur Welt. Seit 2007 mit Eröffnung des Neubaus an der Schwanebecker Chaussee in Berlin-Buch ist ein stetiger Anstieg der Geburtenzahlen zu verzeichnen.

Das Geburtenjahr 2021 in Zahlen

Unter den 2021 in den Kreißsälen des Helios Klinikums Berlin-Buch geborenen Kindern sind 1.708 Jungen und 1.673 Mädchen. 67 Babys hatten ein Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm und wurden im Perinatalzentrum versorgt.

Neben den Geburten im Klinikum gab es im letzten Jahr auch elf außerhäusliche Geburten. Die Kinder sind überraschend schon zu Hause oder im Krankenwagen auf dem Weg ins Klinikum geboren worden. Die Sommermonate Juni, Juli und August waren wieder die geburtsstärksten.

Was wir bieten

Das Geburtenzentrum ist mit vier Kreißsälen und zwei Vorwehenzimmern ausgestattet. Moderne Entbindungsbetten ermöglichen verschiedene Gebärhaltungen. Neben einer Gebärwanne für Wassergeburten gibt es Pezzibälle, Gebärhocker, Geburtsseile und Entbindungsmatten.

Auch Risikoschwangerschaften, Mehrlingsgeburten und Frühgeborene werden umfassend versorgt. Im zertifizierten Perinatalzentrum mit der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) können auch Frühgeborene unter 1.500 Gramm Geburtsgewicht versorgt werden. Diese Neugeborenen bedürfen einer besonderen, hoch qualifizierten Medizin und Pflege. Die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendmedizin und der Kinderchirurgie garantiert eine optimale Versorgung von Mutter und Kind rund um die Uhr.

Entbinden in Zeiten von Corona

„Wir freuen uns sehr, dass sich weiterhin so viele werdende Eltern aus der Region für eine Geburt bei uns im Klinikum entscheiden, gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Das ist ein tolles Signal für das gesamte Geburtshilfe-Team, das sich trotz aller notwendigen Einschränkungen in der Pandemie liebevoll und professionell für unsere Patientinnen und Kinder einsetzt“, sagt Leitende Hebamme Yvonne Schildai.

Trotz der aktuellen Besuchseinschränkungen unterstützt das Geburtenzentrum werdende Mütter bei dem Wunsch, ihren Partner oder eine andere Begleitperson zur Geburt mitzunehmen. Um größtmögliche Sicherheit zu schaffen erhält die Schwangere bei der Ankunft einen PCR-Abstrich. Außerdem erhalten Schwangere und die Begleitung bei Ankunft einen Corona-Schnelltest. Das gilt auch für Genesene und Geimpfte Personen.

Um werdende Eltern bestmöglich über das umfangreiche, individuelle Angebot, aktuelle Maßnahmen und Regelungen in der Geburtshilfe zu informieren, bieten die Hebammen in Kürze wieder einen Kreißsaal-Live-Chat an. Dieser findet auf Facebook und Instagram (@heliosberlinbuch) statt.

Bei Fragen rund um die Geburt informieren wir auch unter:  Fragen rund um die Geburt (helios-gesundheit.de)


Über das Helios Klinikum Berlin-Buch

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Hauttumorzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert.
Gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zum Barnim, ist das Klinikum mit der S-Bahn (S 2) und Buslinie 893 oder per Auto (ca. 20 km vom Brandenburger Tor entfernt) direkt zu erreichen.
Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Rund 20 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.
In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.
Quirónsalud betreibt 53 Kliniken, davon sechs in Lateinamerika, 70 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15 Millionen Patient:innen behandelt, davon 14,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 40.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro.
Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 38 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.500 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.
Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

www.helios-gesundheit.de/kliniken/berlin-buch

Education / 12.01.2022
Gläsernes Labor: Neue Lehrerweiterbildung zur Kohlenhydratchemie

Laborkurs für Chemielehrerinnen und Lehrer für die Sekundarstufen I & II

Das Gläserne Labor auf dem Campus Berlin-Buch bietet eine neue Lehrerweiterbildung zur Kohlenhydratchemie an, mittels einer Reihe von Versuchen wird die vielfältige Naturstoffgruppe der Kohlenhydrate vorgestellt. Dabei werden Fragen wie, Was sind Kohlenhydrate? Welche gibt es und wie kann man sie unterscheiden? besprochen. Schwerpunkt des Kurses ist das praktische Arbeiten im Labor.

In der Ernährung ist die Rolle von Kohlenhydraten gut bekannt. Kohlenhydrate bilden aber auch Polymere, so ist die Cellulose ein wichtiger nachwachsender Rohstoff, der in großen Mengen aus Holz gewonnen wird. Mit Hilfe chemischer Reaktionen der Cellulose können Celluloseester gebildet werden, die vielseitig eingesetzt werden.

Ein weiteres Produkt aus chemischen Reaktionen der Cellulose sind Cellulosenitrate, die für Sprengstoffe und Pyrotechnik eingesetzt werden, aber auch für Nitrolacke, Celluloid (Tischtennisbälle) und Klebstoffe gefragt sind. Im Laborkurs wird gemeinsam Cellulosetrinitrat (Schießbaumwolle) hergestellt und die Reaktion besprochen.

