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forschen / 01.09.2021
Johanna Quandt-Professur für Kathrin de la Rosa

Die Stiftung Charité und das Berlin Institute of Health in der Charité setzen ihr Format zur Gewinnung herausragender Wissenschaftlerinnen fort. Zu den vier neuen Johanna Quandt-Professorinnen gehört MDC-Forscherin Kathrin de la Rosa. Die Immunologin wird hier weiterhin ihre Arbeitsgruppe leiten.

Die Stiftung Charité und das Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) richten bereits zum zweiten Mal eine Reihe von neuen BIH Johanna Quandt-Professuren in Berlin ein. Die Professuren wurden weltweit ausgeschrieben und nachgefragt. Das Besondere an der internationalen Ausschreibung bestand darin, dass sie neben dem Aspekt der besonderen Förderung von Frauen themenoffen vorgenommen wurde. Interessentinnen waren aufgefordert, sich mit einem innovativen Konzept für ihre eigene Professur in Berlin zu bewerben.

„Der Open Topic-Ansatz der Johanna Quandt-Professuren verzichtet auf eine fachliche Eingrenzung und ermöglicht auf diese Weise einen echten Wettbewerb um die besten Ideen und aussichtsreichsten Forschungsansätze“, resümiert Dr. Jörg Appelhans, Vorstand der Stiftung Charité, den Auswahlprozess. Durch das Zusammenwirken der privaten Stiftung Charité und des öffentlich finanzierten Berlin Institute of Health werden in den ersten fünf Jahren für jede der neuen Professuren bis zu drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Die gemeinsame Initiative mit der Stiftung Charité erlaubt uns eine Ausstattung der Professuren, die auch Kandidatinnen von Top-Universitäten, etwa in den USA und Kanada, angezogen hat“, sagt Professor Dr. Christopher Baum, BIH-Direktoriumsvorsitzender und Vorstand des Translationsforschungsbereichs der Charité – Universitätsmedizin Medizin.

Kooperation von Charité und MDC

Die Nachhaltigkeit der Professuren wird dadurch sichergestellt, dass allen Professorinnen ein verbindliches Verstetigungsangebot unterbreitet wurde. Um die entsprechenden Langfristperspektiven zu verwirklichen, arbeiten die Charité – Universitätsmedizin Medizin und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) bei den Berufungen eng zusammen.

Die neuen BIH Johanna Quandt-Professorinnen sind:

  • Prof. Dr. Sarah Hedtrich von der University of Vancouver in Kanada: Sie wird als Johanna Quandt-Professorin für translationale humane Organmodelle an die Charité und die dortige Klinik für Infektiologie und Pneumologie berufen. Dort wird sie vor allem zu komplexen Organmodellen der menschlichen Haut und der Lunge forschen und dabei auch Alternativen zu herkömmlichen Tiermodellen für die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien etablieren.
  • Dr. Kirsten Kübler vom Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School und dem Broad Institute, einer gemeinsamen Einrichtung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard University: Ihre Johanna Quandt-Professur für die frühen Stadien der Krebsentwicklung und ihrer Prävention wird in der Charité und ihrer Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie eingerichtet. Die Medizinerin wird sich in ihrer Forschung vor allem den molekularen Veränderungen bei der Krebsentstehung widmen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Verbesserung der Krebsfrüherkennung beitragen. 
  • Dr. Kathrin de la Rosa: Die Gruppenleiterin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wird als Johanna Quandt-Professorin für Immunmechanismen in der Translation berufen. Die erst kürzlich mit einem Preis des Europäischen Forschungsrates ausgezeichnete Immunologin wird im Rahmen ihrer Professur die Forschungen auf dem Gebiet der Produktion von B-Zellen zur Abwehr von Viren wie SARS- CoV-2 oder dem HIV vertiefen. Die Forscherin leitet am MDC weiterhin ihre Arbeitsgruppe „Krebs & Immunologie / Immunmechanismen und humane Antikörper“ und ist auf dem Campus Buch räumlich verortet.

Alle drei BIH Johanna Quandt-Professorinnen werden in den nächsten Wochen ihre neue Arbeit aufnehmen. Eine vierte Johanna Quandt-Professur wird voraussichtlich in naher Zukunft besetzt. Gemeinsam mit den drei bereits 2017 ausgewählten Johanna Quandt-Professorinnen bilden sie eine neue vielversprechende Generation besonders interdisziplinärer Lebenswissenschaftlerinnen.

Die Stiftung Charité realisiert ihre Förderung der Professuren aus der Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt. Die Initiative ist eine der größten privaten Einzelzuwendungen zur Förderung der Wissenschaft in Deutschland. In Rahmen der Privaten Exzellenzinitiative fördert die Stiftung Charité nunmehr knapp 500 Personen auf allen wissenschaftlich-klinischen Karrierestufen – von den Studierenden bis zum Nobelpreisträger.

Weitere Informationen

Über die Stiftung Charité

Die Stiftung Charité ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie wurde 2005 von der Unternehmerin Johanna Quandt mit dem Auftrag gegründet, die Innovationskraft und Exzellenz der traditionsreichen Berliner Universitätsmedizin zu unterstützen. Seither versteht sich die Stiftung Charité als Förderin und kreative Impulsgeberin für die Lebenswissenschaften in Berlin. Sie unterstützt Vorhaben im gesamten Spektrum von Forschung, Lehre, Gesundheitsversorgung sowie Wissens- und Technologietransfer. Bei ihren Aktivitäten stellt sie Menschen mit ihren Talenten in den Mittelpunkt. Seit 2014 setzt die Stiftung Charité im Rahmen ihrer „Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt“ zusätzlich in besonderem Maße auf die Förderung von herausragenden Personen in allen Phasen der wissenschaftlichen Entwicklung vom Studium bis zur Professur.

Weitere Informationen: www.stiftung-charite.de

Über das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den international führenden biomedizinischen Forschungszentren. Nobelpreisträger Max Delbrück, geboren in Berlin, war ein Begründer der Molekularbiologie. An den MDC-Standorten in Berlin-Buch und Mitte analysieren Forscher*innen aus rund 60 Ländern das System Mensch – die Grundlagen des Lebens von seinen kleinsten Bausteinen bis zu organübergreifenden Mechanismen. Wenn man versteht, was das dynamische Gleichgewicht in der Zelle, einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört, kann man Krankheiten vorbeugen, sie früh diagnostizieren und mit passgenauen Therapien stoppen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung sollen rasch Patient*innen zugutekommen. Das MDC fördert daher Ausgründungen und kooperiert in Netzwerken. Besonders eng sind die Partnerschaften mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin im gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center (ECRC ) und dem Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité sowie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Am MDC arbeiten 1600 Menschen. Finanziert wird das 1992 gegründete MDC zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin.

Weitere Informationen: https://www.mdc-berlin.de/de

Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC)

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