Die Arbeit mit dem Polarimeter, einem optischen Messinstrument, steht im Mittelpunkt eines weiteren Versuchs. Dort wird die Mutarotation von Glucose und die Rohrzuckerinversion polarimetrisch untersucht und protokolliert.

Der Kurs richtet sich an Chemielehrerinnen und Lehrer für die Sekundarstufen I & II. Ein Fortbildungsschwerpunkt ist der Aspekt des sicheren Experimentierens mit Schülerinnen und Schülern im Chemieunterricht. Geplant ist, für das kommende Schuljahr für Schülerinnen und Schüler Laborkurse zur Kohlenhydratchemie zu entwickeln. Die Teilnehmenden der Lehrerweiterbildung sind eingeladen, ihre Ideen und Wünsche einzubringen und das Programm der geplanten Schülerkurse mitzugestalten.

Das neue Weiterbildungsangebot ist für Lehrkräfte kostenfrei. Alle Versuche werden protokolliert. Das Kursmaterial wird gestellt.

Hier geht es zur Kursbuchung. Der erste Termin findet am 15. Februar statt.

Quelle: Gläsernes Labor
Chemie: Neue Lehrerweiterbildung zur Kohlenhydratchemie

www.glaesernes-labor.de

Living, Patient care / 11.01.2022
Erfolgreiche Impfwoche in Pankow

584 Covid-19-Impfungen verabreicht

Das Bezirksamt Pankow organisierte vom 3. – 7. Januar 2022 eine dezentrale Impfwoche im Bezirk. In Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Berlin und der Pankower Zivilgesellschaft gelang es durch diese Form des aufsuchenden Impfangebotes 584 COVID-19-Impfungen zu verabreichen. Die Angebote konzentrierten sich auf den Norden des Bezirks. Der allergrößte Teil der Impfungen waren Drittimpfungen. Pankows Bezirksstadträtin für Gesundheit Dr. Cordelia Koch erklärt dazu: „Ich freue mich, dass so viele Menschen unser Angebot angenommen haben. Kurze Wege, nah am Zuhause der Menschen und ohne Anmeldung fiel es den Menschen leicht, sich für das Impfen zu entscheiden. Gerade auch die Zahl der Erstimpfungen zeigt dies.“

Patient care / 10.01.2022
„Beste Empfehlung“: Tagesspiegel-Ärzteumfrage zeichnet drei Chefärzte im Helios Klinikum Berlin-Buch aus

Gleich drei Fachbereiche im Helios Klinikum Berlin-Buch haben bei der TagesspiegelÄrzteumfrage 2022/2023 in insgesamt 14 Kategorien eine »beste Empfehlung« von den niedergelassenen Berliner Ärztinnen und Ärzten erhalten.

Niedergelassene Medizinerinnen und Mediziner schätzen ihre Kollegen im Helios Klinikum Berlin-Buch: Die Klinik für Neurologie, die Klinik für Orthopädie sowie die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde wurden im Rahmen der Tagesspiegel-Ärzteumfrage mit dem Siegel “Beste Empfehlung” ausgezeichnet.

Prof. Dr. Georg Hagemann, Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. Marc Bloching, Chefarzt der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Prof. Dr. Daniel Kendoff, Chefarzt der Orthopädie, sind stolz auf die Tagesspiegel-Auszeichnungen.

“Wir freuen uns ganz besonders, dass uns die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen auch in diesem Jahr wieder so gut bewertet haben. Wir sind stolz, dass unsere medizinische Versorgung diese Wertschätzung erfährt“, betont Prof. Dr. Georg Hagemann.

Auch Prof. Dr. Henning T. Baberg, Ärztlicher Direktor im Helios Klinikum Berlin-Buch, zeigt sich erfreut über die Auszeichnung seiner Kollegen:

“Die Auszeichnungen sind eine schöne Bestätigung unseres Engagements, unsere Patientinnen und Patienten täglich auf hohem medizinischem Niveau zu versorgen und ihnen die bestmögliche Behandlung in allen Bereichen bieten zu können.“

Orthopädie

Die Klinik für Orthopädie wurde in den Kategorien Knochenbrüche, Hüft-TEP, Knie-TEP, Bandscheibenvorfall und Schultergelenk ausgezeichnet.

Bei orthopädischen Beschwerden bietet das Expertenteam rund um Chefarzt Prof. Dr. Daniel Kendoff im Helios Klinikum Berlin-Buch alle Verfahren der modernen Orthopädie an. Prof. Kendoff ist u.a. ausgewiesener Experte für Revisionsendoprothetik für Knie- und Hüftgelenke. Jährlich werden hier über 1.400 Kunstgelenke eingesetzt. Im Rahmen der operativen und konservativen Behandlung aller orthopädischen Erkrankungen bietet die orthopädische Fachabteilung zahlreiche Spezialverfahren an.

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde erhielt in den Kategorien Gaumenmandeln, Nasennebenhöhlen, Mund-Rachenkrebs, Trommelfell, Hörimplantat und Vestibularfunktion eine Auszeichnung. Die HNO-Experten rund um Chefarzt Prof. Dr. med. Marc Bloching stellen mit einem spezialisierten Team und einem umfangreichen Therapieangebot den Erhalt und die Wiederherstellung des Gehörs, der Stimme und der Nase in den Mittelpunkt ihres Handelns.

Als Kopf-Hals-Chirurg und Leiter des Hörzentrums Berlin-Brandenburg hat sich Prof. Bloching auf eine interdisziplinäre, ambulante und chirurgische Behandlung von HNO-Erkrankungen sowie die plastisch-rekonstruktive Gesichtschirurgie im Besonderen der Nase spezialisiert. Zudem hat er das Helios Klinikum Berlin-Buch zum „meistempfohlenen“ Zentrum für Krebs im Rachenraum entwickelt. Die HNO-Klinik ist Teil des zertifizierten Krebszentrums Berlin-Buch.

Neurologie

Die Klinik für Neurologie wird bestens empfohlen bei Alzheimer, Parkinson, und Epilepsie. Das Team der Neurologie rund um Chefarzt Prof. Dr. Georg Hagemann behandelt sämtliche neurologische Erkrankungen kompetent mit modernster Diagnostik und Therapie. Das Team ist unter anderem spezialisiert auf Schlaganfall (überregional zertifizierte Stroke Unit), Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsien und Schwindel.

Tagesspiegel-Ärzteumfrage

Seit 2005 befragen der Tagesspiegel und das Hauptstadtnetzwerk „Gesundheitsstadt Berlin“ die Berliner Ärzteschaft, welche Kliniken sie bei ausgewählten stationären Behandlungen empfiehlt.

An der neuen Umfrage des Tagesspiegels haben sich knapp 2.400 Ärztinnen und Ärzte beteiligt und die empfehlenswerten Krankenhäuser für 53 Krankheitsbilder genannt, die eine stationäre Therapie nötig machen: von der Augenheilkunde über Geburtshilfe, Dermatologie, HNO und Kinderheilkunde bis hin zu Orthopädie und Urologie. Die Ergebnisse der aktuellen Befragung wurden jetzt im Magazin „Tagesspiegel Kliniken Berlin 2022/2023“ veröffentlicht.

www.helios-gesundheit.de/kliniken/berlin-buch

Research / 10.01.2022
Die Rolle des größten Organells in Nervenzellen verstehen – Marijn Kuijpers erhält 1,5 Millionen Euro Förderung vom Europäischen Forschungsrat (ERC)

Dr. Marijn Kuijpers vom Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) erhält einen der prestigeträchtigen Starting Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC). Kuijpers wird die mit 1,5 Millionen Euro dotierten Fördermittel nutzen, um das Endoplasmatische Reticulum (ER) in Nervenzellen zu untersuchen, ein großes intrazelluläres Organell.

Das Innere einer Zelle ist in voneinander getrennte Abschnitte, die Organellen unterteilt, die alle bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben. Der Zellkern beherbergt zum Beispiel unser genetisches Material, während die Mitochondrien die für Zellprozesse benötigte Energie erzeugen. Das Endoplasmatische Retikulum (oder ER) ist das größte Zellorganell und erfüllt zahlreiche Aufgaben. So spielt es eine zentrale Rolle bei der Synthese und dem Transport von Proteinen und Lipiden sowie bei der Speicherung von Kalzium. Obwohl eine Fehlfunktion des ER mit der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen in Verbindung gebracht wird, wissen wir nur sehr wenig darüber, wie dieses riesige Organell die einzigartige Funktion der Zellen unseres Nervensystems unterstützt.

Nervenzellen sind verantwortlich für unsere Fähigkeit, uns zu erinnern und alle notwendigen Lebensfunktionen zu koordinieren. Und sie haben ganz besondere Eigenschaften. Sie sind z.B. sehr groß, denn ihre Hauptaufgabe ist die Übertragung von Impulsen über extrem lange Strecken. Diese wichtige Aufgabe der Signalübertragung spiegelt sich auch in der Asymmetrie der Nervenzellen wider: Sie haben Dendriten genannte Fäden, die Impulse von anderen Nervenzellen empfangen, und einen dünnen, sehr langen Faden, das Axon, welches das Signal an andere Zellen weiterleitet. Um diese großen, funktionell sehr unterschiedlichen Strukturen wachsen zu lassen und zu erhalten, sind Nervenzellen auf die richtige Sortierung von Proteinen, Lipiden und eine korrekte Verteilung anderer zellulärer Elemente angewiesen – alles Prozesse, bei denen das ER wahrscheinlich eine entscheidende Rolle spielt. Darüber hinaus hängt die Übertragung von Nervenimpulsen in hohem Maße von Veränderungen der Kalziumkonzentration ab, was wiederum darauf hindeutet, dass das ER in diesen Zellen eine zusätzliche Rolle spielen könnte.

Das Team um Marijn Kuijpers wird innovative bildgebende Verfahren einsetzen, welche die Visualisierung von ER-ansässigen Proteinen, ER-Dynamik und ER-Prozessen, wie der Kalziumspeicherung, innerhalb der Nervenzelle ermöglichen. Im geförderten Projekt „synERgy“ erforschen die Wissenschaftler:innen die Rolle des ER in Nervenzellen, um letztlich zu verstehen, wie Defekte in der Funktion des ER zur Neurodegeneration beitragen.

Über die ERC-Grants: Das Förderprogramm des Europäischen Forschungsrats (ERC) ist eines der renommiertesten in Europa. Starting Grants unterstützen exzellente Forscher:innen, die mit einem eigenen unabhängigen Team oder Programm beginnen.  Die Grants sind mit bis zu 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.

Zur Pressemitteilung auf der Webseite des FMP

Living / 10.01.2022
Pankow-News des Bezirksamts erschienen

Ausgabe Winter 2021/2022 am 5. Januar 2022 erschienen

Seit der Herbstausgabe hat sich im Bezirksamt Pankow viel bewegt. Anfang November wurden alle Bezirksamtsmitglieder sowie der neue Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung gewählt und haben ihre Ämter angetreten. In dieser Ausgabe stellen sich der Bezirksbürgermeister, die Bezirksstadträt:innen und der BVV-Vorsteher ausführlich vor. Ebenso erklären wir, was zwischen dem Wahlabend und der Vereidigung der neuen “Bezirksregierung” passiert. Freuen Sie sich zudem auf Kultur- und Service-Infos.

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Innovation / 10.01.2022
Eckert & Ziegler Signs Exclusive Supply Agreement for Ytterbium-176

10.01.2022 / Insider information pursuant to Article 17 MAR

Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH (EZR), the radiopharmaceutical production arm of Eckert & Ziegler, has signed a joint venture and exclusive long-term supply agreements for Ytterbium-176 with Atom Mines LLC, an innovative producer of enriched Ytterbium isotopes and a subsidiary of the non-profit Pointsman Foundation, both based in Austin, Texas. Cancer therapies based on Lutetium-177 are proving highly effective, yet the world supply of the indispensable precursor, Ytterbium-176, has previously been measured in grams per year. A new technology partially financed by EZR and developed by Atom Mines now promises to overcome this bottleneck: first samples delivered met the relevant quality criteria, in particular isotope purity. This opens the way for EZR to make Lutetium-177 available in large quantities to pharmaceutical companies worldwide to treat hundreds of thousands of patients per year.

While shown to be highly effective in clinical trials, regulatory approvals previously limited Lutetium-177 based radiotherapeutics to rare cancer types such as neuroendocrine tumours. Recently, however, the FDA and other regulatory bodies extended approvals for Lutetium-177 based radiotherapeutics to prostate cancer, the second leading cause of cancer death. This has raised supply chain concerns among pharmaceutical producers, in particular about the scarce supply of Ytterbium-176.

“We are excited about the achievements of the team at Atom Mines and the potential of their isotope separation technology”, commented Lutz Helmke, COO of EZR. “They have closed an important gap in the supply chain for Lutetium-177 nca which will enable EZR to strengthen its position as a partner of choice for global radiopharmaceutical companies such as Novartis, Bayer, or Telix.”

About Eckert & Ziegler
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with approx. 900 employees is a leading specialist for isotope-related components in nuclear medicine and radiation therapy. The company offers a broad range of services and products for the radiopharmaceutical industry, from early development work to contract manufacturing and distribution. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the TecDAX index of Deutsche Börse.
 

Source: Press Release EZAG
Eckert & Ziegler Signs Exclusive Supply Agreement for Ytterbium-176

www.ezag.de

Research / 10.01.2022
ERC Starting Grant geht an Stefanie Grosswendt

Zellen tauschen ständig Informationen aus und sie beeinflussen sich gegenseitig – während der Entwicklung, im gesunden Gewebe und auch in Tumoren. Dr. Stefanie Grosswendt will die Prinzipien dieser Kommunikation verstehen und erhält dafür einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrates ERC.

Mit dem ERC Starting Grant bekommt das erst 2021 etablierte Labor der Nachwuchsforscherin Stefanie Grosswendt einen Schub: Die begehrte Auszeichnung ist mit einer Förderung in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre verbunden. Die Gutachter*innen des Europäischen Forschungsrates suchen nach ungewöhnlichen Ansätzen, die – sofern sie funktionieren – Türen aufstoßen und erheblichen Fortschritt ermöglichen können („high risk, high reward“). Die Kandidat*innen müssen außerdem seit ihrer Promotion zwei bis sieben Jahre Erfahrung gesammelt haben und vielversprechende wissenschaftliche Erfolge vorweisen können. In diesem Jahr erhalten 397 europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen ERC Starting Grants.

Dr. Stefanie Grosswendt leitet eine BIH-Nachwuchsgruppe, die zum gemeinsamen Fokusbereich „Single-Cell-Ansätze für die personalisierte Medizin“ des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) gehört. Ihr Labor ist ko-affiliiert mit der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie von Frau Professorin Angelika Eggert der Charité und am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des MDC angesiedelt. In ihrem Projekt „Cellmates“ will Stefanie Grosswendt untersuchen, welche Zellen Nachbarn im Gewebe sind, wie genau sie Informationen austauschen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. 

Wer soll ich werden und wo soll ich hin?

Wie wandelbar Zellen sind, ist während der Entwicklung eines Embryos offensichtlich. Nach und nach bildet sich aus einer befruchteten Eizelle ein ganzer Organismus. „Aber dazu muss jede einzelne Zelle erst einmal wissen, was sie werden soll und zum Teil auch wohin sie eigentlich noch wandern muss“, sagt Stefanie Grosswendt. „Deshalb bekommt eine Zelle immer wieder Signale aus ihrer unmittelbaren Umgebung – wir wollen dieses Zusammenspiel entziffern und verstehen, wie es dazu beiträgt, dass sich Zellen spezialisieren und so ihren Weg finden.“ 

Diesen fein austarierten Prozess analysiert die Nachwuchsforscherin anhand von Zellen der Neuralleiste von Mäuseembryonen. Diese Zellen sind zunächst multipotent; sie entwickeln sich dann in ganz unterschiedliche Zelltypen, von Pigmentzellen der Haut über Knorpelelemente des Kiefers bis hin zum Nebennierenmark. Geht etwas schief, können bereits vor der Geburt zum Beispiel Krebszellen des Neuroblastoms entstehen. 

„Bisher wissen wir nicht, wie komplex die Wechselwirkungen zwischen Zellen sein können und welche Auswirkungen das jeweils auf das Zellschicksal hat“, sagt Grosswendt. Sie will daher die Technologien der Einzelzellanalyse so weiterentwickeln, dass man benachbarte Zellen im Gewebe präzise identifizieren und gleichzeitig ermitteln kann, welche Signale sie sich senden und wie sie dadurch gegenseitig ihre Eigenschaften beeinflussen.

Enormes Potenzial für die medizinische Forschung

„Ein und dasselbe Signal kann unterschiedliche Antworten auslösen, je nach Zelltyp“, sagt Grosswendt. Die Zellen lesen danach andere Gene ab als zuvor, ändern mitunter sogar ihre Identität. „Diese Prinzipien der Zellkommunikation kommen nicht nur während der Entwicklung oder im gesunden Gewebe zum Tragen. Die Zellen innerhalb eines Tumors beeinflussen sich ebenfalls gegenseitig. Das kann die Genaktivität einiger Krebszellen so verändern, dass sie schwerer zu therapieren sind.“

Substanzielles Potenzial für die medizinische Forschung sahen auch die ERC-Gutachter*innen. „Das hat mich besonders gefreut, dass sie unseren wissenschaftlichen Ansatz ebenso spannend fanden wie unsere Gruppe“, sagt Grosswendt. „Wir werden unsere Methoden vielfältig anwenden können: auf Modelorganismen, Organoide – also organähnliche Mikrostrukturen – und auf Proben von Patient*innen.“ Genau deshalb passen sie so gut in den gemeinsamen Fokusbereich „Single-Cell-Ansätze für die personalisierte Medizin“ von BIH und MDC. „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich im Vorfeld hatte – und meinen PhD-Studierenden, deren erste Datenanalysen bereits in die Bewerbung eingeflossen sind. Wir legen jetzt richtig los.“

Weiterführende Informationen

Pressemitteilung des ERC

AG Grosswendt

Einzelzellforscherin Stefanie Grosswendt ausgezeichnet

Vier neue Gruppen nutzen Einzelzellmethoden für die Medizin

Fokusbereich „Single-Cell-Ansätze für die personalisierte Medizin“ 


Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das MDC fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete MDC zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin. www.mdc-berlin.de 

 

Berlin Institute of Health in der Charité (BIH)

Die Mission des Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité ist die medizinische Translation: Erkenntnisse aus der biomedizinischen Forschung werden in neue Ansätze zur personalisierten Vorhersage, Prävention, Diagnostik und Therapie übertragen, umgekehrt führen Beobachtungen im klinischen Alltag zu neuen Forschungsideen. Ziel der rund 400 Wisenschaftler*innen ist es, einen relevanten medizinischen Nutzen für Patient*innen und Bürger*innen zu erreichen. Dazu etabliert das BIH als Translationsforschungsbereich in der Charité ein umfassendes translationales Ökosystem, setzt auf ein organübergreifendes Verständnis von Gesundheit und Krankheit und fördert einen translationalen Kulturwandel in der biomedizinischen Forschung. Das BIH wurde 2013 gegründet und wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und zu zehn Prozent vom Land Berlin gefördert. Die Gründungsinstitutionen Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) waren bis 2020 eigenständige Gliedkörperschaften im BIH. Seit 2021 ist das BIH als so genannte dritte Säule in die Charité integriert, das MDC ist Privilegierter Partner des BIH.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von MDC und BIH in der Charité
ERC Starting Grant geht an Stefanie Grosswendt

Research, Patient care / 10.01.2022
Teilnehmende für Studien zu Effekten von Fasten und natürlicher Blutdrucksenkung gesucht

Das Experimental & Clinical Research Center in Buch führt Studien zu den Effekten von Fasten und zu natürlicher Blutdrucksenkung durch.

1. Fasten mit wissenschaftlich-ärztlicher Begleitung

Sie wollten schon immer mal Fasten? Hier ist Ihre Gelegenheit!
Für die klinische Studie LEANER am Experimental & Clinical Research Center (ECRC) in Berlin Buch suchen wir

  • Gesunde Männer und Frauen
  • Normal- bis übergewichtig
  • Alter 20 bis 50 Jahre

Untersucht werden die Effekte eines 5-Tage Buchinger-Fastens auf Stoffwechsel, Blutdruck, Darmmikrobiom, Immunsystem,  Emotionsverarbeitung und nahrungsbezogenen Belohnungsaufschub.

Sie erhalten:

  • Einen ausführlichen Gesundheits-Check
  • Eine angeleitete Fastenwoche
  • Individuelle Informationen zu einer Reihe von Stoffwechselparametern
  • Eine angemessene finanzielle Aufwandsentschädigung


Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der Charité.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bitte bei uns.

Tel.: (030) 450 540 234 | leaner@charite.de

 

2. Studie zu Blutdrucksenkung mit Probiotika

Ist Ihr Blutdruck entweder behandelt oder unbehandelt über 140/90? Sind Sie zwischen 50 und 75 Jahren alt? Suchen Sie nach einer alternativen Behandlung, die Ihren Blutdruck senken kann?

Dann wäre unsere HYPRO-Studie genau das richtige für Sie! Dort untersuchen wir den Einfluss eines Probiotikums (Zubereitung lebensfähiger Bakterien) auf den Blutdruck, das Darmmikrobiom und den Glucose-Stoffwechsel.

Nähere Informationen finden Sie im Studien-Flyer und auf der Internetseite der Charité.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter 030 450 540 234 oder hypro@charite.de .

Education / 06.01.2022
Gläsernes Labor: Neuer Schülerkurs zu Gen-Mutationen buchbar

Das Gläserne Labor auf dem Campus Berlin-Buch bietet einen neuen Schülerkurs an, der am Beispiel einer seltenen Erbkrankheit einen praktischen Einstieg in gängige molekularbiologische Labormethoden wie PCR und Gelelektrophorese gibt. Fast nebenbei werden die theoretischen Grundlagen aus der Schule zu Arten und Auswirkungen von Mutationen sowie Stammbaumanalyse wiederholt.

Die Erbkrankheit, die untersucht wird, ist die Kinderdemenz NCL (Neuronale Ceroid Lipofuszinose). Bei NCL-Patienten kommt es durch eine Mutation zu krankhaften Protein- und Lipidablagerungen in den Zellen. Es folgt ein massives Absterben von Nervenzellen. Die Ursache für die juvenile NCL (auch CLN3 genannt) ist meist eine Deletion im CLN3-Gen auf Chromosom 16.

Im Schülerkurs wird die Weitervererbung dieser Krankheit bei einer betroffenen Familie nachgestellt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten (fiktive) Speichelproben von verschiedenen Familienmitgliedern, isolieren die DNA aus diesen Proben und weisen mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) die Mutation im CLN3-Gen nach. Eine Gelelektrophorese im Anschluss an die PCR gibt Auskunft, welche Familienmitglieder betroffen sind. Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer lernen den Unterschied zwischen heterozygot und homozygot kennen und erfahren, was dies für den jeweiligen Träger und den Ausbruch der Erkrankung bedeutet.

Die Experimente des Kurses werden von den Schülerinnen und Schülern in Zweiergruppen selbstständig durchgeführt.

Der Kurs eignet sich für Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse.

Das neue Kursangebot ist dank der Förderung der Hamburger NCL-Stiftung und der Berliner Sparkassenstiftung Medizin für alle Termine im laufenden Jahr kostenfrei.

News auf der Webseite des Gläsernen Labors:
Molekularbiologie: Neuer Schülerkurs zu Gen-Mutationen buchbar

Innovation / 05.01.2022
T-knife Therapeutics Appoints Ronald Krasnow, J.D., as General Counsel

T-knife Therapeutics, Inc., a biopharmaceutical company dedicated to developing novel therapeutics to fight cancer, today announced the appointment of Ronald Krasnow, J.D., who brings over thirty years of legal counsel and executive management experience to T-knife.

“I am pleased to welcome Ron to the senior leadership team at T-knife,” stated Thomas M. Soloway, Chief Executive Officer of T-knife. “Ron is a seasoned executive who has led the legal, compliance and business operations functions at several innovative biotech companies, and additionally has specialized expertise in patent law. As a rapidly growing organization with multiple pipeline programs, his contributions will be instrumental as we pursue our mission of developing best-in-class T-cell receptor (TCR) therapies to transform patient outcomes.”

Mr. Krasnow was most recently the Chief Operating Officer of Arch Oncology, a company dedicated to antibody therapies for the treatment of cancer. Previously, he was General Counsel, Secretary and Chief Compliance Officer at Menlo Therapeutics. Prior to Menlo, he served as Senior Vice President, General Counsel and Secretary of Relypsa, Inc. At Relypsa, he helped the company grow from start-up, through IPO, commercialization and acquisition as it invented, developed and marketed Veltassa, the first new drug to treat hyperkalemia approved by the FDA in more than 50 years. Earlier in his career, he focused on intellectual property and was at Symyx Technologies, Inc. where he spent 10 years in various positions, including Senior Vice President of Intellectual Property. Prior to Symyx, he was an attorney at Fish & Neave representing clients in complex patent litigation and interferences. He has also been a patent examiner at the U.S. Patent and Trademark Office. He holds a B.S. in Materials and Metallurgical Engineering from The University of Michigan and a J.D. from The George Washington University Law School. He is admitted to practice in California, New York and the U.S. Patent and Trademark Office.

Mr. Krasnow added, “I am excited by the cutting-edge science being deployed at T-knife to generate differentiated treatments for cancer patients. Their HuTCR platform has been successful in the identification of novel TCR engineered T cell therapies, and I look forward to building upon this great momentum.”

About T-knife Therapeutics

T-knife Therapeutics is a biopharmaceutical company dedicated to developing novel therapeutics to fight cancer, initially focused on T cell receptor (TCR) engineered T cell therapies (TCR-Ts), a modality that holds the potential to generate transformative responses in patients with solid tumors. The Company’s unique approach leverages its proprietary HuTCR mouse platform, a next-generation T cell receptor and epitope discovery engine that produces fully human, tumor-specific TCRs, naturally selected in vivo for optimal affinity and high specificity.

T-knife is advancing a portfolio of TCR-T product candidates against targets with high unmet medical need, including cancer testis antigens, oncoviral antigens and commonly shared tumor-driving neoantigens. T-knife was founded by leading T-cell and immunology experts using technology developed at the Max Delbruck Center for Molecular Medicine together with Charité – Universitätsmedizin Berlin. For additional information, please visit the company’s website at www.t-knife.com.

Contact

T-knife Therapeutics, Inc.

Camille Landis
Chief Business Officer / Chief Financial Officer
media@t-knife.com

Quelle: T-knife Therapeutics, Inc.
T-knife Therapeutics Appoints Ronald Krasnow, J.D., as General Counsel

Innovation / 04.01.2022
Eckert & Ziegler Acquires Argentinian SPECT Specialist

Eckert & Ziegler has acquired 100% of the shares of Argentinian nuclear medicine specialist Tecnonuclear S. A., a manufacturer of Technetium-99 generators and a portfolio of related biomolecules. These so-called “cold kits” function as vectors for the in-vivo delivery of Technetium-99 to more specific biological targets such as receptors and transporters. In tandem with the generators these generic tracers are commonly also referred to as SPECT diagnostics. Worldwide they represent the most widely used class of nuclear medicine products for the detection of cancer and cardio-vascular abnormalities at all.

Based in Buenos Aires, Tecnonuclear employs a staff of 60 and in 2021 booked revenues of about 10 million USD. Its products have already been distributed in the past by Eckert & Ziegler in Brazil, where they are sold, together with the generators, as consumables for single-photon emission computerized tomography (as the acronym SPECT is spelled out). Even though Tecnonuclear has managed to keep a substantial share of the value creation for SPECT biomolecules in-house, the company’s products, up until now, have not been sold outside Latin America.

The purchase price was primarily based on Tecnonuclear’s earnings power and completely paid out of Eckert & Ziegler’s cash flow. No third-party financing was involved in the transaction.

“Together with Eckert & Ziegler’s global network of productions sites, it’s financial resources and expertise in the production and marketing of radioisotopes, Tecnonuclear is ideally positioned to serve as an entry ticket into the global SPECT market”, comments Frank Yeager, the member of the Group Executive Committee at Eckert & Ziegler responsible for the SPECT business. “Our plan is to bring the technology developed in Argentina to patients anywhere in the world”.

“The acquisition allows us also to extend critical healthcare in Brazil, in line with recent government actions there, and throughout South America”, adds Claudia Goulart, CEO of Eckert & Ziegler’s Latin American operations. “This will make it possible to support the regional healthcare establishments in world class research, development and patient care”.

Currently about 25 million patients per year benefit from SPECT-diagnostics, bringing the global market to a volume of about 1.7 billion USD. With the advent of new proprietary SPECT tracers demand is projected to expand dynamically, surpassing a volume of about 2.7 billion USD in 2027. Except for a small sales volume in Brazil, Eckert & Ziegler currently has not been active in the SPECT segment.

About Eckert & Ziegler
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG with more than 800 employees is a leading specialist for isotope-related components in nuclear medicine and radiation therapy. The company offers a broad range of services and products for the radiopharmaceutical industry, from early development work to contract manufacturing and distribution. Eckert & Ziegler shares (ISIN DE0005659700) are listed in the TecDAX index of Deutsche Börse.
 

Source: Press Release EZAG
Eckert & Ziegler Acquires Argentinian SPECT Specialist

Living, Patient care / 01.01.2022
Neujahrsglück im Doppelpack

Am 01.01.2022 um 0:49 Uhr erblickte die kleine Lotta und um 0:59 Uhr ihr Bruder Jonah im Geburtenzentrum des Helios Klinikums Berlin-Buch das Licht der Welt. Beide Babys erfreuen sich bester Gesundheit.
 
Im Bucher Klinikum haben sich die kleine Lotta und der kleine Jonah als erste Babys des Jahres 2022 auf den Weg gemacht.
„Zwillinge am Neujahrsmorgen, das ist was Tolles. Wir heißen die Zwillinge herzlich willkommen und wünschen der jungen Familie alles Gute für die Zukunft!“, sagt Leitende Hebamme Yvonne Schildai vom Team des Geburtenzentrums. Jonah wiegt 2950 Gramm und ist 50 Zentimeter groß, seine Schwester Lotta wiegt 2830 Gramm und ist 49 Zentimeter groß.

Für Mama Eva und Papa Andreas aus Berlin-Pankow eine schöne Neujahrsüberraschung. Auch die 4-Jährige Frida freut sich sehr über die Geburt und kann es nun kaum erwarten, ihre Geschwisterchen bald kennenzulernen. Mama Eva hat die Zwillinge in der 38. Schwangerschaftswoche spontan entbunden. Von der Geburt ist sie noch ganz schön geschafft, aber wohlauf: „Gestern am Silvester-Nachmittag wurde die Geburt dann eingeleitet. Wie beim ersten Kind war es eine schnelle und unkomplizierte Geburt. Nun freuen wir uns, dass sie da sind und sind sehr glücklich!“

Gut zu wissen:
Das Helios Klinikum Berlin-Buch hat eines der größten und modernsten Geburtenzentren Deutschlands. Monatlich kommen hier mehr als 250 Babys zur Welt. Das Perinatalzentrum Level 1 (höchster Stufe) ist pflegerisch und medizinisch auf die Versorgung von kleinsten Frühgeborenen und kranken Kindern spezialisiert. Entsprechend groß ist die Erfahrung bei der Versorgung von Mehrlingen.

www.helios-gesundheit.de/kliniken/berlin-buch/

Living, Patient care / 01.01.2022
Gesundheitsstadträtin organisiert Impfwoche

Arbeiter-Samariter-Bund impft vom 3. – 7. Januar 2022 an verschiedenen Orten

Auf Initiative der Pankower Gesundheitsstadträtin Cordelia Koch wird es vom 3. – 7. Januar 2022 ein Impfangebot für die Pankower Bevölkerung geben.

„Ich freue ich mich sehr, dass ich wie versprochen in verschiedenen Pankower Ortsteilen Termine zum Impfen oder Auffrischen der COVID-19-Impfung anbieten kann. Von Blankenburg über Heinersdorf bis Buch ist ein qualifiziertes Impfteam des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) von Montag, den 3. Januar 2022 bis Freitag, den 7. Januar 2022 unterwegs, um zu impfen“, erklärt Cordelia Koch.

Wer über 30 Jahre alt ist, kann einfach ohne Anmeldung zu den Impfstationen kommen. Geimpft wird von 10 bis 18 Uhr mit dem Vakzin von Moderna. Ein Personaldokument (Ausweis, Pass) und wenn vorhanden ein Impfausweis sind bitte mitzubringen.

Montag, 3. Januar 2021:
Ev. Kirchengemeinde Berlin-Blankenburg, Alt-Blankenburg 17, 13129 Berlin

Dienstag, 4. Januar 2021:
Ev. Kirchengemeinde Rosenthal-Wilhelmsruh, Hauptstraße 153, 13158 Berlin

Mittwoch, 5. Januar 2021:
Zukunftswerkstatt Heinersdorf, Romain-Rolland-Strasse 112, 13089 Berlin

Donnerstag, 6. Januar 2021:
Ev. Gemeindehaus Karow, Alt-Karow 55, 13125 Berlin

Freitag, 7. Januar 2021:
Bucher Bürgerhaus, Franz-Schmidt-Straße 8 - 10, 13125 Berlin

Die Gesundheitsstadträtin Cordelia Koch weiter:
„Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Unterstützerinnen und Unterstützern in den Zentren und Gemeinden, die dieses Angebot für die Nachbarinnen und Nachbarn möglich machen. Mein Dank gilt zudem den Zuständigen bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, die uns mit Mensch und Material unterstützen.

Ohne das Impfen wird der Kampf gegen das Coronavirus länger dauern als nötig. Die Argumente, die für eine Impfung sprechen und von der überwältigenden Mehrheit der Menschen weltweit geteilt werden, sind hinreichend bekannt. Als Stadträtin für Gesundheit würde ich mich freuen, wenn Sie, Ihre Nachbar:innen, Freund:innen und Kolleg:innen reichlich Gebrauch von diesem bezirklichen Angebot machten“.

Rückfragen sind möglich per Mail an: lokales-impfzentrum@ba-pankow.berlin.de.

Alle Informationen auch im Internet auf www.berlin.de/pankow .